Selbstwert

Mehr Demokratie wagen – und verbessern

Probleme der Welt und Ursachen

Kürzlich fand im Erfolgsforum Rosenheim das erste Treffen der neu gegründeten Denk-Werkstatt zum Dialog über Welt- und Demokratieverbesserung statt. Wir haben gemeinsam die Weltprobleme analysiert und sind wie auch in meinem Weltrettungsroman zu den 9 Problemfeldern gekommen. Das Feld 8 Gender (Geschlechter-Gerechtigkeit) könnte man auch nennen „Diskrimination“ und enthält somit neben der Geschlechterproblematik auch die Rasse, das Alter und andere diskriminierende Elemente. Und in das mittlere Feld von Armut und Hunger könnte man noch als Unterpunkt die Chancenungleichheit nehmen.

Derr nächste Punkt in der Denk-Werkstatt war nach einer Analyse der Problemfelder die Auflistung der Ursachen, wobei wir zwischen Mensch und System trennten. Aus der Brainstorming der Teilnehmer ergab sich dir mir weitgehend bekannte Liste der menschlichen Schwächen, von Gier und Verführbarkeit angefangen, bis über die Bequemlichkeit zu „destruktivem Umgang mit Komplexität“. Gespannt war ich auf die Diskussion eines gemeinsamen Nenners als Ursache für alle Weltprobleme. Aber das ging ganz einwandfrei zu einem Konsens: „Die Hauptursache ist der Mensch selbst mit seinen Unvollkommenheiten“. Und sogar die Systemursachen wie Macht, Lobby etc konnten wir als menschengemacht darunter subsumieren. Natürlich hat der Mensch aus seine guten Seiten: Hilfbereitschaft, Loyalität, Kooperation, Empathie etc. Daneben die Schattenseiten, die die Probleme national oder weltweit bewirken.

Darüber hinaus ist eine zweite Ursache für die Achse der Welt-Problemfelder 7 Arbeitsplätze und 1 Armut die volkswirtschaftlichen Produktion für den Wohlstand. Für die Entwicklungsländer heißt dies, dass Direktinvestitionen von außen kommen müssen, um einen Sprung zu bewirken. So hat das in China und weiteren asiatischen Ländern sowie Brasilien gut funktioniert. Die dortigen staatlichen Strukturen sind ein Muß – in Afrika fehlen diese oft. Deshalb dort ein größerer Nachholbedarf. Ich habe kurz mein Konzept für Aufbruchstimmung und Vertrauen dargestellt. Zugleich gekoppelt mit verstärkten Bildungsanstrengungen und Großgruppenmethoden.

Am Schluss und gegen Mitternacht war auch klar, dass die Gruppe weitermachen will. Kurzfristig wollen wir unsere Arbeit weiterführen und brauchen da auch nicht in die ganze Welt auszuschwärmen: auch in Deutschland ist genug zu tun. Was wäre das Konzept, in Deutschland den obigen abgebildeten gemeinsamen Nenner „Bewusstseinsentwicklung“ einer breiten Bevölkerung nahezubringen?

Als ersten Baustein dafür könnte meine Großgruppenaktion „Demokratie verbessern“ dienen, die wir beim nächsten Treffen besprechen werden. Hier könnte als sachliches Thema die Flüchtlingswelle stehen, oder das Steuersystem, aber sicher ist die Verbesserung unserer eigenen Demokratie die beste Basis für die weitere Arbeit. Was gibt es in den Social Media nicht alles an Groll und Unzufriedenheit darüber. Unseres Erachtens mangels Wissen und Bewusstsein der Bevölkerung. Stammtischgerede mit Klagen und Anklagen ist leicht, aber wie können wir konkret besser werden? Die verbalen Anschuldigungen der Parteien untereinander erleichtern das alles nicht.

Zielsetzung des Großgruppen-Dialoges

  • Bei der Aufgabenstellung des Staates beginnen
  • Demokratie und Dialog mit Fakten trainieren
  • Werte der Gemeinschaft unseres Staates bewusst machen und leben
  • Vertrauen der gesellschaftlichen Gruppen insb. Politiker, Bürger, Wirtschaft aufbauen zum allseitigen Nutzen
  • Dabei erhöht sich das Wissen, das Verständnis für andere und ändern sich Denkmuster (vorgefasste Meinungen).
  • Reelle Möglichkeiten zu einer Erneuerung der Demokratie kennenlernen u.a. Losverfahren.
  • Zugleich mit konkreten Vorschlägen für weitere operative Dinge und mittelfristige Strategie in der Verbesserung unserer Demokratie
  • Zu einer Vorstufe von echter breiter Bürgerbeteiligung und Mitwirkung kommen.

Beschreibung der Aktion

  • 4 Stunden Dialog der Demokratie (Aufgaben des  Staates und Bürgerpartizipation) mit mindestens 1 Million Teilnehmern, in Gruppen von 100. Das braucht nur 3 Monate zu dauern.
  • An 60 Standorten mit täglich zwei Veranstaltungen. 200 Moderatoren werden benötigt, die dank selbsterklärungen Anleitungen für die Teilnehmer leicht auszubilden sind. Diese sitzen an Tischen von maximal 8 Personen mit zumindest je einem PC, der die Antworten der Gruppe auswertet und mit anderen bzw. auf Bundesebene vergleicht.
  • In weniger als 90 Tagen durchlaufen 1 Million Teilnehmer diese Veranstaltung. An derem Ende steht jeweils ein „viraler“ Effekt: Jeder wird aufgefordert, per Handy enge Freunde und soziale Netzwerke über die Erkenntnisse zu informieren.
  • Bei 10.000 solcher Veranstaltungen können jeweils einer oder mehrere Politiker der verschiedensten Ebenen (Gemeine, Land, Bund) teilnehmen.

Ich habe diese Vorgehensweise schon vor 40 Jahren praktisch ausprobiert – bei der Einführung einer Kapitalbeteiligung in meinem Familienunternehmen. Ich war dabei besonders positiv überrascht, wie sich die Mitarbeiter aus der Produktion dort einbrachten und konkrete Vorschläge unterbreiteten. Vor 20 Jahren habe ich die Aktion – noch vor Kirchhoff – für eine Reform des deutschen Steuersystems entwickelt, aber leider die Mühe der Umsetzung gescheut. Heute bin ich besser gerüstet. Als nächster Termin zur Fortsetzung und Diskussion über ein konkrete Aktion z.B. diese mit den 4 Stunden Dauer scheint der 5. Juli geeignet. Interessenten zur Mitwirkung in der Denk-Werkstatt bitte über diese Seite anmelden.

Am Beispiel der Flüchtlingsthematik habe ich auf dieser Blogseite schon mehr Detailinformationen zum Ablauf der Dialog-Großgruppenaktion in 4 Stunden gegeben.

Weltrettung und Flüchtlinge 1: Wohnen, Lernen, Arbeiten

 Refugees welcome - Hände mit bunten Fingern halten ein Pappschild mit der Aufschrift "Flüchtlinge willkommen"Es geht konkret um den Bau von neuartigem Wohnraum – der zugleich in soziale Wohnraumförderung mündet. Und um das Sprachenlernen und andere Aus- und Weiterbildung als Teil unserer deutschen Gastfreundschaft. Dann das Arbeiten, ein Beitrag zum Sozialprodukt. Deutschland wird sich dadurch sicher (graduell) verändern. Ich bin glücklich über die Empfangsfreundlichkeit der deutschen Bevölkerung. Dazu noch das neue Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrer Pressekonferenz am 31. August – auch wenn dabei Kosten und Aufwand wie schon bei der Energiewende und auch der Wiedervereinigung sicher unterschätzt werden. So laufe ich mit meinen Gedanken (fast) offene Türen ein. Endlich mal eine mutige Politik, was ich auf vielen Feldern oft vermisse! Etwas als menschlich richtig Erkanntes auch durchziehen, wenn viele laute Gegenstimmen da sind.

Natürlich kann die Aufnahme von Flüchtlingen und die Gastfreundschaft des Landes in diesem Ausmaße immer nur die zweitbeste Lösung sein und so nicht Jahrzehnte weitergehen. Was kann man wirklich tun, um die Ursachen zu stoppen? Wer kann was tun? Damit befasse ich mich im Teil 3 dieser kleinen Artikelserie.

Im Allgemeinen wollen Menschen ihre Heimat nicht in diesem Ausmaß verlassen. Beweis: Wo regelmäßig die Flüsse über die Ufer gehen und die Häuser verwüsten – ziehen die Menschen trotzdem nur selten weg….Flüchtlinge, die alles aufgeben und sich absolut der Hilfe anderer ausliefern, sind von der Not getrieben und haben keine Perspektiven in ihrem Land. Und Mitläufer und Nutznießer gibt es überall, sowohl hier als auch anderswo.

Teil 1 Aktion in D

Mitgefühl, Menschenrecht, Menschenwürde, Gastfreundschaft

Zweifellos leben wir in Deutschland auf einer Insel der Seligen – auch wenn wirtschaftlich und politisch immer noch Verbesserungsbedarf nach oben besteht: z.B. Obdachlose, Hartz 4- Drangsalierung, Armutsgefahren insb. bei alleinerziehenden Müttern. Doch wirtschaftlich-politisch leben wir alle glücklicherweise in stabiler Situation, trotz einiger Demos von verschiedenen Seiten.

Unser Grundgesetz basiert auf den Menschenrechten und enthält das Recht auf (politisches) Asyl. Unser Land tut sich heute wirtschaftlich damit sicher leichter als einige Nachbarn in Europa. Oft sind die Politiker nicht mutig genug und fürchten den Zorn der Menschen, die Angst vor Überfremdung oder vor Arbeitsplatzverlusten etc. haben (mehr im Teil 2). Glücklicherweise geht die deutsche Regierung  nun voran und wird sich auch in Europa für Änderungen in den Asylgesetzen und der Asylpraxis einsetzen. Frau Merkel sprach schon davon, hemmende Bürokratie zeitweilig auszusetzen, um so mehr den Menschen zu helfen, die in ihrer Not zu uns kommen (wollen), großteils sogar deutlich Deutschland als Zielland wählen. Das wird unserem Land einiges abfordern, aber wir können sicher auch darauf stolz sein, dass unser Image in der Welt sich so gewandelt hat. Ein Einwanderungsgesetz mit teils fließenden Übergängen muss die neuen Verfahren sicher ergänzen.

Ein Teil der Flüchtlinge wird nach persönlichen Klärungen das Land wieder verlassen müssen. Bis das alles soweit ist, sollten Flüchtlinge unsere Gastfreundschaft erhalten (In vielen Ländern, aus denen Flüchtlinge zu uns kommen, ist Gastfreundschaft weit stärkerer Teil von deren Kultur als bei uns!). In dieser Zeit sollten sie nicht nur versorgt werden, sondern auch etwas lernen, Kompetenzen gewinnen – die Sprache und weitere Aus- und Fortbildung. Das wäre dann deutsche Gastfreundschaft.

Grundidee

Derzeit ist – in unseren föderalen Strukturen unterschiedlich – die Unterbringung und das Leben von Flüchtlingen, oft über Jahre hinweg geprägt von

  • Sich selbst überlassen, keine Struktur für den Tag
  • Objekt der deutschen Bürokratie
  • Zusammengewürfelte Nationalitäten, und schlechte Verständigung untereinander, dadurch auch Konflikte
  • Sprachunterricht lückenhaft und zuwenig
  • Keine Möglichkeit zum Nützlichmachen oder Arbeiten
  • Langeweile, Warten – Energie sinkt ab
  • Vorhandene Stärken bleiben ziemlich ungenutzt –(könnten gleich bei erster Registrierung erfragt und erfasst werden – spätestens bei der Ankunft im „Heim“)
  • TV ja, kaum Bewegung und Sport
  • Und beim Lernen und eigener Entwicklung – eher Fehlanzeige.

Alles in allem werden Kräfte vergeudet und auch die Überwindung traumatischer Erlebnisse nicht erleichtert.

Wir wollen die neue zukünftige Dauerunterbringung Dorf (alternativ: Flüchtlingszentrum) nennen – wie beim Olympia-Dorf in München – das auch nicht fürs Leben war und nach dem Ende der Spiele anderer Nutzung zugeführt wurde. In diesen Dörfern sollten, so mein Vorschlag, die Bewohner möglichst nach Sprachen und Nationalitäten zusammengesetzt sein, Zielmarke maximal 300 Bewohner + Kinder. Dies ist noch übersichtlich zum persönlichen Kennenlernen – auch bei Firmen ist das so – es erhöht die Identifikation und Gemeinschaft.

Soweit möglich sollte das meiste in diesen Dörfern nach Selbsthilfe-Prinzip aufgebaut werden und die Bewohner ihre Repräsentanten selbst wählen, also  Selbstverwaltung inkl. Budget, so auch Demokratie lernen und erleben. Die gemeinsame Herkunftssprache muss hier am Anfang die Verständigung erleichtern. Alle internen Hilfsdienste, Kochen, Putzen, Kinderversorgung, Garten & Pflanzen finden durch die Bewohner selbst statt, nur kleines deutsches Team ist vor Ort, welches im Zeitablauf mit zunehmenden Sprach- und Landeskenntnissen reduziert wird. Oft ist das schon in den derzeitigen Heimen der Fall, wird jedoch durch die mangelnde Verständigung der Flüchtlinge untereinander gehindert. Es braucht ein Minimum an Bewohnern um besondere Stärken herauszufiltern und zu nutzen: Hausmeister assistieren und ständige Probleme Wasser, Strom, Gebäude, Heizung, Technik etc lösen lernen.

Es ist klar, dass auch nach beschleunigter Bearbeitung von Asylanträgen nicht jeder bleiben kann. Und auch bei denen mit Asylgenehmigung ist noch nicht jeder schnell genug bereit, aus dem Gemeinschaftsdorf auszuziehen und finanziell ganz auf eigenen Füßen zu stehen. Zur neuen deutschen Gastfreundschaft gehört, dass abgelehnte Asylbewerber, die weiter  „geduldet“ werden (wie es in Amtsdeutsch heißt) und ihnen das Beenden von angefangenen Kursen und Ausbildungen ermöglicht wird. Auf jeden Fall schaffen wir dadurch Freunde unserer Kultur. Es wird Rückwirkungen dieser Form der Gastfreundschaft mit Lernen für unsere eigenen Arbeitslosen geben. Bei diesen stellt sich ebenfalls oft die Kostenübernahmefrage. Auch hier wird sich Deutschland verändern (müssen)!

Finanzierung z.B. durch Soli-anteil – die Bevölkerung ist doch überwiegend bereit dafür. Die Kanzlerin hat schon die Bereitstellung von Mitteln angekündigt und Zahlen kursieren. Wenn wir mit den öffentlichen Haushalten nicht wieder ins Minus rutschen wollen, müssen wir den Weg einer ehrlichen Steuererhöhung gehen – weiter Vorbild für Europa sein. Finanzminister Schäuble will es in 2015 durch Umschichtungen und Mehreinnahmen schaffen. Hoffen wir mit ihm, aber erwarten wir auch Ehrlichkeit.

Ein Großteil dieses Finanzierungsaufwandes – hier spricht der Ökonom – wird sicher in Deutschland bleiben und als Konsum und Investition wieder in unsere Wirtschaft fließen. Es entsteht also zusätzliche Kaufkraft und Nachfrage, damit auch Sozialprodukt (mehr in Teil 2).

Konzept Wohnen und Lernen

Das neue Wohnkonzept

Wir wollen die neue zukünftige Dauerunterbringung Dorf nennen – wie beim Olympia-Dorf in München – das auch nicht fürs Leben war und nach dem Ende der Spiele anderer Nutzung zugeführt wurde. In diesen „Dörfern“ sollten, so mein Vorschlag, die Bewohner möglichst nach Sprachen und Nationalitäten zusammengesetzt sein, Zielmarke maximal 300 Bewohner + Kinder. Dies ist noch übersichtlich zum persönlichen Kennenlernen – auch bei Firmen ist das so – es erhöht die Identifikation und Gemeinschaft.

Soweit möglich sollte das meiste in diesen Dörfern nach Selbsthilfe-Prinzip aufgebaut werden und die Bewohner ihre Repräsentanten selbst wählen, also Selbstverwaltung inkl. Budget, so auch Demokratie lernen und erleben. Die gemeinsame Herkunftssprache muss hier am Anfang die Verständigung erleichtern. Alle internen Hilfsdienste, Kochen, Putzen, Kinderversorgung, Garten & Pflanzen finden durch die Bewohner selbst statt, nur kleines deutsches Team ist vor Ort, welches im Zeitablauf mit zunehmenden Sprach- und Landeskenntnissen der Bewohner reduziert werden kann. Oft ist das schon in den derzeitigen Heimen der Fall, wird jedoch durch die mangelnde Verständigung der Flüchtlinge untereinander gehindert. Es braucht ein Minimum an Bewohnern, um besondere Stärken herauszufiltern und zu nutzen: Hausmeister assistieren und ständige Probleme Wasser, Strom, Gebäude, Heizung, Technik etc lösen lernen, Grundstück pflegen.

Zu Anfang ist in jedem Dorf eine organisierte Zukunftskonferenz der Bewohner sinnvoll. Diese kann ggf. auch in der Herkunftssprache erfolgen. Darin würden alle solche Dinge und auch über die Kultur und das Lernen besprochen und geregelt, zugleich eine lebendige „Hausordnung“ verinnerlicht.

Der derzeitige Wohn-Standard für Flüchtlingsheime muss im Rahmen eines ganz neuen – preiswerten – Konzepts angehoben werden. Die Verteilung auf kleine Einheiten oder gar Einzelpersonen bei Privatpersonen oder in Hotels läuft der Integration, der Pflicht zum Sprachenlernen und sonstigem Lernen entgegen. Dann würde es wie vor 50 Jahren mit Gastarbeitern und Bildung von Subkulturen enden, wo auch in der 2. Generation noch nicht alle Zugewanderten Deutsch sprechen und an der deutschen Kultur teilnehmen – bei allem Respekt vor dem Wunsch der Beibehaltung eigener kulturellen Riten und Gewohnheiten.

Es ist klar, dass auch nach beschleunigter Bearbeitung von Asylanträgen nicht jeder bleiben kann. Zur neuen deutschen Gastfreundschaft gehört, dass abgelehnten Asylbewerbern, die weiter „geduldet“ werden, das Beenden von angefangenen Kursen und Ausbildungen ermöglicht wird. Auf jeden Fall schaffen wir dadurch Freunde unserer Kultur.

Erst wenn Flüchtlinge in die „finanzielle“ Freiheit entlassen (oder rückgeführt werden) ist darauf zu achten, dass sich keine Ballungen und Ghettos von Migranten bilden.

Bildungsprogramm, verschiedene Lernfächer

Sprachkurse – Deutsch

Die deutsche Sprache von Beginn an (außer bei den schwer-traumatisierten) intensiv mit Superlearning-Programmen lernen, damit schon nach einigen Wochen für die ersten eine direkte Kommunikation mit der Bevölkerung möglich wird: Das erfordert eine neue Organisation. Hierbei kann man sehr gut Großgruppentechniken einsetzen, wie schon bei meinen Griechenland-Vorschlägen. – Schon gleich bei der Erstaufnahme der Flüchtlinge muss dies klar gemacht werden. Gastfreundschaft erfordert, dass der Gast die Sprache des Gastgebers lernt und sich in seiner Kultur und Lebensweise zurechtfindet und anpasst.

Weitere Pflicht- und Wahlfächer

Sobald die Sprachengrundlagen gelegt sind, bieten sich an:

  • Deutsche Kultur und Lebensweise – als Grundlagenfach
  • Ökonomisches Denken und Wirtschaft
  • Medizin und Hygiene
  • Soziales/Sozialarbeit
  • Rechnen, Schreiben, Lesen
  • Selbst- /Wert, Motivation, Disziplin, Bewusstsein, Organisation – Stärkenanalyse
  • Kommunikation (gewaltfrei und wertschätzend) bis zu Religion, Ethik und moralischer Intelligenz

Reine Wahlfächer

  • Technik und Naturwissenschaften
  • Internet und IT
  • Gartenbau (Urban farming)
  • Vorbereitung auf Berufe, Abschlüsse, Prüfungen, Tests
  • Geschichte und Landeskunde Deutschland und Europa
  • Interkulturelles Training
  • Alte Heimat und Kultur bewahren

Die Fächerlisten wird man sicher noch ergänzen und ändern. Bei ausreichenden Sprachkenntnissen kann schneller eine Arbeitserlaubnis erteilt werden – dies ist ein Ansporn.

Zentralisierter Lernort – intensives Zeitprogramm

Wie in meinem Weltrettungsroman empfiehlt sich generell das Grundkonzept: 50 % arbeiten (am Anfang bei der Erstellung von Wohnraum), 50 % lernen.

Zentralisiertes Wohnen in größeren Einheiten und nach Sprachgruppen bringt die Gefahr der Bildung von Subkulturen (Ghettos) mit sich. Antwort: Natürlich, deshalb muss auch gleich von Anfang an mit den allseitigen Lernen zunächst konzentriert auf die Sprache Deutsch gegengesteuert werden. Für Erwachsene geht ein Fremdsprachenerwerb schneller, wenn sie sprachliche Regeln in ihrer Muttersprache erläutert bekommen, der Kurs also möglichst nur mit Teilnehmern einer einzigen Muttersprache besetzt ist – und der Lehrer einen Übersetzer hat. Mit der Sprache lernen sie bei einem passenden Sprachkurs zugleich die Kultur kennen.

Einmalkosten und –aufwand: Entwicklung neuer Deutschkurs

Ich habe in meinem früheren Verlag solche Sprachkurse produziert. Auch ein „Deutsch als Fremdsprache“. Allerdings mehr für Urlaub und Business. Ein Superlearning-Kurs basiert auf einer spannenden Geschichte mit Situationen, die der Lerner benötigt (hier also: ein Flüchtling, der nach Deutschland kommt und sich durchfragt und Schwierigkeiten zu bewältigen hat, beschreibt auch die Integration). Dazu Übungen, die die Regeln und Grammatik transportieren und festigen. Das Ganze eingebettet in Musik, Entspannung und Bewegung. Auch als Selbstlernkurs geeignet und im Fernsehen frei empfänglich ausgestrahlt.

Für die Entwicklung von Geschichte und Übungen sind nach der Auftragsvergabe 3 Monate für 2-3 Personen zu veranschlagen. Dann folgen passende Fotos, Sprachaufnahmen, Videoaufnahmen. Dafür sind ebenfalls 3 Monate zu rechnen. Sicherlich kann das bei entsprechendem Engagement auf 2×2 Monate verkürzt werden. Ich könnte das mit einem ausreichenden Budget organisieren, weil ich weiß, wie ich an die Leute komme und welche Qualifikationen benötigt werden. Ich erinnere mich noch an einen Workshop, den ich selbst im Goethe-Institut für DAF-Lehrer aus dem Ausland abgehalten habe.

Bis ein solcher komplett neuer Kurs verfügbar ist, kann man jedoch problemlos vorhandene Materialien nehmen. Wichtiger ist das Format der Abhaltung des Kurses und ein baldiger Start nach Eintreffen des Flüchtlings in Deutschland.

Format – Abhalten der Großgruppen-Sprachkurse

In einem großen Raum sitzen 50-100 Teilnehmer an Gruppentischen von 6-10 Personen. Alle zusammen sind homogen nach dem groben Raster:

  • Analphabeten
  • Alphabeten ohne jegliche Vorkenntnisse einer anderen Sprache
  • Alphabeten mit Vorkenntnissen Englisch oder andere Sprache
  • Alphabeten mit Vorkenntnissen Deutsch
  • Fortgeschrittene in Deutsch 1
  • Fortgeschrittene in Deutsch 2

Das sind schon mal 6 Groß-Gruppen. Bei einem halbem Tag Kurszeit, werden dann 3 genügend große Räume von 250-500 qm benötigt.

Zusätzlich gibt es kleinere Kurse in höheren Levels oder Fachsprache, die dann durchaus von Ehrenamtlichen gegeben werden. Wichtig ist es, erst Mal die große Anzahl der Flüchtlinge die ersten beiden Level in 2-3 Monaten zu vermitteln.

Ein Profi mit Erfahrungen in Superlearning/Suggestopädie (Lernen mit allen Sinnen, mit Bewegung, mit mentalen Phasen, mit Musik) hält eine Schicht von ca. 4 Stunden Unterricht ab und leitet das Lernen zentral mit Mikrofon an. Ihm zur Seite stehen an den Kleingruppentischen Ehrenamtliche Lehrer für Sprachkurse und ggf. Hilfskräfte. Sie haben die Aufgabe, in kleinem Kreis die Aussprache zu überprüfen und auf Disziplin des Mitmachens zu achten. Im Laufe der Zeit können Hilfskräfte zu Profi-Moderatoren avancieren. Die Hilfskräfte wechseln von Tag zu Tag. Am Nachmittag quasi in der 2. Schicht, übernimmt ein anderer Hauptmoderator.

Mit dieser Methode kommen die Teilnehmer weit schneller voran und es ist auch kostengünstiger als (sporadische) Kurse an der VHS oder im Goethe-Institut in kleinen Gruppen, teils mit Freiplätzen. So können die Flüchtlinge in großer Zahl verpflichtend Deutsch lernen. Wenn der Zustrom der Flüchtlinge anhält, z.B. monatlich 100.000 neue kommen, bewirkt dies einen Dauerbestand von 300.000 Menschen im Lernprozess bei einer angesetzten Grundstufe von 3 Monaten. Bedeutet, dass 3.000 – 6.000 solche Profis benötigt werden, wegen Urlaub eher 20 % mehr. Zu Anfang sind es weniger und diese bilden neuen Sprachmoderatoren aus. Die Zahl der Ehrenamtlichen Hilfskräfte muss ca. 20 mal größer sein, da sie wohl nur 2,5 halbe Tage pro Woche zur Verfügung stehen. Das ist dann auch ein Heer von 120.000 Personen (die Hälfte, wenn jeder 20 Lerner betreut). Aber diese findet man. Es müssen noch nicht mal alle Sprachlehrer sein.

Die Lern-Großgruppen könnten noch größer sein – was die Anzahl der Sprachmoderatoren verringert. Dies kollidiert aber mit der Größe der Flüchtlings-Dörfer und der Homogenität der Gruppen. Die Entfernungen zum Lern-Zentrum spielen eine Rolle bei einer Lernschicht von 4 Stunden.

Modularer Wohnungsbau – errichtet mit Beteiligung der Bewohner

Überblick

Wohnleerstände in Deutschland werden – bis auf den Osten – in den nächsten Monaten gefüllt werden, wenn der Zustrom Flüchtlinge weiter so anhält. Es bietet sich an, anschließend für die Flüchtlinge ganz neu zu bauen und dabei das anstehende Lernen und die Integration in die Bevölkerung und Nähe zu möglichen Arbeitsplätzen zu berücksichtigen.

Hierfür ist ein modulares Selbstbaukonzept erforderlich (wie ich es schon in meinem Weltrettungsroman beschreibe). Mit vorgefertigten (Holz-)Brettern geeignet für Häuserbau. Ein Zwischending zwischen LEGO- und IKEA-Prinzip zum Selbstbau durch die Asylsuchenden. Das fördert ihren Selbstwert und erlaubt die Nutzung vorhandener Stärken. Es wirkt allem lähmenden Warten wie oben beschrieben entgegen. Die Wohnung wird dann mit Eigen-Verantwortung erlebt. Die dabei mitwirkenden deutschen Handwerker werden dabei quasi von “Lehrlingen” aus interessierten Flüchtlingen begleitet als Ergänzung zu deren theoretischem Lernen.

Die Qualität des neuen Wohnraumes muss so gut sein, dass nach Rückzug in die Heimat oder Integration der Flüchtlinge einige Gebäude leer stehen eine Vermietung als Sozialbauten in den Gemeinden möglich ist! Hier gibt es doch genug deutsche Problemgruppen, die normale/steigende Mieten nicht zahlen können (z.B. Hartz 4 und alleinerziehende Frauen). Wir brauchen ohnehin ein stärkeres Programm sozialer Wohnungsbau – vor allem in Ballungsgebieten – und die Flüchtlinge sollten nicht weit vom Zentrum entfernt angesiedelt werden.

Dieses technische Konzept sollte bis Februar 2016 von einem interdisziplinären Team unter Beteiligung einiger führender Fertighausfirmen und der verschiedenen Bau-Gewerke erstellt werden. Wahrscheinlich müssen dafür einige Bauvorschriften im Schnellverfahren ausgesetzt bzw. gelockert werden. Dann können im Sommer 2016 die ersten Häuser bzw. Wohneinheiten nach der neuen Konzeption errichtet werden, in 9 Monaten also. Je nach der Topografie müssten verschiedene Formen der mehrstöckigen Blöcke möglich sein: Reihenhaus, W-Form, Quadrat mit Innenhof etc. Auch mit verschiedenen Konzepten für Familien und Einzelpersonen. Sowie mit Einbaumöbeln wie z.B. herausklappbare Wandbetten für Erwachsene und Stockbetten für Kinder, sowie Wandschränken. Da wird das kreative Team sicher gute Lösungen finden, die zugleich die Kosten senken. Auch der Bau von Gemeinschaftsküchen für mehrere Gebäude gehört dazu, während Familien eine kleine Küche bekommen.

Um beim Lernen in den ersten Monaten ausreichende Sollstärken in den Lern-Klassen für die wichtigsten Fächer zu haben, werden mehrere Räume zwischen 100 und 200 qm, die oben erwähnten räume von 250-500 qm sowie ein zentraler Versammlungsraum bis zu 1.000 qm (für 300 Personen) benötigt. Ggf. reicht dafür auch ein Zelt 25×40 wie auf Dorffesten/Bierzelten – oder eine Traglufthalle. Darin wird ja nicht übernachtet. Um diese Räume auszunutzen sollten quasi mehrere „Dörfer“ oder Zentren um solche Bildungs-Zentren herum gebaut werden.

Es existieren im Fertigbau schon ähnliche Angebote mit Bausätzen, deren Technologie verwendbar ist. Ein neues flexibles modulares Gesamtkonzept nach den Bedürfnissen von Flüchtlingen ist für jedes Land in Europa von Interesse. Derzeit gelten z.B. für Container andere Vorschriften als für feste Gebäude. Mein Vorschlag der flexiblen Module müsste dann eher unter mobilen Wohnraum fallen – oder es wird gesetzlich eine neue Kategorie geschaffen. Auch Versicherungsthemen sind bei der Montage durch die Flüchtlinge zu klären.

Einmalaufwand Entwicklung des technischen Konzepts

Ein Team von bis zu 100 Experten aus den verschiedenen Baugewerken und Materialexperten wird damit 2-3 Monate bis zu Reinzeichnungen und Ausschreibungen tätig sein. Start erfolgt mit einer Großgruppenaktion und Arbeit in parallelen Kleingruppen für einige Tage. Morgens plenare Zusammenkunft, dann den ganzen Tag Kleingruppenarbeit, abends wieder plenar. Dann 1 Monat Arbeit nur in den Kleingruppen oder von Einzelpersonen, virtuell vernetzt für technische Ausarbeitungen, Machbarkeitsstudien etc. Nach dieser Zeit wieder Treffen aller Experten wie schon beim Start. Dann wieder einige Wochen primär Einzelarbeit. Dann Vorstellung der Ergebnisse im Plenum für Endversion.

so wird es leider kaum werden können

so wird es leider kaum werden können, weil 3-stöckiges System

Ziel ist ein höchstmöglicher Anteil von Montage und somit Wertschöpfung vor Ort durch die Flüchtlinge selbst. Dies beinhaltet auch die Heizungsrohre, Wasserrohre, Stromkabel im Rahmen des modularen Systems. Die Schnelligkeit und Produktivität spielen dabei eine untergeordnete Rolle, da nebenher zu 50 % der Zeit die Sprache gelernt wird und eine erste Adaptation an die deutsche Kultur erfolgt. Dies jedoch in einem „produktiven“ Rahmen.

Wie bei IKEA gibt es Bretter, Rohre, Kabel, Schrauben mit Skizze und Montageanleitung. Bei der Installation des jeweiligen Gewerkes ist immer ein örtlicher Handwerker präsent, umlagert von den Flüchtlingen, die sich dafür interessieren und um evtl. darin eine Ausbildung zu machen. Darüber hinaus wird jedes Baucamp auch mit einigen Vorrichtungen ausgerüstet, die die Montage erleichtern oder ihre Qualität garantieren, speziell z.B. bei Dichtungen von Fenstern und Türen. Für die Nasszelle könnte man sich an der französischen Hotelkette Accor orientieren, die als Modul von z.B. 3 qm komplett angeliefert wird. Das Ganze vielleicht sogar ohne Kran montiert, nur mit Gerüsten und Flaschenzug.

Was die Bauvorschriften betrifft, sollten die Teile selbst genormt und technisch abgenommen sein. Den Zusammenbau überwacht ein kleines professionelles Leitungsteam für jedes Dorf. Die kommunale Baubehörde erhält möglichst nur eine Gesamtbeschreibung des Gesamtdorfs nach Topographie. Die genaue Zusammensetzung der jeweils zur Anwendung kommenden Module bleibt darin offen.

Am Ende wird die Zulieferung der genormten Elemente von mittelständischen Firmen der Region erfolgen. Das gesamte System kann unter Gebrauchsmusterschutz stehen – schließlich wird keine neue Technik erforderlich. Es kann so auch in andere Länder exportiert werden und stärkt Deutschlands Position im weltweiten Wettbewerb!

Wünschenswert

Die Wohneinheiten sind zwar in den Außenmaßen fest, aber innen auch nach dem ersten Aufbau flexibel in den Wänden. Später kann mehr Schallschutz, mehr Wärmeschutz nachgerüstet werden. Gerade für die Verwendung als späteren sozialen Wohnungsbau oder Update im Wohnkomfort.

Ausstattung: Klappbetten für die Wände, sodass Wohnraum mit Tisch entsteht, Sogar einfache Stellwände zwischen den wenigen qm für jeden Flüchtling als Privatsphäre bei Sammelunterkünften für alleinstehende Männer.

Auf einer Seite der Häuser von z.B. 5 x 10 m Außenmaßen gibt es Außentreppen für die 3-4 Stockwerke. Auf der anderen Seite Balkons für Urban farming mit den Notleitern im Brandfall nach unten.

Kosten und Finanzierung

Ein Kostenziel pro Flüchtling ca. 4.000 € als erster grobe Anhaltspunkt nach dem Studium von Preislisten für Hausbausätze. Es hängt natürlich auch von der qm-Zahl pro Bewohner ab. Und diese wiederum von der Struktur Familie-Alleinstehend. Haltbarkeit 30 Jahre mit sicher im Wesentlichen Holzbau. Darin sind die Grundstückskosten nicht eingerechnet.

Die Finanzierung kann zur Entlastung der öffentlichen Haushalte auch privat erfolgen. Die finanzierenden Eigentümer bezahlen der Gemeinde eine Pauschale für die Errichtung, was bei die Flüchtlingskosten in der Bauzeit verringert. An diese Form der Finanzierung ist die spätere Vermietung im Sozialbereich gebunden. Es wird also damit zugleich der soziale Wohnungsbau gefördert und steht diesem Marktsegment zur Verfügung, wenn Flüchtlinge nach Asyl oder Duldung sich selbst finanzieren und quasi ausziehen.

Integration in deutsche Bevölkerung

Das beginnt ja schon mit dem Angstabbau in der Bevölkerung, insbesondere nahe des geplanten Standorts. Hier können die ehrenamtlichen Helfer gut wirken und benötigen dafür die Fakten, wie selten Zwischenfälle sind.

Des Weiteren geht es um das Zusammentreffen hilfsbereiter Bevölkerung und Flüchtlingen. Solche Integrationstreffen und – feste werden von den Gemeinden organisiert. Sie sollen auch das Sprachenlernen unterstützen und vielleicht ist das gerade der Aufhänger. Also angehängt an die Großgruppen-Sprachkurse: 100 Lernern auf einem gleichen Deutschlevel sitzen jeweils 100 Einheimische gegenüber, Kommunikation, Abhören im Paar. Als Kommunikations-Spiel inszenieren, auch mit Musik und Bewegung wie es die neuen Lerntechniken alle beinhalten.

Neben dem Lernen können solche Feste und Zusammentreffen auch Kulturen vorstellen. Das kann z.B. auch die Esskultur sein. Oder kleine, teils improvisierte Theaterstücke. Das Programm sollte die lokale deutsche Bevölkerung anziehen und möglichst oft von den Flüchtlingen gestaltet sein. Es werden sich viele Vereine zur Zusammenarbeit finden, insbesondere im Sport. Dies geschieht derzeit schon.

So erfolgt Kontakt mit Bevölkerung und resultiert ein Abbau von Vorurteilen etc. Eine ganze neue Form der Integration gegenüber der Gastarbeiterkultur vor 50 Jahren, wo sie als Arbeitskraft willkommen waren, aber persönlich sich selbst überlassen wurden. Sie tragen andere Werte für den Umgang mit Menschen in sich. Viele davon können wir gut in uns selbst wieder verstärken: Familie, Gastfreundschaft, Gemeinschaft.

Zur Integration gehört auch die Ausbildung von Flüchtlingen zunächst zu Hilfspolizisten. Diese würden dann in den Flüchtlings-Dörfern patrouillieren. Dort wohnen möglichst von Anfang an auch Deutsche. Zeitweise mietfrei als Anziehungskraft.

Schon bei der Ankunft sollten die Flüchtlinge auf deutsche Lebensweise verpflichtet werden. Bisher gibt es dafür anscheinend noch nicht einmal ein Handzettel in verschiedenen Landessprachen. Die Lebensweise bildet ebenfalls einen Teil des Sprachunterrichts. Sobald die anderen Fächer in Deutsch unterrichtet werden können, wird noch deutlicher auf deutsche Kultur und Lebensweise und Werte eingegangen.

 

Lachende Gruppe junge Leute People multikulturell halten Wort willkommen Freisteller

In weiteren Fortsetzungen erfahren Sie mehr

Teil 2

Zur demographischen Lücke in der Bevölkerung und Arbeitsplätzen

Zum Nutzen des neuen Systems für die Flüchtlinge

Die Ängste in Teilen der deutschen Bevölkerung – und auch Kosten-Nutzen-Rechnungen.

Teil 3

Ausstrahlung auf Europa

Aktion nahe den Staaten, wo die Flüchtlinge herkommen

Wie man die Flüchtlingsströme zur Versiegen bringen kann – insbesondere Perspektiven für Nahost und Afrika bieten.

Der ganze Text und die Fortsetzungen sind natürlich aus einem Gesamtkonzept der Weltrettung geschrieben, das den Leitfaden dieses Blogs bildet. Wenn alle 9 Weltproblemfelder bearbeitet werden, werden zugleich die Flüchtlingsströme versiegen….

Griechenland und Weltrettung – Aufbruchstimmung durch breite Eigeninitiative

Strategiecamps 6 Tage, 500.000 Teilnehmer

Als zweite Etappe im Prozess der sozialen und ökonomischen Innovation geht es für Griechenland um individuelle Stimulierung von Ressourcen, Selbstwert und Eigeninitiative. Damit möglichst viele Menschen angeregt werden, konkret etwas zu unternehmen und zu verändern – aufbauend auf eigenen Stärken. Dies ist ein Kern der Mewes-Strategielehre mit den Grundprinzipien der Konzentration, der Spezialisierung, der Ausrichtung auf den wirkungsvollsten Punkt und dem Nutzenbieten vor Gewinn oder Einkommens-Erzielung.

Eine Gruppe deutscher Aktivisten der Mewes-Strategielehre (sog. Engpasskonzentrierte Strategie EKS) kommt nach Griechenland und veranstaltete erste Strategiecamps von je 3+3 Tagen mit Großgruppentechniken. Damit werden griechische Trainer ausgebildet, die das System mit weiterer Multiplikation weitergeben können.

Im Kernteam von Phase 1 sind sicher schon einige Aktivisten vom Bundesverband Strategieforum e.V. eingebunden. Diese beobachten die erste Woche die ZK und setzen sich abends und verstärkt in der 2. Woche zusammen, um die Unterlagen von Wolfgang Mewes auf Kleingruppenarbeit und selbsterklärende Arbeitsunterlagen anzupassen. Hier hilf ihnen natürlich das Übersetzerteam.

Grundstufen der Mewes-Strategie

Abb5d- NutzenmaximierungAuch hier gibt es eine mehr- oder weniger standardisierte Vorgehensweise der Reflexionen von Teilnehmern über Fragen nach der persönlichen Situation und den Stärken. Da auf individuelle Projekte abzielend ist es im Rahmen von Großgruppenworkshops nicht erforderlich eine Gesamtgruppengröße von 80 einzuhalten. Es braucht nicht mehr jeder alle Ergebnisse und Reflexionen in jeder Gruppe mitzubekommen, wie es bei der Zukunftskonferenz angestrebt wird. Auch in den Kleingruppen kann man für überwiegend Einzelarbeiten auf 12 Personen gehen und diePräsentationen der Beteiligten von ihrem individuellen Konzept geschieht in Gruppenunterteilungen von 6 Personen mit jeweils 5 Zuhörern und somit Feedback-Gebern. Die griechischen Moderatoren brauchen vielleicht einen Tick mehr Ausbildung als in der vorherigen Etappe, aber bei 50 geplanten Workshops pro Standort ist auch dies im Aufwand vernachlässigbar.

Dies sind die Stufen zur Entwicklung individueller Strategiekonzepte (von mir selbst um die Stufe 2 erweitert):

1.    Die Ist-Situation und die (persönliche) Stärkenanalyse

2.    Denkmuster (vor allem: hindernde) und Werte (Was mir wichtig ist im Leben)

3.    Geschäftsfelder (basierend auf den Stärken, also Angebot an Dienstleistungen und Produkten)

4.    Überblick potenzielle Zielgruppen und Reduktion der Zahl für Konzentration

5.    Brennende Probleme der Zielgruppen – Engpässe, die sie an ihrer Entwicklung hindern. Dadurch Reduktion der Vielfalt möglicher Zielgruppen.

6.    Innovationsmöglichkeiten für Nutzen der ausgewählten und möglichst erfolgversprechenden ZielgruppeBuchcover_WGG

7.    Kooperationsmöglichkeiten, da man meist die Innovation nicht alleine vollbringen kann

8.    Konstantes Grundbedürfnis als Grundvoraussetzung für Spezialisierung und Konzentration. Antrieb durch eigene Werte zum Nutzen der Zielgruppe.

Wie man sieht basieren die ersten 3 Schritte auf den eigenen Stärken – und diese müssen nun zum Nutzen der Zielgruppe ausgerichtet werden. Mewes bietet hierfür die optimale „Brücke“ zur Verbindung an. Stärken sind dabei auch immer relativ zum Kontext. Ein normaler „Italiener“ hatte z.B. vor 40 Jahren durchschnittliche Kochkenntnisse und Organisationserfahrung. Als er jedoch nach Deutschland auswanderte und die ersten Pizzas anbot – entwickelte er ein neues Geschäftsfeld und fand intuitiv seine Stärken – im Kontext des neuen Landes. Dort war die Pizza unbekannt, die Leichtigkeit der Italiener allerdings bewundert.

Neben der Strategieanwendung für Gründer und vorhandene Unternehmen können die gleichen Prinzipien und 8 Schritte auch für persönliche Karrierestrategie im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses angewendet werden. Die „Zielgruppe“ stellt dann der Vorgesetzte und seine Bedürfnisse/Probleme/Engpässe dar.

Die Stufen der Mewes-Strategielehre lassen sich bequem ohne Stress auf 3 Tage mit ausreichend Zeit für den Austausch in den Kleingruppen aufteilen. Am Ende stehen für jeden Teilnehmer konkrete Ideen für effizientere Arbeit als Angestellter (Karrierestrategie) oder Selbständiger bzw. Firmengründer (Unternehmensstrategie). Gerade Letztere benötigen nun in den Folgewochen Zeit für die genauere Entwicklung der Innovation zum Nutzen der Zielgruppe. Erst im nächsten und dritten Schritt erfolgen dann konkrete Gründerpläne inkl. Marketing und Finanzierung (Businessplan).

Individuelle Motivation und Ziele

Stärken-BlummeWeitere 3 Tage werden verwendet für die Arbeit an Selbstwertgefühl, an Selbstmotivation und Selbstmanagement. Dabei spielen insbesondere Zielfindungsprozesse und das Training detaillierter Vorgehensplanungen sowie das persönliche Energiemanagement eine Rolle. Am Schluss geht jeder Teilnehmer mit einem fertigen Konzept für seine weitere innerbetriebliche Karriere oder als Existenzgründer nach Hause. Er ist nun zur Eigeninitiative voll motiviert und sieht seine Chancen und Möglichkeiten.

Während die ersten 3 Tage gleich auf den Höhepunkt – die konkrete Geschäftsidee zusteuert, wird jetzt noch mehr Basis geschaffen. Zugleich noch mehr Information zur Beurteilung der eigenen Geschäftsidee erarbeitet.

1.    Erfolge und misslungenen Erfolge des vergangenen Jahres

2.    Bilanz des eigenen Lebens in 4 Lebensfeldern (Gesundheit, Beziehungen, Beruf, Finanzen) auf der Ergebnisebene

3.    Langfristige Zielvorstellungen für das eigene Leben in den 4 Lebensfeldern. Dann kurzfristiger (z.B. Jahr)

4.    Persönliche Energiequellen

5.    Rückblick auf Stärkenfindung vom Tag 1 und Ermittlung des zentralen persönlichen Engpasses

6.    Rückblick auf hindernde Denkmuster und die eigenen Werte

7.    Kontrolle der Persönlichen Ziele mit den Werten und Verdichtung auf wenige

8.    Vorgehensplanung für die persönlichen Ziele

9.    Sicherstellung der Umsetzung

Und natürlich gilt das alles auch für vorhandene etablierte Unternehmen, egal wie groß oder klein: Sie wieder zu revitalisieren, attraktiver zu machen. Sogwirkung auf Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Gesellschaft auszuüben ist für Griechenland von großem Nutzen für den erforderlichen neuen Aufbruch des Landes!

Kosten und Finanzierung

Für die mehr individuelle Arbeit sind auch mehr Trainer pro Gruppe erforderlich. Ich unterstelle hier als erste Annahme Großgruppen mit 200 Teilnehmern, aufgeteilt auf 12-er-Kleingruppen. Und jeweils 8 Trainer, die abwechselnd moderieren bzw. internen Kurzpräsentation in den Kleingruppen zuhören und selbst Feedback geben. Für einen Durchlauf von 0,5 Mio. Menschen in einem Jahr müssen 6.250 solche Veranstaltungen stattfinden, macht bei 50 Wochen Teams einen Gesamtbedarf von 1.000 Trainern  an 125 Standorten aus.. Man könnte also die Standorte von Zukunftskonferenzen in Phase 1 und Strategiecamps von Phase 2 zusammenlegen. Für letztere wird jedoch ein Raum oder Zelt von über 600 qm erforderlich.

Der Trainerkostenanteil kann ähnlich ausfallen, dafür ist jedoch die Zeit von 6 Tagen doppelt so lang.

Trainerkosten  1.000 Trainer für 12 Monate                                     30 Mio

Sachkosten, Locations, Unterkunft Trainer                                     16 Mio

Verpflegung für 0,5 Mio, Teilnehmer 6 Tage                                     50 Mio.

Sonstiges                                                                                            1 Mio.

Macht zusammen                                                                             97 Mio.

Ergebnis der 2. Phase

Wir wissen nicht, wieviel Menschen daran teilnehmen. Der Besuch von Phase 1 Zukunftskonferenz ist nicht unbedingt erforderlich. Dort war es eine Gemeinschaftsarbeit, jetzt geht es ganz um individuelle Ziele. Das wird eigentlich auch attraktiver sein. Aber nicht alle suchen Ziele und wollen aktiv werden.

Viele können Ihre Ziele ohne Kapital umsetzen. Sie verfügen nach Abschluss der 6 Tage  über eine Vorgehensplanung. Auf jeden Falls sind sie motiviert zu Umsetzung ihrer Ziele.

Hier der Link zur deutschen Plattform für die evolutionskonforme Mewes-Strategie .

Rückblick auf die Posts zu Griechenland

Teil 1 mit Übersicht notwendiger Etappen in Ergänzung zum finanziellen Hilfsprogramm der EU – bereits hier veröffentlicht.

Teil 2 mit den 100.000 Zukunftskonferenzen – bereits veröffentlicht.

Vorschau

Im 4. Teil beschreibe ich die Woche für Existenzgründer mit Business-Plan und Mikro-Finanzierung. – wieder mit Großgruppentechniken – für eine schnelle Umsetzung über ganz Griechenland für über 200.000 Griechen mit Eigeninitiative – im Rahmen der Aufbruchstimmung im ganzen Land. Die Teilnehmer von Teil 2 bringen nun ihre Geschäftsidee zur Reife. Die ersten Gründer werden praktisch einen Monat nach Beginn des Programms starten können.

Im 5. Teil folgt die Umsetzungsbegleitung, eine Bildungsoffensive in Griechenland – und die Rückwirkung des ganzen Projekts auf Europa.

Griechenland T3-Blüten

Psychologie und Völkerverständigung

20141122_135759Ein Artikel in der Psychologie-Heute (Heft 11-14, bin etwas mit Lesen im Rückstand) hat mich zu weiteren Gedanken inspiriert. Dort wurde von kleinen „Interventionen“ berichtet, die Völkerverständnis und –verständigung gefördert haben.

Beispiel: Es gelang in mehreren Studien in Bosnien und Israel, Studenten dazu zu bringen, die örtlichen Konflikte in einem anderen Licht zu sehen. Ein Forscherteam bat 139 israelische Studenten um ihre Meinung zu Aussagen wie „Ich halte Israel für verantwortlich für Grausamkeiten wie die Tötung von X.“

Vor solchen Fragen wurden ein Teil der Studenten gebeten, einen persönlichen Erfolg zu beschreiben. Das entfiel bei den anderen (Kontrollgruppe). Die Idee war: Wer so in einem Teil seiner Identität gestärkt ist, tut sich leichter, Probleme in einen anderen Teil seiner Identität zuzugestehen – in diesem Fall seiner nationalen.

Tatsächlich waren die Probanden eher als andere bereit, die Schuld aufseiten Israels zu sehen. Sie waren auch dafür, dass Israel gegenüber den Palästinensern Wiedergutmachung leisten sollte.

Ob der Ansatz tatsächlich zur Völkerverständigung beitragen kann, muss sich erst noch zeigen.

Grundlage ist das menschliche Bedürfnis nach Identität und Selbstwert.

Wenn dieses positiv stimuliert wird, ist anschließend eine größere Toleranz und Respekt andersartiger möglich. Eigentlich ein universeller roter Faden. Derzeit liest man ja über das Täterprofil von sog. Dschihadisten, dass es oft im Leben „zukurz gekommene“ seien, also mit geringem Selbstwert. Das liegt auf dieser Linie.

Also müssten Akteure und Verantwortliche in der Öffentlichkeit das obige Bedürfnis stillen. Wer ist das: Politiker, Gewerkschafter, Kirchen – und Unternehmer.
Darüber hinaus die normale Presse, und Blogger für den Frieden (wirkliche Blogger nicht sog. Infokrieger, die dann doch nur „hetzen“.

Als ich vor Jahren die Texte zu meinem Weltrettungsepos schrieb, habe ich das schon instinktiv berücksichtigt. 20141005_153915Die Strategie der Helden läuft auf Schulungen für Selbstwert und Persönliches Wachstum hinaus. Und der Held hat einen Weg gefunden, Millionen von Menschen in solche Schulungen einzubeziehen. Dann kann ich also auch stolz sein, solche Erkenntnisse der Psychologie instinktiv vorweggenommen zu haben. Ich werde das in der gedruckten Version der Bände 2 und 3 noch deutlicher formulieren.

Hier geht es direkt zum Buch (Band 1). Mehr Informationen zum gesamten Epos hier auf der Blog-Seite.