Zukunftskonferenz

Weltrettung und Griechenland-Tragödie Teil 2 – Aufbruchstimmung mit Großgruppentechniken

Zukunftskonferenzen mit 1 Million Griechen – 10 % der Bevölkerung

Kräfte aufbauen, Stärken des Landes ausbauen, die „Schätze“ der Kultur und Leistungskraft heben, Hilfe zur Selbsthilfe geben. Wie geht das konkret über das sterile Finanz-Hilfspaket hinaus?

Hier lesen Sie keinen Angriff weder auf Banken innerhalb oder außerhalb Griechenlands, noch auf Politiker und Reiche. Einfach eine genauere Beschreibung meines Vorschlag vom 13.7.15 zur Ergänzung der Griechenland-Hilfspakete– „Aktivierung der Kräfte der Bevölkerung“. Schließlich geht es nur um diese. Die Ursachen für die Misere liegen in der Vergangenheit und es leiden heute die Menschen, die mit Sicherheit daran nicht „schuld“ sind. Wie kann man also sicherstellen, dass das große finanzielle Hilfspaket nicht schon wieder ins Leere läuft? Da muss mehr passieren als nur Geldbeträge umzuschulden, mit einem kleinen %-satz für den aktuellen Staatshaushalt. Und Steuererhöhungen für die breite Masse, um den Haushalt auszugleichen und einen Überschuss zu erzielen, scheinen mir auch das Problem nicht zu lösen.

Umfang und Orte Zukunftskonferenz (ZK)

Die Betonung liegt auf eigenen Aktivitäten des Volkes und Eigeninitiative, nicht Appelle an Politik. Darin werden insbesondere die Stärken von Griechenland und der Bevölkerung ausgearbeitet, die Schätze, die es zu heben gilt. Um 1 Mio. Menschen zu erreichen, müssen. in einem Jahr 12.500 solche Konferenzen abgehalten werden. Bei den Zukunftskonferenzen gilt ein Maximum von 80 Teilnehmern. Verteilt auf 50 Wochen sind das jede Woche 250 Stück, also an ca. 125 Standorten, bei 2x pro Woche (Montag bis Mittwoch und Freitag bis Sonntag). Dann würden nur 125 Trainerteams benötigt, die jeweils ca 5 Personen umfasssen. Es müssen also ca. 625 ZK-Trainer ausgebildet werden.

125 Standorte, das bedeutet einer Aufteilung entsprechend der Bevölkerung, dass es in Athen und weiteren große Städten mehrere Angebote für die griechische Bevölkerung gibt. Ca. 100.000 Einwohner in einer Stadt oder Region würden einen Standort für solche ZK bedingen.

Auch wenn die Hauptstadt Athen offiziell unter 1 Million Einwohner hat, leben doch im gesamten Ballungsraum Athen fast 5 Millionen Menschen (50 Standorte). Dies ist fast die Hälfte der Bevölkerung Griechenlands. Die zweite Metropole Griechenlands ist Thessaloniki. In und um Thessaloniki wohnen eine weitere Million Menschen (10 Standorte). Die restlichen 5 Millionen Einwohner Griechenlands leben überwiegend in ländlich geprägten Regionen und auf den etwa 80 bewohnten Inseln. Als drittgrößte Stadt Griechenlands gilt die Hafenstadt Patras auf der Peloponnes (knapp 200.000 Einwohner, 2 Standorte). Danach folgt die erste Stadt auf einer Insel, nämlich Iraklio auf Kreta (etwa 150.000 Einwohner, 2 Standorte). Larsissa in Zentralgriechenland ist die einzig weitere Stadt mit etwa 104.000 Einwohner (1 Standort). Das macht zusammen etwa 65 Standorte, also die Hälfte der rechnerisch geplanten 125 Standorte.

Inhalt Zukunftskonferenzen – und Ergebnisse

Die Standard-Dauer ist 3 Tage. Es gibt dabei nur im Ablauf Vorgaben.

Tag 1: Ziele und Spielregeln, Kennnenlernen durch Austausch Vergangenheitserlebnisse. Brainstorming aktuelle Veränderungstrends (Gegenwart). Das mündet in ein riesiges Mindmap von allen Trends. Die Teilnehmer sitzen in systematisch gemischten Gruppen von maximal 10 Personen.

Tag 2: In Gruppen ähnlicher Interessen werden wichtige Trends geprüft auf: wie ist unsere Antwort auf diese Trends. Dann werden in den Gruppen 3 Flipcharts erstellt: worauf sind wir stolz? Was bedauern wir? Was sind unsere Werte. Danach beginnt zurück in die gemischten Gruppen die Arbeit an einer gemeinsamen Zukunftsvision. Diese werden am Nachmittag von den 8 Gruppen als Sketch inszeniert. Danach erfolgt die Suche nach Gemeinsamkeiten in allen Präsentationen, erst in der Gruppen, dann im Austausch und Verdichtung von 2 Gruppen untereinander.

Tag 3: Gleich am Morgen werden die Punkte der verdichteten Auswertungen nacheinander durchgeschaut und die Punkte mit absolutem Konsens aller 80 Teilnehmer herausgesucht inkl. der Werte. Mit diesem Material werden nun von Freiwilligen in Projektgruppen Maßnahmen geplant.

Die Ergebnisse  kommen so ganz aus den Teilnehmern und es werden Projekte ausgearbeitet und generiert, die Bedürfnisse der Bevölkerung erfüllen. Die besondere psychologische Technik besteht darin, Konsens unter jeweils allen Teilnehmern zu erzielen. Das trifft in der Regel auf 80 % der Ideen der Teilnehmer zu!

Was könnten mögliche Ideen und Themenfelder sein:Future Search Action Guide

  • Politik mit allen möglichen Unterthemen
  • Arbeitsplätze und Investitionen
  • Regionale/kommunale Infrastruktur
  • Umweltschutzmaßnahmen vor Ort
  • Bildungsmaßnahmen
  • Touristikideen für Attraktivität der Orte/Inseln
  • Landwirtschaftliche Themen für Effizienz und Vermarktung
  • Vertrauensaufbau und Korruption, Schattenwirtschaft
    ………

Wie das mit den Projekten nach der Zukunftskonferenz weitergeht, liegt ganz in der Selbstverantwortung der Beteiligten. Die bereits erwähnte Stiftung wird hier zumindest eine Internet-Plattform für den weiteren Austausch zur Verfügung stellen. Bei 12.500 Zukunftskonferenzen werden sich Themen wiederholen – und jeweils neue Teilnehmer zu den Projektgruppen hinzustoßen – und die Projektgruppen sich weiter unterteilen. Das Land wird in Bewegung kommen.

Ablauf Zukunftskonferenzen

Cover Future SearchBegonnen wird im Gesamtablauf der Aktion mit den Zukunftskonferenzen, für die ein weltweit standardisierter Ablauf existiert. Ein in mehrere Sprachen übersetztes Workbook enthält die meisten der notwenigen Anleitungen für Moderation und Kleingruppenarbeit. Hier auch einige Videos dazu.

Mit der Kapazität des ZK-Kernteams, verstärkt von einer gleichen Zahl Übersetzer, könnten schon in der 2. Woche erste ZK nur mit griechischen Trainern für die breite Bevölkerung stattfinden. Diese Runde wäre wohl in Athen, die nächste Woche hätte schon Ableger in verschiedenen weiteren Städten. Schon in der ersten Woche würden griechische Trainer hospitieren und bald  Co-Trainer-Funktionen übernehmen. Schnell würde so die Kapazität aufgestockt und spätestens in der 3.Woche stehen die ersten ausgebildeten rein-griechischen Trainer zur Verfügung.

Dann kann der Kreis der Anzahl der Workshops sich schlagartig immer schneller beschleunigen. Jede Woche kommen neue ausgebildete Trainer dazu. Wenn 125 Standorte mit 600 Moderatoren erreicht sind, kann das Wachstum aufhören. Bei 80 Teilnehmern pro ZK und 2*125 möglichen Konferenzen in einem Jahr pro Standort ist damit eine Durchlaufkapazität von 1 Mio. Teilnehmern erreicht.

Die Teilnehmerzahl ist auf 80 limitiert damit jeder auch alles mitbekommt, was die anderen Gruppen ausarbeiten. Es gibt zwar Techniken, mit denen diese Grenze überschritten werden kann, aber das wird hier in der Phase 1 nicht für zweckmäßig gehalten.

Es sind genug Menschen arbeitslos bzw. können mal für 3 Tage Urlaub nehmen oder von Freitag bis Sonntag teilnehmen. Es wird einfach bei der Publizität des Ganzen schick sein, dort mitzumachen.

Logistik und Finanzierung

An den 125 Standorten wird jeweils ein Raum im Hotel oder Zelt von ca. 300 qm benötigt. Die Teilnehmer brauchen selbst nichts zu schreiben, dass geschieht im Stehen rund um Flipcharts – und später eintippen in Laptops (1 je 8-er Kleingruppen).

Trainerkosten  625 Trainer für 12 Monate                                        19 Mio. €

Sachkosten, Locations, Unterkunft Trainer                                     11 Mio. €

Verpflegung für 1 Mio, Teilnehmer 3 Tage                                        50 Mio. €

Startkosten Ausbildung, Kernteam und Übersetzer, Hilfspersonal 2 Mio. €

Zusammen sind das 82 Mio. €.

Das wäre der Teil, der für verbreitete Aufbruchstimmung in ganz Griechenland sorgt. Bezogen auf eine Bevölkerung von 11 Mio. von denen 10 % teilnehmen, die aber alle Freunde und Verwandte haben und diesen ihre Eindrücke persönlich kommunizieren.

Im 3. Teil dieser Blog-Serie werde ich beschreiben, welchen Nutzen das Training der Mewes-Strategie in Griechenland erzeugen kann. Es sind dann Workshops von einer Woche, die auch Ziele und Selbstmanagement beinhalten für vielleicht 500.000 Teilnehmer. Im 4. Teil beschreibe ich eine Woche für Existenzgründer mit Business-Plan und Mikro-Finanzierung. Die ersten Gründer werden praktisch einen Monat nach Beginn des Programms starten können.

Grichenland T2b