Vertrauen

G20-Gipfel in Hamburg und Denkwerkstatt Weltverbesserung

Ein neuer großer G20-Gipfel steht bevor und noch dazu in Deutschland, sozusagen mitten unter uns. Was erwarten oder erhoffen wir uns davon?

Zielsetzung und Aktion der Weltverbesserung zur G20

Wir müssen uns für jegliche öffentliche Aktion vor Ort eine Zielsetzung vorstellen, was können wir auf diesem Feld erreichen? Welche Situation streben wir an?

Also für uns konkret: Wofür sprechen wir uns in z.B. Demonstrationen aus? Das FÜR ist wichtig, nicht das dagegen. Also die Inhalte, Botschaften. Was bedeutet dabei Weltverbesserung?

Und als nächsten Schritt: Mit welcher Aktion können wir das Ziel erreichen.  Sollte wohl nicht heißen: „kommt nie mehr nach Deutschland“ sondern bestimmte Beschlüsse mit positiven Inhalten. Dafür müssen wir überzeugen mit Einfallsreichtum und Argumenten.

Der Pilgerweg zur G20 – für die  Weltverbesserung

Was hatte ich doch schon für tolle Ideen vor zwei Jahren in meinem Blog, basierend auf meinem Roman zur Weltrettung

  • Wanderung in mehreren Säulen zum G20-Ort, wie ein Pilgerweg
  • Unterwegs Ideen sammeln und feilen an inhaltlichen Botschaften mit FÜR
  • Werte einbauen
  • Zusammentreffen der Säulen, Proklamation der Botschaften, vom Herzen her sprechen, ohne Angriffe, Vorwürfe und Verunglimpfungen
  • Und natürlich mit einer Originalität im Aufbau statt Gewalt, manche kreative Aktionen von Hilfs- und Friedensorganisationen und NRO haben das schon geschafft. Eine kreative Originalität, die zur Botschaft passt.

Hier kannst du das nochmal nachlesen.

Aus dem Herzen zum Herzen sprechen

Natürlich die Proklamation der Herzbotschaft – ohne Gewalt. Es geht doch um Überzeugen. Und um mehr Frieden. Wie kann mehr Frieden mit Gewalt und Angriffen erreicht werden?

Das wäre die gute Botschaft vom Gipfel in Deutschland. Diese würde unserem Land gut stehen.

Sind wir hier nicht in weltweiter Perspektive auf einer Insel der Glückseligen? Nicht dass nicht auch bei uns viel, sehr viel zu verbessern ist. Aber im Vergleich zu anderen Ländern haben wir hier Frieden und Wohlstand nebst eines ausgebauten – eben noch zu verbessernden – Sozialsystem, insbesondere in der Prävention.

Das sind die Probleme der Welt

Am 5.7. setzt die Denkwerkstatt Weltrettung und Demokratie ihre Arbeit fort. Hier ist darüber nachzulesen. Sie können noch dazukommen.

Hier der Bericht der ersten Denk-Werkstatt und Ausblick auf die weiteren Vorhaben, ausgehend von Rosenheim.

 

 

Improvement of the World – english abstract

Provisional translation 19th of June 2017, darunter der originale deutsch Text

Improvement of the World by self-help in 9 crucial areas of problems by creating a synergy of economics, ecology and psychology

1.    Self-help – by enableing people to improve their situation by their own efforts. The 9 area and will soon be explained by one chart covering each area. They are systemically related, poverty at the core of it.

2.    The analyse of the 9 fields of world-problems shows a common factor: the list of human weaknesses. The remedy: requires continuing education, personal empowerment, personality development, personal values, raising self esteem and confidence; while generating higher confidence in other people at the same time.

3.    But we need more: Poverty and Hunger need more economical growth in most countries – for more material, social and medical welfare. To achieve this we have to increase productivity and jobs – each country has to work for its own prosperity.

Mechanism of action: create ‚atmosphere of departure‘ – spirit of optimism, support investments from outside and inside the country.

4.    For each country with roadblock in area 1 lighthouse-projects are created, which can be started quickly with more or less untrained workers, like projects in building and infrastructure. Where work can be started simultaneously at many locations and people can see instant progress.

5.    The workers of this lighthouse-projects learn and work 4 hours a day respectively. After 1 year they are replaced by new workers. Doing so after 5-10 years about 5 % of the population have participated.

6.    The curriculum offers:

a)    Reading and writing

b)    Calculation

c)    Finances and economics in world of division of labour and providing added value to customers.

d)    Technology based on physics and chemistry

e)    Health, hygiene including nutrition, care of water and plants. Medical care

f)     Communication and conduct including values and moral intelligence

7.    In most cases it will be useful to start  with a central conference with domestic donors.

Either simultaneously or later, future conferences will follow at several cities where everybody interested can participate.

Result: Attention, interest, participation, activity, common goals, optimism, confidence.

8.    Large group methods play an important role in the process of world-improvement. 75 % of the time  is discussion in small groups – from which common ideas and projects show up.
“Future Search” is the most known format of such large groups. It is limited to 80 people, but other formats are available for higher numbers of participants, up to thousands. The Internet offers additional possibilities.

9.    After the initial conferences and parallel to phases 4-6 there will be large group actions from half day up to 5 days with thousands or millions of participants which will lead to new start-ups (about 1 % of the population) – creating jobs and increasing gross domestic product.

10.  All these activities and projects are organized and coordinated by new Foundations within the countries under a world umbrella foundation; including the learning- and large group events.

The financial means come from rich people and other donors, who want to give back the opportunities of their lifes to society.

An improved world serves everybody: Welfare, peace and freedom.

At the head of the Foundation there will be people of the highest standards in honesty and ethical conduct.

 

This are the most important items of a brand new strategy of world improvement with quick impact, because from the very beginning people are involved in great number and are integrated with their conduct and their thinking.

Rudolf Müller

Doctor in economics, Master Psychology

20 years Managing Director in industrial family company, international Marketing

20 years of consultant and development of organization and people

Main Hobby: learning and large groups

Author of 7 books

 

Hier der deutsche Text

Weltverbesserung mit Selbsthilfe in 9 Problemfeldern mittels Synergie von Ökonomie, Ökologie, Psychologie

1. Selbsthilfe bedeutet, dass Menschen in die Lage versetzt werden, aus eigener Kraft ihre Situation zu verbessern. Die 9 in der Grafik genannten Felder werden demnächst noch mehr erklärt durch ein Schaubild pro Feld. Sie sind systemisch miteinander verbunden, Armut in der Mitte.

2.Die Analyse der 9 Welt-Probleme zeigt, dass dort ein gemeinsamer Nenner der Ursachen vorliegt: Faktor Mensch mit seinen Schwächen. Abhilfe: erfordert Bildungsanstrengungen und mehr persönliches Empowerment bis zu Persönlichkeitsentwicklung, persönlichen Werten und mehr Selbstvertrauen und Selbstwert.  Was zugleich auch mehr Vertrauen in andere Menschen mit sich bringt.

3.Aber wir benötigen mehr: Armut und Hunger erfordern Wirtschaftswachstum in den meisten Ländern – für mehr materiellen. sozialen und gesundheitlichen Wohlstand. Dafür werden Fortschritte in Produktivität und mehr Arbeitsplätze benötigt – jedes Land muss seinen Wohlstand selbst erarbeiten. Wirkmechanismus: Aufbruchstimmung schaffen, Direktinvestitionen im eigenen Land und aus dem Ausland schaffen.

4.Für jedes Land mit Feld 1 Engpass werden Leuchtturmprojekte benannt, die schnell begonnen werden können, wenig geschultes dafür aber viel ungeschultes Personal erfolgen, z.B. bei Infrastruktur und Bauprojekten. Wo an vielen Stellen zugleich mit den Arbeiten begonnen werden und die Menschen schnelle Fortschritte sehen.

5.Die Beschäftigten dieser Leuchtturmprojekte lernen und arbeiten nur je 4 Stunden. Nach 1 Jahre werden die meisten Beschäftigten durch neue Arbeitskräfte ersetzt. So dass nach 5-10 Jahren ca. 5 % der Bevölkerung mitgemacht haben.

6.Lernfächer sind dabei:
a)    Lesen und Schreiben

b)    Rechnen

c)    Finanzen-Wirtschaft in einer arbeitsteiligen Welt und Nutzen bieten für den Kunden.

d)    Technik mit Basis in Physik und Chemie

e)    Gesundheit  und Hygiene inkl. Ernährung, Umgang mit Wasser und Pflanzen. Medizinische Versorgung

f)     Kommunikation und Verhalten inkl. Werte und Moralische Intelligenz.

7.Meist wird es sinnvoll sein, mit einer zentralen Konferenz mit potenziellen Geldgebern aus dem jeweiligen Land zu beginnen.
Gleichzeitig oder danach werden in verschiedenen Städten noch mehrsolche Zukunftskonferenzen abgehalten, wo sich alle Interessenten beteiligen können.

Resultat. Aufmerksamkeit, Interesse, Beteiligung, Aktivität, gemeinsame Ziele, Optimismus und Vertrauen.

8.Eine große Rolle im ganzen Weltverbesserungsprozess spielen Großgruppenveranstaltungen, wo 75 % der Zeit in Kleingruppen diskutiert wird, es sich jedoch gemeinsame Themen und Projekte ergeben. Eine Form davon ist die international und interkulturell sehr bekannte Zukunftskonferenz. Sie ist limitiert auf 80 Personen, für höhere Teilnehmerzahlen bis in die tausende andere Formate stehen zur Verfügung. Das Internet bietet hierfür auch noch Ergänzungen an.

9.Nach diesen initialen Konferenzen und parallel zu den Phasen 4 – 6 finden über längere Zeit  Großgruppenaktionen von 0,5 bis Tagen mit Millionen Teilnehmern die in vielleicht 1 % der Bevölkerung neuen Start-ups münden, was Arbeitsplätze und Sozialprodukt schafft.

10.Dies wird alles durch neu zu schaffende länderweise Stiftungen mit zentraler weltweiter Dachstiftung organisiert und koordiniert. Die Lernaktivitäten und Großgruppenaktivitäten sowieso.
Die finanziellen Mittel kommen von Reichen und sonstigen Spenden, die der Gesellschaft etwas von den Möglichkeiten ihres Lebens zurückgeben wollen. Eine verbesserte Welt nützt allen: Wohlstand, Frieden und Freiheit.

An der Spitze der Stiftung stehen moralisch einwandfreie bekannte Menschen.

 

Das sind die wichtigsten Punkte einer ganz neuen Strategie zur Weltverbesserung mit schneller Umsetzung, weil die Menschen gleich von Anfang in großer Zahl mit eingebunden und mitwirken in ihrem Verhalten sowie mit ihrem Denken.

 

Rudolf Müller

Promotion Betriebswirtschaft, Master Psychologie.

20 Jahre geschäftsführender Gesellschafter im Familienunternehmen, internationales Marketing.

20 Jahre Unternehmensberater und -entwickler (Unternehmen und Menschen)

Hobbys: Lernen und Großgruppen

Autor von 7 Büchern

 

Make America Great – kein Weltuntergang

Für die klassischen und social Medien ist Donald T ein gefundenes Fressen. Aber ich mag mich nicht mehr mit ihm beschäftigen. T erinnert mich ständig an das Märchen von Kaisers neuen Kleidern.

Emperors clothes von Vilhelm Pedersen

Emperors clothes von Vilhelm Pedersen

Wir können davon wohl nur für die Weltrettung lernen, was nicht geht. Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Damit endet also diese Artikelserie.

Ein Macher in der Politik

Durch meinen eigenen Werdegang als Unternehmer stelle ich einen Macher durchaus in den Mittelpunkt meines Konzepts zur Weltverbesserung und Weltrettung. So  mag ich die Vorstellung eines Unternehmers im Herzen der Politik. Aber was bringt ein Macher, der durch Twitter und Facebook täglich je 20 Millionen Menschen persönlich informiert, was die Regierung so unternimmt? Und so eigentlich Vertrauen in die Aktivität der Regierung schaffen könnte. Das funktioniert nur mit Sachkenntnis, einem guten Konzept, einem Team welches als Team arbeitet, und mit positiven Werten für die Inhalte der Politik. Das scheint mir derzeit im Weißen Haus nicht vorzuliegen, gelinde formuliert.

Menschen wirklich weiterbringen

20141005_153915Ich werde lieber weiter an Konzepten arbeiten, wie man seine Bürger in jedem Lande wirklich weiterbringt und gute und gleiche Startchancen vor allem den jungen Menschen bietet. Sie sind die Zukunft. Da gibt es einiges zu tun. Leider sind die ganzen Strategien von vorzugsweisen Ökonomen zentral auf Steuern und den Staat ausgerichtet. Ich habe da tiefere und weitere Konzepte, die hier noch in den kommenden Monaten und in meinem neuen Sachbuch veröffentlicht werden. (Die Abbildung zeigt die Romanform)

Bildung und Verlierer der Globalisierung

Was ich noch zum  angekündigten Thema der „Verlierer“ der Globalisierung sagen wollte: Zunächst zu analysieren: Wer sind die Abgehängten in den Industrieländern wirklich – und was kann man für sie tun? Ist das ein Nullsummenspiel? Nein, aber natürlich gibt es Menschen, die keine Chancen wahrnehmen und das evtl. auch kaum können.

Dahinter liegt die Frage von menschlichen Fähigkeiten/Qualitäten. Und damit sind wir bei der  Bildung als Antwort. Das habe ich meinen Söhnen schon vor 20 Jahren gesagt und prognostiziert, dass sich die Einkommen durch die Globalisierung auseinanderziehen werden. Dagegen kann kein Staat schützen – auch nicht durch eine Mauer.

Aber passende Bildung. Ist doch klar, dass ein Akademiker da anderes benötigt, als ein Praktiker oder Handwerker, oder Gärtner, oder Bauarbeiter. Und es gibt Schnittmengen:4 Aus- und Weiterbildung Herkulesaufgabe

–       Sprachen – und Toleranz, kulturelle Kompetenz

–       Ausdauer, Leidenschaft, Eigeninitiative

–       Selbst-Optimierung

–       EQ (Emotionale Intelligenz)

Soviel heute schon zu dem Thema. In meinem neuen Buch wird es dazu ein eigenes Kapitel geben. Das wird gebraucht.

Bisherige Artikel über Donald T

Diese behandelten die Themen
Arbeitsplätze
Macht
Weltpolitik
Moralische Werte

Alles in Allem nach 5 Artikeln über Donald T

Es wird keinen Weltuntergang geben, nur einen persönlichen Untergang. Was wir ihm dann verdanken werden:

Dass Europa sich auf seine eigenen Stärken besinnt. Und dass sich die Politik weltweit auf die wirklichen Probleme besinnt, die natürlich innenpolitisch durchaus die Unzufriedenen Abgehängten betrifft, die schnell populistischen Versprechungen erliegen. Und den jungen Menschen gleiche Startchancen über den Status der Eltern hinaus eröffnet. Da ist viel zu tun. Dafür gilt es Menschen und verantwortliche Entscheidungsträger zu gewinnen, nicht durch anpöbeln und verunglimpfen.

Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist!

Posting2 Arundhati 23.2.14

Make America Great – kein Weltuntergang mit Donald T – Teil 4: Werte

T zeigt seine Werte beim Start

T fängt die ersten Tage seiner Regierung wirklich gut an. Eine klare Strategie, schnelle Umsetzung. Mit ziemlich wenigen Widersprüchen im Anschluss an das Gesagte im Wahlkampf. Und das ganze per Twitter direkt vom Präsidenten dem Volk mitteilen. 22 Mio. Empfänger bei Twitter, 20 Mio. bei Facebook

Was sind Werte?

Werte sind vereinfacht gesagt, etwas worauf ich Wert lege bei meinen Zielen.

Werte sind immer sind immer polar aufgebaut, d.h. es gibt 2 gesunde Pole, z.B. Ordnung/Struktur und Flexibilität/Spontaneität. Innerhalb dieses Bereiches ist Verhalten gut und gesund. Sodann gibt es die Übertreibung in den beiden Richtungen. Das nervt dann und noch schlimmer: kann pathologisch/krank werden.

Die Übertreibung von Ordnung/Struktur ist: Bürokratie, Pedanterie, Zwang etc.

Die Übertreibung von Flexibilität/Spontaneität ist: Chaos, Unzuverlässigkeit, Sprunghaftigkeit etc.

Worauf legt T Wert?

  • Arbeitsplätze, insb. für Abgehängte und Verlierer der Globalisierung
  • Amerika stolz machen
  • Deals machen zum Nutzen des Landes
  • Schutz vor Latinos (Mauer) und Muslimen, da viele Amerikaner das ängstigt, Kriminalität und Terrorismus sich erhöhen. Der 9.11. hat sich im kollektiven Gedächtnis eingebrannt.
  • Politik für das Volk machen

Das sind alles Werte, die sich sehen lassen können.

Und bei der Umsetzung

Endlich ein Unternehmer im White House der anpackt und umsetzen will, was er vorher versprochen hat. Der das alte Establishment dort etwas aufmischt, verkrustete Strukturen durchbricht. Durch seine Kampagne ist er eher unabhängig geblieben, fühlt sich Groß-Sponsoren weniger verpflichtet – ist so freier, dass zu tun was er sich vorgenommen und versprochen hat. In meinem Weltrettungs-Roman ist der Held auch ein zupackender Unternehmer, das kann ich also gut verstehen.

Das spricht alles für Donald T. Es beeindruckt. Das klingt eher nach Welt verbessern als Weltuntergang. Nur ist seine Behauptung, dass Mexiko die Mauer durch die Einfuhrzölle bezahlt völlig falsch: dann zahlen die amerikanischen Käufer diese Zölle im Preis!

Aus Sicht der Weltrettung

Auf den ersten Blick spricht vieles für ihn. Aber auf den zweiten?

Vorherige Artikel behandeln die Themen
Arbeitsplätze
Macht
Weltpolitik

Die Grundprobleme von Donald T

T ist ein Narzisst sagen alle Psychologen. Das ist eigentlich auch eine gute Eigenschaft. Denn viele Menschen beherzigen in dem Bibelspruch „andere so lieben wie sich selbst“ nur den ersten Teil und sind co-abhängig, also leiden unter Helfersyndrom, haben keinen Selbstwert etc.

Aber die Übertreibung in der Richtung des zuviel Narzissmus ist nicht gut, und darunter fällt sicher Donald T. Narzissten suchen Anerkennung als Wert, ständig und immer wieder. Und große Ankündigungen sind natürlich noch keine Umsetzung.

Steuersenkungen für Unternehmen, davon profizieren doch erst mal die Leute, denen die Unternehmen gehören. Was hat der kleine Mann davon? Dem Staat fehlt das Geld dann. Aber das ist OPM (other peoples money), nicht das Geld von T. Und er bzw. seine Kinder profitieren mit seinen Unternehmen ebenfalls.

T will America great machen. America first. Das klingt sehr egoistisch für die Führungsmacht der Welt. Als ob alle Probleme daran liegen, dass Amerika zuviel für andere Länder tut, z.B. Entwicklungshilfe – die auch A. nützt, weil diese bei mehr Wohlstand weniger Migrationsdruck ausüben und Produkte und Software von amerikanischen Firmen kaufen können.

Vertrauen als Fundament

T hat durch seine angekündigte Steuersenkung einen Aufschwung der Börse bewirkt. Aufschwungstimmung ist gut für Investitionen.

Jeder der etwas unternimmt und Veränderungen anstrebt, auch zum Guten, braucht das Vertrauen der anderen, die sich anders verhalten sollen, sich ändern sollen, andere Strategien betreiben sollen.20150131_082010

  • Wir brauchen eine moralisch einwandfreie Führung für unkonventionellen Aktivitäten – die Wertethematik. Ein Unternehmer, der frischen Wind und Effektivität in die Regierungs-Administration bringt, ist dafür hoch willkommen – wenn er wirklich entsprechende Werte in sich trägt.
  • Mit weiteren Verunglimpfungen in T’s Botschaften, auch über die Medien, schafft man aber nur Gegner, kein Vertrauen und keine Kooperation.
  • T hat das Präsidenten-Gehalt abgelehnt – obwohl gerade dieses einen Präsidenten unabhängig machen soll. Wo bleibt der Wert „Ehrlichkeit“, wenn T seine Steuererklärung nicht veröffentlicht? Wie ist das mit der Trennung von privaten „Deals“ und politischer Tätigkeit?

Was bringen die Aktionen?

Was bringen die hinausposaunten Aktionen, wenn sie nur vordergründig gut klingen, aber…

  • Zölle auf ausländische Waren die Preise für amerikanische Konsumenten erhöhen und somit ihre Kaufkraft schmälern.
  • Isolationismus und Abschottung – außer zeitweise für den Aufbau eines Entwicklungslandes – schmälern immer den Strom von Ideen und Wohlstand.
  • Die Globalisierung war auf Planetenebene bisher eine Erfolgsgeschichte! Über 1 Milliarde Menschen sind aus der Armut geholt worden. Die Länder, die erst 200 Jahre nach den Industrieländern zur Modernisierung gestartet sind, können jetzt auch mehr Waren und Software aus Amerika kaufen.
  • Amerika steht nicht mehr so gut da wie vor 15 Jahren. Aber vielleicht mehr durch die mehr als 2.000.000.000.0000 € , die Irak- und Afghanistan-Abenteuer gekostet haben. Und die vielen hunderte Milliarden, die große US-amerikanische Konzerne in Niedriglohnländern gebunkert und in USA nur Nano-Steuern bezahlt haben.
  • Warum nur sind die Menschen in vielen arabischen (und anderen) Ländern wütend auf Amerika? Der Nährboden für den islamischen Fundamentalismus.
  • Die Steuern für Unternehmen werden stark gesenkt, was erst mal den Staatshaushalt belastet. Und was bringt das dem abgehängten, vergessenen kleinen Mann wirklich? Die Ungleichheit wird weiter steigen.
  • Wie kann ein Kabinett von Ministern aus Militärs und Reichen (ua von Goldmann Sachs) sowie entsprechenden Beratern sich wirklich für den kleinen Mann interessieren?
  • Wie kann man eine Krankenversicherung für die Abgehängten und Armen, die der Vorgängerpräsident mühsam geschaffen hat – gegen Fundamentalwiderstand der Republikaner – einfach abschaffen? Sollten das nicht ein Großteil der Wähler von Donald T gewesen sein? Eine behutsame und großzügige Ausweitung wäre bei den behaupteten „Werten“ angebracht.
  • Die Liste der Fragezeichen kann noch fortgesetzt werden.

So bleibt eine lange Liste großer, wirklich großer Zweifel. Ankündigungen und Aktionismus räumen diese Zweifel nicht aus. Erst recht nicht der aktuelle Bann für einige muslimische Länder.  Und warum gerade diese? In der arabischen Welt hat man so neues Futter für die vielen Vorurteile gegen die USA.

Weitere geplante Artikel zu Donald T

Es gibt noch einen Abschlussartikel Mitte Februar.

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Make America Great – kein Weltuntergang mit Donald T – Teil 1: Arbeitsplätze

Wir werden jetzt mit Informationen über die geplante bzw. angekündigte Politik von Donald T. überschwemmt. Wobei vielen Kommentatoren unklar ist, was davon umsetzbar ist und ob T. das wirklich anstreben wird. Nun erstmals ein Unternehmer als mächtigster Mann der Welt. Schöne Redner als Politiker gab es genug. Endlich ein Macher. Wir sollten uns tatsächlich in diese Situation hineinversetzen und hoffen, dass sie gelingen kann.

Eigentlich ist alles recht einfach zu verstehen……. Sie finden hier Teil 1 einer kleinen Serie von Artikeln über die angekündigte Politik von Donald T. aus der Perspektive der WELTRETTUNG.

Ziele von T

T. will speziell etwas für die Abgehängten und zornigen Bürger der USA tun, die ihn gewählt haben – und in ihrer Wahrnehmung die Nachteile der Globalisierung „gespürt“ haben. Das Establishment in den USA (und fast auch in Europa) hat da bislang etwas versäumt und auch kaum hingehört. Und auch die linke und die liberale sowie die grüne Bewegung. Ein hehres Ziel, dass muss man T. lassen.

Amerexit

T: Er hat die Herauslösung aus globalen Verträgen wie NATO, UNO angekündigt. Klarer Fall von Isolationismus. Alles zurück – auch die amerikanischen Soldaten in aller Welt wäre dann logisch und Auflösung dieser Stützpunkte. Große Kostenersparnis und kein ständiger Ärger vor Ort mehr. Reduktion von Verantwortung als „Weltpolizist“.

Kleines Problem: Wohin mit den Soldaten in den USA? Kann man sie dort nachhause schicken? Braucht man in den USA Kasernen – eigentlich nicht bei Isolationismus. Gefahren von außen? T: „Wir haben doch Atombomben, dann müssen wir die mal einsetzen.“ Also nicht amerikanische Soldaten, die geschützt werden müssen.

Construction Team with building plans on site

Freihandel/Globalisierung

T denkt nach allem, was er von sich gibt: „Braucht Amerika nicht. Import auch möglichst wenig, dafür Zollschranken. Das Zeug produzieren wir alles in den USA, wir können alles, wir sind Great! Wir schaffen Arbeitsplätze.“ Auch hier Herauslösung aus internationalen Verträgen wie Nordamerika, Asien und natürlich dem anstehenden Vertrag mit Europa (TTIP).

Falls wir dadurch weniger exportieren? Wir kompensieren dass durch weniger Importe und somit mehr Nachfrage aus dem Inland.Schild 144 - Jobcenter

T ist Unternehmer. Es ist ihm zuzutrauen dass er Firmen dazu bewegt, Arbeitsplätze nicht ins Ausland zu verlagern oder gar zurückzuholen. Es gibt tatsächlich Firmen, die das schon gemacht haben – aufgrund von Problemen mit Logistik, Zeitverlauf – und z. B. mangelndem Respekt der Chinesen vor Schutzrechten. Da braucht es vielleicht manchmal nur einen Anruf aus dem White House, um etwas zu bewirken. Das wird seinen Wählern gefallen.

Einwanderung/Immigranten

T: Möglichst wenig und vor allem nicht aus muslimischen oder sonstigen Ländern. Gegen Mexiko bauen wir die große Mauer (Erfolgsrezept aus China), was auch selbst über viele Jahre hinweg viele Arbeitsplätze schafft. Und wir weisen die ganzen illegalen Migranten aus, möglichst alle geschätzten 11 Millionen, mindestens aber 3 Millionen. Dann brauchen wir dafür auch weniger Arbeitsplätze und somit umso weniger für Export (siehe Reduktion Freihandel).

Freie Wohnungen der ausgewiesenen Immigranten – können dann unsere zurückgekehrten Soldaten beziehen. Und die Amerikaner, die sich derzeit keine Wohnung leisten können, mangels vernünftigem Arbeitsplatz. Die in Zelten und Campern wohnen, teils nahe Google und dort als Tagelöhner von Subunternehmern putzen, statt selbst angestellt zu sein.

Hört sich das nicht gut und vernünftig an?

Große Mauer in China

Kommentar von WELTRETTUNG

T. liebt Herausforderungen und auch den Kampf (um ihn zu gewinnen). Dass muss man ihm lassen, wenn man über ihn liest. Mit ihm wird es keinen Weltuntergang geben. Von Bauen versteht er auch etwas.

Aber wenn alles so einfach ist, wie T. mit diesem Programm denkt, dann brauchen Sie nicht weiterzulesen. Falls Ihnen in dieser Liste jedoch manches komisch oder Spanisch vorkommt, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Es ist eine Parodie. Gemessen an den Erfordernissen der USA und auch gemessen an den Erfordernissen zur Weltrettung mit innovativen Konzepten. Und diese erfordern wiederum Vertrauen und die Ausstrahlung von Kompetenz und grundlegenden Werten. Das Gegenteil von Verunglimpfungen oder grandiosen Versprechungen.

Die obigen Punkte klingen nach ethnischer Säuberung und viele Weiße werden es vielleicht gerne hören. Aber ist das wirklich eine positive Strategie? Amerika von der Welt abschotten? Schließlich kann man nicht exportieren wollen (Produkte und Kapital) ohne auch zuzulassen, dass die übrigen Länder in die Staaten importieren wollen bzw. sich dort selbst mit Kapital in Firmen einkaufen. Das ist der Wettbewerb, der Fortschritt schafft. Außerdem werden andere Länder Zollschranken durch eigene Zölle beantworten.

Und es widerspricht den ehernen Gesetzen der Ökonomie vom Gewinn für alle Beteiligten durch die sogenannten „Komparativen“ Kostenvorteile. Nur die übrige Welt, die untereinander Handel ohne Zollschranken treibt, wird das weiter nutzen, die Amerikaner dann zurück und ausgeschlossen bleiben. China hatte sich auch mal für Jahrhunderte abgeschlossen, dann hat Europa überholt! Die DDR hat es versucht – und ist gandios gescheitert (was gerne auch verklärt wird. Alle hatten offiziell eine Arbeit, aber mussten 16 Jahre auf ein Auto warten. Es gab keine Südfrüchte, kein….).

Zunächst würde auch bei einer solchen Abschottungsstrategie per chinesische Mauer (auch gegen China) und verstärkter Eigenproduktion alles teurer für das Land und somit die Konsumenten. Arbeitsplätze im Export gehen verloren, werden nur vielleicht durch mehr Eigenproduktion ausgeglichen. Insgesamt wird alles für die Bevölkerung teurer, was importiert wird. Und die Eigenproduktion ist ja auch teurer! Und die Innovationsrate sinkt, der Wohlstand sinkt.

Es entsteht keine Aufbruchstimmung in den Staaten, eher Unsicherheit, Zurückhaltung der Investoren. Misstrauen gegen Amerika. Und in Amerika: Bespitzelung und Anfeindungen eingesessener „illegaler“ Immigranten. Ein Klima von Verfolgung und Vorsicht.

Im Ergebnis: Daumen runter.

Nachtrag 14.12.16

Ich habe jetzt erst erfahren, dass T. in einer Firma (Carrier in Indianapolis) 1.000 industrielle Arbeitsplätze „gerettet“ hat. Mit dem Hinweis/der Drohung, dass solche Produktionsverlagerungen (in diesem Fall nach Monterrey in Mexiko) zukünftig bestraft werden. Wobei Indianapolis nur ca. 4 % Arbeitslosigkeit hat.

Immerhin. Das hört sich zunächst mal gut an. – Aber leider gibt es auch Gefahren bei Staatseingriffen in die Wirtschaft. In Indien wollten die Engländer seinerzeit einer Schlangenplage Herr werden. Sie setzten eine Prämie für tote Schlagen aus. Die Folge: Die Inder züchteten Schlangen um die Prämie zu bekommen. Es gab dadurch mehr Schlangen statt weniger. 

Also muss man für das ganze Bild auch die Nebenwirkungen bedenken. Mögliche Verluste an Innovationskraft, an Wettbewerbsfähigkeit, an Eigeninitiative. Braucht Amerika wie ein Entwicklungsland Schutzmauern für eine aufstrebende Industrie? Mehr dazu in den nächsten Artikeln, auch darüber was man für die „Verlierer“ der Globalisierung wirklich tun kann und auch sollte.

Weitere geplante Artikel, denn T. hat doch noch mehr Felder, wo er eine Kurskorrektur machen will für Make America Great.

–       T. und die Macht in den USA

–       T. und die Weltpolitik

–       T. und moralische Werte – wichtiger denn je

 

Great Wall of China at Sunrise

Great Wall of China at Sunrise

Weltrettung und Flüchtlinge 5 – mehr Demokratie wagen – Dialog

Das Flüchtlingsthema ist so umfassend, dass es die Gesellschaft polarisiert – wo Kooperation erforderlich ist. Bis noch vor wenigen Monaten konnte es Deutschland nur auf dem Bildschirm zu verfolgen – nun ist es in Straßen und Bahnhöfen präsent. Keine Chance mehr, sich auch als Bevölkerung wie vorher alle europäischen Regierungen wegzuducken und wegzuschauen. Nachstehend ein konkreter Vorschlag aus meinem Weltrettungsbuch als Demokratie-Training,  wo doch die ganze Thematik durchaus von „inneren Lügen“ geprägt ist. Es gibt ein Meinungsspektrum von „Wir schaffen das unbeschränkt“ (die hilfsbereiten Optimisten, die sich vormachen, dass wir jede Menge Flüchtlinge bewältigen können) bis zum „Wahnsinn, Untergang von Deutschland, Islamisierung droht“ (die Bedenkenträger und Skeptiker, die voller Ängste sind und ihr Mitgefühl nicht zugeben). Davon sollte keiner in die rechte oder linke Ecke gestellt werden. Nur die Unbelehrbaren („Das sind Terroristen, Invasoren“) können dabei wohl kaum angesprochen bzw. erreicht werden – je mehr von der Realität und konkreten Fakten entfernt sie sind, desto fester ist ihre Meinung. Aber das sind nur wenige Prozent der Bevölkerung und es kommt auf alle anderen an, dass wir uns austauschen sollten und gegenseitiges Verständnis entwickeln und im Dialog auch noch bessere Lösungen finden.

Veränderungen kommen unausweichlich in Deutschland und Europa auf uns zu. Wir sollten unsere Meinung auf die Fakten und das komplexe System darum stützen. Und natürlich wäre es empfehlenswert, vorher den Masterplan der Regierung zu kennen, in den meiner Meinung nach das Konzept W-L-A der Artikelserie (in Teil 1-4 beschrieben)  integriert sein müsste.

Zielsetzung

  • Demokratie trainieren
  • Befassung mit komplexer Thematik und den Fakten dafür zur Formulierung fundierter Meinung
  • Dabei erhöht sich das Wissen, das Verständnis für andere und ändern sich Denkmuster (vorgefasste Meinungen).
  • Zugleich mit konkreten Vorschlägen für weitere operative Dinge und mittelfristige Strategie in der Flüchtlingspolitik.
  • Mehr sozialer und politischer Friede in der Bevölkerung

Rückwirkungen auf die praktische Politik durch die Seriosität der Aktion sind in Reichweite. Wir bereiten uns damit zugleich auf die kontinuierlichen Veränderungen für Europa vor. Die Menschenvielfalt wird in jedem Land größer, da es ja auch Personenfreizügigkeit innerhalb der EU schon längst gibt. So sind z.B. in den letzten Jahren aufgrund der schlechten Wirtschaftslage viele junge Menschen aus Portugal und Spanien zu uns gekommen und haben Deutsch gelernt.

Ablaufüberblick

4-stündige Aktion in großen Gruppen, 50 Personen und mehr, die jedoch zumeist in 8-er-Kleingruppen diskutieren mit etwas Austausch mit den anderen Tischen und über PC außerhalb des Raums. Wissen um Fakten verbreiten sich, vorgefasste Meinungen werden korrigiert, Ängste bauen sich ab.

Ablauf im Einzelnen

Mitten in einer Fußgängerzone werden Passanten zu einer 4-stündigen Veranstaltung über das Flüchtlingsthema angesprochen und eingeladen. Über die klassischen und social Medien ist dies auch schon vorher bekanntgegeben.

„Sie können hier interessante Dinge zum Thema Flüchtlinge lernen, Diskussionen mit netten Menschen und Gleichgesinnten sowie anderen Ansichten führen, so Ihr eigenes Denken erweitern und am Schluss eine fundierte Meinungsbildung als Signal an die Politik abgeben.“

Auf dem Weg in den Veranstaltungsraum sollen sich die Teilnehmer eine Viertelstunde Zeit nehmen, um im Gang davor Basisinformationen über das Thema zu studieren: Fluchtgründe, Gefahren und Schwierigkeiten, Bereitschaft der Integration. Zahlenmäßige Struktur nach Herkunftsländern, Geschlecht, Status etc.

Im Saal (meist einer von mehreren) sitzen die Teilnehmer an Tischen mit Platz für 8 Personen und 4 Bildschirmen in der Mitte. Der Raum fasst dabei ab 6 solche Tische, ggf. auch mehr.

Phase 1 Fakten

In einem ersten Schritt Lernen die Teilnehmer die Fakten bzw. wiederholen diese mit einem Multiple-Choice-Fragebogen. Auch ein paar wirtschaftliche Zusammenhänge sind eingebaut, dass z.B. die Milliarden Aufwendungen für die Flüchtlinge (Wohnung, Verpflegung, Sprachenlernen, sonstige Ausgaben) wieder zu Einkommen für die Bevölkerung führen und das zu verteilende Sozialprodukt erhöhen. Antworten werden in den Computer eingegeben und die Gruppe kann sehen, wie gut sie in ihren Köpfen schon die Fakten verinnerlicht hat. (Wobei jeder Mensch gerne solche ausblendet, die nicht zu seiner Meinung passen, sie dann auch oft anzweifelt).

Es zeigt sich, dass viele individuelle Antworten nur Meinungen darstellen, aber die Fakten verkennen. Ein erster Lernfortschritt, aber auch mit emotionaler Beteiligung. Vergleiche in den Antworten mit anderen Gruppen und bundesweit werden grafisch angezeigt. Auch die fehlerhaften Antworten und die Fakten dazu. Der Humor wird dabei ebenfalls angesprochen um Änderungen bzw. Korrekturen in den Köpfen zu unterstützen.

Beispiel 1.1: (nur 1 Antwort kann richtig sein) Bei den Flüchtlingen handelt es sich um

a) Eine Gruppe mit großteils asylberechtigten Personen aus Nicht-EU-Ländern.

b) Eine Gruppe mit einem kleinen Teil wirklich Asylberechtigten, einen großen Teil jedoch potenziell für Bleiberecht und Duldung geeignet (alles am Endstand des Asylverfahrens gemessen)

c) Eine Gruppe mit einem hohen Anteil von Terroristen

d) Menschen mit einem Altersdurchschnitt leicht unter dem deutschen Altersdurchschnitt

e) Fast durchweg um männliche Personen, weil es über 10.000 km bis nach Deutschland sind und der Fußweg über viele Landesgrenzen und Berge führt.

Phase 2 Werte

Nun folgt als nächster Schritt eine Arbeit in den Gruppen an den Werten. Es geht bei 4-6 „Problemen/Themen“ nicht mehr um die eine richtige Antwort, sondern um eine Rangfolge verschiedener Werte dabei. Hier zwei mögliche Beispiele:

Bsp. 2.1: Sie wohnen etwas abgelegen in einem Haus und sind alleine. Plötzlich klingelt es an der Tür und ein sichtlich verletzter Mensch steht gebückt und zusammengesackt vor Ihnen. (Schreiben Sie zu jeder Möglichkeit eine Zahl von 1-5 davor, 5 für die aus Sicht beste Alternative)

a) Machen die Türe zu, weil sie sich bedroht fühlen

b) Nehmen die Person an die Hand und führen sie zu einem Stuhl in Eingangsnähe

c) Rufen sofort die Polizei

d) Versuchen mit der Person zu sprechen, um mehr zu erfahren

e) Rufen den Rettungswagen/einen Arzt an.

Bsp. 2.2: Die wichtigsten Werte, die in der Flüchtlingsfrage angesprochen werden, sind

a) Mitgefühl

b) Deutschlands Stärke demonstrieren in der Welt

c) Sicherheit, vor persönlichen Einbußen und bzgl. Ängste vor Terror und Kriminalität

d) Identität als Deutscher, Christ nicht verwässern, verlieren

e) Schwankend, nicht entscheiden können zwischen Hilfsbereitschaft und Ängsten

Wenn alle persönlich ihre Reihenfolgen vergeben haben, diskutiert die Gruppe eine gemeinsame Reihenfolge. Das ergibt eine äußerst interessante Diskussion, die anschließend wieder in den PC eingegeben wird. Die Teilnehmer sehen dann auch die Rangfolgen anderer Gruppen und bundesweit. Der Moderator im Raum wird noch ein paar Meinungsäußerungen von jedem Tisch abfragen, bevor es weitergeht.

Phase 3 Offene Fragen

In einem dritten Schritt geht es um offene Fragen bei Flüchtlingen und Einwanderungen. Wo werden die Probleme gesehen? Welche Veränderungen kommen auf uns zu?

Hier macht jede Gruppe ein Brainstorming, wählt ca. 5 offene Probleme/Fragen („Wie löst man…..?“) aus und bemüht sich im Sinne des bisher Gelernten um Antworten, Vorschläge bei zumindest 3 Positionen.

Lachende Gruppe junge Leute People multikulturell halten Wort willkommen Freisteller

Phase 4 Vorschläge und  Weitererzählen

Hier formuliert die Kleingruppe

  1. zu den ersten beiden Positionen gemeinsame Vorschläge an Politik (soweit nicht schon in Phase 3 erledigt und klar)
  2. Möglichkeiten der eigenen persönlichen Aktivität zur Verbesserung der Situation

Und jeder Teilnehmer spricht einen Schlusssatz, wobei auch Wiederholungen anderer Personen wortwörtlich oder anders formuliert möglich sind:

„Was ich hier erkannt habe, ist……..“

Die Teilnehmer mit Smartphone werden gebeten, gleich, ansonsten am Abend von zuhause diese Erkenntnis auch in den Social media posten und Freunden in den nächsten Tagen natürlich persönlich davon erzählen.

Kosten und Resumée

_Positionen Flüchtlingsthematik_Die Kosten, die dabei entstehen hängen natürlich vom Umfang der Aktion ab. Auf jeden Fall entstehen pro Person Kosten durch Getränke und vielleicht ein Imbissangebot sowie Druckkosten für Unterlagen. Dazu die Raum- und Computerkosten. Sodann noch für die Moderatoren, als Vergütung und Reisekosten. Auch die Werbekosten sind nicht zu vergessen. Bei mehr als 1 Mio. Teilnehmern sind Gesamtkosten in mittlerer 2-stelliger Millionengröße anzusetzen.

Mit einer solchen Aktion könnte man in Deutschland in vielen Städten agieren und schnell 100.000 Menschen erreichen, sogar mehr als 1 Mio. bei entsprechender Werbung und Kostenaufwand. Wenn es bald geschieht könnte es „cool“ sein. Mit dem letzten Punkt von Phase 4 werden weitere Millionen Menschen mit diesen „Meinungen auf höherem Wissensniveau“ erreicht.

Diese Form Großgruppenaktion habe ich vor vielen Jahren (1977) entwickelt, als ich im eigenen Unternehmen eine Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter einführte. Als ich diese mit einem solchen Workshop einbezog, waren ihre Gedanken zur Vertrags strenger und viel rigider als meine eigenen. Später (1996)wollte ich sie einsetzen, um damit eine konstruktive politische Diskussion um ein neues radikal vereinfachtes Steuersystem mit kleinem bedingungslosen Grundeinkommen zu eröffnen. Noch 10 Jahre vor Paul Kirchhof! Heute stelle ich mir vor, dass wir mit dieser Methode wieder mehr sozialen Frieden in Deutschland schaffen können, einen Ausgleich der radikalen Meinungspositionen zur Flüchtlingsthematik mit oft zuwenig Fakten im Kopf aller Beteiligten.

Die ganze Vorgehensweise und die vorherigen Artikel sind aus einem Gesamtkonzept der Weltrettung geschrieben, das den Leitfaden dieses Blogs bildet. Wenn alle 9 Welt-Problemfelder bearbeitet werden, werden zugleich die Flüchtlingsströme versiegen….Die anstehenden Herkulesaufgaben für den Planeten – mit großem wirtschaftlichen Aufschwung überall. Diese Blog-Seite gibt Ihnen im Menu oben mehr Info über dieses Buch und Weltrettungskonzept. Hier der Link zum Webshop des Verlages epubli.

Ich bin gespannt auf die Kommentare der Leser auf meine Beiträge in Facebook, Xing, LinkedIn und Twitter bzw. direkt auf der Blog-Seite (wo sie dann sichtbar bleiben).

Demokratie trainieren

Weltrettung und Flüchtlinge 3: Europa und Herkunftsländer

Flüchtlinge EuropaEinleitung: Aus der SZ vom 12.9.15 von Slavoj Zizek mit der Überschrift: Wenn die Utopie explodiert. Am Schluss als wichtigste Lektion, die die Menschheit daraus lernen soll: sich vorbereiten nomadischer zu leben, lokale und globale Umweltveränderungen kommen >>> alles führt zu großflächigem sozialen Wandel. Nationale Souveränität ist neu zu definieren. Für Europa wird gefordert:

  1. Nötige Mittel für ein würdevolles Überleben der Flüchtlinge zur Verfügung stellen.
  2. Sich dafür organisieren und Regeln und Vorschriften erlassen.
  3. Neue Art internationaler Interventionen konzipieren, militärisch und ökonomisch, welche koloniale Fallen vermeidet.
  4. Ökonomischer Wandel, der die Bedingungen abschafft, die zu Flüchtlingsströmen führen.

Hier geht mein nachfolgender Text schon weiter als die Forderungen Zizeks mit meinen machbaren und konkreten Strategien. Ich beleuchte zunächst die Perspektiven außerhalb Deutschlands und schaue, was in Europa, was nahe der Herkunftsländer der Flüchtlinge, und was darin zu unternehmen wäre. Oft habe ich (in Facebook) schon gelesen, dass die USA als Verursacher alle Flüchtlinge nehmen sollten. Eine Forderung, wie „den Mond anzubellen“. Eine Forderung, die sich m. E. vor humanitärer Verantwortung drückt. Eine Forderung, die eher reiner Populismus als Durchdringung eines komplexen Sachverhaltes darstellt. Ich kann mich bei meinen Überlegungen und Recherchen auf meine eigene Trilogie zur Weltrettung stützen. Darin habe ich eine Leitidee entwickelt, die hier zur Anwendung kommen könnte. Wir müssen uns dabei mit vielen Lebenslügen befassen und diese aufgeben. Wegducken und wegschauen geht nicht mehr, eine Entwicklung, die sich schon seit über einem Jahr deutlich abzeichnet.

In Teil 1 wurde das Grundkonzept Wohnen, Lernen, Arbeiten vorgestellt. In Teil 2 ging es um die Ziele in der Flüchtlingspolitik und die Fakten. Beide Teile können Sie im Archiv rechts oben nachlesen.

Nachträge zu Teil 1 nach verschiedenen Diskussionen:

Schon bei der Ankunft sollten die Flüchtlinge auf deutsche Lebensweise verpflichtet werden. Bisher gibt es dafür anscheinend noch nicht einmal ein Handzettel in verschiedenen Landessprachen. Die Lebensweise bildet schon einen Teil des Sprachunterrichts. Sobald die anderen Fächer in Deutsch unterrichtet werden können, wird noch deutlicher auf deutsche Kultur und Lebensweise und Werte eingegangen.

Es soll schon einige Angebote im Fertigbau geben, deren Technologie verwendbar ist, sogar „faltbare“ Häuser. Ein neues flexibles modulares Gesamtkonzept ist für jedes Land in Europa von Interesse – und auch für den untenstehend beschriebenen Update der Flüchtlingscamps nahe der Fluchtländer. Klappbett für die Wände, sodass Wohnraum mit Tisch entsteht, wären für jede Flüchtlingsunterkunft wünschenswert.

Ausstrahlung D auf Europa

Bisher konnte Deutschland sich zurücklehnen, die Last trugen die Außenländer im Süden des Schengenraum. Jetzt öffnet das Kernland die Türen. Es entsteht Verwirrung und Druck auf übrige Länder. Druck für Veränderung.

Eine Gipfelkonferenz hat gerade stattgefunden. Aber vieles in Teil 1 und 2 vorgestellte bleibt noch offen:  Die deutschen Innovationen W, L, A können als Vorbild gelten, wenn dafür ein klares Konzept vorliegt. Es geht weiter um Verteilungsquoten und gemeinsame Standards. Das kostet zwar alles Geld – wirft aber in jedem Land auch Fragen auf und Widerstände wach.

Rücksicht auf einige Länder ist erforderlich, wie z.B. F, GB wegen vieler Immigranten aus alter Zeit der Kolonialisierung. Deren Integration war damals planlos und ohne Strategie, ähnlich wie bei den Gastarbeiter in Deutschland. Hier sind auch Innovationen möglich. Welche Einflussmöglichkeiten hat der jeweilige Staat bei nachzuholender Integration? Locken statt Pflicht? Freibier etc.

Und wir müssen natürlich das Selbstverständnis der Nationen in Europa verändern, das kommt auf jeden Fall und ganz von selbst. Was heißt Nation noch heute, wenn schon mehr als 10 %, gar mehr als 20 % andere Ethnien im Lande sind? Die Einwandererländer Australien, Kanada, USA verstehe das kaum noch.

Europa kommt m. E. jedenfalls derzeit in Bewegung, auch wenn neu eingeführte Grenzkontrollen zum gegenteiligen Eindruck führen mögen. Kommission und EU-Parlament sind jetzt gefordert.

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Zur Wurzel der Flüchtlinge gehen

Der nächste logische Schritt ist das Hinschauen, wo derzeit die meisten Flüchtlinge nahe der Fluchtländer zu Millionen im Lagern leben (im Libanon z.B. 2 Mio. Flüchtlinge bei einer Bevölkerung von 4 Mio., dazu noch die Türkei und Jordanien.) Diese Aufnahmeländer mussten hier viel aus eigenen Tasche finanzieren. Ein Teil kam von der UN und hier wurde kürzlich gekürzt, was den Abwanderungsdruck dann verstärkt hat. Der Europa-Gipfel hat hierfür Milliarden in die Hand genommen und praktisch erstmals das Flüchtlingsproblem als gemeinsames Problem gesehen. Aber vieles bleibt noch offen und in 3 Wochen findet die nächste Konferenz statt.

Wir können uns hier für eine neue Strategie am deutschen und kommenden neuen Modell orientieren: W, L, A heißt die Devise.  Zunächst ist das Wohnen zu Flüchtlingslager an Volksparkhinterfragen und statt der Zelte sukzessive – wieder von den Flüchtlingen selbst – neue Wohneinheiten aufzubauen. In meinem Weltrettungsbuch beschreibe ich in Teil 2 den Bau von Wohnungen für 1 Milliarde Menschen – innerhalb 7 Jahren! Nehmen wir mal die ersten 15 Mio. (von derzeit dem Vernehmen nach 50 Millionen Flüchtlingen auf der ganzen Welt) – könnte das nicht in 1-2 Jahren vollbracht sein, wenn alle dort selbst anpacken? Wenn sie nur die Materialien und Anleitungen benötigen – die aus einem Hilfsfonds von UN und Europa zu finanzieren wären – und teilweise im Nahen Osten produziert werden (Arbeitsplätze).

Der nächste Schritt könnte sein, dass jedes europäische Land dort ein Büro aufmacht, in dem man Asyl- und Einwanderungsanträge (im Rahmen neuer kommender Gesetze) stellen kann. Die Ernsthaftigkeit der Anträge wäre durch Besuch von Sprachkursen zu demonstrieren. Auch das allgemeine Flugblatt für Flüchtlinge und potenzielle Einwanderer ist dort auszulegen. Hier in Europa ist da Leben auch kein Schlaraffenland, viele Flüchtlinge täuschen sich da. Die Menschen sollen vor Antragstellung wissen, dass etwas von Ihnen erwartet wird, insbesondere Integration. Und auch erfahren, dass wer sich direkt auf den Weg nach Europa macht auch Gefahr läuft, wieder abgeschoben zu werden. Diese Rückführungsquote wird sich bei dem jetzigen Ansturm zwangsweise erhöhen.

Nachtrag November: Und natürlich könnte man statt in Europa auch gleich dort mit den neu entwickelten Wohnungen und mit Hilfe der Flüchtlinge ihnen einen Verbleibt in der Nähe ihrer Herkunft „ermöglichen“, auf höherem Niveau als derzeit und mit Sprachkursen und Fortbildungsangeboten.

Generell wollen Menschen doch gerne in Nähe ihrer Herkunft bleiben, hoffen immer auf Rückkehr, ein Ende des Krieges etc. Eine wirkliche Mauer um die sog. Festung Europa zu bauen, kommt den Verantwortlichen sicher nicht in den Kopf.

In die große Friedenspolitik will ich mich hier nicht spekulativ einmischen. Auch nicht irgendjemand speziell als Verursacher der Misere sehen. Bei diesem Thema gibt es recht komplexe Zusammenhänge, auch wenn Populisten da große Vereinfacher sind. Und Verschwörungstheoretiker nehmen als gegeben an, dass hier ein durchdachter Plan zum Ruin Europas verfolgt wird. Natürlich wird der wieder den USA (oder den Banken, oder dem „Kapital“) in die Schuhe geschoben. Dabei wäre das verrückt, denn Europa ist Partner und Verbündeter. Schon eher wäre eine solche Motivation im Osten und fernen Osten anzunehmen. Was aber auch verrückt wäre, wenn Europa kein Gas mehr kaufen würde oder kein Exportmarkt für China mehr wäre. Kein Nachschub von technischem Know-how. Heute sind alle Länder miteinander verbunden.

Einfluss auf Fluchtländer nehmen

Wie könnte man nun Einfluss auf die Fluchtländer zur Schaffung besserer wirtschaftlicher und politischer Verhältnisse nehmen? Ohne hier allzuviel vereinfachtüber Ursachen für Krieg und Verfolgung zu spekulieren. Natürlich kann und soll man aus der Vergangenheit und den Ursachen lernen für die Zukunft. Da ist aber nichts ganz einfach. Teilweise reichen die Ursachen 100 Jahre zurück (Grenzziehungen durch England und Frankreich im Nahen Osten).

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Hier ist zunächst die Politik von heute gefragt. Doch wer kann das machen? Die USA haben in den letzten Jahren sämtlichen Vertrauens-Kredit im Nahen Osten verbraucht. Europa kämpft mit sich selbst und hat den Ruf kolonialer Vergangenheit. Die UNO erscheint zahnlos nach den letzten Blauhelmeinsätzen im Balkan.

Den Krieg in Syrien beenden und ein Wiederaufbau für das Land mit ausländischer Hilfe? Gleichzeitig müsste der IS ebenfalls niedergerungen werden. Das wird nicht ohne massiven militärischen Einsatz gehen. Postings in Facebook „Gegen Krieg“ und „Krieg, und keiner geht hin“ sind da völlig nutzlos – würden eher noch zu weiteren Flüchtlingen führen, wenn das der Westen das 100 % praktizieren würde.

Eine große Konferenz aller Beteiligten, wo keiner der wirklich Betroffenen sich am Boden fühlt und auf seinen Endsieg hofft….. Der europäische Glaubenskrieg im 17. Jahrhundert hat 30 Jahre gedauert. – Nach der Gipfelkonferenz Europas in der vergangenen Nacht spricht sich die Bundeskanzlerin für eine neue Friedensinitiative für Syrien aus. Inwieweit Druck auf arabische Nachbarländer wie auch Saudi-Arabien und die reichen Emirate möglich ist – entzieht sich meiner Kenntnis. Wer sind noch weitere mögliche Akteure: Der IWF und die Weltbank können wirtschaftlich locken – gibt es da Spielraum?

Neue Idee: Weltstiftung aus allen Hilfsorganisationen, quasi Dachorganisation….

Doch eine Idee habe ich noch, die auf meiner Weltrettungs-Trilogie aufbaut. Es gibt tausende von Hilfsorganisationen in jedem Land, großteils aus privater Initiative gegründet:

  • Für humanitäre Zwecke
  • Für Nothilfe und Katastrophen
  • Für medizinische Zwecke
  • Für Kinderhilfe
  • Für den Schutz von Frauen
  • Für Entwicklung
  • Und viele andere mehr

Bekannt sind z.B. das Rote Kreuz (roter Halbmond), die Ärzte ohne Grenzen, World Vision. Sie sind unabhängig und unpolitisch.

In meinem Buch habe ich einen Weg beschrieben, wie die weltweiten Hilfsorganisationen zusammenfinden (es gab schon mal konkrete Versuche in der realen Vergangenheit). Da ist mein Held vorgeprescht, hat seinen Reichtum in eine neue Stiftung eingebracht und damit zugleich ein Dachorganisation angeboten, die allen Hilfsorganisationen Zuschüsse auf ihren Spendeneingang angeboten hat. Das kann ich mir gut vorstellen. Es wäre eine föderale Struktur zu schaffen, wo jede Organisation weitgehend so spezialisiert bleibt, wie sie ist und den Zwecken der Stifter verpflichtet. Die Dachorganisation würde etwas PR übernehmen und gegenüber den Ländern mit Problemen mit einer Stimme sprechen. Auch Logistik bei Kriseneinsätzen. Aus einer Vertrauensposition heraus. Das wäre eine ganz neue Art von Intervention für Frieden und wirtschaftliche Aufbruchstimmung.

Wie könnte das in Gang kommen und die Startfinanzierung geschaffen werden? Hier würde ein Schlüssel sicher bei der BGMF von Bill Gates mit einem Kapital von 43 Milliarden $ liegen. Die 9 nächstgrößten privaten Stiftungen kommen zusammen auf einen ähnlichen Betrag.

Darüber hinaus kämen hier die giving-pledge-Unterzeichneten in Frage: Derzeit ca. 130 Milliardäre, die sich verpflichtet haben, vor ihrem Tode die Mehrheit ihres Vermögens gemeinnützig zu verschenken.  Nach den auf der Website beschriebenen Zielen wäre damit genau dieses „Netzwerk“ geeignet, hierfür die Kernzelle zu bilden. Eine Konzentration von mindestens 100 Milliarden aus dem Portefeuille der Superreichen könnte reichen, der Dachorganisation eine kräftige Stimme zu geben. Sodann käme z.B. noch in Frage: Die Harvard-Stiftung der gleichnamigen Universität mit 32 Milliarden $. Auch aus Deutschland könnten sich einige Milliarden-Stiftungen beteiligen.

Mit den Möglichkeiten dieser neuen Stiftung könnte man auch in den großen Flüchtlingslagern der Palästinenser im Nahen Osten und im übrigen Afrika für eine grundlegende Verbesserung der Bedingungen sorgen. In den Ländern mit den Flüchtlingscamps – und auch deren Herkunftsländer müsste mehr wirtschaftlicher Aufbau erfolgen. Sobald Frieden herrscht könnte man dort mit breiten Bildungsoffensiven und Existenzgründungen mit Mikro-Kredite starten, wie ich es in meinen Blogs von Juli und August für Griechenland vorgeschlagen habe.

Das ganze Vorgehensweise und die Fortsetzungen sind aus einem Gesamtkonzept der Weltrettung geschrieben, das den Leitfaden dieses Blogs bildet. Wenn alle 9 Welt-Problemfelder bearbeitet werden, werden zugleich die Flüchtlingsströme versiegen….Die anstehenden Herkulesaufgaben für den Planeten – mit großen wirtschaftlichen Aufschwung überall.

Weltrettung und Flüchtlinge Teil 2: Ziele und Fakten

Viele Fische - UnterschiedAuf meinen ersten Artikel zur aktuellen Flüchtlingsthematik habe ich viel und meist positives Feedback erhalten und intensive Gespräche geführt. Ich habe mich darin auf zwei zentrale Vorschläge wie Wohnungsbau und Lernen (Sprachen + anderes) konzentriert. In diesem Artikel will ich die Begründung liefern, warum wir das alles – über die direkte Hilfsbereitschaft und unser menschlich angeborenes Mitgefühl hinaus – machen sollten. Schließlich müssen wir bei den großen Herausforderungen – deren Umfang in der Zukunft derezeit niemand seriös beziffern kann – auch diejenigen mitnehmen, die große Ängste haben und oft in der natürlichen Übertreibung ihrer Position gleich den Untergang des Abendlandes und natürlich vor allem Deutschlands befürchten.

Vorab noch zur Klarstellung/Nachtrag zu Teil 1.

  • Welcome Refugees“ – auf dem Empfangsplakat. Bedeutet doch nicht, dass Deutschland ab jetzt nur noch die Flüchtlinge im Sinn hat und wir auf diese „warten“. Sondern das wir Refugees welcome - Hände mit bunten Fingern halten ein Pappschild mit der Aufschrift "Flüchtlinge willkommen"diesen Menschen auf der Flucht (Flüchtlinge) und oft vom Erlebten, auch unterwegs, traumatisierten, hier von Angesicht zu Angesicht bei der Ankunft in Deutschland ein Gefühl der Sicherheit und des Angenommenseins geben wollen. Mitgefühl, Wertschätzung. Schon gar nicht: Misstrauen und Angst.
  • Die Vereinfachung bürokratischer Strukturen ist in dem Konzept in Teil 1 nicht erfasst. Das läuft sowieso schon an. – Aber jetzt ist die Chance auf einen grundlegenden Richtungswechsel, nicht herumbasteln am System und mal eine Turnhalle oder Kaserne requirieren.
  • Europa kommt in Bewegung, was sicher auch ein Motiv von Frau Merkel war. Und vielleicht klappt nun ein europäisch vereinheitlichtes System (Teil 3).

Zum Sprachkurs: Ich habe in meinem früheren Verlag solche Sprachkurse produziert. Auch ein „Deutsch als Fremdsprache“. Allerdings mehr für Urlaub und Business. Ein Superlearning-Kurs basiert auf einer spannenden Geschichte mit Situationen, die der Lerner benötigt (hier also: ein Flüchtling, der nach Deutschland kommt und sich durchfragt und Schwierigkeiten zu bewältigen hat, beschreibt auch die Integration). Dazu Übungen, die die Regeln und Grammatik transportieren und festigen. Das Ganze eingebettet in Musik, Entspannung und Bewegung. Auch als Selbstlernkurs geeignet und im Fernsehen ausgestrahlt. Für die Entwicklung von Geschichte und Übungen sind nach der Auftragsvergabe 3 Monate für 2-3 Personen zu veranschlagen. Dann folgen passende Bilder, Sprachaufnahmen, Videoaufnahmen. Dafür sind ebenfalls 3 Monate zu rechnen. Sicherlich kann das bei entsprechendem Engagement auf 2×2 Monate verkürzt werden. Ich könnte das mit einem ausreichenden Budget organisieren, weil ich weiß, wie ich an die Leute kommen und welche Qualifikationen benötigt werden. Ich erinnere mich sogar noch an einen Workshop, den ich selbst im Goethe-Institut für DAF-Lehrer im Ausland abgehalten habe.

Die Ängste in der Bevölkerung

Natürlich darf nicht jeder, der Bedenken äußert, gleich in die sog. Rechte Ecke gestellt werden. Es ist normal, sich bei Veränderungen Sorgen zu machen. Und es ist auch normal, dass es sowohl Optimisten als auch Skeptiker gibt – mit allen Zwischenschattierungen. Wenn, dann sind da nur die Übertreibungen in die eine oder andere Richtung ein Problem. Manche Befürchtungen sind irreal, andere übertrieben. Auf jeden Falls sind Gespräche mit den Menschen in Deutschland erforderlich, Gespräche über Fakten. Es reicht nicht die Skeptiker pauschal zu verurteilen. Die meisten Ängste lassen sich in Gesprächen mildern oder beseitigen. Zumindest mit Vorträgen und Diskussion. Hierzu einige knappe Worte:

Arbeitsplatzverluste

Wenn Asylanten eine Arbeitserlaubnis erhalten, drängen sie auf den Arbeitsmarkt und könnten dabei entweder deutsche oder EU-Mitarbeiter verdrängen oder die Löhne senken. Die Arbeitslosenquote in Deutschland liegt mit 4,7 % bzw. absolut 2,7 Mio. Menschen nahe der Vollbeschäftigung (regional natürlich unterschiedlich), Tendenz fallend.

In diesem Punkt enthält mein in Teil 1 beschriebenes Programm den Vorschlag, Asylbewerber schneller als bisher eine Arbeitsplatzerlaubnis zu geben. Hinzu kommt der weiter unten beschriebene Demografiefaktor und ökonomische Zusammenhänge, die oft übersehen werden.

Soziale Einschnitte durch Umschichtungen

Geld des Staates für Asylbewerber könnte an anderer Stelle fehlen: Hartz IV, Gesundheitsausgaben, Kultur, Sport, Verkehrsinfrastruktur, Schulsanierung, Bildung allgemein. Die Liste ist lang. Die Staatsausgaben in D betragen insgesamt ca. 1.200 Milliarden. Davon bilden die kursierenden Zahlen von 6 Milliarden für Flüchtlinge oder gar 10 Milliarden doch nur ein Bruchteil.

Aber klar, bei Umschichtungen in den Staatshaushalten ist immer jemand betroffen. Plötzlich haben sich die Prioritäten verändert.

Steuererhöhung

Hier gilt das Gleiche wie zuvor. Und in der gleichen Relation. Wie schon in Teil 1 beschrieben, könnte ein Soli-Anteil für Transparenz sorgen, oder ein dafür eigenes gebildeter Fonds, der sich aus Spenden und einer Art Lastenausgleich speist. Dabei wird sich natürlich immer die Frage stellen, wer mehr bezahlt – und natürlich werden das die höheren Einkommen sein müssen.

Kriminalität

Die Statistik zeigt, für Flüchtlinge eine höhere Kriminalität als der Bundesdurchschnitt auf. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass schon illegale Grenzübertritte und Einreisen ohne Dokumente (die viele Flüchtlinge gar nicht besitzen) als Gesetzesbruch gewertet werden.

In den derzeitigen Heimen herrscht allgemein Lähmung und Aktivitätsmangel, Arbeitsverbot, langes Warten etc. Da entlädt sich Unmut in Konflikten und natürlich auch Straftaten. Eine Kenntnis des deutschen Rechtssystems liegt meist nicht vor. Manche Kulturen kennen mangels funktionierender Justiz mehr das Faustrecht. Keine leichte Aufgabe für unsere Polizei.

Überfremdung

Hier handelt es sich um das in unsere Gene evolutionsgeschichtlich eingebrannte Misstrauen gegenüber Menschen anderer Städte, Ethnien, Länder, Kontinente und Kulturen. Deshalb dürfen wir Menschen nicht verurteilen, die von Ängsten erfüllt werden und müssen diese würdigen.

Islam in Europa/ Religion

Die SZ (12.9.) erwähnte den Satz eines Zugreisenden im Bahnhof: „Helfen müssen wir, keine Frage. Nur: in 20 Jahren müssen unsere Frauen Schleier tragen.“ Eine irrationale Furcht bei derzeit schon offiziell über 8 Mio. Ausländern in Deutschland (ca. 10 %) wo die wenigsten mal eine Frau mit Schleier real gesehen haben. Das meiste verliert sich in der 2. Generation.

Krankheiten/Gesundheit

Auch das kommt bei den Ängsten vor, wenn man danach fragt.

Eine wichtige Angst ist die vor dem Arbeitsplatzverlust. Diese wird im nachstehenden Abschnitt beleuchtet. Danach folgen allgemeine ökonomische Überlegungen.

Zahlen zur demografischen Lücke in D – Arbeitsplätze

PICT2869In 2014 lagen die Todesfälle um 150.000 über den Geburten. Das war überraschend niedriger als die vorherigen Jahre. Dafür könnte man eher 200.000 und mehr ansetzen.

Deutsche wandern ebenfalls aus. Im Schnitt der letzten Jahre 150.000.

Sodann gibt es eine Differenz im Zuwachs zur Erwerbsbevölkerung und Abgang in die Rente. In den nächsten 15 Jahren verlieren wir 5 Mio. Menschen in der arbeitenden Bevölkerung an den Rentnerstatus. Das macht pro Jahr nochmals 300.000 Menschen Arbeitskräftebedarf aus.

Aus den drei Faktoren errechnet sich ein Bedarf von 650.000 Erwerbstätigen pro Jahr. Dafür benötigen wir ein Einwanderungsgesetz. Systeme dafür mit Qualifikationen und Punkten kann man von anderen Ländern übernehmen. Jetzt ist das Aktions-Fenster für Neuregelungen da.

Es dürfte also für Deutschland zu verkraften sein, wenn wir Asylsuchenden schneller das Arbeiten erlauben (die natürliche Bremse ist ohnehin die Sprache) und diese damit den Großteil des Arbeitskraftbedarfs decken, also keine Arbeitsplätze verdrängen. Das sind natürlich nur globale Aussagen. Von Beruf zu Beruf kann es anders sein. Aber wie lange der hohe Zustrom überhaupt anhält, weiß keiner. In Teil 3 beschreibe ich die Möglichkeiten, an der Quelle der Entstehung von Flüchtlingen anzusetzen.

Kostenrechnung/Ökonomische Gesetze

Es gibt Studien, wie Asylsuchende die Staatskasse belasten: Danach je nach Autor der Studie leicht höher oder niedrigerer Ertrag für den Staat als die bisher angefallenen Kosten.

Ein Großteil der Ausgaben bis Rückkehr oder Integration – bleibt im Lande. So z.B. auch für Vermieter von Wohnraum – sie kassieren Millionen. Das Geld wird jedoch zumeist in deutschen Wirtschaftskreislauf landen, es erhöht sozusagen das Sozialprodukt. Harald Martenstein beschreibt im ZEIT-Magazin vom 9.9.15 das Problem eines „Gutmenschen“, der zwischen dem bisherigen netten Friseur mit einem Preis von 15 € und dem neuen Selbständigen syrischen Friseur (ohne Mindestlohn) unter 10 € sich entscheiden soll.

In beiden und ähnlichen Fällen gilt: Wirtschaft ist kein Nullsummenspiel, wo der eine verliert und der andere diesen Betrag gewinnt. Das Sozialprodukt – was zu verteilen ist – erhöht sich. Insgesamt gibt es ja die Summe der Asylbewerber als neue Kunden – nicht nur für den syrischen Friseur. Da der Konsum frei ist, kann man die Zusammensetzung des neuen Sozialprodukts nicht vorhersagen – manche Anbieter verlieren – manche gewinnen (z.B. Imbisse an den Hauptbahnhöfen durch mehr Polizeipräsenz).

Die späteren Überweisungen der integrierten Asylbewerber ins Ausland fördern den Herkunftsstaat und stellen eine kleine Entwicklungshilfe dar. Was auch für die Überweisungen der bestehenden Gastarbeiter gilt. Und Rückkehrer in ihr Herkunftsland, z.B. Balkan, bringen gelerntes Know-how dorthin, ebenfalls Fortschritte. Dieses ist Teil meines Konzepts von Teil 3.

Zielsetzung und Nutzen bzw. Chancen

Ziele beinhalten immer Nutzen für die Akteure, auch von Chancen, und die Vermeidung von Risiken, den Abbau von Ängsten und Sorgen. Dies alles im Rahmen von unseren Werten. Hier mal nüchtern betrachtet:

Nutzen für die Flüchtlinge selbst

  • Überleben und neuen Lebensanfang finden, mit Wertschätzung behandelt werden
  • Gastfreundschaft (Menschen ohne Misstrauen und Feindschaft) finden – ein großer Teil unserer Gesellschaft ist bereit dafür.
  • Integration und Wohlfühlen in der neuen (europäischen) Kultur – nur wenige Menschen fühlen sich in einer Außenseiterrolle wohl.
  • Aus- und Weiterbildung für Integration oder Rückkehr gleichermaßen
  • Hilfe zur Selbsthilfe finden
  • Wirtschaftlich unabhängig sein – also das eigene Leben selbst finanzieren und erwirtschaften können. – Die meisten Menschen wollen sich nicht nutzlos fühlen „auf der Tasche liegend“. Sie wollen etwas beitragen und herausgefordert werden. Sich auch weiter entwickeln.

Nutzen für das aufnehmende Land, hier Deutschland, aber auch ganz Europa

Ja, den gibt es auch und den wollen wir für die Skeptiker benennen, auch wenn es vielleicht zynisch klingt:

  • Weltweiten Respekt und Wertschätzung für das Land und seine Gastfreundschaft bekommen
  • Wieder mehrere Mio. Menschen auf der Welt, die Deutsch sprechen – und bei teilweiser Rückkehr mit uns in Geschäftsverbindung treten können, sowie umgekehrt mit den anerkannten Asylbewerbern, die ausländische Sprachen mitbringen – von hier aus Wirtschaftsverbindung mit ihren Herkunftsländern herstellen. Das Goethe-Institut arbeitet normalerweise mit Förderung aus dem Staatshaushalt genau daran.
  • Deckung der demographischen Lücke in Deutschland (teilweise)
  • Durch das innovative Wohnprojekt zugleich Schaffung für Wohnraum für spätere Sozialpreise.
  • Kosteneinsparung gegenüber dem jetzigen System, wo die Leute untätig herumsitzen und ständig an Energie verlieren, sich gar nicht nützlich machen können.

Lachende Gruppe junge Leute People multikulturell halten Wort willkommen Freisteller

Mit diesen Zielen dürfte das Konzept in Deutschland sowohl den Fremdenhassern (sich selbst versorgen, niedrigere Kosten) als auch den hilfsbereiten (Wertschätzung, Ausbildung) zu vermitteln sein. Alles wichtige Vorteile aus verschiedenen Perspektiven. Diese Ziele werden erreicht, wenn – ganz unspektakulär – die Integration der Flüchtlinge gelingt.

Aber natürlich liegt die ganze Arbeit sprich Herausforderung noch vor uns. Neue Herangehensweisen sind gefragt. Auch mal zwischendurch bremsen, dann wieder beschleunigen. Ich bin wie Frau Merkel überzeugt, dass wir es schaffen. Welches Land könnte es sonst schaffen? Die neuen Signale, dass auch Europa sich in Bewegung setzt (Teil 3) sind ermutigend.

Das ganze Vorgehensweise und die Fortsetzungen sind aus einem Gesamtkonzept der Weltrettung geschrieben, das den Leitfaden dieses Blogs bildet. Wenn alle 9 Welt-Problemfelder bearbeitet werden, werden zugleich die Flüchtlingsströme versiegen….Die anstehenden Herkulesaufgaben für den Planeten.

Weltrettung: Griechenland-Drama 5. Akt – Bildungsoffensive und Europas Reaktion

Aufbruchstimmung und Neuanfang

Eine breite Bildungsoffensive in Griechenland und die positive Reaktion aus den europäischen Nachbarländern in den Medien und konkret Urlaubsbuchungen und sogar Direktinvestitionen – das wird alles angestrebt. Damit steigendes Volkseinkommen und steigendes Steueraufkommen für den Staatshaushalt. Hier wird die letzte Etappe im Prozess der sozialen und ökonomischen Innovation für Griechenland beschrieben.

Die genannten Zahlen für die Phasen 1 – 3 zeigen die Multiplikationsmöglichkeiten auf. Die Kosten sind dafür ausgewiesen. Der Umfang kann sogar noch höher sein und damit der Aufschwung schneller. Nach einem Anschub von Trainer-Aktivisten aus Deutschland wird die ganze Operation schon nach wenigen Wochen eine rein griechische! Das Medieninteresse in Europa und in Griechenland selbst ist ihr gewiss.

Start Bildungsoffensive

Schon nach einigen Wochen der Laufzeit der Phasen aus Teil 1-3 sind staatliche Anreize für private Fortbildung Richtung Beruf und Existenzgründer bekannt. Die Finanzierung kann sicher aus dem EU-Strukturfonds erreicht werden. Wenn das Konzept stimmt, kann man die Verantwortlichen dafür überzeugen. Wie oft in den Publikationen zu lesen ist, ist der Engpass eher die Antragsstellung in den Ländern, die EU-Mittel sind da.

Ein zentraler Punkt über die beschriebenen Phasen 1-3 hinaus stellen darin Anreize für Firmen dar, Lehrlinge für ein auszubauendes duales System der Berufsausbildung einzustellen – z.B. die Übernahme der Ausbildungsvergütung 75 % für mindestens 1 Jahr. Das Denken in den Unternehmen wird so geändert. In Deutschland ist das System etabliert und andere Länder beneiden uns darum, bringen es aber nicht so intensiv auf die Reihe. Klar, wir haben in Deutschland zig-Jahre Vorsprung in dieser Kultur.

Kostenkalkulation: 50.000 Lehrlinge in Firmen mit monatlich 200 € unterstützen. Macht 2 Mio. € im Monat, 24 Mio. im Jahr.

20141101_173654Zur Bildungsoffensive Griechenland gehört auch die Gründung einer Volkshochschule VHS an vielen Standorten in kommunaler Trägerschaft mit Zuschüssen von Staat und der erwähnten Stiftung. Schon in den Zukunftskonferenzen des 1. Teils werden solche Bildungsinstitutionen als Vorschlag hochgekommen sein. Auch das braucht materielle Anreize, die sicher für das griechische Volk gut investiert sind. Erst mal mit beruflicher Bildung beginnen von IT-Kursen und Kommunikation sowie Selbstmotivation/Selbstmanagement angefangen über Sprachkurse zu kaufmännischen Themen bis zu Zinsen und Krediten. Dozenten gibt es überall, die gerne für kleines Honorar sich regional bekannt machen wollen.

Darüber hinaus gehören zur Bildungsoffensive: Bildungsgutscheine für private und öffentliche Träger jeglicher Art für kurzzeitige und längere Kurse.

Kostenkalkulation: 200.000 Griechen mit jeweils 500 € fördern, macht zusammen 100 Millionen gut angelegtes Geld aus EU-Förderfonds z.B. ERASMUS mit derzeitigem Gesamtvolumen von 15 Milliarden. Davon 1 % p.a. für Griechenland bringt 150 Mio., die das Land mit einem vernünftigen Programm sicher mehrere Jahre lang abrufen könnte.

Parallel dazu laufen in großen Zeltcamps in Großgruppen Bildungsaktivitäten. Hierbei können Kooperationen privater und öffentlicher Trägerschaft sinnvoll sein. Auch klassische Aus- und Bildungswege (kaufmännisch, technisch, sozial, medizinisch) werden angeboten. Die regionalen Lerncamps in Zelten begleiten Aus- und Fortbildungen mit moderner Kombination von Präsenzschulung und Selbstlernen, unter Integration von vorhandenen Lerneinrichtungen und deren Personal und Räumen. Darüber hinaus gibt es angesichts der derzeitigen hohen Arbeitslosigkeit genügend Personal. Lernunterlagen existieren zuhauf, die nur ins Griechische übersetzt und bis zu einfachen Apps für mobiles Selbstlernen adaptiert werden müssen.

Zu Beginn dieses Kapitels ist eine zu schaffende Stiftung erwähnt worden, die Finanzmittel an Kommunen für den Aufbau der griechischen Volkshochschule zur Verfügung stellt. Darüber hinaus könnte es sinnvoll erscheinen, dass diese neue Organisation auch die Prüfungen im neuen Dualen System abnimmt, wenn die rudimentäre IHK in Griechenland das nicht leisten kann.

Rückkehrer nach Griechenland

Kürzlich las ich eine Studie, wonach Griechenland in den letzten 8 Jahren ca. 400.000 Fachkräfte an das übrige Europa verloren hat, die einfach mangels Arbeitsplätzen ausgewandert sind.

Diese haben nun andere Sprachen gelernt und in den jeweiligen Ländern berufliche Kontakte geknüpft. Wenn für Griechenland nun eine Aufbruchstimmung geschaffen wird, lassen sich davon ein Teil als Rückkehrer gewinnen. Sie bringen zugleich berufliche/geschäftliche Kontakte in andere Länder mit und können Export und Import befruchten. Gehen wir mal von 25 % = 100.000 Personen aus. Die ebenfalls kräftig am Sozialprodukt mitwirken.

Reaktion in Europa – Urlauber und Direktinvestitionen

Im ersten Teil der Artikelserie wurde eine Konferenz mit reichen Griechen, die natürlich auch teils im Ausland leben, vorgeschlagen. Diese wären persönlich einzuladen. Mit diesen würde quasi eine erste Zukunftskonferenz gemacht, denn nicht durch Vorträge und Appelle können Initiativen mit Überzeugung und Motivation entstehen – sondern durch das Bewusstmachung der Schätze des Landes, der Stärken und der resultierenden Zukunftsaussichten im intensiven Gespräch in Kleingruppen. Natürlich auch das Konzept mit der Aktivierung der breiten Bevölkerung.

Rückblick auf die vorherigen Phasen bzw. Artikel

Teil 1 mit Übersicht notwendiger Schritte in Ergänzung zum finanziellen Hilfsprogramm der EU. Hierzu gehören noch Umschichtungen im Staatshaushalt sowie eine gut organisierte Konferenz mit reichen griechischen Investoren aus dem In- und Ausland – die ebenfalls mit dem Konzept in Aufbruchstimmung versetzt werden.

Teil 2 mit den 12.500 Zukunftskonferenzen (weltweit bewährtes Verfahren) und 1.000.000 Teilnehmern über 3 Tage. Die absolute Aufbruchaktion mit großer Beteiligung der Bevölkerung.

Teil 3 mit breiter Entwicklung von Eigeninitiativen von 500.000 Teilnehmern, die eine Woche (engpassorientierte Strategielehre von W. Mewes)  mitmachen. Diese bringen ihre Geschäftsidee im Teil 4 zur Reife.

Teil 4 mit einer multiplizierten Existenzgründeroffensive von 200.000 Griechen in der Gastronomie und anderswo (ein Land mit vielen Problemen bietet auch viele Chancen). Die ersten Gründer werden praktisch einen Monat nach Beginn des Programms starten können. Mikrokredite.

Die genannten Zahlen zeigen die Multiplikationsmöglichkeiten auf. Die Kosten sind dafür ausgewiesen. Der Umfang kann sogar noch höher sein und damit der Aufschwung schneller. Nach einem Anschub von Trainer-Aktivisten aus Deutschland wird die ganze Operation schon nach wenigen Wochen eine rein griechische!

Vorschau

Der nächste Blog-Artikel behandelt ab 10. September die Bewältigung der Flüchtlingsthematik – wieder mit konkreten und unkonventionellen Lösungsvorschlägen.

Griechenland T5

 

Weltrettung: Griechenlandtragödie 4. Akt – Existenzgründer-Offensive

 Überblick Offensive 200.000 Existenzgründer

Auch diese nächste Etappe im Prozess der sozialen und ökonomischen Innovation für Griechenland verstärkt die Aufbruchstimmung – durch eine konkrete Existenzgründer-Offensive. Griechenland steckt in Problemen – und in Problemen stecken Chancen für Menschen mit Mut und Initiative. Diese gilt es auf breiter Basis zu nähren und für eine Anschubfinanzierung durch eine Art Mikro-Kredite zu sorgen. Die wenigsten werden eine Fabrik bauen wollen, die viel Kapital erfordert. Eine Woche arbeiten mit Gründern bis zur Finanzierung – und das auf bewährte Weise mit Großgruppentechniken für mehr als 200.000 Menschen in einem einzigen Jahr! Diese Start-Ups werden dann beschäftigen

  • Familienmitglieder (insb. für Gastronomie)
  • Viele junge Menschen (bei der hohen Jugendarbeitslosigkeit)

Und wenn dann 500.000 Menschen in einem Jahr beschäftigt sind bei 11 Mio. Einwohnern ist das sichtbar und bewirkt landesweite Aufbruchstimmung. Es kann die Aktion jedoch “schnell” noch größeren Umfang annehmen.

Wir stellen uns vor, dass von den 500.000 Menschen, die die Phase 2 mit einem ersten Konzept durchlaufen haben (ein Teil davon leitete vorher schon ein Unternehmen und kann dieses mit dem Gelernten dynamisieren), die knappe Hälfte sich an ein konkretes Projekt wagen. 50 Standorte mit jeweils im Schnitt 3 Moderatoren und Trainer sind erforderlich. Bei im Schnitt 60 Teilnehmern pro Standort und Woche erfordert dies für eine Jahreskapazität von 200.000 Gründern 2.500 solche Workshops, verteilt auf 50 Wochen.

Ablauf für 5 Tage

Hier der Link zum generellen Ablauf von Großgruppen. So sieht das in diesem Fall voraussichtlich aus:

Die meisten Teilnehmer habe nach der Phase 2 in 1-4 Wochen schon den Markt für eine Existenzgründung mehr eruiert und ihr Konzept verfeinert.
Die jeweils 3 Moderatoren werden mehrere Tage von 5-10 Fachreferenten (ehrenamtlich) am Standort unterstützt. Diese bieten Kurzworkshops in Kleingruppen an wie z.B. Fehler vermeiden, Bankgespräch, Kunden finden, Selbstmotivation, Aufbau Businessplan mit Zahlen und Erläuterung, Website, Social media, Steuern. Sie sind auch in der Lage, Themenwünsche aus den Reihen der Teilnehmer aufzugreifen und kurzfristig im Rahmen eine Spontanworkshops zu vermitteln. Darüber hinaus können auch Teilnehmer ihr Know-how anbieten, z.B. naheliegend bei einem IT-Experten für Nutzung PC, oder wieder einem anderen über Social Media.
Die Teilnehmer wählen in jeweils 3 Runden an den beiden ersten Tagen aus jeweils 4 Themen aus und teilen sich dann für die gewählten 4 Themen in den vier Ecken des Raumes auf, wo der Fachreferent auf Tuchfühlung vor ihnen steht. Nach dem Workshop treffen sich die Teilnehmer in ihrer festen Kleingruppe von maximal 12 Personen und tauschen sich über das Gelernte aus. Das ist ein wesentlicher Lernfaktor.
Dann ist wieder Abstimmung über die Themen der nächsten Runde, wobei durchaus ein Thema an diesem Tag mehrmals gewählt werden kann.
Der 3. Tag ist für Einzelarbeit am Gründungskonzept, Selbstmotivation und auch Teamentwicklung in einer kleineren Dauergruppe gedacht. Die bisherige Gruppe soll sich halbieren und weiterhin gegenseitig unterstützen, befruchten und die Umsetzung verstärken und sichern. Jeder Teilnehmer präsentiert sein Projekt innerhalb der Kleingruppe.
Am 4. und 5. Tag sind Vertreter von Mikrokreditinstituten anwesend, halten kleine Workshops und Einzelgespräche ab. Sie vergeben Kredite von bis zu 15.000 €, im Schnitt vielleicht 10.000 €. Mal 100.000 Gründer macht das ein Finanzbedarf von nur 1 Mrd. €. Evtl. können die Teilnehmer auch je 1.000 € als Startkapital geschenkt bekommen. Siehe die Ersparnis des Staates vom Start  an (Reduzierung Militärausgaben).
20150703_161118Dieser Anschubkredit wird nach den Prinzipien von Mohammed Yunus vergeben – Nobelpreisträger und Erfinder der Mikrokredite mit Verhaltensauflagen, Gruppenkontrolle und Gruppenmithaftung. Bei Yunus haftet eine Kleingruppe für jeden Einzelnen Kreditnehmer voll. Eigentlich würde eine Haftungsbegrenzung auf vielleicht nur 10 % reichen, da der Sinn eher in der Ernsthaftigkeit der Gründungsidee liegt.
Im Ergebnis geht es um die konkrete Gründungsoffensive und das Signal für die Stimmung in der Öffentlichkeit – auch in ganz Europa. Das Letztere ist Inhalt der Phase 4. Sicher wird es bei vielen solcher Existenzgründungen um Tourismus gehen. Zu Beginn habe ich als Ziel formuliert den Beitrag zum Sozialprodukt um 10 Milliarden zu erhöhen. Dafür wird nun damit der Grundstein gelegt.

Die obige Zahl von angenommen 200.000 Existenzgründern ist natürlich zunächst nur eine Hausnummer. Es könnte auch das Mehrfache sein. Alles hängt davon, wie das Projekt in der Bevölkerung angenommen wird und dies wiederum davon, wie es bekannt gemacht wird. Ein Skalieren des Projektes ich leicht möglich, da die Größe an einem Standort kaum durch den Ablauf und die Räumlichkeiten beschränkt ist.

Kosten und Finanzierung

200.000 Teilnehmer in Großgruppen zu 60 Personen, Kleingruppen zu 12 bzw. 6. Ein ganzes Jahr lang jede Woche. Erfordert 2.500/50 Standorte = 50.

Moderatoren jeweils 3, Bedarf zusammen 150. Diese werden auch in den ersten Wochen vom Kernteam aus dem Ausland ausgebildet.

Trainerkosten  150 Trainer für 12 Monate                                          4 Mio

Sachkosten, Locations, Unterkunft Trainer                                        4 Mio

Verpflegung für 0,2 Mio, Teilnehmer 6 Tage                                     16 Mio.

Sonstige                                                                                                        1 Mio.

Macht zusammen                                                                                     25 Mio.

Die ehrenamtlichen Fachkräfte von Banken, Marketingleuten, Rechtsanwälten aus der Region bekommen nur eine Aufwandspauschale oder evlt. Ganz ehrenamtlich. Sie kommen auch immer nur einen Tag.

Raumgröße: in kleineren Räumen von jeweils ab 200 qm. Daran angrenzende ggf. kleinere Räumlichkeiten für die individuellen Bank bzw. Finanzgespräche.

Rückblick auf die vorherigen Phasen

Teil 1 mit Übersicht notwendiger Schritte in Ergänzung zum finanziellen Hilfsprogramm der EU – bereits erschienen. Durch den Rücktritt von Tsipras und den ausgeschriebenen Neuwahlen wird sicher kaum ein Start des Projekts vorher möglich sein.

Teil 2 mit den 100.000 Zukunftskonferenzen und 800.000 Teilnehmern über 3 Tage – bereits erschienen. Die absolute Aufbruchaktion.

Teil 3 mit breiter Entwicklung von Eigeninitiativen von 200.000 Teilnehmern, die eine Woche mitmachen. Die Teilnehmer von Teil 2 bringen nun ihre Geschäftsidee im Teil 3 zur Reife. Die ersten Gründer werden praktisch einen Monat nach Beginn des Programms starten können. In dieser Rechnung sind es 200.000.

Vorschau auf den letzten Teil 5: Bildungs- und Investitionsoffensive.

Malerischer Sonnenuntergang über griechischen Inseln

Malerischer Sonnenuntergang über griechischen Inseln

(pelepones, die insel links im bild agkristi)