unvollkommener Mensch

Lust am Untergang und geistige Hygiene

Kennen Sie das Paretoprinzip 80:20, das besagt, dass 80 % des Ergebnisses mit 20 % des Aufwandes erreicht werden können?

Geistige Hygiene  und Missstände auf der Welt

Für die geistige Hygiene und Energie möchte ich dieses gerne umformulieren: die eigenen Gedanken nur zu maximal 20 % mit den negativen und Katastrophengedanken füllen (die alle Medien nur zu gerne verbreiten, auch die sozialen), dafür die verbleibenden 80 % mit positiven Gedanken – über konstruktive Lösungen und die Dinge und Trends, die schon gut funktionieren auf dem Planeten oder im Lande oder in der Firma.

Ich propagiere damit nicht das Wegschauen von Missständen, nein. Wir müssen hinschauen und uns empören, daraus die Energie zur Veränderung schöpfen. Ich propagiere also nicht das reine positive Denken, die alleinige rosarote Brille. Aber sich zu 80 % oder gar 90 oder 99 % nur über Missstände aufregen, was bringt das? Alle Energie negativ auf andere projizieren, statt sie in uns selbst zur aktiven Veränderung zu formen. Außerdem müssen wir die anderen Menschen für die Veränderung gewinnen, auch die „vermeintlich“ Schuldigen. Das geht nicht durch Beschuldigungen oder gar Verunglimpfungen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Text aus der Kolumne in der SZ vom 8.2.17 „Die Lust am Untergang“.

Häufigkeit von Horrorszenarien in den Medien  – und die Wirklichkeit

Die ZEIT in ihrer Sonderausgabe vom 4.12. zum Jahresrückblick hat  (Seite 3) eine Fülle von Vorgängen in der Welt auf das Geschehen während jeder Minute heruntergerechnet. Und ich nehme mal einen der schrecklichsten Vorgänge: Den Tod. Ich zitiere:

Gleichzeitig (in 1 Minute) sterben 111 Menschen.

Davon knapp einer durch ein Tötungsdelikt, also Gewalt.
An den Folgen der Luftver-schmutzung sterben etwa 26 Menschen
An übertragbaren Krankheiten 24.
Der Durchschnitts-wert für Krebstote beträgt 15.
Für Todesopfer des Rauchens insgesamt 9.
Für alkoholbedingte Todesfälle 4,5,
für Tod durch HIV/Aids 3 (Neuinfektionen 3,4),
für Verkehrstote 2,5.
Für Selbsttötungen sind es 1,5,
für Kriegstote im Irak und in Syrien  0,03,
für Tod durch weltweiten Terror 0,003.“

Verbleiben noch 39,5 die wohl ua altersbedingt eines natürlichen Todes sterben.

Geistige Hygiene

Meine Frage lautet also: wohin müssten wir unsere Energie und unser Bestreben vordringlich richten und uns damit in erster Linie beschäftigen?

Wie jeder aus den Medien weiß, beschäftigen sich diese überweiegend mit der Gewalt und dem Terror, die seltensten aller Todesfälle.

Sicher haben auch Sie eine Interpretation, warum sich die Menschen gerne mit dem Kick des (ganz seltenen) Horrors beschäftigen und auch im Kino solche Filme ganz vorne liegen in der Besucherfrequenz.

Für meinen Weltrettungsroman musste ich diese Erfahrung auch machen. Im Monat suchen bei Google rund 800 Menschen nach der Weltrettung (meist den Song von Tim Benzko). Dafür 20.000 den Weltuntergang!

Was sagt uns das? Vielleicht achten Sie zukünftig mehr auf Ihre geistige Hygiene.

Mehr Demokratie wagen – und verbessern

Probleme der Welt und Ursachen

Kürzlich fand im Erfolgsforum Rosenheim das erste Treffen der neu gegründeten Denk-Werkstatt zum Dialog über Welt- und Demokratieverbesserung statt. Wir haben gemeinsam die Weltprobleme analysiert und sind wie auch in meinem Weltrettungsroman zu den 9 Problemfeldern gekommen. Das Feld 8 Gender (Geschlechter-Gerechtigkeit) könnte man auch nennen „Diskrimination“ und enthält somit neben der Geschlechterproblematik auch die Rasse, das Alter und andere diskriminierende Elemente. Und in das mittlere Feld von Armut und Hunger könnte man noch als Unterpunkt die Chancenungleichheit nehmen.

Derr nächste Punkt in der Denk-Werkstatt war nach einer Analyse der Problemfelder die Auflistung der Ursachen, wobei wir zwischen Mensch und System trennten. Aus der Brainstorming der Teilnehmer ergab sich dir mir weitgehend bekannte Liste der menschlichen Schwächen, von Gier und Verführbarkeit angefangen, bis über die Bequemlichkeit zu „destruktivem Umgang mit Komplexität“. Gespannt war ich auf die Diskussion eines gemeinsamen Nenners als Ursache für alle Weltprobleme. Aber das ging ganz einwandfrei zu einem Konsens: „Die Hauptursache ist der Mensch selbst mit seinen Unvollkommenheiten“. Und sogar die Systemursachen wie Macht, Lobby etc konnten wir als menschengemacht darunter subsumieren. Natürlich hat der Mensch aus seine guten Seiten: Hilfbereitschaft, Loyalität, Kooperation, Empathie etc. Daneben die Schattenseiten, die die Probleme national oder weltweit bewirken.

Darüber hinaus ist eine zweite Ursache für die Achse der Welt-Problemfelder 7 Arbeitsplätze und 1 Armut die volkswirtschaftlichen Produktion für den Wohlstand. Für die Entwicklungsländer heißt dies, dass Direktinvestitionen von außen kommen müssen, um einen Sprung zu bewirken. So hat das in China und weiteren asiatischen Ländern sowie Brasilien gut funktioniert. Die dortigen staatlichen Strukturen sind ein Muß – in Afrika fehlen diese oft. Deshalb dort ein größerer Nachholbedarf. Ich habe kurz mein Konzept für Aufbruchstimmung und Vertrauen dargestellt. Zugleich gekoppelt mit verstärkten Bildungsanstrengungen und Großgruppenmethoden.

Am Schluss und gegen Mitternacht war auch klar, dass die Gruppe weitermachen will. Kurzfristig wollen wir unsere Arbeit weiterführen und brauchen da auch nicht in die ganze Welt auszuschwärmen: auch in Deutschland ist genug zu tun. Was wäre das Konzept, in Deutschland den obigen abgebildeten gemeinsamen Nenner „Bewusstseinsentwicklung“ einer breiten Bevölkerung nahezubringen?

Als ersten Baustein dafür könnte meine Großgruppenaktion „Demokratie verbessern“ dienen, die wir beim nächsten Treffen besprechen werden. Hier könnte als sachliches Thema die Flüchtlingswelle stehen, oder das Steuersystem, aber sicher ist die Verbesserung unserer eigenen Demokratie die beste Basis für die weitere Arbeit. Was gibt es in den Social Media nicht alles an Groll und Unzufriedenheit darüber. Unseres Erachtens mangels Wissen und Bewusstsein der Bevölkerung. Stammtischgerede mit Klagen und Anklagen ist leicht, aber wie können wir konkret besser werden? Die verbalen Anschuldigungen der Parteien untereinander erleichtern das alles nicht.

Zielsetzung des Großgruppen-Dialoges

  • Bei der Aufgabenstellung des Staates beginnen
  • Demokratie und Dialog mit Fakten trainieren
  • Werte der Gemeinschaft unseres Staates bewusst machen und leben
  • Vertrauen der gesellschaftlichen Gruppen insb. Politiker, Bürger, Wirtschaft aufbauen zum allseitigen Nutzen
  • Dabei erhöht sich das Wissen, das Verständnis für andere und ändern sich Denkmuster (vorgefasste Meinungen).
  • Reelle Möglichkeiten zu einer Erneuerung der Demokratie kennenlernen u.a. Losverfahren.
  • Zugleich mit konkreten Vorschlägen für weitere operative Dinge und mittelfristige Strategie in der Verbesserung unserer Demokratie
  • Zu einer Vorstufe von echter breiter Bürgerbeteiligung und Mitwirkung kommen.

Beschreibung der Aktion

  • 4 Stunden Dialog der Demokratie (Aufgaben des  Staates und Bürgerpartizipation) mit mindestens 1 Million Teilnehmern, in Gruppen von 100. Das braucht nur 3 Monate zu dauern.
  • An 60 Standorten mit täglich zwei Veranstaltungen. 200 Moderatoren werden benötigt, die dank selbsterklärungen Anleitungen für die Teilnehmer leicht auszubilden sind. Diese sitzen an Tischen von maximal 8 Personen mit zumindest je einem PC, der die Antworten der Gruppe auswertet und mit anderen bzw. auf Bundesebene vergleicht.
  • In weniger als 90 Tagen durchlaufen 1 Million Teilnehmer diese Veranstaltung. An derem Ende steht jeweils ein „viraler“ Effekt: Jeder wird aufgefordert, per Handy enge Freunde und soziale Netzwerke über die Erkenntnisse zu informieren.
  • Bei 10.000 solcher Veranstaltungen können jeweils einer oder mehrere Politiker der verschiedensten Ebenen (Gemeine, Land, Bund) teilnehmen.

Ich habe diese Vorgehensweise schon vor 40 Jahren praktisch ausprobiert – bei der Einführung einer Kapitalbeteiligung in meinem Familienunternehmen. Ich war dabei besonders positiv überrascht, wie sich die Mitarbeiter aus der Produktion dort einbrachten und konkrete Vorschläge unterbreiteten. Vor 20 Jahren habe ich die Aktion – noch vor Kirchhoff – für eine Reform des deutschen Steuersystems entwickelt, aber leider die Mühe der Umsetzung gescheut. Heute bin ich besser gerüstet. Als nächster Termin zur Fortsetzung und Diskussion über ein konkrete Aktion z.B. diese mit den 4 Stunden Dauer scheint der 5. Juli geeignet. Interessenten zur Mitwirkung in der Denk-Werkstatt bitte über diese Seite anmelden.

Am Beispiel der Flüchtlingsthematik habe ich auf dieser Blogseite schon mehr Detailinformationen zum Ablauf der Dialog-Großgruppenaktion in 4 Stunden gegeben.

Bücherlesung Weltrettungsepos in Rosenheim

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Am 17. März ist die zweite Bücherlesung im Schlosswirt in Brannenburg. Dieses Mal unter dem Motto:

Der Weltuntergang findet nicht statt!

Spannender Roman, wie die ganze Welt in Ordnung gebracht wird. Wer löst die 9 Welt-Herkulesprobleme gegen viele Widerstände? Der reichste Mensch der Welt, ein Erfinder und Sozialunternehmer.

Alles kommt ganz anders als Sie es sich aufgrund der ständigen Katastrophennachrichten in den Medien vorstellen!

17.3.2015 um 19.00 Uhr im Schlosswirt, Kirchplatz 1, Brannenburg, Eintritt frei.

11. Februar 2015 in Rosenheim

Im Allgemeinen kenne ich keine Aufregung vor meinen Seminaren und Veranstaltungen. Ich weiß, dass ich kein guter Speaker bin. Bei meinen professionellen und ergebnisorientierten Workshops geht es doch mehr darum, den Ablauf so zu gestalten, dass die Potenziale der Teilnehmer stimuliert werden. Darin bin ich Spitze.

Doch bei dieser 1. Bücherlesung für meinen großen Weltrettungsepos war es anders: Erstmals stellte ich den Inhalt und roten Faden meines Romans einer größeren Öffentlichkeit vor – und gab durch das Vorlesen einen Eindruck vom Spannungsaufbau. Viele Gespräche hatte ich mit meinem Lektor geführt, aber im Allgemeinen mehr über das Sprachliche und den dramaturgischen Aufbau, nicht über den eigentlichen Inhalt. Wie man den Leserstimmen auf meinem BLOG entnehmen kann, kommt meine Botschaft auch an. Die Verkaufszahlen lassen aber noch zu wünschen übrig. Lt. Google wird der „Weltuntergang“ 30 x häufiger nachgefragt als die „Weltrettung“ oder gar „Weltretter“ – obwohl es auch diese schon gibt.

20150211_201049Erstmals habe ich mich auch richtig im Sprechen vorbereitet und ausprobiert wie lange es mit den geplanten Abschnitten dauert. Eine Stunde reine Lesung – mehr wollte ich meinen Zuhörern nicht zumuten. Und weil ich sehr laut sprechen musste, um die letzte Reihe von 3 Stuhlkreisen mit 28 Teilnehmern verständlich und gut artikuliert zu erreichen, war das auch für mich eine gewisse Anstrengung.

Ich hatte natürlich wieder den Ehrgeiz, meine Gedanken hinter der Handlung zu zeigen. In der Diskussion war dazu ausreichend Gelegenheit. Diese nutzte ich meinerseits, die Zuhörer zu fragen, wo sie die Ursachen für die Fülle der Weltprobleme in den 9 Feldern meiner Matrix sehen. Hier auf dem Foto die Liste, die ich so per Brainstorming bekommen habe. Meine Rückfrage, ob die sie die Ursachen mehr im Menschen sehen, erhielt Zustimmung. Ich verwies auch auf die Website der Superreichen, die sich im Rahmen der Giving-Pledge-Aktion verpflichtet habe, über die Hälfte Ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke zu stiften. 20150219_225051-Ursachen-1000

Ich wollte es nun wissen: „Also ist die vermutete Ursache „Zins- und Geldsystem“ nur vermutet und eher sekundär?“ Einige der Anwesende hielten dagegen. Ich weiß auch, dass dieses Denken weit verbreitet ist.

Darauf ich: „Und wenn man das Geldsystem nun abschaffen könnte – würde sich dann etwas bei den Ursachen beim Menschen ändern?“ Nun ging ein Stöhnen durch die Reihen und ich erhielt die Antwort: „Wohl kaum“.

Ich konnte dann erläutern, wie die Handlung in meinem Buch durch die großen Projektes des Heldenteams mit 50 % Arbeiten – 50 % Lernen, stark den Fokus auf Bewusstseinsveränderung und moralischer Intelligenz legt. Zugleich bewirkt das Konzept meiner Helden, dass der weltweite Migrationsdruck von Menschen aus armen Ländern nachlässt, weil in diesen Ländern selbst Perspektiven geschaffen werden!

IMG-20150212-WA0005Mein Dank gebührt neben den geduldigen Zuhörern auch dem Veranstalter Johan Struck vom Onlineshop Bücher Johann http://www.buecherjohann.de/ und zugleich Radkurier, der seinen Kunden bei einer Onlinebestellung am nächsten Morgen vor 11 Uhr das Buch persönlich ausfährt – äußerst umweltschonend. Und noch 3 % von den Erlösen gemeinnützig spendet. Dafür bekam er seinen Sonderbeifall. Als Marathonläufer für den Frieden passte ich doch gut zu ihm.

Auch ich wurde gefragt, was ich für die Weltrettung selbst konkret tue. Meine Antwort:

  • Ich rette jetzt schon viele Menschen aus Problemen ohne Bezahlung und werde das auf Dauer auch mehr zu meiner Lebensaufgabe machen.
  • Darüber hinaus stecke ich erst mal alle Einnahmen aus dem Buchverkauf in die Produktion von Band 2. Da wurde ich gleich gefragt, wann er erscheint. Antwort: Im Herbst 2015. Hier fühle ich eine wichtige Lebensaufgabe in mir. Wenn ich meine Botschaft erfolgreich verbreiten will, muss das Buch sich mehr verkaufen. Band 1 alleine ist da noch sehr unvollständig.

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Workshop Weltrettung-Globalkonzept – wirtschaftlich und psychologisch

20141110_123701Am 2.11.14 stellte ich in Berlin auf der Konferenz der Visionäre mein „Globalkonzept Weltrettung – wirtschaftlich und psychologisch“ vor. Der Workshop nahm einen unerwartet intensiven Verlauf. Statt der angesetzten Stunde waren wir nach 2 Stunden immer noch mitten in der Diskussion. Ich selbst musste mich dann leider schon auf den Rückweg nach Bayern begeben, aber viele blieben und redeten weiter.

Hier einiges über den Inhalt des Workshops:

Zunächst machten wir gemeinsam ein Brainstorming der Weltprobleme und ich ordnete die Vorschläge in meine Matrix ein. Dabei musste ich immer wieder darauf hinweisen, dass wir den ganzen Planeten betrachten wollen, nicht nur unsere (kleineren) Probleme in Deutschland oder den reichen Industrieländern. Wir machen nur ca. 10 % der Weltbevölkerung aus. „Eine Insel der materiell Seligen.“S24_9FelderMatrix

Die obere Reihe meiner Matrix wurde ganz gut erkannt, bei den unteren musste ich nachhelfen.

Mich verwunderte nicht, dass die Teilnehmer oftmals in „vermutete Ursachen“ verfielen wie z.B. Verteilungsprobleme, Weltbild der Eliten, Korrumpierbarkeit, Monopole. Schließlich ist logisches Unterscheiden in Ursachen und Wirkung (= Ergebnis) im assoziativen Denken unseres Gehirns nicht üblich. Ich hatte für jeden Teilnehmer ausführliche erklärende Texte über die 9-Felder in den verteilten Unterlagen mitgebracht und so formte sich schließlich für uns alle ein einheitliches gemeinsames Bild.

Auf einem Flipchart hatte ich die Äußerungen zu vermuteten Ursachen gleich mitgeschrieben und wir ordneten diese nun zwei Kategorien zu:

Mensch: Korrumpierbarkeit, Gier, Egoismus, Inkonsequenz, mangelnde Empathie/Toleranz u.a.m.

System: Verteilungsprobleme, Fragilität, Schuldenprobleme, Chaos u.a.mehr

Schnell ergab sich eine große Einigkeit darüber, dass der Mensch mit seinen „Schwachstellen“ die Hauptursache darstellt!

Wir betrachteten dann auch gemeinsam die systemischen Abhängigkeiten der 9 Felder. Armut und Bildung ist am stärksten miteinander verbunden. Des weiteren Arbeitsplätze und Armut. Auch mit weiteren Feldern steht die Armut in umgekehrter Beziehung. Sie ist also systemisch zentral anzuordnen.

Um nun eine weitere Basis für die Vorgehensweise in meinem Globalkonzept zur „Rettung des Planeten“ zu schaffen, verglich ich die Weltsituation Europa, Afrika, Asien im Jahr 1800 und heute, nur 200 Jahre später auf dem Chart oben links.

Bei allen Ungleichheiten innerhalb der Länder (Einkommen und Vermögen) kann ich jedoch eine Tendenz zur weltweiten Konvergenz (Angleichung) erkennen. In den letzten Jahren sind über 500 Mio. Menschen aus der Armut befreit worden. Wie ist das geschehen? Weniger durch Entwicklungshilfe, eher durch die Direktinvestitionen von privaten Firmen. Diese haben Firmen und damit Arbeitsplätze in den „Billiglohnländern“ (also armen Ländern) aufgebaut. Wer dort arbeitet verdient meist 10 x mehr als wäre er in den Dörfern und auf den Feldern geblieben! So gleichen sich auch zunehmend die weltweiten Lohnunterschiede an. Was in den heutigen Industrieländern über 100 Jahre gedauert hat, passiert nun in 20-30 Jahren. Davon muss man natürlich die Einkommensunterschiede innerhalb der Länder unterscheiden, die es seit tausenden von Jahren gibt.

Was waren in den Industrieländern die Grundlagen für diesen Boom zum 100-fachen materiellen Wohlstand? Ich sehe 3 grundsätzliche Ursachen:

  1. Technologie (in 6 Wellenüber die Dampfmaschine, die Elektrizität, Auto und Computer/Internet)
  2. Schulbildung und Berufsausbildung, steigende Akademikerquote
  3. Denkweise des Individualismus und Egoismus (im Westen: jeder kann den Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen, wenn er sich anstrengt) statt Gemeinschaft und Gemeinwohl (im Osten, auch mehr spirituell)

Und besonders der dritte Punkt macht uns heute zu schaffen! Individuelle Verbindlichkeit und Mitverantwortung sinkt, Konsumdenken steigt. Gerade den Teilnehmern auf der Konferenz der Visionäre ist das besonders bewusst und wir zeigten hier in vielen Modellprojekten, wie das anders geht. Und das beginnt im Denken und mit Bewusstseinsarbeit.

20141102_184403In meinem globalen Weltrettungskonzept arbeiten die Helden auf verstärkte Investitionen für Arbeitsplätze hin. Diese Projekte gehen einher mit verstärkten Bildungsaktivitäten (50 % arbeiten, 50 % lernen). Darin sind über eine Milliarde Menschen einbezogen, zumeist aus dem unteren Teil der weltweiten Einkommenspyramide über Monate und Jahre. Und natürlich auch viele Tausende von Unternehmern und Führungskräften.

Diese Lern- bzw. Bildungsaktivitäten mit 50 % Zeitanteil, gehen weit über Lesen, Schreiben Rechnen hinaus. Sie umfassen Technik einerseits und Gesundheit, Ernährung, Landwirtschaft mit Hygiene und Medizin andererseits. Hinzu kommt das weite Feld von Verhalten und Kommunikation bis zur Bewusstseinsentwicklung, Werten und moralische Kompetenz. Gerade Letzteres wird natürlich nicht gelehrt (Westen stülpt Süden und Osten seine Werte über? Das würde gar nicht funktionieren.) Ich stelle mir das ähnlich vor, wie ich als Unternehmensentwickler in Firmen Wertearbeit vorantreibe: die Beteiligten entwickeln die Werte ganz von selbst und setzen Auswahl und Prioritäten selbst. Sie beschreiben wie sich die Werte im Alltag umsetzen und was jeder dafür tun kann. Da fließen viele kulturelle Denkweisen mit ein.WR-Senario mB

Und da kommt bei wertschätzender Diskussion und Dialog untereinander immer sehr Vernünftiges und Motivierendes heraus! Werte geben Energie und Richtung. Und genau bei diesen Werten müssen wir in den Industrieländern wieder das Gewicht zugunsten Familie, Gemeinschaft, Gemeinsinn und Gemeinwohl-Ökonomie verlagern. Wenn in Deutschland 30 % der Bevölkerung ehrenamtliche Tätigkeiten übernommen habe, sind wir auch gar nicht so schlecht darin.

Diese Grafik rechts fasst mein Weltrettungskonzept etwas zusammen.

Hier noch ein Foto von der nicht enden wollenden Diskussion am Schluss. Ein Teilnehmer wollte uns mit einem Chart erhellen, malte dann aber 3.  Wie es 20141102_190814dort weiterging, weiß ich nicht, habe auch nicht alles davon verstanden. Ich musste mich leider auf den Rückweg 700 km nach München machen und es war schon nach 19.00 Uhr.

Ein kontroverser Punkt in der Diskussion am Schluss war die Bemerkung von Einstein, dass Probleme sich nicht auf der Ebene lösen lassen, auf der sie entstanden sind. Gerade deshalb gehört zu meinem Globalkonzept intensives Training in moralischer Kompetenz dazu. Direktinvestitionen und Arbeitsplätze alleine würden nur Äußerlichkeiten ändern, nicht aber den Menschen, der hinter den Möglichkeiten der Technik in seiner Bewusstseinsveränderung etwas zurückgeblieben ist.

Das ist auch mit der Grund, dass ich kein Sachbuch, sondern einen spannenden Roman geschrieben habe. Wie bei „Onkel Toms Hütte“ (Sklavenbefreiung) und „Oliver Twist“ (Armut), will ich damit den Leser sich mit der Weltveränderung identifizieren lassen und  die Seele ansprechen.

Posting2 Arundhati 23.2.14

 

Weltrettung-Globalkonzept auf der Konferenz der Visionäre in Berlin

cropped-wallpaper-1195058Ein emotional starkes Erlebnis war diese Konferenz der Visionäre in Berlin.  Am Freitag bin ich 700 km dorthin gefahren und war rechtzeitig zum abendlichen Opening dort. Am Sonntag bestritt ich um 17.00 Uhr einen der letzten Workshops. Die Nachfrage zu meinem Thema „Globalkonzept Weltrettung – wirtschaftlich und psychologisch“ war groß. Und meine Teilnehmer wollten gar nicht mit der angezettelten Diskussion aufhören, als ich mich um 19.00 Uhr auf den Rückweg nach Bayern begeben musste!

Jetzt muss ich die vielen Impulse dort erst mal richtig verarbeiten. So viele Weltretter und Weltverbesserer habe ich persönlich kennengelernt. So viele Informationen über laufende Aktionen bekommen, wo sich jemand einbringt zum Nutzen der Gemeinschaft. Diese Konferenz ist ehrenamtlich von einem kleinen Team über 2 Jahre hinweg vorbereitet worden. Ich habe aus 20141101_182502der Nähe erlebt, wie sich das Team bis zur Erschöpfung eingesetzt hat, um Nutzen zu bieten und Anregungen zu geben – zum Wohle des Ganzen.

Mich persönlich haben hauptsächlich Themen und Aktionen auf planetarer Basis interessiert. Geheult habe ich vor Freude bei den Auftritten von Eric, der über seine Aktivitäten auf der Plattform für Lehrer und Schüler berichtete. Unfassbar, was Teenies schon mit weltweiten Aktionen erreicht haben. Der eine oder andere Auftritt bis zur UNO war mir schon bekannt, auch der kürzliche Friedensnobelpreis für ein Mädchen aus Pakistan. Dabei gibt es soviele jugendliche Changemakers, Leader, Helden: Craig, Lulu, Julia, Emma, Barbar, Robyn, Cassandra – um nur einige zu nennen.

20141101_094134Ja, die Weltretter sind schon unter uns!

20141101_173654Was für eine Erweiterung meines Weltrettung-Epos! Die Kraft der Jugend einbeziehen, die Missstände auf dem Planeten angehen, obwohl die Erwachsenen sagen: Da kann man nichts machen. Die Hundertausende von Mitstreitern mobilisieren, Gesetze initiieren, Bildung, sauberes Wasser und Freiheit bewirken, Millionen Dollar Spenden auftreiben. Durch ihre Authentizität und ohne Menschen pauschal zu verunglimpfen, die sie für die Aktion gewinnen wollen: Politiker, Vermögende, Konzernlenker. Das alles bislang unterhalb meines persönlichen Radars. Nun nicht mehr. Da fällt mir noch vieles ein, was in meine Trilogie gehört!

Beeindruckt hat mich auch das persönliche Erleben von Tainia Gärtner mit Ihrer Lampedusa-Aktion in Berlin . Ihr persönlicher kräfteverzehrender Einsatz. Zum Abschluss auch die Gruppe von Sybille Schulz, die sich gegen sexuelle Gewalt zur Wehr setzen. Genderthematik -eines der 9 Problemfelder des Planeten in meiner Weltrettungsmatrix.20141101_114753

Ich bin schwer beeindruckt. Danke Caro mit Hannah, Danke Ludger, Danke Anja, Danke Thomas und auch Danke Sonja!

20141102_120209Und Dank an das Bio-Hotel Essentis, wo ich „vegetarisch und vegan at its best“ kennenlernte. Und auch mal entspannt an der Spree in schönster Sonne mit alten und neuen Freunden über die Welt plauschte . Ein echtes Kleinod am Wasser wurde für diese Konferenz ausgewählt. Senior Heinrich und Sohn Tobias Grimm nahmen beide die meiste Zeit an der Konferenz teil, sogar an meinem Workshop über die Problemfelder des Planeten, die vermuteten Ursachen (der Mensch mehr als das System) und Weg daraus. Ich las dabei nur den Prolog aus meinem Buch vor.20141101_155354

Alles einfach fantastisch, voll krass, genial und cool. Ich kann nicht alle Themen aus dem vielfältigen Programm beschreiben, habe oben nur die Highlights in meinem Erleben geschildert. Für jeden andern Besucher werden das andere Eindrücke gewesen sein. Aber eine Fortsetzung wird es noch geben! Wir rocken weiter!

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Ostermarsch mit Friedens-Ausstrahlung

Friedensveranstaltung 1Ich habe mich kurzfristig entschlossen meine rudimentären Kenntnisse von Ostermärschen durch einen aktuellen persönlichen Einblick aufzufrischen. Deshalb war ich gestern in Traunstein, einem von vielen Städten mit einer solchen Veranstaltung. Sogar im Radio auf der Fahrt dorthin namentlich genannt.
Mein Eindruck war, dass diese erlebte Form den Ostermarsch bald versanden lassen wird. Ich habe nichts von Frieden dort gespürt – außer dem kurzen Auftritt der One Million Rising Tanztruppe. Ich empfand mehr eine demagogische Liste vieler Anschuldigungen, teils m.E. auch mit verdrehten Inhalten und meinungsmanipulativ.
Auf der wehmütigen Rückfahrt über dieses zeitliche Opfer habe ich mich dann endlich selbst zu positiven Friedensgedanken durchgekämpft und überlegt, wie ich den doch absolut positiven Grundgedanken in mein Weltrettungskonzept integrieren kann. Im 1. Band meiner Trilogie gibt es gegen Ende einen Dialog zwischen dem Helden Roderich, Unternehmer und Erfinder, und seiner Partnerin Thora, ehemals ATTAC-Funktionärin und zum Zeitpunkt meiner Handlung (2023) Vorsitzende der weltgrößten Stiftung mit dem Projekt der Weltrettung. Die beiden sprechen über eine anstehende G20-Tagung und wie die „Stiftung“ als Dachorganisation tausender von Hilfsorganisationen und Friedens- und Rettungsbewegungen sich dort einbringen könnte.
„Da ist doch demnächst wieder ein G20-Gipfeltreffen, Thora. Die Globalisierungskritiker deiner Organisation wollen dort wieder demonstrieren, wie ich gehört habe.“
„Ja, natürlich. Es ist auch eine Schweinerei, dass die vor einem Jahr die Reduzierung der Militärausgaben und höhere Sozialbudgets versprochen haben. Wir in der Stiftung haben nachgerechnet, dass bislang fast nichts von dem Versprochenen umgesetzt wurde.
„Das ist wie vor 15 Jahren, beim Kampf um den Klimawandel und die CO2-Begrenzung. Das waren meist mehr leere Versprechungen und es fehlte die Konsequenz. Was wollt Ihr nun konkret tun?“
„Nun wir demonstrieren natürlich. Wir sind gegen Militärausgaben. Die sind zu 90 % unnötig. Die Summen sind dir ja bekannt.“
„Könntet Ihr das nicht mal umdrehen und eher für etwas als gegen etwas demonstrieren? Das hätte doch mehr Kraft. Sonst sind die militanten Globalisierungsgegner kaum besser als ihre Gegner, die Bürokraten und Machtinhaber. Ich war mal vor vielen Jahren hier in Berlin bei einer Ostermarsch-Kundgebung. Damals war gerade die Ukraine-Krise aktuell. Ich empfand das schon allein von der Wortwahl in den Reden eher als Hetze denn als Friedensverstärkung. Ich wertete sie als populistische Verstärkung von Ängsten.“
„Da hast du Recht, Roderich. Meine Rede wird das dieses Mal ganz anders aufziehen. Es ist auch die erste größere Veranstaltung in meiner Funktion. Und ich habe in der Arbeit mit dir in diesem Jahr ja wirklich viele Menschen in verantwortlicher Funktion und viel Geld kennen gelernt, die unsere Ideen voll unterstützen. Ich habe das nicht gewusst bei der ATTAC, als ich das von Außen kritisierte.“
„Ja, das haben wir schon oft besprochen. Neben Macht und Gier bis zur Korruption – die Transparency International jedes Jahr auflistet – ist es die Entfremdung des Politikbetriebs wie in einem Raumschiff von der Basis.. Alle großen Organisationen leiden darunter. Ab sag mir Thora, was habt ihr nun konkret vor in dem neuen Ablauf?“
„Nun, wir hatten eine Sitzung und ich habe angewendet, was ich hier gelernt habe: Wir haben zunächst mal über unsere Ziele und Motivation für die eigene Veranstaltung gesprochen.“
„Oh, das klingt sehr interessant. War sicher auch nicht einfach mit der Mischung aus Praktikern, Idealisten und auch teils paranoiden Fanatikern, mit denen du zu tun hast.“
„Wir wurden uns jedoch nach einigen Stunden mit professioneller Moderation einig, dass wir in der Veranstaltung Frieden ausstrahlen und die Herzen der anwesenden Politiker ansprechen wollen. Mit Werten, denen sich diese auch nicht entziehen können. Und Werte und Motive, die auch die berichtenden Mainstream-Medien aufhorchen lassen für ihre Leser und Hörer. Mit Fakten und Klagen, ohne Beschuldigungen, wie bei den Feedback-Regeln mit den Ich-Botschaften. Ohne den Politikern mit Unterstellungen und Beschuldigungen wie Lügenpack, Dreckspack, Verschwender etc. zu kommen.“
„Oh, Thora, das scheint mir ein überwältigender Fortschritt. So hast du mir das bisher noch nicht dargestellt, meine Liebste. Das ist der Beginn einer neuen Ära auch hier! Ihr stoßt also die Entscheidungsträger nicht mehr vor den Kopf und versucht, Sie zu gewinnen. Und wie wird nun konkret der neue Ablauf sein?“
„Der Veranstaltungsort ist am Lago Maggiore, etwa 50 km von Mailand entfernt. Wir lassen sternförmig von 9 verschiedenen Richtungen Friedenspilger zum Gipfelhotel marschieren. Diese haben unterwegs Diskussionsaufgaben in Kleingruppen zu erledigen und notieren diese mit Filzschreiber auf kleinen A3-Postern. Bei mehreren Stopps werden diese verdichtet – wie bei deinen Großgruppenveranstaltungen im letzten Jahr bei Beginn der Weltrettungsinitiative, Roderich. Jede Pilgersäule kommt mit einem verdichteten Katalog von Gedanken und Notizen bis zu Vorschlägen an, die in jeweils 3 Minuten von verteilten Sprechern vorgelesen werden können.“
„Cool, Thora. Wie kommen nun deine Werte ins Spiel?“
„Das übernimmt ein Trio als erste Rednerrunde mit mir. Wir beschwören Werte wie Frieden, Chancengleichheit, Freiheit, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Integrität, Toleranz etc. Und für die Pilgersäulen haben wir basierend auf deinen 9 Feldern der Weltprobleme jeweils ein Oberthema vorgegeben.“
„Ich bin geplättet, Thora. Und wie geht es nun weiter?“
„Der bisherige Ablauf dauert etwa 1 Stunde. Dann kommt ein Profi-Moderator, der die verlesenen Gruppenideen schon mit einem kleinen Team vorher durchgecheckt hat. Er formuliert daraus Vorschläge, was jeder einzelne Mensch dazu beitragen kann. Ohne inneren Frieden und Bereitschaft dafür wird es keinen äußeren Frieden geben. Und danach kommen als vierte Runde die Forderungen an die Politik und die versammelten Staatsmänner und –frauen. Dafür haben wir wiederum einen Profi gewonnen, der sich mit Politik auskennt und gleichzeitig in der Lage ist, die Gruppenideen schnell aufzunehmen. Und noch dazu Mitglied bei der ATTAC ist. Du kennst ihn schon, lieber Roderich.“
Friedensveranstaltung 2„Klar, ich sehe deinen Ex-Chef schon vor mir, wie er das alles in bestem Diplomaten-Französisch ausspricht. Das klingt wunderbar für eine neue Ära des Umgangs des Volks mit seinen Politikern. Noch eine Frage, Thora. Bei den Ostermärschen gab es immer eine starke Anti-Atom-Stimme. Wie ist das wohl dieses Mal?“
„Nun ich denke, das kommt automatisch auf die Forderungsliste bei unserem Problemfeld 2 Energie und Ressourcen. Wieso fragst du?“
„Ich hätte da einen heißen Tipp: Gebt doch die Devise aus, das Thema von der Liste zu streichen. In 6 Wochen halte ich eine Pressekonferenz, und danach ist die Atomkraft mit ihren latenten Gefahren und ihren Kosten gestorben, das garantiere ich dir. Danach gibt es nur noch Stilllegung und Abwracken weltweit ganz von selbst, Thora. Jedes weitere Wort darüber lohnt nicht.“
Du Schuft“, schreit Thora jetzt. „Das sagst du mir so nebenbei und erst heute. In 6 Wochen schon? Es ist also soweit. Euer technologischer Durchbruch ist da!“
Und sie wirft sich auf den Helden, ihren Lebensgefährten.
Mehr will ich nicht verraten aus dem Buch.
Den ersten Teil dieses Blogs habe ich wortwörtlich aus dem Manuskript genommen. Die Fortsetzung des Dialoges habe ich gestern angefangen und eben beendet. Und die Musik wird dabei auch nicht vergessen. Allerdings auf eine Art, dass alle Teilnehmer der Kundgebung mittanzen und auch Worte und Werte mitsprechen. Positive Werte skandieren.
Nachtrag am 21.4.14 /Wurde in Facebook allein innerhalb 12 Stunden von fast 4.000 Menschen gelesen und über 100 mal geteilt.
Posting Vorurteile
Ergänzung der Osterbotschaft vom Frieden.

Knappheit überwinden ist originäre Aufgabe von Wirtschaft

Knappheit zu überwinden ist die originäre Aufgabe der Wirtschafts-Unternehmen und des Wirtschaftens überhaupt. So stand es zu meinen Studienzeiten in den Fachbüchern zu BWL und VWL. Etwas ganz anderes sind die Ziele – der Unternehmen selbst bzw. der im Unternehmen tätigen Menschen inkl. der Geschäftsführer /Inhaber. Dadurch ist der originäre Unternehmenszweck heute etwas aus den Augen verloren worden und sogar die Wikipedia erwähnt ihn nicht mehr. Während meines Arbeitslebens in verschiedenen Unternehmen als geschäftsführender Gesellschafter und als Berater und Unternehmensentwickler habe ich jedoch immer erlebt, dass sich alles um den Kunden dreht und drehen muss, weil von ihm die Einnahmen abhängen. Sodann ist ständig der Mitarbeiter als produktiver Faktor vor Augen.

Knappheit allgemein

Knappheit bedeutet im Sinne der Weltrettung Verbesserungen anzustreben in den Punkten:

  • Armut, also Knappheit an Lebensmitteln und materiellen Gütern bis zum Wohnen
  • Ressourcen bzw. Rohstoffe
  • Gesundheit- medizinische Versorgung
  • Bildung – also lernen
  • Arbeitsplätze, weil die Wirtschaft sich regional und käufermäßig in Branchen nicht synchron mit den Bedürfnissen entwickelt. Die Produktivität eine Rolle spielt, sowie soziale Umverteilung , Staatseingriffe etc.

Die übrigen Felder sind meist an das Thema Armut systemisch gekoppelt: mit steigendem materiellen Wohlstand verbessert sich die Situation in den Feldern Sicherheit&Frieden, Demokratie&Humanismus, Geschlechterthematik und Natur&Ökologie (leisten können, Prio nach oben setzen).

Zum Thema Ziele des Unternehmens und der Menschen darin verweise ich auf das Stichwort Zielintegration auf meiner Arbeits-Website.

Verringerung der Knappheit ist also der Zweck jedes Wirtschaftsunternehmens. In Zeiten des Shareholder-Values ein oft vergessener Zusammenhang. Dabei muss das Unternehmen in der Regel mehrere Stakeholder zufriedenstellen.

Nelson Mandela – ein Weltretter zu unseren Lebzeiten

Die Weltretter sind schon unter uns.

Ich komme aus dem Kino zurück: Der lange Weg zur Freiheit (long walk to freedom) über Nelson Mandela. Ich habe im 2. Teil fast nur geheult. 22 Jahre im Gefängnis, getrennt von Frau und Kindern. Und dann den Feinden vergeben (wem sonst?). Und danach (nach der Filmhandlung) Südafrika ganz gut zum Frieden geführt – alles mit unvollkommenen Menschen.

Ich bin schwer beeindruckt. Das alles zu meinen Lebzeiten – nicht schon davor, wie Gandhi. Ja, die Weltrettung ist möglich. Es gibt solche Menschen. Sie inspirieren uns normale und unvollkommene Menschen.

Hier ein wichtiges Zitat von ihm, womit auch der Film endet.

Bild-Text Mandela Zitat