Großgruppen

Projekt Äthiopien – Vorarbeit für 1 Million Arbeitsplätze und Bildung

 

Die neue Botschafterin von Äthiopien

Die Redner von Berlin 4.6.19

Mit meinem Ziel, im nächsten Jahr in Äthiopien 1 Mio. Arbeitsplätze mit dualer beruflicher Bildung in Äthiopien zu schaffen, hetze ich von Afrikatag zu Afrikatag. Ich will da Informationen sammeln und wichtige Personen und Institutionen kennenlernen (Networking). Bevor meine Aktion öffentlich bekannt ist, ist es schwer, potenzielle Investoren zu finden – es ist wie Nadeln im Heuhaufen zu suchen. Mein großes Ziel ist unverändert und erweckt zunehmend Interesse.

Überblick

Wenn ich jetzt mal so auf das Thema Afrika im Überblick schaue:
Zuletzt war ich in Berlin 2x, Würzburg, Stuttgart, diese Woche zu einem Vortrag über Afrika in München und nächste Woche ist dort wieder ein Afrikatag der IHK. Die Politik hat seit dem G20-Treffen mit deutscher Führung einiges in die Wege geleitet, z.B. mit dem Compac für Afrika. Zuletzt auch am 4.6. mit von

Stimmungsbild Interesse an afrikanischen  Ländern in Stuttgart

A. Merkel schon 2018 angekündigten Investitionsfonds für den Mittelstand.
In der Politik gibt es mehrere parallele Initiativen, vom BMZ, der GIZ, KFW, AWE, DeveloPP, aber auch vom Wirtschaftsministerium und vom Auswärtigen Amt. Sie hat begonnen, diese verschiedenen Ministerien für Afrika zu koordinieren. Zuletzt durch Sonder-Botschafter Robert Dölger, den ich in Eritrea 3 Tage kennenlernte. Da wäre ich gerne mal dabei gewesen, wie das moderiert wurde, weil Moderation mit Aktivierung der Ressourcen der Beteiligten mein Spezialgebiet ist. Ohne das große und lange Reden gehalten werden.

Ich bin frühzeitig am Start

Da ist z.B. der Marshall-Plan für Afrika. Ohne Beteiligung eines einzigen Afrikaners zustandegekommen. Er soll eine Diskussionsgrundlage bieten. Natürlich wird dort die Ausgangssituation beschrieben, die Fördermittel aufgelistet. Es fehlt die konkrete Strategie, die meine Vorgehensweise als Unternehmer und Psychologe kennzeichnet. Eine konkrete Strategie, die im groben beschreibt, was zu tun ist und von wem, damit ein erhofftes Ergebnis eintritt.

Informationen und Netzwerke

Pause für Afrika in Berlin

Und weitere Kontaktgespräche beim Afrika-Forum vom Afrika-Verein 13.6.19 Berlin

Ich habe jetzt weitere Daten gesammelt für meinen Businessplan Äthiopien. Ich werde bald Zahlenwerke präsentieren vor offiziellen Institutionen wie die angesprochenen Ministerien, Afrika-Verein, IHKs und AHKs sowie potentiellen Firmen, die dort investieren und Arbeitsplatze sowie Wertschöpfung generieren wollen oder können. Oder auch mit reinen Investoren, die einfach nur ihr Kapital dort anlegen wollen, wo andere noch einen Bogen drum machen. Die seriöse Kapitalnachfrager suchen, möglichst mit einem „bankable“ Businessplan. Geld sei genug da, höre ich immer wieder, aber nicht genug seriöse Projekte mit Zahlen.
Und bei allen Institutionen, wo ich mich bekannt mache, treffe ich natürlich auf das NIH-Syndrom (not invented here). Denn wie kann es sein, dass ein Außenstehender eine wirksame Strategie entwickelt, wo der doch nicht schon seit Jahren und viel weniger mit den Problemen vertraut ist?

Meine aktuellen Aufgaben

In Würzburg wurde ein Haus zu sensationell niedrigen Kosten vorgestellt. Leicht und vor Ort ohne Kran zu montieren. https://www.beecomp-technologies.com/

Ich selbst bin nun verstärkt auch unterwegs, mit Firmen Kontakt aufnehmen, für die eine Investition in Äthiopien Sinn macht. Deshalb die obige Metapher mit Nadeln im Heuhaufen suchen. Ich benötige also ein Netzwerk von Tippgebern, wo solche Anfragen auflaufen – und muss mich bei

Redner Prinz Asserate in Stuttgart

diesen präsentieren, damit sie bei solchen Anfragen auch auf mich verweisen. Ich kann dann mit meinem großen Projekt aufzeigen, wie sich Afrika noch schneller entwickeln wird und dass natürlich den Markt und die Kaufkraft für europäische Produkte enorm ankurbeln wird. Dazu wird das Sozialprodukt und somit die Wertschöpfung in Afrika sich stark erhöhen. Auch die übermäßige Bevölkerungsentwicklung wird sich dann schneller als die Prognosen „regulieren“.
Zudem nehme ich im Herbst an einem Online-Kongress „lebwoDuwillst“ teil, auch in der Speaker-Rolle. Ich verbreite natürlich darin die Botschaft, dass Unternehmer, die zumindest teilweise auswandern, dort vor Ort immer viele Möglichkeiten haben, etwas für die Weltrettung zu tun. https://www.lebwoduwillst.com/ Und selbst werde ich im Herbst eine 1. Online-Afrika-Konferenz starten und habe schon die Teilnehmer dafür im Auge! Das wird auch spannend.

Weltretter Tag

Klaus Liepert von der Karl Seidel Stiftung stellte in München den Marshall-Plan vor

Durch meine eigenen Blog-Aktivitäten bekam ich vor einigen Wochen eine Bestellung von Stephan Landsiedel, größtes Institut für NLP-Ausbildungen und Seminare in Deutschland, für meinen Weltrettungs-Roman und das Sachbuch „Projekt Welt verbessern“. Er war dann von beiden sehr begeistert und ich erfuhr, dass er ebenfalls eine Weltretter-Initiative gestartet hat. Hier der Link zu seiner schon recht ausführlichen Website :
Seinen Weltretter-Vortrag habe ich inzwischen erlebt und ihn auch in Kitzingen besucht. Gemeinsam werden wir am 27.10.19 einen ganzen Weltretter-Tag in München abhalten, zu dem Sie sich jetzt schon anmelden können. Wir werden den Tag mit Großgruppentechniken gestalten, wie es auch bei meinem großen Projekt der Fall sein wird. Sie dürfen gespannt sein

 

Beachten Sie in der rechten Spalte ganz oben die früheren Artikel über meine Aktivitäten in Afrika. Zuletzt auch, wie die Entscheidung für Äthiopien fiel.

Improvement of the World – english abstract

Provisional translation 19th of June 2017, darunter der originale deutsch Text

Improvement of the World by self-help in 9 crucial areas of problems by creating a synergy of economics, ecology and psychology

1.    Self-help – by enableing people to improve their situation by their own efforts. The 9 area and will soon be explained by one chart covering each area. They are systemically related, poverty at the core of it.

2.    The analyse of the 9 fields of world-problems shows a common factor: the list of human weaknesses. The remedy: requires continuing education, personal empowerment, personality development, personal values, raising self esteem and confidence; while generating higher confidence in other people at the same time.

3.    But we need more: Poverty and Hunger need more economical growth in most countries – for more material, social and medical welfare. To achieve this we have to increase productivity and jobs – each country has to work for its own prosperity.

Mechanism of action: create ‚atmosphere of departure‘ – spirit of optimism, support investments from outside and inside the country.

4.    For each country with roadblock in area 1 lighthouse-projects are created, which can be started quickly with more or less untrained workers, like projects in building and infrastructure. Where work can be started simultaneously at many locations and people can see instant progress.

5.    The workers of this lighthouse-projects learn and work 4 hours a day respectively. After 1 year they are replaced by new workers. Doing so after 5-10 years about 5 % of the population have participated.

6.    The curriculum offers:

a)    Reading and writing

b)    Calculation

c)    Finances and economics in world of division of labour and providing added value to customers.

d)    Technology based on physics and chemistry

e)    Health, hygiene including nutrition, care of water and plants. Medical care

f)     Communication and conduct including values and moral intelligence

7.    In most cases it will be useful to start  with a central conference with domestic donors.

Either simultaneously or later, future conferences will follow at several cities where everybody interested can participate.

Result: Attention, interest, participation, activity, common goals, optimism, confidence.

8.    Large group methods play an important role in the process of world-improvement. 75 % of the time  is discussion in small groups – from which common ideas and projects show up.
“Future Search” is the most known format of such large groups. It is limited to 80 people, but other formats are available for higher numbers of participants, up to thousands. The Internet offers additional possibilities.

9.    After the initial conferences and parallel to phases 4-6 there will be large group actions from half day up to 5 days with thousands or millions of participants which will lead to new start-ups (about 1 % of the population) – creating jobs and increasing gross domestic product.

10.  All these activities and projects are organized and coordinated by new Foundations within the countries under a world umbrella foundation; including the learning- and large group events.

The financial means come from rich people and other donors, who want to give back the opportunities of their lifes to society.

An improved world serves everybody: Welfare, peace and freedom.

At the head of the Foundation there will be people of the highest standards in honesty and ethical conduct.

 

This are the most important items of a brand new strategy of world improvement with quick impact, because from the very beginning people are involved in great number and are integrated with their conduct and their thinking.

Rudolf Müller

Doctor in economics, Master Psychology

20 years Managing Director in industrial family company, international Marketing

20 years of consultant and development of organization and people

Main Hobby: learning and large groups

Author of 7 books

 

Hier der deutsche Text

Weltverbesserung mit Selbsthilfe in 9 Problemfeldern mittels Synergie von Ökonomie, Ökologie, Psychologie

1. Selbsthilfe bedeutet, dass Menschen in die Lage versetzt werden, aus eigener Kraft ihre Situation zu verbessern. Die 9 in der Grafik genannten Felder werden demnächst noch mehr erklärt durch ein Schaubild pro Feld. Sie sind systemisch miteinander verbunden, Armut in der Mitte.

2.Die Analyse der 9 Welt-Probleme zeigt, dass dort ein gemeinsamer Nenner der Ursachen vorliegt: Faktor Mensch mit seinen Schwächen. Abhilfe: erfordert Bildungsanstrengungen und mehr persönliches Empowerment bis zu Persönlichkeitsentwicklung, persönlichen Werten und mehr Selbstvertrauen und Selbstwert.  Was zugleich auch mehr Vertrauen in andere Menschen mit sich bringt.

3.Aber wir benötigen mehr: Armut und Hunger erfordern Wirtschaftswachstum in den meisten Ländern – für mehr materiellen. sozialen und gesundheitlichen Wohlstand. Dafür werden Fortschritte in Produktivität und mehr Arbeitsplätze benötigt – jedes Land muss seinen Wohlstand selbst erarbeiten. Wirkmechanismus: Aufbruchstimmung schaffen, Direktinvestitionen im eigenen Land und aus dem Ausland schaffen.

4.Für jedes Land mit Feld 1 Engpass werden Leuchtturmprojekte benannt, die schnell begonnen werden können, wenig geschultes dafür aber viel ungeschultes Personal erfolgen, z.B. bei Infrastruktur und Bauprojekten. Wo an vielen Stellen zugleich mit den Arbeiten begonnen werden und die Menschen schnelle Fortschritte sehen.

5.Die Beschäftigten dieser Leuchtturmprojekte lernen und arbeiten nur je 4 Stunden. Nach 1 Jahre werden die meisten Beschäftigten durch neue Arbeitskräfte ersetzt. So dass nach 5-10 Jahren ca. 5 % der Bevölkerung mitgemacht haben.

6.Lernfächer sind dabei:
a)    Lesen und Schreiben

b)    Rechnen

c)    Finanzen-Wirtschaft in einer arbeitsteiligen Welt und Nutzen bieten für den Kunden.

d)    Technik mit Basis in Physik und Chemie

e)    Gesundheit  und Hygiene inkl. Ernährung, Umgang mit Wasser und Pflanzen. Medizinische Versorgung

f)     Kommunikation und Verhalten inkl. Werte und Moralische Intelligenz.

7.Meist wird es sinnvoll sein, mit einer zentralen Konferenz mit potenziellen Geldgebern aus dem jeweiligen Land zu beginnen.
Gleichzeitig oder danach werden in verschiedenen Städten noch mehrsolche Zukunftskonferenzen abgehalten, wo sich alle Interessenten beteiligen können.

Resultat. Aufmerksamkeit, Interesse, Beteiligung, Aktivität, gemeinsame Ziele, Optimismus und Vertrauen.

8.Eine große Rolle im ganzen Weltverbesserungsprozess spielen Großgruppenveranstaltungen, wo 75 % der Zeit in Kleingruppen diskutiert wird, es sich jedoch gemeinsame Themen und Projekte ergeben. Eine Form davon ist die international und interkulturell sehr bekannte Zukunftskonferenz. Sie ist limitiert auf 80 Personen, für höhere Teilnehmerzahlen bis in die tausende andere Formate stehen zur Verfügung. Das Internet bietet hierfür auch noch Ergänzungen an.

9.Nach diesen initialen Konferenzen und parallel zu den Phasen 4 – 6 finden über längere Zeit  Großgruppenaktionen von 0,5 bis Tagen mit Millionen Teilnehmern die in vielleicht 1 % der Bevölkerung neuen Start-ups münden, was Arbeitsplätze und Sozialprodukt schafft.

10.Dies wird alles durch neu zu schaffende länderweise Stiftungen mit zentraler weltweiter Dachstiftung organisiert und koordiniert. Die Lernaktivitäten und Großgruppenaktivitäten sowieso.
Die finanziellen Mittel kommen von Reichen und sonstigen Spenden, die der Gesellschaft etwas von den Möglichkeiten ihres Lebens zurückgeben wollen. Eine verbesserte Welt nützt allen: Wohlstand, Frieden und Freiheit.

An der Spitze der Stiftung stehen moralisch einwandfreie bekannte Menschen.

 

Das sind die wichtigsten Punkte einer ganz neuen Strategie zur Weltverbesserung mit schneller Umsetzung, weil die Menschen gleich von Anfang in großer Zahl mit eingebunden und mitwirken in ihrem Verhalten sowie mit ihrem Denken.

 

Rudolf Müller

Promotion Betriebswirtschaft, Master Psychologie.

20 Jahre geschäftsführender Gesellschafter im Familienunternehmen, internationales Marketing.

20 Jahre Unternehmensberater und -entwickler (Unternehmen und Menschen)

Hobbys: Lernen und Großgruppen

Autor von 7 Büchern

 

Mehr Demokratie wagen – und verbessern

Probleme der Welt und Ursachen

Kürzlich fand im Erfolgsforum Rosenheim das erste Treffen der neu gegründeten Denk-Werkstatt zum Dialog über Welt- und Demokratieverbesserung statt. Wir haben gemeinsam die Weltprobleme analysiert und sind wie auch in meinem Weltrettungsroman zu den 9 Problemfeldern gekommen. Das Feld 8 Gender (Geschlechter-Gerechtigkeit) könnte man auch nennen „Diskrimination“ und enthält somit neben der Geschlechterproblematik auch die Rasse, das Alter und andere diskriminierende Elemente. Und in das mittlere Feld von Armut und Hunger könnte man noch als Unterpunkt die Chancenungleichheit nehmen.

Derr nächste Punkt in der Denk-Werkstatt war nach einer Analyse der Problemfelder die Auflistung der Ursachen, wobei wir zwischen Mensch und System trennten. Aus der Brainstorming der Teilnehmer ergab sich dir mir weitgehend bekannte Liste der menschlichen Schwächen, von Gier und Verführbarkeit angefangen, bis über die Bequemlichkeit zu „destruktivem Umgang mit Komplexität“. Gespannt war ich auf die Diskussion eines gemeinsamen Nenners als Ursache für alle Weltprobleme. Aber das ging ganz einwandfrei zu einem Konsens: „Die Hauptursache ist der Mensch selbst mit seinen Unvollkommenheiten“. Und sogar die Systemursachen wie Macht, Lobby etc konnten wir als menschengemacht darunter subsumieren. Natürlich hat der Mensch aus seine guten Seiten: Hilfbereitschaft, Loyalität, Kooperation, Empathie etc. Daneben die Schattenseiten, die die Probleme national oder weltweit bewirken.

Darüber hinaus ist eine zweite Ursache für die Achse der Welt-Problemfelder 7 Arbeitsplätze und 1 Armut die volkswirtschaftlichen Produktion für den Wohlstand. Für die Entwicklungsländer heißt dies, dass Direktinvestitionen von außen kommen müssen, um einen Sprung zu bewirken. So hat das in China und weiteren asiatischen Ländern sowie Brasilien gut funktioniert. Die dortigen staatlichen Strukturen sind ein Muß – in Afrika fehlen diese oft. Deshalb dort ein größerer Nachholbedarf. Ich habe kurz mein Konzept für Aufbruchstimmung und Vertrauen dargestellt. Zugleich gekoppelt mit verstärkten Bildungsanstrengungen und Großgruppenmethoden.

Am Schluss und gegen Mitternacht war auch klar, dass die Gruppe weitermachen will. Kurzfristig wollen wir unsere Arbeit weiterführen und brauchen da auch nicht in die ganze Welt auszuschwärmen: auch in Deutschland ist genug zu tun. Was wäre das Konzept, in Deutschland den obigen abgebildeten gemeinsamen Nenner „Bewusstseinsentwicklung“ einer breiten Bevölkerung nahezubringen?

Als ersten Baustein dafür könnte meine Großgruppenaktion „Demokratie verbessern“ dienen, die wir beim nächsten Treffen besprechen werden. Hier könnte als sachliches Thema die Flüchtlingswelle stehen, oder das Steuersystem, aber sicher ist die Verbesserung unserer eigenen Demokratie die beste Basis für die weitere Arbeit. Was gibt es in den Social Media nicht alles an Groll und Unzufriedenheit darüber. Unseres Erachtens mangels Wissen und Bewusstsein der Bevölkerung. Stammtischgerede mit Klagen und Anklagen ist leicht, aber wie können wir konkret besser werden? Die verbalen Anschuldigungen der Parteien untereinander erleichtern das alles nicht.

Zielsetzung des Großgruppen-Dialoges

  • Bei der Aufgabenstellung des Staates beginnen
  • Demokratie und Dialog mit Fakten trainieren
  • Werte der Gemeinschaft unseres Staates bewusst machen und leben
  • Vertrauen der gesellschaftlichen Gruppen insb. Politiker, Bürger, Wirtschaft aufbauen zum allseitigen Nutzen
  • Dabei erhöht sich das Wissen, das Verständnis für andere und ändern sich Denkmuster (vorgefasste Meinungen).
  • Reelle Möglichkeiten zu einer Erneuerung der Demokratie kennenlernen u.a. Losverfahren.
  • Zugleich mit konkreten Vorschlägen für weitere operative Dinge und mittelfristige Strategie in der Verbesserung unserer Demokratie
  • Zu einer Vorstufe von echter breiter Bürgerbeteiligung und Mitwirkung kommen.

Beschreibung der Aktion

  • 4 Stunden Dialog der Demokratie (Aufgaben des  Staates und Bürgerpartizipation) mit mindestens 1 Million Teilnehmern, in Gruppen von 100. Das braucht nur 3 Monate zu dauern.
  • An 60 Standorten mit täglich zwei Veranstaltungen. 200 Moderatoren werden benötigt, die dank selbsterklärungen Anleitungen für die Teilnehmer leicht auszubilden sind. Diese sitzen an Tischen von maximal 8 Personen mit zumindest je einem PC, der die Antworten der Gruppe auswertet und mit anderen bzw. auf Bundesebene vergleicht.
  • In weniger als 90 Tagen durchlaufen 1 Million Teilnehmer diese Veranstaltung. An derem Ende steht jeweils ein „viraler“ Effekt: Jeder wird aufgefordert, per Handy enge Freunde und soziale Netzwerke über die Erkenntnisse zu informieren.
  • Bei 10.000 solcher Veranstaltungen können jeweils einer oder mehrere Politiker der verschiedensten Ebenen (Gemeine, Land, Bund) teilnehmen.

Ich habe diese Vorgehensweise schon vor 40 Jahren praktisch ausprobiert – bei der Einführung einer Kapitalbeteiligung in meinem Familienunternehmen. Ich war dabei besonders positiv überrascht, wie sich die Mitarbeiter aus der Produktion dort einbrachten und konkrete Vorschläge unterbreiteten. Vor 20 Jahren habe ich die Aktion – noch vor Kirchhoff – für eine Reform des deutschen Steuersystems entwickelt, aber leider die Mühe der Umsetzung gescheut. Heute bin ich besser gerüstet. Als nächster Termin zur Fortsetzung und Diskussion über ein konkrete Aktion z.B. diese mit den 4 Stunden Dauer scheint der 5. Juli geeignet. Interessenten zur Mitwirkung in der Denk-Werkstatt bitte über diese Seite anmelden.

Am Beispiel der Flüchtlingsthematik habe ich auf dieser Blogseite schon mehr Detailinformationen zum Ablauf der Dialog-Großgruppenaktion in 4 Stunden gegeben.

Weltrettung und Flüchtlinge 5 – mehr Demokratie wagen – Dialog

Das Flüchtlingsthema ist so umfassend, dass es die Gesellschaft polarisiert – wo Kooperation erforderlich ist. Bis noch vor wenigen Monaten konnte es Deutschland nur auf dem Bildschirm zu verfolgen – nun ist es in Straßen und Bahnhöfen präsent. Keine Chance mehr, sich auch als Bevölkerung wie vorher alle europäischen Regierungen wegzuducken und wegzuschauen. Nachstehend ein konkreter Vorschlag aus meinem Weltrettungsbuch als Demokratie-Training,  wo doch die ganze Thematik durchaus von „inneren Lügen“ geprägt ist. Es gibt ein Meinungsspektrum von „Wir schaffen das unbeschränkt“ (die hilfsbereiten Optimisten, die sich vormachen, dass wir jede Menge Flüchtlinge bewältigen können) bis zum „Wahnsinn, Untergang von Deutschland, Islamisierung droht“ (die Bedenkenträger und Skeptiker, die voller Ängste sind und ihr Mitgefühl nicht zugeben). Davon sollte keiner in die rechte oder linke Ecke gestellt werden. Nur die Unbelehrbaren („Das sind Terroristen, Invasoren“) können dabei wohl kaum angesprochen bzw. erreicht werden – je mehr von der Realität und konkreten Fakten entfernt sie sind, desto fester ist ihre Meinung. Aber das sind nur wenige Prozent der Bevölkerung und es kommt auf alle anderen an, dass wir uns austauschen sollten und gegenseitiges Verständnis entwickeln und im Dialog auch noch bessere Lösungen finden.

Veränderungen kommen unausweichlich in Deutschland und Europa auf uns zu. Wir sollten unsere Meinung auf die Fakten und das komplexe System darum stützen. Und natürlich wäre es empfehlenswert, vorher den Masterplan der Regierung zu kennen, in den meiner Meinung nach das Konzept W-L-A der Artikelserie (in Teil 1-4 beschrieben)  integriert sein müsste.

Zielsetzung

  • Demokratie trainieren
  • Befassung mit komplexer Thematik und den Fakten dafür zur Formulierung fundierter Meinung
  • Dabei erhöht sich das Wissen, das Verständnis für andere und ändern sich Denkmuster (vorgefasste Meinungen).
  • Zugleich mit konkreten Vorschlägen für weitere operative Dinge und mittelfristige Strategie in der Flüchtlingspolitik.
  • Mehr sozialer und politischer Friede in der Bevölkerung

Rückwirkungen auf die praktische Politik durch die Seriosität der Aktion sind in Reichweite. Wir bereiten uns damit zugleich auf die kontinuierlichen Veränderungen für Europa vor. Die Menschenvielfalt wird in jedem Land größer, da es ja auch Personenfreizügigkeit innerhalb der EU schon längst gibt. So sind z.B. in den letzten Jahren aufgrund der schlechten Wirtschaftslage viele junge Menschen aus Portugal und Spanien zu uns gekommen und haben Deutsch gelernt.

Ablaufüberblick

4-stündige Aktion in großen Gruppen, 50 Personen und mehr, die jedoch zumeist in 8-er-Kleingruppen diskutieren mit etwas Austausch mit den anderen Tischen und über PC außerhalb des Raums. Wissen um Fakten verbreiten sich, vorgefasste Meinungen werden korrigiert, Ängste bauen sich ab.

Ablauf im Einzelnen

Mitten in einer Fußgängerzone werden Passanten zu einer 4-stündigen Veranstaltung über das Flüchtlingsthema angesprochen und eingeladen. Über die klassischen und social Medien ist dies auch schon vorher bekanntgegeben.

„Sie können hier interessante Dinge zum Thema Flüchtlinge lernen, Diskussionen mit netten Menschen und Gleichgesinnten sowie anderen Ansichten führen, so Ihr eigenes Denken erweitern und am Schluss eine fundierte Meinungsbildung als Signal an die Politik abgeben.“

Auf dem Weg in den Veranstaltungsraum sollen sich die Teilnehmer eine Viertelstunde Zeit nehmen, um im Gang davor Basisinformationen über das Thema zu studieren: Fluchtgründe, Gefahren und Schwierigkeiten, Bereitschaft der Integration. Zahlenmäßige Struktur nach Herkunftsländern, Geschlecht, Status etc.

Im Saal (meist einer von mehreren) sitzen die Teilnehmer an Tischen mit Platz für 8 Personen und 4 Bildschirmen in der Mitte. Der Raum fasst dabei ab 6 solche Tische, ggf. auch mehr.

Phase 1 Fakten

In einem ersten Schritt Lernen die Teilnehmer die Fakten bzw. wiederholen diese mit einem Multiple-Choice-Fragebogen. Auch ein paar wirtschaftliche Zusammenhänge sind eingebaut, dass z.B. die Milliarden Aufwendungen für die Flüchtlinge (Wohnung, Verpflegung, Sprachenlernen, sonstige Ausgaben) wieder zu Einkommen für die Bevölkerung führen und das zu verteilende Sozialprodukt erhöhen. Antworten werden in den Computer eingegeben und die Gruppe kann sehen, wie gut sie in ihren Köpfen schon die Fakten verinnerlicht hat. (Wobei jeder Mensch gerne solche ausblendet, die nicht zu seiner Meinung passen, sie dann auch oft anzweifelt).

Es zeigt sich, dass viele individuelle Antworten nur Meinungen darstellen, aber die Fakten verkennen. Ein erster Lernfortschritt, aber auch mit emotionaler Beteiligung. Vergleiche in den Antworten mit anderen Gruppen und bundesweit werden grafisch angezeigt. Auch die fehlerhaften Antworten und die Fakten dazu. Der Humor wird dabei ebenfalls angesprochen um Änderungen bzw. Korrekturen in den Köpfen zu unterstützen.

Beispiel 1.1: (nur 1 Antwort kann richtig sein) Bei den Flüchtlingen handelt es sich um

a) Eine Gruppe mit großteils asylberechtigten Personen aus Nicht-EU-Ländern.

b) Eine Gruppe mit einem kleinen Teil wirklich Asylberechtigten, einen großen Teil jedoch potenziell für Bleiberecht und Duldung geeignet (alles am Endstand des Asylverfahrens gemessen)

c) Eine Gruppe mit einem hohen Anteil von Terroristen

d) Menschen mit einem Altersdurchschnitt leicht unter dem deutschen Altersdurchschnitt

e) Fast durchweg um männliche Personen, weil es über 10.000 km bis nach Deutschland sind und der Fußweg über viele Landesgrenzen und Berge führt.

Phase 2 Werte

Nun folgt als nächster Schritt eine Arbeit in den Gruppen an den Werten. Es geht bei 4-6 „Problemen/Themen“ nicht mehr um die eine richtige Antwort, sondern um eine Rangfolge verschiedener Werte dabei. Hier zwei mögliche Beispiele:

Bsp. 2.1: Sie wohnen etwas abgelegen in einem Haus und sind alleine. Plötzlich klingelt es an der Tür und ein sichtlich verletzter Mensch steht gebückt und zusammengesackt vor Ihnen. (Schreiben Sie zu jeder Möglichkeit eine Zahl von 1-5 davor, 5 für die aus Sicht beste Alternative)

a) Machen die Türe zu, weil sie sich bedroht fühlen

b) Nehmen die Person an die Hand und führen sie zu einem Stuhl in Eingangsnähe

c) Rufen sofort die Polizei

d) Versuchen mit der Person zu sprechen, um mehr zu erfahren

e) Rufen den Rettungswagen/einen Arzt an.

Bsp. 2.2: Die wichtigsten Werte, die in der Flüchtlingsfrage angesprochen werden, sind

a) Mitgefühl

b) Deutschlands Stärke demonstrieren in der Welt

c) Sicherheit, vor persönlichen Einbußen und bzgl. Ängste vor Terror und Kriminalität

d) Identität als Deutscher, Christ nicht verwässern, verlieren

e) Schwankend, nicht entscheiden können zwischen Hilfsbereitschaft und Ängsten

Wenn alle persönlich ihre Reihenfolgen vergeben haben, diskutiert die Gruppe eine gemeinsame Reihenfolge. Das ergibt eine äußerst interessante Diskussion, die anschließend wieder in den PC eingegeben wird. Die Teilnehmer sehen dann auch die Rangfolgen anderer Gruppen und bundesweit. Der Moderator im Raum wird noch ein paar Meinungsäußerungen von jedem Tisch abfragen, bevor es weitergeht.

Phase 3 Offene Fragen

In einem dritten Schritt geht es um offene Fragen bei Flüchtlingen und Einwanderungen. Wo werden die Probleme gesehen? Welche Veränderungen kommen auf uns zu?

Hier macht jede Gruppe ein Brainstorming, wählt ca. 5 offene Probleme/Fragen („Wie löst man…..?“) aus und bemüht sich im Sinne des bisher Gelernten um Antworten, Vorschläge bei zumindest 3 Positionen.

Lachende Gruppe junge Leute People multikulturell halten Wort willkommen Freisteller

Phase 4 Vorschläge und  Weitererzählen

Hier formuliert die Kleingruppe

  1. zu den ersten beiden Positionen gemeinsame Vorschläge an Politik (soweit nicht schon in Phase 3 erledigt und klar)
  2. Möglichkeiten der eigenen persönlichen Aktivität zur Verbesserung der Situation

Und jeder Teilnehmer spricht einen Schlusssatz, wobei auch Wiederholungen anderer Personen wortwörtlich oder anders formuliert möglich sind:

„Was ich hier erkannt habe, ist……..“

Die Teilnehmer mit Smartphone werden gebeten, gleich, ansonsten am Abend von zuhause diese Erkenntnis auch in den Social media posten und Freunden in den nächsten Tagen natürlich persönlich davon erzählen.

Kosten und Resumée

_Positionen Flüchtlingsthematik_Die Kosten, die dabei entstehen hängen natürlich vom Umfang der Aktion ab. Auf jeden Fall entstehen pro Person Kosten durch Getränke und vielleicht ein Imbissangebot sowie Druckkosten für Unterlagen. Dazu die Raum- und Computerkosten. Sodann noch für die Moderatoren, als Vergütung und Reisekosten. Auch die Werbekosten sind nicht zu vergessen. Bei mehr als 1 Mio. Teilnehmern sind Gesamtkosten in mittlerer 2-stelliger Millionengröße anzusetzen.

Mit einer solchen Aktion könnte man in Deutschland in vielen Städten agieren und schnell 100.000 Menschen erreichen, sogar mehr als 1 Mio. bei entsprechender Werbung und Kostenaufwand. Wenn es bald geschieht könnte es „cool“ sein. Mit dem letzten Punkt von Phase 4 werden weitere Millionen Menschen mit diesen „Meinungen auf höherem Wissensniveau“ erreicht.

Diese Form Großgruppenaktion habe ich vor vielen Jahren (1977) entwickelt, als ich im eigenen Unternehmen eine Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter einführte. Als ich diese mit einem solchen Workshop einbezog, waren ihre Gedanken zur Vertrags strenger und viel rigider als meine eigenen. Später (1996)wollte ich sie einsetzen, um damit eine konstruktive politische Diskussion um ein neues radikal vereinfachtes Steuersystem mit kleinem bedingungslosen Grundeinkommen zu eröffnen. Noch 10 Jahre vor Paul Kirchhof! Heute stelle ich mir vor, dass wir mit dieser Methode wieder mehr sozialen Frieden in Deutschland schaffen können, einen Ausgleich der radikalen Meinungspositionen zur Flüchtlingsthematik mit oft zuwenig Fakten im Kopf aller Beteiligten.

Die ganze Vorgehensweise und die vorherigen Artikel sind aus einem Gesamtkonzept der Weltrettung geschrieben, das den Leitfaden dieses Blogs bildet. Wenn alle 9 Welt-Problemfelder bearbeitet werden, werden zugleich die Flüchtlingsströme versiegen….Die anstehenden Herkulesaufgaben für den Planeten – mit großem wirtschaftlichen Aufschwung überall. Diese Blog-Seite gibt Ihnen im Menu oben mehr Info über dieses Buch und Weltrettungskonzept. Hier der Link zum Webshop des Verlages epubli.

Ich bin gespannt auf die Kommentare der Leser auf meine Beiträge in Facebook, Xing, LinkedIn und Twitter bzw. direkt auf der Blog-Seite (wo sie dann sichtbar bleiben).

Demokratie trainieren

Weltrettung und Flüchtlinge 1: Wohnen, Lernen, Arbeiten

 Refugees welcome - Hände mit bunten Fingern halten ein Pappschild mit der Aufschrift "Flüchtlinge willkommen"Es geht konkret um den Bau von neuartigem Wohnraum – der zugleich in soziale Wohnraumförderung mündet. Und um das Sprachenlernen und andere Aus- und Weiterbildung als Teil unserer deutschen Gastfreundschaft. Dann das Arbeiten, ein Beitrag zum Sozialprodukt. Deutschland wird sich dadurch sicher (graduell) verändern. Ich bin glücklich über die Empfangsfreundlichkeit der deutschen Bevölkerung. Dazu noch das neue Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrer Pressekonferenz am 31. August – auch wenn dabei Kosten und Aufwand wie schon bei der Energiewende und auch der Wiedervereinigung sicher unterschätzt werden. So laufe ich mit meinen Gedanken (fast) offene Türen ein. Endlich mal eine mutige Politik, was ich auf vielen Feldern oft vermisse! Etwas als menschlich richtig Erkanntes auch durchziehen, wenn viele laute Gegenstimmen da sind.

Natürlich kann die Aufnahme von Flüchtlingen und die Gastfreundschaft des Landes in diesem Ausmaße immer nur die zweitbeste Lösung sein und so nicht Jahrzehnte weitergehen. Was kann man wirklich tun, um die Ursachen zu stoppen? Wer kann was tun? Damit befasse ich mich im Teil 3 dieser kleinen Artikelserie.

Im Allgemeinen wollen Menschen ihre Heimat nicht in diesem Ausmaß verlassen. Beweis: Wo regelmäßig die Flüsse über die Ufer gehen und die Häuser verwüsten – ziehen die Menschen trotzdem nur selten weg….Flüchtlinge, die alles aufgeben und sich absolut der Hilfe anderer ausliefern, sind von der Not getrieben und haben keine Perspektiven in ihrem Land. Und Mitläufer und Nutznießer gibt es überall, sowohl hier als auch anderswo.

Teil 1 Aktion in D

Mitgefühl, Menschenrecht, Menschenwürde, Gastfreundschaft

Zweifellos leben wir in Deutschland auf einer Insel der Seligen – auch wenn wirtschaftlich und politisch immer noch Verbesserungsbedarf nach oben besteht: z.B. Obdachlose, Hartz 4- Drangsalierung, Armutsgefahren insb. bei alleinerziehenden Müttern. Doch wirtschaftlich-politisch leben wir alle glücklicherweise in stabiler Situation, trotz einiger Demos von verschiedenen Seiten.

Unser Grundgesetz basiert auf den Menschenrechten und enthält das Recht auf (politisches) Asyl. Unser Land tut sich heute wirtschaftlich damit sicher leichter als einige Nachbarn in Europa. Oft sind die Politiker nicht mutig genug und fürchten den Zorn der Menschen, die Angst vor Überfremdung oder vor Arbeitsplatzverlusten etc. haben (mehr im Teil 2). Glücklicherweise geht die deutsche Regierung  nun voran und wird sich auch in Europa für Änderungen in den Asylgesetzen und der Asylpraxis einsetzen. Frau Merkel sprach schon davon, hemmende Bürokratie zeitweilig auszusetzen, um so mehr den Menschen zu helfen, die in ihrer Not zu uns kommen (wollen), großteils sogar deutlich Deutschland als Zielland wählen. Das wird unserem Land einiges abfordern, aber wir können sicher auch darauf stolz sein, dass unser Image in der Welt sich so gewandelt hat. Ein Einwanderungsgesetz mit teils fließenden Übergängen muss die neuen Verfahren sicher ergänzen.

Ein Teil der Flüchtlinge wird nach persönlichen Klärungen das Land wieder verlassen müssen. Bis das alles soweit ist, sollten Flüchtlinge unsere Gastfreundschaft erhalten (In vielen Ländern, aus denen Flüchtlinge zu uns kommen, ist Gastfreundschaft weit stärkerer Teil von deren Kultur als bei uns!). In dieser Zeit sollten sie nicht nur versorgt werden, sondern auch etwas lernen, Kompetenzen gewinnen – die Sprache und weitere Aus- und Fortbildung. Das wäre dann deutsche Gastfreundschaft.

Grundidee

Derzeit ist – in unseren föderalen Strukturen unterschiedlich – die Unterbringung und das Leben von Flüchtlingen, oft über Jahre hinweg geprägt von

  • Sich selbst überlassen, keine Struktur für den Tag
  • Objekt der deutschen Bürokratie
  • Zusammengewürfelte Nationalitäten, und schlechte Verständigung untereinander, dadurch auch Konflikte
  • Sprachunterricht lückenhaft und zuwenig
  • Keine Möglichkeit zum Nützlichmachen oder Arbeiten
  • Langeweile, Warten – Energie sinkt ab
  • Vorhandene Stärken bleiben ziemlich ungenutzt –(könnten gleich bei erster Registrierung erfragt und erfasst werden – spätestens bei der Ankunft im „Heim“)
  • TV ja, kaum Bewegung und Sport
  • Und beim Lernen und eigener Entwicklung – eher Fehlanzeige.

Alles in allem werden Kräfte vergeudet und auch die Überwindung traumatischer Erlebnisse nicht erleichtert.

Wir wollen die neue zukünftige Dauerunterbringung Dorf (alternativ: Flüchtlingszentrum) nennen – wie beim Olympia-Dorf in München – das auch nicht fürs Leben war und nach dem Ende der Spiele anderer Nutzung zugeführt wurde. In diesen Dörfern sollten, so mein Vorschlag, die Bewohner möglichst nach Sprachen und Nationalitäten zusammengesetzt sein, Zielmarke maximal 300 Bewohner + Kinder. Dies ist noch übersichtlich zum persönlichen Kennenlernen – auch bei Firmen ist das so – es erhöht die Identifikation und Gemeinschaft.

Soweit möglich sollte das meiste in diesen Dörfern nach Selbsthilfe-Prinzip aufgebaut werden und die Bewohner ihre Repräsentanten selbst wählen, also  Selbstverwaltung inkl. Budget, so auch Demokratie lernen und erleben. Die gemeinsame Herkunftssprache muss hier am Anfang die Verständigung erleichtern. Alle internen Hilfsdienste, Kochen, Putzen, Kinderversorgung, Garten & Pflanzen finden durch die Bewohner selbst statt, nur kleines deutsches Team ist vor Ort, welches im Zeitablauf mit zunehmenden Sprach- und Landeskenntnissen reduziert wird. Oft ist das schon in den derzeitigen Heimen der Fall, wird jedoch durch die mangelnde Verständigung der Flüchtlinge untereinander gehindert. Es braucht ein Minimum an Bewohnern um besondere Stärken herauszufiltern und zu nutzen: Hausmeister assistieren und ständige Probleme Wasser, Strom, Gebäude, Heizung, Technik etc lösen lernen.

Es ist klar, dass auch nach beschleunigter Bearbeitung von Asylanträgen nicht jeder bleiben kann. Und auch bei denen mit Asylgenehmigung ist noch nicht jeder schnell genug bereit, aus dem Gemeinschaftsdorf auszuziehen und finanziell ganz auf eigenen Füßen zu stehen. Zur neuen deutschen Gastfreundschaft gehört, dass abgelehnte Asylbewerber, die weiter  „geduldet“ werden (wie es in Amtsdeutsch heißt) und ihnen das Beenden von angefangenen Kursen und Ausbildungen ermöglicht wird. Auf jeden Fall schaffen wir dadurch Freunde unserer Kultur. Es wird Rückwirkungen dieser Form der Gastfreundschaft mit Lernen für unsere eigenen Arbeitslosen geben. Bei diesen stellt sich ebenfalls oft die Kostenübernahmefrage. Auch hier wird sich Deutschland verändern (müssen)!

Finanzierung z.B. durch Soli-anteil – die Bevölkerung ist doch überwiegend bereit dafür. Die Kanzlerin hat schon die Bereitstellung von Mitteln angekündigt und Zahlen kursieren. Wenn wir mit den öffentlichen Haushalten nicht wieder ins Minus rutschen wollen, müssen wir den Weg einer ehrlichen Steuererhöhung gehen – weiter Vorbild für Europa sein. Finanzminister Schäuble will es in 2015 durch Umschichtungen und Mehreinnahmen schaffen. Hoffen wir mit ihm, aber erwarten wir auch Ehrlichkeit.

Ein Großteil dieses Finanzierungsaufwandes – hier spricht der Ökonom – wird sicher in Deutschland bleiben und als Konsum und Investition wieder in unsere Wirtschaft fließen. Es entsteht also zusätzliche Kaufkraft und Nachfrage, damit auch Sozialprodukt (mehr in Teil 2).

Konzept Wohnen und Lernen

Das neue Wohnkonzept

Wir wollen die neue zukünftige Dauerunterbringung Dorf nennen – wie beim Olympia-Dorf in München – das auch nicht fürs Leben war und nach dem Ende der Spiele anderer Nutzung zugeführt wurde. In diesen „Dörfern“ sollten, so mein Vorschlag, die Bewohner möglichst nach Sprachen und Nationalitäten zusammengesetzt sein, Zielmarke maximal 300 Bewohner + Kinder. Dies ist noch übersichtlich zum persönlichen Kennenlernen – auch bei Firmen ist das so – es erhöht die Identifikation und Gemeinschaft.

Soweit möglich sollte das meiste in diesen Dörfern nach Selbsthilfe-Prinzip aufgebaut werden und die Bewohner ihre Repräsentanten selbst wählen, also Selbstverwaltung inkl. Budget, so auch Demokratie lernen und erleben. Die gemeinsame Herkunftssprache muss hier am Anfang die Verständigung erleichtern. Alle internen Hilfsdienste, Kochen, Putzen, Kinderversorgung, Garten & Pflanzen finden durch die Bewohner selbst statt, nur kleines deutsches Team ist vor Ort, welches im Zeitablauf mit zunehmenden Sprach- und Landeskenntnissen der Bewohner reduziert werden kann. Oft ist das schon in den derzeitigen Heimen der Fall, wird jedoch durch die mangelnde Verständigung der Flüchtlinge untereinander gehindert. Es braucht ein Minimum an Bewohnern, um besondere Stärken herauszufiltern und zu nutzen: Hausmeister assistieren und ständige Probleme Wasser, Strom, Gebäude, Heizung, Technik etc lösen lernen, Grundstück pflegen.

Zu Anfang ist in jedem Dorf eine organisierte Zukunftskonferenz der Bewohner sinnvoll. Diese kann ggf. auch in der Herkunftssprache erfolgen. Darin würden alle solche Dinge und auch über die Kultur und das Lernen besprochen und geregelt, zugleich eine lebendige „Hausordnung“ verinnerlicht.

Der derzeitige Wohn-Standard für Flüchtlingsheime muss im Rahmen eines ganz neuen – preiswerten – Konzepts angehoben werden. Die Verteilung auf kleine Einheiten oder gar Einzelpersonen bei Privatpersonen oder in Hotels läuft der Integration, der Pflicht zum Sprachenlernen und sonstigem Lernen entgegen. Dann würde es wie vor 50 Jahren mit Gastarbeitern und Bildung von Subkulturen enden, wo auch in der 2. Generation noch nicht alle Zugewanderten Deutsch sprechen und an der deutschen Kultur teilnehmen – bei allem Respekt vor dem Wunsch der Beibehaltung eigener kulturellen Riten und Gewohnheiten.

Es ist klar, dass auch nach beschleunigter Bearbeitung von Asylanträgen nicht jeder bleiben kann. Zur neuen deutschen Gastfreundschaft gehört, dass abgelehnten Asylbewerbern, die weiter „geduldet“ werden, das Beenden von angefangenen Kursen und Ausbildungen ermöglicht wird. Auf jeden Fall schaffen wir dadurch Freunde unserer Kultur.

Erst wenn Flüchtlinge in die „finanzielle“ Freiheit entlassen (oder rückgeführt werden) ist darauf zu achten, dass sich keine Ballungen und Ghettos von Migranten bilden.

Bildungsprogramm, verschiedene Lernfächer

Sprachkurse – Deutsch

Die deutsche Sprache von Beginn an (außer bei den schwer-traumatisierten) intensiv mit Superlearning-Programmen lernen, damit schon nach einigen Wochen für die ersten eine direkte Kommunikation mit der Bevölkerung möglich wird: Das erfordert eine neue Organisation. Hierbei kann man sehr gut Großgruppentechniken einsetzen, wie schon bei meinen Griechenland-Vorschlägen. – Schon gleich bei der Erstaufnahme der Flüchtlinge muss dies klar gemacht werden. Gastfreundschaft erfordert, dass der Gast die Sprache des Gastgebers lernt und sich in seiner Kultur und Lebensweise zurechtfindet und anpasst.

Weitere Pflicht- und Wahlfächer

Sobald die Sprachengrundlagen gelegt sind, bieten sich an:

  • Deutsche Kultur und Lebensweise – als Grundlagenfach
  • Ökonomisches Denken und Wirtschaft
  • Medizin und Hygiene
  • Soziales/Sozialarbeit
  • Rechnen, Schreiben, Lesen
  • Selbst- /Wert, Motivation, Disziplin, Bewusstsein, Organisation – Stärkenanalyse
  • Kommunikation (gewaltfrei und wertschätzend) bis zu Religion, Ethik und moralischer Intelligenz

Reine Wahlfächer

  • Technik und Naturwissenschaften
  • Internet und IT
  • Gartenbau (Urban farming)
  • Vorbereitung auf Berufe, Abschlüsse, Prüfungen, Tests
  • Geschichte und Landeskunde Deutschland und Europa
  • Interkulturelles Training
  • Alte Heimat und Kultur bewahren

Die Fächerlisten wird man sicher noch ergänzen und ändern. Bei ausreichenden Sprachkenntnissen kann schneller eine Arbeitserlaubnis erteilt werden – dies ist ein Ansporn.

Zentralisierter Lernort – intensives Zeitprogramm

Wie in meinem Weltrettungsroman empfiehlt sich generell das Grundkonzept: 50 % arbeiten (am Anfang bei der Erstellung von Wohnraum), 50 % lernen.

Zentralisiertes Wohnen in größeren Einheiten und nach Sprachgruppen bringt die Gefahr der Bildung von Subkulturen (Ghettos) mit sich. Antwort: Natürlich, deshalb muss auch gleich von Anfang an mit den allseitigen Lernen zunächst konzentriert auf die Sprache Deutsch gegengesteuert werden. Für Erwachsene geht ein Fremdsprachenerwerb schneller, wenn sie sprachliche Regeln in ihrer Muttersprache erläutert bekommen, der Kurs also möglichst nur mit Teilnehmern einer einzigen Muttersprache besetzt ist – und der Lehrer einen Übersetzer hat. Mit der Sprache lernen sie bei einem passenden Sprachkurs zugleich die Kultur kennen.

Einmalkosten und –aufwand: Entwicklung neuer Deutschkurs

Ich habe in meinem früheren Verlag solche Sprachkurse produziert. Auch ein „Deutsch als Fremdsprache“. Allerdings mehr für Urlaub und Business. Ein Superlearning-Kurs basiert auf einer spannenden Geschichte mit Situationen, die der Lerner benötigt (hier also: ein Flüchtling, der nach Deutschland kommt und sich durchfragt und Schwierigkeiten zu bewältigen hat, beschreibt auch die Integration). Dazu Übungen, die die Regeln und Grammatik transportieren und festigen. Das Ganze eingebettet in Musik, Entspannung und Bewegung. Auch als Selbstlernkurs geeignet und im Fernsehen frei empfänglich ausgestrahlt.

Für die Entwicklung von Geschichte und Übungen sind nach der Auftragsvergabe 3 Monate für 2-3 Personen zu veranschlagen. Dann folgen passende Fotos, Sprachaufnahmen, Videoaufnahmen. Dafür sind ebenfalls 3 Monate zu rechnen. Sicherlich kann das bei entsprechendem Engagement auf 2×2 Monate verkürzt werden. Ich könnte das mit einem ausreichenden Budget organisieren, weil ich weiß, wie ich an die Leute komme und welche Qualifikationen benötigt werden. Ich erinnere mich noch an einen Workshop, den ich selbst im Goethe-Institut für DAF-Lehrer aus dem Ausland abgehalten habe.

Bis ein solcher komplett neuer Kurs verfügbar ist, kann man jedoch problemlos vorhandene Materialien nehmen. Wichtiger ist das Format der Abhaltung des Kurses und ein baldiger Start nach Eintreffen des Flüchtlings in Deutschland.

Format – Abhalten der Großgruppen-Sprachkurse

In einem großen Raum sitzen 50-100 Teilnehmer an Gruppentischen von 6-10 Personen. Alle zusammen sind homogen nach dem groben Raster:

  • Analphabeten
  • Alphabeten ohne jegliche Vorkenntnisse einer anderen Sprache
  • Alphabeten mit Vorkenntnissen Englisch oder andere Sprache
  • Alphabeten mit Vorkenntnissen Deutsch
  • Fortgeschrittene in Deutsch 1
  • Fortgeschrittene in Deutsch 2

Das sind schon mal 6 Groß-Gruppen. Bei einem halbem Tag Kurszeit, werden dann 3 genügend große Räume von 250-500 qm benötigt.

Zusätzlich gibt es kleinere Kurse in höheren Levels oder Fachsprache, die dann durchaus von Ehrenamtlichen gegeben werden. Wichtig ist es, erst Mal die große Anzahl der Flüchtlinge die ersten beiden Level in 2-3 Monaten zu vermitteln.

Ein Profi mit Erfahrungen in Superlearning/Suggestopädie (Lernen mit allen Sinnen, mit Bewegung, mit mentalen Phasen, mit Musik) hält eine Schicht von ca. 4 Stunden Unterricht ab und leitet das Lernen zentral mit Mikrofon an. Ihm zur Seite stehen an den Kleingruppentischen Ehrenamtliche Lehrer für Sprachkurse und ggf. Hilfskräfte. Sie haben die Aufgabe, in kleinem Kreis die Aussprache zu überprüfen und auf Disziplin des Mitmachens zu achten. Im Laufe der Zeit können Hilfskräfte zu Profi-Moderatoren avancieren. Die Hilfskräfte wechseln von Tag zu Tag. Am Nachmittag quasi in der 2. Schicht, übernimmt ein anderer Hauptmoderator.

Mit dieser Methode kommen die Teilnehmer weit schneller voran und es ist auch kostengünstiger als (sporadische) Kurse an der VHS oder im Goethe-Institut in kleinen Gruppen, teils mit Freiplätzen. So können die Flüchtlinge in großer Zahl verpflichtend Deutsch lernen. Wenn der Zustrom der Flüchtlinge anhält, z.B. monatlich 100.000 neue kommen, bewirkt dies einen Dauerbestand von 300.000 Menschen im Lernprozess bei einer angesetzten Grundstufe von 3 Monaten. Bedeutet, dass 3.000 – 6.000 solche Profis benötigt werden, wegen Urlaub eher 20 % mehr. Zu Anfang sind es weniger und diese bilden neuen Sprachmoderatoren aus. Die Zahl der Ehrenamtlichen Hilfskräfte muss ca. 20 mal größer sein, da sie wohl nur 2,5 halbe Tage pro Woche zur Verfügung stehen. Das ist dann auch ein Heer von 120.000 Personen (die Hälfte, wenn jeder 20 Lerner betreut). Aber diese findet man. Es müssen noch nicht mal alle Sprachlehrer sein.

Die Lern-Großgruppen könnten noch größer sein – was die Anzahl der Sprachmoderatoren verringert. Dies kollidiert aber mit der Größe der Flüchtlings-Dörfer und der Homogenität der Gruppen. Die Entfernungen zum Lern-Zentrum spielen eine Rolle bei einer Lernschicht von 4 Stunden.

Modularer Wohnungsbau – errichtet mit Beteiligung der Bewohner

Überblick

Wohnleerstände in Deutschland werden – bis auf den Osten – in den nächsten Monaten gefüllt werden, wenn der Zustrom Flüchtlinge weiter so anhält. Es bietet sich an, anschließend für die Flüchtlinge ganz neu zu bauen und dabei das anstehende Lernen und die Integration in die Bevölkerung und Nähe zu möglichen Arbeitsplätzen zu berücksichtigen.

Hierfür ist ein modulares Selbstbaukonzept erforderlich (wie ich es schon in meinem Weltrettungsroman beschreibe). Mit vorgefertigten (Holz-)Brettern geeignet für Häuserbau. Ein Zwischending zwischen LEGO- und IKEA-Prinzip zum Selbstbau durch die Asylsuchenden. Das fördert ihren Selbstwert und erlaubt die Nutzung vorhandener Stärken. Es wirkt allem lähmenden Warten wie oben beschrieben entgegen. Die Wohnung wird dann mit Eigen-Verantwortung erlebt. Die dabei mitwirkenden deutschen Handwerker werden dabei quasi von “Lehrlingen” aus interessierten Flüchtlingen begleitet als Ergänzung zu deren theoretischem Lernen.

Die Qualität des neuen Wohnraumes muss so gut sein, dass nach Rückzug in die Heimat oder Integration der Flüchtlinge einige Gebäude leer stehen eine Vermietung als Sozialbauten in den Gemeinden möglich ist! Hier gibt es doch genug deutsche Problemgruppen, die normale/steigende Mieten nicht zahlen können (z.B. Hartz 4 und alleinerziehende Frauen). Wir brauchen ohnehin ein stärkeres Programm sozialer Wohnungsbau – vor allem in Ballungsgebieten – und die Flüchtlinge sollten nicht weit vom Zentrum entfernt angesiedelt werden.

Dieses technische Konzept sollte bis Februar 2016 von einem interdisziplinären Team unter Beteiligung einiger führender Fertighausfirmen und der verschiedenen Bau-Gewerke erstellt werden. Wahrscheinlich müssen dafür einige Bauvorschriften im Schnellverfahren ausgesetzt bzw. gelockert werden. Dann können im Sommer 2016 die ersten Häuser bzw. Wohneinheiten nach der neuen Konzeption errichtet werden, in 9 Monaten also. Je nach der Topografie müssten verschiedene Formen der mehrstöckigen Blöcke möglich sein: Reihenhaus, W-Form, Quadrat mit Innenhof etc. Auch mit verschiedenen Konzepten für Familien und Einzelpersonen. Sowie mit Einbaumöbeln wie z.B. herausklappbare Wandbetten für Erwachsene und Stockbetten für Kinder, sowie Wandschränken. Da wird das kreative Team sicher gute Lösungen finden, die zugleich die Kosten senken. Auch der Bau von Gemeinschaftsküchen für mehrere Gebäude gehört dazu, während Familien eine kleine Küche bekommen.

Um beim Lernen in den ersten Monaten ausreichende Sollstärken in den Lern-Klassen für die wichtigsten Fächer zu haben, werden mehrere Räume zwischen 100 und 200 qm, die oben erwähnten räume von 250-500 qm sowie ein zentraler Versammlungsraum bis zu 1.000 qm (für 300 Personen) benötigt. Ggf. reicht dafür auch ein Zelt 25×40 wie auf Dorffesten/Bierzelten – oder eine Traglufthalle. Darin wird ja nicht übernachtet. Um diese Räume auszunutzen sollten quasi mehrere „Dörfer“ oder Zentren um solche Bildungs-Zentren herum gebaut werden.

Es existieren im Fertigbau schon ähnliche Angebote mit Bausätzen, deren Technologie verwendbar ist. Ein neues flexibles modulares Gesamtkonzept nach den Bedürfnissen von Flüchtlingen ist für jedes Land in Europa von Interesse. Derzeit gelten z.B. für Container andere Vorschriften als für feste Gebäude. Mein Vorschlag der flexiblen Module müsste dann eher unter mobilen Wohnraum fallen – oder es wird gesetzlich eine neue Kategorie geschaffen. Auch Versicherungsthemen sind bei der Montage durch die Flüchtlinge zu klären.

Einmalaufwand Entwicklung des technischen Konzepts

Ein Team von bis zu 100 Experten aus den verschiedenen Baugewerken und Materialexperten wird damit 2-3 Monate bis zu Reinzeichnungen und Ausschreibungen tätig sein. Start erfolgt mit einer Großgruppenaktion und Arbeit in parallelen Kleingruppen für einige Tage. Morgens plenare Zusammenkunft, dann den ganzen Tag Kleingruppenarbeit, abends wieder plenar. Dann 1 Monat Arbeit nur in den Kleingruppen oder von Einzelpersonen, virtuell vernetzt für technische Ausarbeitungen, Machbarkeitsstudien etc. Nach dieser Zeit wieder Treffen aller Experten wie schon beim Start. Dann wieder einige Wochen primär Einzelarbeit. Dann Vorstellung der Ergebnisse im Plenum für Endversion.

so wird es leider kaum werden können

so wird es leider kaum werden können, weil 3-stöckiges System

Ziel ist ein höchstmöglicher Anteil von Montage und somit Wertschöpfung vor Ort durch die Flüchtlinge selbst. Dies beinhaltet auch die Heizungsrohre, Wasserrohre, Stromkabel im Rahmen des modularen Systems. Die Schnelligkeit und Produktivität spielen dabei eine untergeordnete Rolle, da nebenher zu 50 % der Zeit die Sprache gelernt wird und eine erste Adaptation an die deutsche Kultur erfolgt. Dies jedoch in einem „produktiven“ Rahmen.

Wie bei IKEA gibt es Bretter, Rohre, Kabel, Schrauben mit Skizze und Montageanleitung. Bei der Installation des jeweiligen Gewerkes ist immer ein örtlicher Handwerker präsent, umlagert von den Flüchtlingen, die sich dafür interessieren und um evtl. darin eine Ausbildung zu machen. Darüber hinaus wird jedes Baucamp auch mit einigen Vorrichtungen ausgerüstet, die die Montage erleichtern oder ihre Qualität garantieren, speziell z.B. bei Dichtungen von Fenstern und Türen. Für die Nasszelle könnte man sich an der französischen Hotelkette Accor orientieren, die als Modul von z.B. 3 qm komplett angeliefert wird. Das Ganze vielleicht sogar ohne Kran montiert, nur mit Gerüsten und Flaschenzug.

Was die Bauvorschriften betrifft, sollten die Teile selbst genormt und technisch abgenommen sein. Den Zusammenbau überwacht ein kleines professionelles Leitungsteam für jedes Dorf. Die kommunale Baubehörde erhält möglichst nur eine Gesamtbeschreibung des Gesamtdorfs nach Topographie. Die genaue Zusammensetzung der jeweils zur Anwendung kommenden Module bleibt darin offen.

Am Ende wird die Zulieferung der genormten Elemente von mittelständischen Firmen der Region erfolgen. Das gesamte System kann unter Gebrauchsmusterschutz stehen – schließlich wird keine neue Technik erforderlich. Es kann so auch in andere Länder exportiert werden und stärkt Deutschlands Position im weltweiten Wettbewerb!

Wünschenswert

Die Wohneinheiten sind zwar in den Außenmaßen fest, aber innen auch nach dem ersten Aufbau flexibel in den Wänden. Später kann mehr Schallschutz, mehr Wärmeschutz nachgerüstet werden. Gerade für die Verwendung als späteren sozialen Wohnungsbau oder Update im Wohnkomfort.

Ausstattung: Klappbetten für die Wände, sodass Wohnraum mit Tisch entsteht, Sogar einfache Stellwände zwischen den wenigen qm für jeden Flüchtling als Privatsphäre bei Sammelunterkünften für alleinstehende Männer.

Auf einer Seite der Häuser von z.B. 5 x 10 m Außenmaßen gibt es Außentreppen für die 3-4 Stockwerke. Auf der anderen Seite Balkons für Urban farming mit den Notleitern im Brandfall nach unten.

Kosten und Finanzierung

Ein Kostenziel pro Flüchtling ca. 4.000 € als erster grobe Anhaltspunkt nach dem Studium von Preislisten für Hausbausätze. Es hängt natürlich auch von der qm-Zahl pro Bewohner ab. Und diese wiederum von der Struktur Familie-Alleinstehend. Haltbarkeit 30 Jahre mit sicher im Wesentlichen Holzbau. Darin sind die Grundstückskosten nicht eingerechnet.

Die Finanzierung kann zur Entlastung der öffentlichen Haushalte auch privat erfolgen. Die finanzierenden Eigentümer bezahlen der Gemeinde eine Pauschale für die Errichtung, was bei die Flüchtlingskosten in der Bauzeit verringert. An diese Form der Finanzierung ist die spätere Vermietung im Sozialbereich gebunden. Es wird also damit zugleich der soziale Wohnungsbau gefördert und steht diesem Marktsegment zur Verfügung, wenn Flüchtlinge nach Asyl oder Duldung sich selbst finanzieren und quasi ausziehen.

Integration in deutsche Bevölkerung

Das beginnt ja schon mit dem Angstabbau in der Bevölkerung, insbesondere nahe des geplanten Standorts. Hier können die ehrenamtlichen Helfer gut wirken und benötigen dafür die Fakten, wie selten Zwischenfälle sind.

Des Weiteren geht es um das Zusammentreffen hilfsbereiter Bevölkerung und Flüchtlingen. Solche Integrationstreffen und – feste werden von den Gemeinden organisiert. Sie sollen auch das Sprachenlernen unterstützen und vielleicht ist das gerade der Aufhänger. Also angehängt an die Großgruppen-Sprachkurse: 100 Lernern auf einem gleichen Deutschlevel sitzen jeweils 100 Einheimische gegenüber, Kommunikation, Abhören im Paar. Als Kommunikations-Spiel inszenieren, auch mit Musik und Bewegung wie es die neuen Lerntechniken alle beinhalten.

Neben dem Lernen können solche Feste und Zusammentreffen auch Kulturen vorstellen. Das kann z.B. auch die Esskultur sein. Oder kleine, teils improvisierte Theaterstücke. Das Programm sollte die lokale deutsche Bevölkerung anziehen und möglichst oft von den Flüchtlingen gestaltet sein. Es werden sich viele Vereine zur Zusammenarbeit finden, insbesondere im Sport. Dies geschieht derzeit schon.

So erfolgt Kontakt mit Bevölkerung und resultiert ein Abbau von Vorurteilen etc. Eine ganze neue Form der Integration gegenüber der Gastarbeiterkultur vor 50 Jahren, wo sie als Arbeitskraft willkommen waren, aber persönlich sich selbst überlassen wurden. Sie tragen andere Werte für den Umgang mit Menschen in sich. Viele davon können wir gut in uns selbst wieder verstärken: Familie, Gastfreundschaft, Gemeinschaft.

Zur Integration gehört auch die Ausbildung von Flüchtlingen zunächst zu Hilfspolizisten. Diese würden dann in den Flüchtlings-Dörfern patrouillieren. Dort wohnen möglichst von Anfang an auch Deutsche. Zeitweise mietfrei als Anziehungskraft.

Schon bei der Ankunft sollten die Flüchtlinge auf deutsche Lebensweise verpflichtet werden. Bisher gibt es dafür anscheinend noch nicht einmal ein Handzettel in verschiedenen Landessprachen. Die Lebensweise bildet ebenfalls einen Teil des Sprachunterrichts. Sobald die anderen Fächer in Deutsch unterrichtet werden können, wird noch deutlicher auf deutsche Kultur und Lebensweise und Werte eingegangen.

 

Lachende Gruppe junge Leute People multikulturell halten Wort willkommen Freisteller

In weiteren Fortsetzungen erfahren Sie mehr

Teil 2

Zur demographischen Lücke in der Bevölkerung und Arbeitsplätzen

Zum Nutzen des neuen Systems für die Flüchtlinge

Die Ängste in Teilen der deutschen Bevölkerung – und auch Kosten-Nutzen-Rechnungen.

Teil 3

Ausstrahlung auf Europa

Aktion nahe den Staaten, wo die Flüchtlinge herkommen

Wie man die Flüchtlingsströme zur Versiegen bringen kann – insbesondere Perspektiven für Nahost und Afrika bieten.

Der ganze Text und die Fortsetzungen sind natürlich aus einem Gesamtkonzept der Weltrettung geschrieben, das den Leitfaden dieses Blogs bildet. Wenn alle 9 Weltproblemfelder bearbeitet werden, werden zugleich die Flüchtlingsströme versiegen….

Weltrettung: Griechenland-Drama 5. Akt – Bildungsoffensive und Europas Reaktion

Aufbruchstimmung und Neuanfang

Eine breite Bildungsoffensive in Griechenland und die positive Reaktion aus den europäischen Nachbarländern in den Medien und konkret Urlaubsbuchungen und sogar Direktinvestitionen – das wird alles angestrebt. Damit steigendes Volkseinkommen und steigendes Steueraufkommen für den Staatshaushalt. Hier wird die letzte Etappe im Prozess der sozialen und ökonomischen Innovation für Griechenland beschrieben.

Die genannten Zahlen für die Phasen 1 – 3 zeigen die Multiplikationsmöglichkeiten auf. Die Kosten sind dafür ausgewiesen. Der Umfang kann sogar noch höher sein und damit der Aufschwung schneller. Nach einem Anschub von Trainer-Aktivisten aus Deutschland wird die ganze Operation schon nach wenigen Wochen eine rein griechische! Das Medieninteresse in Europa und in Griechenland selbst ist ihr gewiss.

Start Bildungsoffensive

Schon nach einigen Wochen der Laufzeit der Phasen aus Teil 1-3 sind staatliche Anreize für private Fortbildung Richtung Beruf und Existenzgründer bekannt. Die Finanzierung kann sicher aus dem EU-Strukturfonds erreicht werden. Wenn das Konzept stimmt, kann man die Verantwortlichen dafür überzeugen. Wie oft in den Publikationen zu lesen ist, ist der Engpass eher die Antragsstellung in den Ländern, die EU-Mittel sind da.

Ein zentraler Punkt über die beschriebenen Phasen 1-3 hinaus stellen darin Anreize für Firmen dar, Lehrlinge für ein auszubauendes duales System der Berufsausbildung einzustellen – z.B. die Übernahme der Ausbildungsvergütung 75 % für mindestens 1 Jahr. Das Denken in den Unternehmen wird so geändert. In Deutschland ist das System etabliert und andere Länder beneiden uns darum, bringen es aber nicht so intensiv auf die Reihe. Klar, wir haben in Deutschland zig-Jahre Vorsprung in dieser Kultur.

Kostenkalkulation: 50.000 Lehrlinge in Firmen mit monatlich 200 € unterstützen. Macht 2 Mio. € im Monat, 24 Mio. im Jahr.

20141101_173654Zur Bildungsoffensive Griechenland gehört auch die Gründung einer Volkshochschule VHS an vielen Standorten in kommunaler Trägerschaft mit Zuschüssen von Staat und der erwähnten Stiftung. Schon in den Zukunftskonferenzen des 1. Teils werden solche Bildungsinstitutionen als Vorschlag hochgekommen sein. Auch das braucht materielle Anreize, die sicher für das griechische Volk gut investiert sind. Erst mal mit beruflicher Bildung beginnen von IT-Kursen und Kommunikation sowie Selbstmotivation/Selbstmanagement angefangen über Sprachkurse zu kaufmännischen Themen bis zu Zinsen und Krediten. Dozenten gibt es überall, die gerne für kleines Honorar sich regional bekannt machen wollen.

Darüber hinaus gehören zur Bildungsoffensive: Bildungsgutscheine für private und öffentliche Träger jeglicher Art für kurzzeitige und längere Kurse.

Kostenkalkulation: 200.000 Griechen mit jeweils 500 € fördern, macht zusammen 100 Millionen gut angelegtes Geld aus EU-Förderfonds z.B. ERASMUS mit derzeitigem Gesamtvolumen von 15 Milliarden. Davon 1 % p.a. für Griechenland bringt 150 Mio., die das Land mit einem vernünftigen Programm sicher mehrere Jahre lang abrufen könnte.

Parallel dazu laufen in großen Zeltcamps in Großgruppen Bildungsaktivitäten. Hierbei können Kooperationen privater und öffentlicher Trägerschaft sinnvoll sein. Auch klassische Aus- und Bildungswege (kaufmännisch, technisch, sozial, medizinisch) werden angeboten. Die regionalen Lerncamps in Zelten begleiten Aus- und Fortbildungen mit moderner Kombination von Präsenzschulung und Selbstlernen, unter Integration von vorhandenen Lerneinrichtungen und deren Personal und Räumen. Darüber hinaus gibt es angesichts der derzeitigen hohen Arbeitslosigkeit genügend Personal. Lernunterlagen existieren zuhauf, die nur ins Griechische übersetzt und bis zu einfachen Apps für mobiles Selbstlernen adaptiert werden müssen.

Zu Beginn dieses Kapitels ist eine zu schaffende Stiftung erwähnt worden, die Finanzmittel an Kommunen für den Aufbau der griechischen Volkshochschule zur Verfügung stellt. Darüber hinaus könnte es sinnvoll erscheinen, dass diese neue Organisation auch die Prüfungen im neuen Dualen System abnimmt, wenn die rudimentäre IHK in Griechenland das nicht leisten kann.

Rückkehrer nach Griechenland

Kürzlich las ich eine Studie, wonach Griechenland in den letzten 8 Jahren ca. 400.000 Fachkräfte an das übrige Europa verloren hat, die einfach mangels Arbeitsplätzen ausgewandert sind.

Diese haben nun andere Sprachen gelernt und in den jeweiligen Ländern berufliche Kontakte geknüpft. Wenn für Griechenland nun eine Aufbruchstimmung geschaffen wird, lassen sich davon ein Teil als Rückkehrer gewinnen. Sie bringen zugleich berufliche/geschäftliche Kontakte in andere Länder mit und können Export und Import befruchten. Gehen wir mal von 25 % = 100.000 Personen aus. Die ebenfalls kräftig am Sozialprodukt mitwirken.

Reaktion in Europa – Urlauber und Direktinvestitionen

Im ersten Teil der Artikelserie wurde eine Konferenz mit reichen Griechen, die natürlich auch teils im Ausland leben, vorgeschlagen. Diese wären persönlich einzuladen. Mit diesen würde quasi eine erste Zukunftskonferenz gemacht, denn nicht durch Vorträge und Appelle können Initiativen mit Überzeugung und Motivation entstehen – sondern durch das Bewusstmachung der Schätze des Landes, der Stärken und der resultierenden Zukunftsaussichten im intensiven Gespräch in Kleingruppen. Natürlich auch das Konzept mit der Aktivierung der breiten Bevölkerung.

Rückblick auf die vorherigen Phasen bzw. Artikel

Teil 1 mit Übersicht notwendiger Schritte in Ergänzung zum finanziellen Hilfsprogramm der EU. Hierzu gehören noch Umschichtungen im Staatshaushalt sowie eine gut organisierte Konferenz mit reichen griechischen Investoren aus dem In- und Ausland – die ebenfalls mit dem Konzept in Aufbruchstimmung versetzt werden.

Teil 2 mit den 12.500 Zukunftskonferenzen (weltweit bewährtes Verfahren) und 1.000.000 Teilnehmern über 3 Tage. Die absolute Aufbruchaktion mit großer Beteiligung der Bevölkerung.

Teil 3 mit breiter Entwicklung von Eigeninitiativen von 500.000 Teilnehmern, die eine Woche (engpassorientierte Strategielehre von W. Mewes)  mitmachen. Diese bringen ihre Geschäftsidee im Teil 4 zur Reife.

Teil 4 mit einer multiplizierten Existenzgründeroffensive von 200.000 Griechen in der Gastronomie und anderswo (ein Land mit vielen Problemen bietet auch viele Chancen). Die ersten Gründer werden praktisch einen Monat nach Beginn des Programms starten können. Mikrokredite.

Die genannten Zahlen zeigen die Multiplikationsmöglichkeiten auf. Die Kosten sind dafür ausgewiesen. Der Umfang kann sogar noch höher sein und damit der Aufschwung schneller. Nach einem Anschub von Trainer-Aktivisten aus Deutschland wird die ganze Operation schon nach wenigen Wochen eine rein griechische!

Vorschau

Der nächste Blog-Artikel behandelt ab 10. September die Bewältigung der Flüchtlingsthematik – wieder mit konkreten und unkonventionellen Lösungsvorschlägen.

Griechenland T5

 

Weltrettung: Griechenlandtragödie 4. Akt – Existenzgründer-Offensive

 Überblick Offensive 200.000 Existenzgründer

Auch diese nächste Etappe im Prozess der sozialen und ökonomischen Innovation für Griechenland verstärkt die Aufbruchstimmung – durch eine konkrete Existenzgründer-Offensive. Griechenland steckt in Problemen – und in Problemen stecken Chancen für Menschen mit Mut und Initiative. Diese gilt es auf breiter Basis zu nähren und für eine Anschubfinanzierung durch eine Art Mikro-Kredite zu sorgen. Die wenigsten werden eine Fabrik bauen wollen, die viel Kapital erfordert. Eine Woche arbeiten mit Gründern bis zur Finanzierung – und das auf bewährte Weise mit Großgruppentechniken für mehr als 200.000 Menschen in einem einzigen Jahr! Diese Start-Ups werden dann beschäftigen

  • Familienmitglieder (insb. für Gastronomie)
  • Viele junge Menschen (bei der hohen Jugendarbeitslosigkeit)

Und wenn dann 500.000 Menschen in einem Jahr beschäftigt sind bei 11 Mio. Einwohnern ist das sichtbar und bewirkt landesweite Aufbruchstimmung. Es kann die Aktion jedoch “schnell” noch größeren Umfang annehmen.

Wir stellen uns vor, dass von den 500.000 Menschen, die die Phase 2 mit einem ersten Konzept durchlaufen haben (ein Teil davon leitete vorher schon ein Unternehmen und kann dieses mit dem Gelernten dynamisieren), die knappe Hälfte sich an ein konkretes Projekt wagen. 50 Standorte mit jeweils im Schnitt 3 Moderatoren und Trainer sind erforderlich. Bei im Schnitt 60 Teilnehmern pro Standort und Woche erfordert dies für eine Jahreskapazität von 200.000 Gründern 2.500 solche Workshops, verteilt auf 50 Wochen.

Ablauf für 5 Tage

Hier der Link zum generellen Ablauf von Großgruppen. So sieht das in diesem Fall voraussichtlich aus:

Die meisten Teilnehmer habe nach der Phase 2 in 1-4 Wochen schon den Markt für eine Existenzgründung mehr eruiert und ihr Konzept verfeinert.
Die jeweils 3 Moderatoren werden mehrere Tage von 5-10 Fachreferenten (ehrenamtlich) am Standort unterstützt. Diese bieten Kurzworkshops in Kleingruppen an wie z.B. Fehler vermeiden, Bankgespräch, Kunden finden, Selbstmotivation, Aufbau Businessplan mit Zahlen und Erläuterung, Website, Social media, Steuern. Sie sind auch in der Lage, Themenwünsche aus den Reihen der Teilnehmer aufzugreifen und kurzfristig im Rahmen eine Spontanworkshops zu vermitteln. Darüber hinaus können auch Teilnehmer ihr Know-how anbieten, z.B. naheliegend bei einem IT-Experten für Nutzung PC, oder wieder einem anderen über Social Media.
Die Teilnehmer wählen in jeweils 3 Runden an den beiden ersten Tagen aus jeweils 4 Themen aus und teilen sich dann für die gewählten 4 Themen in den vier Ecken des Raumes auf, wo der Fachreferent auf Tuchfühlung vor ihnen steht. Nach dem Workshop treffen sich die Teilnehmer in ihrer festen Kleingruppe von maximal 12 Personen und tauschen sich über das Gelernte aus. Das ist ein wesentlicher Lernfaktor.
Dann ist wieder Abstimmung über die Themen der nächsten Runde, wobei durchaus ein Thema an diesem Tag mehrmals gewählt werden kann.
Der 3. Tag ist für Einzelarbeit am Gründungskonzept, Selbstmotivation und auch Teamentwicklung in einer kleineren Dauergruppe gedacht. Die bisherige Gruppe soll sich halbieren und weiterhin gegenseitig unterstützen, befruchten und die Umsetzung verstärken und sichern. Jeder Teilnehmer präsentiert sein Projekt innerhalb der Kleingruppe.
Am 4. und 5. Tag sind Vertreter von Mikrokreditinstituten anwesend, halten kleine Workshops und Einzelgespräche ab. Sie vergeben Kredite von bis zu 15.000 €, im Schnitt vielleicht 10.000 €. Mal 100.000 Gründer macht das ein Finanzbedarf von nur 1 Mrd. €. Evtl. können die Teilnehmer auch je 1.000 € als Startkapital geschenkt bekommen. Siehe die Ersparnis des Staates vom Start  an (Reduzierung Militärausgaben).
20150703_161118Dieser Anschubkredit wird nach den Prinzipien von Mohammed Yunus vergeben – Nobelpreisträger und Erfinder der Mikrokredite mit Verhaltensauflagen, Gruppenkontrolle und Gruppenmithaftung. Bei Yunus haftet eine Kleingruppe für jeden Einzelnen Kreditnehmer voll. Eigentlich würde eine Haftungsbegrenzung auf vielleicht nur 10 % reichen, da der Sinn eher in der Ernsthaftigkeit der Gründungsidee liegt.
Im Ergebnis geht es um die konkrete Gründungsoffensive und das Signal für die Stimmung in der Öffentlichkeit – auch in ganz Europa. Das Letztere ist Inhalt der Phase 4. Sicher wird es bei vielen solcher Existenzgründungen um Tourismus gehen. Zu Beginn habe ich als Ziel formuliert den Beitrag zum Sozialprodukt um 10 Milliarden zu erhöhen. Dafür wird nun damit der Grundstein gelegt.

Die obige Zahl von angenommen 200.000 Existenzgründern ist natürlich zunächst nur eine Hausnummer. Es könnte auch das Mehrfache sein. Alles hängt davon, wie das Projekt in der Bevölkerung angenommen wird und dies wiederum davon, wie es bekannt gemacht wird. Ein Skalieren des Projektes ich leicht möglich, da die Größe an einem Standort kaum durch den Ablauf und die Räumlichkeiten beschränkt ist.

Kosten und Finanzierung

200.000 Teilnehmer in Großgruppen zu 60 Personen, Kleingruppen zu 12 bzw. 6. Ein ganzes Jahr lang jede Woche. Erfordert 2.500/50 Standorte = 50.

Moderatoren jeweils 3, Bedarf zusammen 150. Diese werden auch in den ersten Wochen vom Kernteam aus dem Ausland ausgebildet.

Trainerkosten  150 Trainer für 12 Monate                                          4 Mio

Sachkosten, Locations, Unterkunft Trainer                                        4 Mio

Verpflegung für 0,2 Mio, Teilnehmer 6 Tage                                     16 Mio.

Sonstige                                                                                                        1 Mio.

Macht zusammen                                                                                     25 Mio.

Die ehrenamtlichen Fachkräfte von Banken, Marketingleuten, Rechtsanwälten aus der Region bekommen nur eine Aufwandspauschale oder evlt. Ganz ehrenamtlich. Sie kommen auch immer nur einen Tag.

Raumgröße: in kleineren Räumen von jeweils ab 200 qm. Daran angrenzende ggf. kleinere Räumlichkeiten für die individuellen Bank bzw. Finanzgespräche.

Rückblick auf die vorherigen Phasen

Teil 1 mit Übersicht notwendiger Schritte in Ergänzung zum finanziellen Hilfsprogramm der EU – bereits erschienen. Durch den Rücktritt von Tsipras und den ausgeschriebenen Neuwahlen wird sicher kaum ein Start des Projekts vorher möglich sein.

Teil 2 mit den 100.000 Zukunftskonferenzen und 800.000 Teilnehmern über 3 Tage – bereits erschienen. Die absolute Aufbruchaktion.

Teil 3 mit breiter Entwicklung von Eigeninitiativen von 200.000 Teilnehmern, die eine Woche mitmachen. Die Teilnehmer von Teil 2 bringen nun ihre Geschäftsidee im Teil 3 zur Reife. Die ersten Gründer werden praktisch einen Monat nach Beginn des Programms starten können. In dieser Rechnung sind es 200.000.

Vorschau auf den letzten Teil 5: Bildungs- und Investitionsoffensive.

Malerischer Sonnenuntergang über griechischen Inseln

Malerischer Sonnenuntergang über griechischen Inseln

(pelepones, die insel links im bild agkristi)

Griechenland und Weltrettung – Aufbruchstimmung durch breite Eigeninitiative

Strategiecamps 6 Tage, 500.000 Teilnehmer

Als zweite Etappe im Prozess der sozialen und ökonomischen Innovation geht es für Griechenland um individuelle Stimulierung von Ressourcen, Selbstwert und Eigeninitiative. Damit möglichst viele Menschen angeregt werden, konkret etwas zu unternehmen und zu verändern – aufbauend auf eigenen Stärken. Dies ist ein Kern der Mewes-Strategielehre mit den Grundprinzipien der Konzentration, der Spezialisierung, der Ausrichtung auf den wirkungsvollsten Punkt und dem Nutzenbieten vor Gewinn oder Einkommens-Erzielung.

Eine Gruppe deutscher Aktivisten der Mewes-Strategielehre (sog. Engpasskonzentrierte Strategie EKS) kommt nach Griechenland und veranstaltete erste Strategiecamps von je 3+3 Tagen mit Großgruppentechniken. Damit werden griechische Trainer ausgebildet, die das System mit weiterer Multiplikation weitergeben können.

Im Kernteam von Phase 1 sind sicher schon einige Aktivisten vom Bundesverband Strategieforum e.V. eingebunden. Diese beobachten die erste Woche die ZK und setzen sich abends und verstärkt in der 2. Woche zusammen, um die Unterlagen von Wolfgang Mewes auf Kleingruppenarbeit und selbsterklärende Arbeitsunterlagen anzupassen. Hier hilf ihnen natürlich das Übersetzerteam.

Grundstufen der Mewes-Strategie

Abb5d- NutzenmaximierungAuch hier gibt es eine mehr- oder weniger standardisierte Vorgehensweise der Reflexionen von Teilnehmern über Fragen nach der persönlichen Situation und den Stärken. Da auf individuelle Projekte abzielend ist es im Rahmen von Großgruppenworkshops nicht erforderlich eine Gesamtgruppengröße von 80 einzuhalten. Es braucht nicht mehr jeder alle Ergebnisse und Reflexionen in jeder Gruppe mitzubekommen, wie es bei der Zukunftskonferenz angestrebt wird. Auch in den Kleingruppen kann man für überwiegend Einzelarbeiten auf 12 Personen gehen und diePräsentationen der Beteiligten von ihrem individuellen Konzept geschieht in Gruppenunterteilungen von 6 Personen mit jeweils 5 Zuhörern und somit Feedback-Gebern. Die griechischen Moderatoren brauchen vielleicht einen Tick mehr Ausbildung als in der vorherigen Etappe, aber bei 50 geplanten Workshops pro Standort ist auch dies im Aufwand vernachlässigbar.

Dies sind die Stufen zur Entwicklung individueller Strategiekonzepte (von mir selbst um die Stufe 2 erweitert):

1.    Die Ist-Situation und die (persönliche) Stärkenanalyse

2.    Denkmuster (vor allem: hindernde) und Werte (Was mir wichtig ist im Leben)

3.    Geschäftsfelder (basierend auf den Stärken, also Angebot an Dienstleistungen und Produkten)

4.    Überblick potenzielle Zielgruppen und Reduktion der Zahl für Konzentration

5.    Brennende Probleme der Zielgruppen – Engpässe, die sie an ihrer Entwicklung hindern. Dadurch Reduktion der Vielfalt möglicher Zielgruppen.

6.    Innovationsmöglichkeiten für Nutzen der ausgewählten und möglichst erfolgversprechenden ZielgruppeBuchcover_WGG

7.    Kooperationsmöglichkeiten, da man meist die Innovation nicht alleine vollbringen kann

8.    Konstantes Grundbedürfnis als Grundvoraussetzung für Spezialisierung und Konzentration. Antrieb durch eigene Werte zum Nutzen der Zielgruppe.

Wie man sieht basieren die ersten 3 Schritte auf den eigenen Stärken – und diese müssen nun zum Nutzen der Zielgruppe ausgerichtet werden. Mewes bietet hierfür die optimale „Brücke“ zur Verbindung an. Stärken sind dabei auch immer relativ zum Kontext. Ein normaler „Italiener“ hatte z.B. vor 40 Jahren durchschnittliche Kochkenntnisse und Organisationserfahrung. Als er jedoch nach Deutschland auswanderte und die ersten Pizzas anbot – entwickelte er ein neues Geschäftsfeld und fand intuitiv seine Stärken – im Kontext des neuen Landes. Dort war die Pizza unbekannt, die Leichtigkeit der Italiener allerdings bewundert.

Neben der Strategieanwendung für Gründer und vorhandene Unternehmen können die gleichen Prinzipien und 8 Schritte auch für persönliche Karrierestrategie im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses angewendet werden. Die „Zielgruppe“ stellt dann der Vorgesetzte und seine Bedürfnisse/Probleme/Engpässe dar.

Die Stufen der Mewes-Strategielehre lassen sich bequem ohne Stress auf 3 Tage mit ausreichend Zeit für den Austausch in den Kleingruppen aufteilen. Am Ende stehen für jeden Teilnehmer konkrete Ideen für effizientere Arbeit als Angestellter (Karrierestrategie) oder Selbständiger bzw. Firmengründer (Unternehmensstrategie). Gerade Letztere benötigen nun in den Folgewochen Zeit für die genauere Entwicklung der Innovation zum Nutzen der Zielgruppe. Erst im nächsten und dritten Schritt erfolgen dann konkrete Gründerpläne inkl. Marketing und Finanzierung (Businessplan).

Individuelle Motivation und Ziele

Stärken-BlummeWeitere 3 Tage werden verwendet für die Arbeit an Selbstwertgefühl, an Selbstmotivation und Selbstmanagement. Dabei spielen insbesondere Zielfindungsprozesse und das Training detaillierter Vorgehensplanungen sowie das persönliche Energiemanagement eine Rolle. Am Schluss geht jeder Teilnehmer mit einem fertigen Konzept für seine weitere innerbetriebliche Karriere oder als Existenzgründer nach Hause. Er ist nun zur Eigeninitiative voll motiviert und sieht seine Chancen und Möglichkeiten.

Während die ersten 3 Tage gleich auf den Höhepunkt – die konkrete Geschäftsidee zusteuert, wird jetzt noch mehr Basis geschaffen. Zugleich noch mehr Information zur Beurteilung der eigenen Geschäftsidee erarbeitet.

1.    Erfolge und misslungenen Erfolge des vergangenen Jahres

2.    Bilanz des eigenen Lebens in 4 Lebensfeldern (Gesundheit, Beziehungen, Beruf, Finanzen) auf der Ergebnisebene

3.    Langfristige Zielvorstellungen für das eigene Leben in den 4 Lebensfeldern. Dann kurzfristiger (z.B. Jahr)

4.    Persönliche Energiequellen

5.    Rückblick auf Stärkenfindung vom Tag 1 und Ermittlung des zentralen persönlichen Engpasses

6.    Rückblick auf hindernde Denkmuster und die eigenen Werte

7.    Kontrolle der Persönlichen Ziele mit den Werten und Verdichtung auf wenige

8.    Vorgehensplanung für die persönlichen Ziele

9.    Sicherstellung der Umsetzung

Und natürlich gilt das alles auch für vorhandene etablierte Unternehmen, egal wie groß oder klein: Sie wieder zu revitalisieren, attraktiver zu machen. Sogwirkung auf Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Gesellschaft auszuüben ist für Griechenland von großem Nutzen für den erforderlichen neuen Aufbruch des Landes!

Kosten und Finanzierung

Für die mehr individuelle Arbeit sind auch mehr Trainer pro Gruppe erforderlich. Ich unterstelle hier als erste Annahme Großgruppen mit 200 Teilnehmern, aufgeteilt auf 12-er-Kleingruppen. Und jeweils 8 Trainer, die abwechselnd moderieren bzw. internen Kurzpräsentation in den Kleingruppen zuhören und selbst Feedback geben. Für einen Durchlauf von 0,5 Mio. Menschen in einem Jahr müssen 6.250 solche Veranstaltungen stattfinden, macht bei 50 Wochen Teams einen Gesamtbedarf von 1.000 Trainern  an 125 Standorten aus.. Man könnte also die Standorte von Zukunftskonferenzen in Phase 1 und Strategiecamps von Phase 2 zusammenlegen. Für letztere wird jedoch ein Raum oder Zelt von über 600 qm erforderlich.

Der Trainerkostenanteil kann ähnlich ausfallen, dafür ist jedoch die Zeit von 6 Tagen doppelt so lang.

Trainerkosten  1.000 Trainer für 12 Monate                                     30 Mio

Sachkosten, Locations, Unterkunft Trainer                                     16 Mio

Verpflegung für 0,5 Mio, Teilnehmer 6 Tage                                     50 Mio.

Sonstiges                                                                                            1 Mio.

Macht zusammen                                                                             97 Mio.

Ergebnis der 2. Phase

Wir wissen nicht, wieviel Menschen daran teilnehmen. Der Besuch von Phase 1 Zukunftskonferenz ist nicht unbedingt erforderlich. Dort war es eine Gemeinschaftsarbeit, jetzt geht es ganz um individuelle Ziele. Das wird eigentlich auch attraktiver sein. Aber nicht alle suchen Ziele und wollen aktiv werden.

Viele können Ihre Ziele ohne Kapital umsetzen. Sie verfügen nach Abschluss der 6 Tage  über eine Vorgehensplanung. Auf jeden Falls sind sie motiviert zu Umsetzung ihrer Ziele.

Hier der Link zur deutschen Plattform für die evolutionskonforme Mewes-Strategie .

Rückblick auf die Posts zu Griechenland

Teil 1 mit Übersicht notwendiger Etappen in Ergänzung zum finanziellen Hilfsprogramm der EU – bereits hier veröffentlicht.

Teil 2 mit den 100.000 Zukunftskonferenzen – bereits veröffentlicht.

Vorschau

Im 4. Teil beschreibe ich die Woche für Existenzgründer mit Business-Plan und Mikro-Finanzierung. – wieder mit Großgruppentechniken – für eine schnelle Umsetzung über ganz Griechenland für über 200.000 Griechen mit Eigeninitiative – im Rahmen der Aufbruchstimmung im ganzen Land. Die Teilnehmer von Teil 2 bringen nun ihre Geschäftsidee zur Reife. Die ersten Gründer werden praktisch einen Monat nach Beginn des Programms starten können.

Im 5. Teil folgt die Umsetzungsbegleitung, eine Bildungsoffensive in Griechenland – und die Rückwirkung des ganzen Projekts auf Europa.

Griechenland T3-Blüten

Weltrettung und Griechenland-Tragödie Teil 2 – Aufbruchstimmung mit Großgruppentechniken

Zukunftskonferenzen mit 1 Million Griechen – 10 % der Bevölkerung

Kräfte aufbauen, Stärken des Landes ausbauen, die „Schätze“ der Kultur und Leistungskraft heben, Hilfe zur Selbsthilfe geben. Wie geht das konkret über das sterile Finanz-Hilfspaket hinaus?

Hier lesen Sie keinen Angriff weder auf Banken innerhalb oder außerhalb Griechenlands, noch auf Politiker und Reiche. Einfach eine genauere Beschreibung meines Vorschlag vom 13.7.15 zur Ergänzung der Griechenland-Hilfspakete– „Aktivierung der Kräfte der Bevölkerung“. Schließlich geht es nur um diese. Die Ursachen für die Misere liegen in der Vergangenheit und es leiden heute die Menschen, die mit Sicherheit daran nicht „schuld“ sind. Wie kann man also sicherstellen, dass das große finanzielle Hilfspaket nicht schon wieder ins Leere läuft? Da muss mehr passieren als nur Geldbeträge umzuschulden, mit einem kleinen %-satz für den aktuellen Staatshaushalt. Und Steuererhöhungen für die breite Masse, um den Haushalt auszugleichen und einen Überschuss zu erzielen, scheinen mir auch das Problem nicht zu lösen.

Umfang und Orte Zukunftskonferenz (ZK)

Die Betonung liegt auf eigenen Aktivitäten des Volkes und Eigeninitiative, nicht Appelle an Politik. Darin werden insbesondere die Stärken von Griechenland und der Bevölkerung ausgearbeitet, die Schätze, die es zu heben gilt. Um 1 Mio. Menschen zu erreichen, müssen. in einem Jahr 12.500 solche Konferenzen abgehalten werden. Bei den Zukunftskonferenzen gilt ein Maximum von 80 Teilnehmern. Verteilt auf 50 Wochen sind das jede Woche 250 Stück, also an ca. 125 Standorten, bei 2x pro Woche (Montag bis Mittwoch und Freitag bis Sonntag). Dann würden nur 125 Trainerteams benötigt, die jeweils ca 5 Personen umfasssen. Es müssen also ca. 625 ZK-Trainer ausgebildet werden.

125 Standorte, das bedeutet einer Aufteilung entsprechend der Bevölkerung, dass es in Athen und weiteren große Städten mehrere Angebote für die griechische Bevölkerung gibt. Ca. 100.000 Einwohner in einer Stadt oder Region würden einen Standort für solche ZK bedingen.

Auch wenn die Hauptstadt Athen offiziell unter 1 Million Einwohner hat, leben doch im gesamten Ballungsraum Athen fast 5 Millionen Menschen (50 Standorte). Dies ist fast die Hälfte der Bevölkerung Griechenlands. Die zweite Metropole Griechenlands ist Thessaloniki. In und um Thessaloniki wohnen eine weitere Million Menschen (10 Standorte). Die restlichen 5 Millionen Einwohner Griechenlands leben überwiegend in ländlich geprägten Regionen und auf den etwa 80 bewohnten Inseln. Als drittgrößte Stadt Griechenlands gilt die Hafenstadt Patras auf der Peloponnes (knapp 200.000 Einwohner, 2 Standorte). Danach folgt die erste Stadt auf einer Insel, nämlich Iraklio auf Kreta (etwa 150.000 Einwohner, 2 Standorte). Larsissa in Zentralgriechenland ist die einzig weitere Stadt mit etwa 104.000 Einwohner (1 Standort). Das macht zusammen etwa 65 Standorte, also die Hälfte der rechnerisch geplanten 125 Standorte.

Inhalt Zukunftskonferenzen – und Ergebnisse

Die Standard-Dauer ist 3 Tage. Es gibt dabei nur im Ablauf Vorgaben.

Tag 1: Ziele und Spielregeln, Kennnenlernen durch Austausch Vergangenheitserlebnisse. Brainstorming aktuelle Veränderungstrends (Gegenwart). Das mündet in ein riesiges Mindmap von allen Trends. Die Teilnehmer sitzen in systematisch gemischten Gruppen von maximal 10 Personen.

Tag 2: In Gruppen ähnlicher Interessen werden wichtige Trends geprüft auf: wie ist unsere Antwort auf diese Trends. Dann werden in den Gruppen 3 Flipcharts erstellt: worauf sind wir stolz? Was bedauern wir? Was sind unsere Werte. Danach beginnt zurück in die gemischten Gruppen die Arbeit an einer gemeinsamen Zukunftsvision. Diese werden am Nachmittag von den 8 Gruppen als Sketch inszeniert. Danach erfolgt die Suche nach Gemeinsamkeiten in allen Präsentationen, erst in der Gruppen, dann im Austausch und Verdichtung von 2 Gruppen untereinander.

Tag 3: Gleich am Morgen werden die Punkte der verdichteten Auswertungen nacheinander durchgeschaut und die Punkte mit absolutem Konsens aller 80 Teilnehmer herausgesucht inkl. der Werte. Mit diesem Material werden nun von Freiwilligen in Projektgruppen Maßnahmen geplant.

Die Ergebnisse  kommen so ganz aus den Teilnehmern und es werden Projekte ausgearbeitet und generiert, die Bedürfnisse der Bevölkerung erfüllen. Die besondere psychologische Technik besteht darin, Konsens unter jeweils allen Teilnehmern zu erzielen. Das trifft in der Regel auf 80 % der Ideen der Teilnehmer zu!

Was könnten mögliche Ideen und Themenfelder sein:Future Search Action Guide

  • Politik mit allen möglichen Unterthemen
  • Arbeitsplätze und Investitionen
  • Regionale/kommunale Infrastruktur
  • Umweltschutzmaßnahmen vor Ort
  • Bildungsmaßnahmen
  • Touristikideen für Attraktivität der Orte/Inseln
  • Landwirtschaftliche Themen für Effizienz und Vermarktung
  • Vertrauensaufbau und Korruption, Schattenwirtschaft
    ………

Wie das mit den Projekten nach der Zukunftskonferenz weitergeht, liegt ganz in der Selbstverantwortung der Beteiligten. Die bereits erwähnte Stiftung wird hier zumindest eine Internet-Plattform für den weiteren Austausch zur Verfügung stellen. Bei 12.500 Zukunftskonferenzen werden sich Themen wiederholen – und jeweils neue Teilnehmer zu den Projektgruppen hinzustoßen – und die Projektgruppen sich weiter unterteilen. Das Land wird in Bewegung kommen.

Ablauf Zukunftskonferenzen

Cover Future SearchBegonnen wird im Gesamtablauf der Aktion mit den Zukunftskonferenzen, für die ein weltweit standardisierter Ablauf existiert. Ein in mehrere Sprachen übersetztes Workbook enthält die meisten der notwenigen Anleitungen für Moderation und Kleingruppenarbeit. Hier auch einige Videos dazu.

Mit der Kapazität des ZK-Kernteams, verstärkt von einer gleichen Zahl Übersetzer, könnten schon in der 2. Woche erste ZK nur mit griechischen Trainern für die breite Bevölkerung stattfinden. Diese Runde wäre wohl in Athen, die nächste Woche hätte schon Ableger in verschiedenen weiteren Städten. Schon in der ersten Woche würden griechische Trainer hospitieren und bald  Co-Trainer-Funktionen übernehmen. Schnell würde so die Kapazität aufgestockt und spätestens in der 3.Woche stehen die ersten ausgebildeten rein-griechischen Trainer zur Verfügung.

Dann kann der Kreis der Anzahl der Workshops sich schlagartig immer schneller beschleunigen. Jede Woche kommen neue ausgebildete Trainer dazu. Wenn 125 Standorte mit 600 Moderatoren erreicht sind, kann das Wachstum aufhören. Bei 80 Teilnehmern pro ZK und 2*125 möglichen Konferenzen in einem Jahr pro Standort ist damit eine Durchlaufkapazität von 1 Mio. Teilnehmern erreicht.

Die Teilnehmerzahl ist auf 80 limitiert damit jeder auch alles mitbekommt, was die anderen Gruppen ausarbeiten. Es gibt zwar Techniken, mit denen diese Grenze überschritten werden kann, aber das wird hier in der Phase 1 nicht für zweckmäßig gehalten.

Es sind genug Menschen arbeitslos bzw. können mal für 3 Tage Urlaub nehmen oder von Freitag bis Sonntag teilnehmen. Es wird einfach bei der Publizität des Ganzen schick sein, dort mitzumachen.

Logistik und Finanzierung

An den 125 Standorten wird jeweils ein Raum im Hotel oder Zelt von ca. 300 qm benötigt. Die Teilnehmer brauchen selbst nichts zu schreiben, dass geschieht im Stehen rund um Flipcharts – und später eintippen in Laptops (1 je 8-er Kleingruppen).

Trainerkosten  625 Trainer für 12 Monate                                        19 Mio. €

Sachkosten, Locations, Unterkunft Trainer                                     11 Mio. €

Verpflegung für 1 Mio, Teilnehmer 3 Tage                                        50 Mio. €

Startkosten Ausbildung, Kernteam und Übersetzer, Hilfspersonal 2 Mio. €

Zusammen sind das 82 Mio. €.

Das wäre der Teil, der für verbreitete Aufbruchstimmung in ganz Griechenland sorgt. Bezogen auf eine Bevölkerung von 11 Mio. von denen 10 % teilnehmen, die aber alle Freunde und Verwandte haben und diesen ihre Eindrücke persönlich kommunizieren.

Im 3. Teil dieser Blog-Serie werde ich beschreiben, welchen Nutzen das Training der Mewes-Strategie in Griechenland erzeugen kann. Es sind dann Workshops von einer Woche, die auch Ziele und Selbstmanagement beinhalten für vielleicht 500.000 Teilnehmer. Im 4. Teil beschreibe ich eine Woche für Existenzgründer mit Business-Plan und Mikro-Finanzierung. Die ersten Gründer werden praktisch einen Monat nach Beginn des Programms starten können.

Grichenland T2b

Weltrettung-Globalkonzept auf der Konferenz der Visionäre in Berlin

cropped-wallpaper-1195058Ein emotional starkes Erlebnis war diese Konferenz der Visionäre in Berlin.  Am Freitag bin ich 700 km dorthin gefahren und war rechtzeitig zum abendlichen Opening dort. Am Sonntag bestritt ich um 17.00 Uhr einen der letzten Workshops. Die Nachfrage zu meinem Thema „Globalkonzept Weltrettung – wirtschaftlich und psychologisch“ war groß. Und meine Teilnehmer wollten gar nicht mit der angezettelten Diskussion aufhören, als ich mich um 19.00 Uhr auf den Rückweg nach Bayern begeben musste!

Jetzt muss ich die vielen Impulse dort erst mal richtig verarbeiten. So viele Weltretter und Weltverbesserer habe ich persönlich kennengelernt. So viele Informationen über laufende Aktionen bekommen, wo sich jemand einbringt zum Nutzen der Gemeinschaft. Diese Konferenz ist ehrenamtlich von einem kleinen Team über 2 Jahre hinweg vorbereitet worden. Ich habe aus 20141101_182502der Nähe erlebt, wie sich das Team bis zur Erschöpfung eingesetzt hat, um Nutzen zu bieten und Anregungen zu geben – zum Wohle des Ganzen.

Mich persönlich haben hauptsächlich Themen und Aktionen auf planetarer Basis interessiert. Geheult habe ich vor Freude bei den Auftritten von Eric, der über seine Aktivitäten auf der Plattform für Lehrer und Schüler berichtete. Unfassbar, was Teenies schon mit weltweiten Aktionen erreicht haben. Der eine oder andere Auftritt bis zur UNO war mir schon bekannt, auch der kürzliche Friedensnobelpreis für ein Mädchen aus Pakistan. Dabei gibt es soviele jugendliche Changemakers, Leader, Helden: Craig, Lulu, Julia, Emma, Barbar, Robyn, Cassandra – um nur einige zu nennen.

20141101_094134Ja, die Weltretter sind schon unter uns!

20141101_173654Was für eine Erweiterung meines Weltrettung-Epos! Die Kraft der Jugend einbeziehen, die Missstände auf dem Planeten angehen, obwohl die Erwachsenen sagen: Da kann man nichts machen. Die Hundertausende von Mitstreitern mobilisieren, Gesetze initiieren, Bildung, sauberes Wasser und Freiheit bewirken, Millionen Dollar Spenden auftreiben. Durch ihre Authentizität und ohne Menschen pauschal zu verunglimpfen, die sie für die Aktion gewinnen wollen: Politiker, Vermögende, Konzernlenker. Das alles bislang unterhalb meines persönlichen Radars. Nun nicht mehr. Da fällt mir noch vieles ein, was in meine Trilogie gehört!

Beeindruckt hat mich auch das persönliche Erleben von Tainia Gärtner mit Ihrer Lampedusa-Aktion in Berlin . Ihr persönlicher kräfteverzehrender Einsatz. Zum Abschluss auch die Gruppe von Sybille Schulz, die sich gegen sexuelle Gewalt zur Wehr setzen. Genderthematik -eines der 9 Problemfelder des Planeten in meiner Weltrettungsmatrix.20141101_114753

Ich bin schwer beeindruckt. Danke Caro mit Hannah, Danke Ludger, Danke Anja, Danke Thomas und auch Danke Sonja!

20141102_120209Und Dank an das Bio-Hotel Essentis, wo ich „vegetarisch und vegan at its best“ kennenlernte. Und auch mal entspannt an der Spree in schönster Sonne mit alten und neuen Freunden über die Welt plauschte . Ein echtes Kleinod am Wasser wurde für diese Konferenz ausgewählt. Senior Heinrich und Sohn Tobias Grimm nahmen beide die meiste Zeit an der Konferenz teil, sogar an meinem Workshop über die Problemfelder des Planeten, die vermuteten Ursachen (der Mensch mehr als das System) und Weg daraus. Ich las dabei nur den Prolog aus meinem Buch vor.20141101_155354

Alles einfach fantastisch, voll krass, genial und cool. Ich kann nicht alle Themen aus dem vielfältigen Programm beschreiben, habe oben nur die Highlights in meinem Erleben geschildert. Für jeden andern Besucher werden das andere Eindrücke gewesen sein. Aber eine Fortsetzung wird es noch geben! Wir rocken weiter!

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