Die Weltretter sind schon unter uns…

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Das neue bahnbrechende Sachbuch ist direkt beim Autor mit Widmung bestellbar. 250 S , 19.80 €, keine Versandkosten. Geben Sie dafür auf der Seite SACHBUCH (Menupunkt oben) unten im Mailkasten (ganz runterscrollen) Ihre Rechnungs- und Lieferadresse ein. Im Buch wird auch die Vorgehensweise beschrieben und erklärt, der ich nun für die Aktion Äthiopien folge.

For English speaking readers here – go to www.world-project.vision. You there find the condensed content.

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Das Sachbuch „Projekt Welt verbessern“ hat sich aus einem Roman über die Weltrettung entwickelt. Darin setzt ein Unternehmer mit positiven Werten den Heilungs- und Rettungsprozess für den Planeten in Gang. Gruppendiskussionen bei Facebook und Xing.  Das Sachbuch stellt quasi das Handbuch zur Verbesserung der Welt dar – eine mission possible. Hinzu kommt, dass den Autor der (innere) Ruf nach Afrika erreicht hat und es werden Aktivitäten dafür entwickelt.

Durchhalten und 2.Welle brechen – Corona 7

Sie lesen hier die aktuellen Fakten durch nachlassende Disziplin und Maskenmüdigkeit, aufkommende Hoffnung,  Corona-Leugner in deutscher und weltweiter Perspektive –  und was wir persönlich tun können. – Nun ist sie doch auch bei uns angekommen: die 2. Welle. Wohl weil nach den niedrigen Zahlen im Sommer und Urlaubszeit und Nachlässigkeit wieder das exponentielle Wachstum der zwischen Juni und September kaum noch sichtbaren und merkbaren Infektion ausgelöst haben.

Die aktuelle Lage

Erneut können wir ab Anfang Oktober ein exponentielles Wachstum bei Neuinfektionen, in der Krankenhausauslastung mit Intensivbetten sowie auch bei den Todesfällen beobachten.

Intensivpatienten COVID in Deutschland bis 10.11.20

Hier ist die deutliche Kurve der laborbestätigten CoVid-19-Intensivpatienten. Am 18. April kurz vor dem Höhepunkt vor den 3.000 war nach 3 Wochen Lockdown die 1. Welle gebrochen und die Auslastung der Krankenhäuser ging zurück. Die Angst vor der Überlastung des Gesundheitssystems und zugleich Notwendigkeit „flatten the curve“ hatten damals zu Schließungen von Kitas, Schulen und Einzelhandel sowie Gastronomie, Friseuren, Kosmetik- und Fitness-Studios bis zu Freizeiteinrichtungen aller Art geführt. Sämtliche Messen wurden deutschlandweit abgesagt. Es gab damals keine Vorräte von Schutzmasken und Schutzkleidung. Im Sommer war dann kaum etwas von COVID in Intensivstationen zu spüren. Ab 1. Oktober mit schon 362 Intensivpatienten hat sich innrhalb von 4 Wochen deren Zahl auf 1.569 erhöht. Das ist eine Vervierfachung. Und danach bis 10.11. auf 3.059, das ist alleine eine Verdoppelung in nur 2 Wochen und schon höher als im April! Noch einmal – und dann wird es kritisch.

Und so sieht es nachstehend mit dem extremen Ergebnis bei den Todesfällen von COVID aus. Bei meinen früheren Corona-Artikeln musste ich selbst die Tagesstatistiken erstellen. Jetzt veröffentlicht auch das RKI eine Grafik mit der täglichen Anzahl. Die ersten Apriltage waren es noch täglich zwischen 250 und 300, im Sommer fiel diese Zahl auf nur ca. 5. Dann stieg die Kurve wieder steil an auf fast 150 (am 11.11. sogar 261 an einem Tag, wie im April). Zu hoffen ist, dass durch die neuen Maßnahmen ein Stillstand und dann die Absenkung erreicht werden kann. Kumulierte Zahlen von Todesfällen sind da nicht so aussagekräftig.

Tägliche COVID-Tote in Deutschland bis 11.10.20

2. Welle brechen, aber wie?

Der Sinn ist im Prinzip richtig: Jeder soll seine sozialen Kontakte auf 1/4 reduzieren. Im Unterschied zum Lockdown im März

  • Sollen die Einschränkungen nur für November gelten
  • Einzelhandel und Friseure bleiben offen
  • Schulen und Kitas bleiben auf
  • Hotels nur für geschäftliche Gäste und Dringendes

Wenn man in die Nachbarländer schaut, kämpfen diese derzeit schon oft mit voller Auslastung des Gesundheitssystems. Der Sommer – mit geringerer Ansteckungsgefahr im Freien war nur eine kurze Verschnaufpause. Die Maßnahmen sind durchgehend härter als bei uns. Für Vergleiche sollte man immer auf die Relation zur Bevölkerungszahl und pro Tag schauen. Kumulierte Zahlen sind da auch nicht hilfreich. Hier die aktuelle Statistik vom RKI, wo Deutschland bei den Ländern über 5 Mio. Einwohnern ziemlich hinten liegt im Durchschnitt der vergangenen 7 Tage. Deutschland bei 2, mit Spanien bei 9, Schweiz bei 8, Frankreich über 7, Italien 6, Großbritannien 5, USA bei 3 (also nicht mehr so schlimm wie es die kumulierten Zahlen zeigen). Der Schwerpunkt der Pandemie liegt damit derzeit in Europa und immer aktuell bezogen auf die jeweilige Bevölkerungszahl. Hier geht es zur Quelle dieser Daten mit noch vielen weiteren interessanten Informationen weltweit. Wie man auch sieht, hat Österreich aktuell täglich doppelte Tote im Vergleich zu Deutschland.

Aktuelle Todeszahlen in den größten Ländern pro Tag und 1 Mio. Bevölkerung – der richtige Vergleich

Corona-Leugner

Aber genauso wie ein abgewählter Präsident dies nicht wahrhaben will, leugnen Corona-Skeptiker die Toten durch Corona (Grippe, Vorerkrankung) oder sehen nur auf die Zahlen vor einigen Monaten in Deutschland (negieren unsere Nachbarländer) und leere Krankenhäuser in der Provinz. Oder oder sie missachten die großen Ansteckungsgefahren, bevor man selbst Symptome hat und das schnell resultierende exponentielle Wachstum. Bei 90 % der Videos oder Artikel, die sie mir senden, sehe ich als geübter Zahlenmensch sofort, was in deren „Beweisführung“ fehlt. 2 + 2 ist eben nicht 3, da benötige ich noch nicht mal weitere Quellen und Fakten. Aber als Psychologe weiß ich auch: der Mensch verlässt ungerne seine Komfortzone und verdrängt Probleme. Dazu haben viele noch ein tiefes Misstrauen gegen den Staat und glauben nicht veröffentlichte Zahlen.
Im Gefolge dessen seien natürlich alle ergriffenen Maßnahmen unverhältnismäßig, nicht genug legal beschlossen etc. Und natürlich kann man über jede Maßnahme selbst diskutieren – wenn man auch von den faktischen Gefahren ausgehen muss.

Dabei – und das möchte ich hier ganz deutlich zum Ausduck bringen: wenn die Infiziertenzahlen wieder so schnell steigen, wird die mangelnde Disziplin zum Abstand und Maskentragen auch durch die Corona-Leugner gefördert. Sie tragen damit Verantwortung an den steigenden Todesfällen! Wir haben ganz andere Probleme als AHA! Dafür könnte und sollte man demonstrieren, z.B. Klimaschutz und soziale Probleme, marode Schulen, Chancengleichheit etc. Die Liste kann beliebig lange verlängert werden!

Und wie geht es nun mit der ‚Wirtschaft weiter?

Sie ist unsere Existenzgrundlage. Sie muss alle Lasten tragen und später auch wieder „erwirtschaften“, d.h. Steuern für die derzeit aufgenommenen Schulden. Der Aufschwung vom 3. Quartal wird nun abrupt gebremst. Es besteht große Unsicherheit ob es bei 1 Monat bleibt und eine annähernd normals Weihnachts“geschäft“ möglich ist. Das schürt Ängste, der Verkauf von Toilettenpapier zieht wieder an. Die Bildzeitung wird bald wieder ihre emotionalen Szenarien und Großbuchstaben bringen.

Dabei brauchen wir dringen die Belebung der Wirtschaft wie im letzten Artikel beschrieben.

Was gibt es für Alternativmaßnahmen, die Welle zu brechen?

Meine eigene Kreativität gibt mir folgende Ideen ein:

Die Schnelltests könnten eine aktive Rolle finden. Sie sind noch nicht so bekannt, kosten nur 10-15 € und dauern nur 15 Minuten. Ihre Zuverlässigkeit ist geringer als beim PCR-Test. Dazu entsteht mehr Unsicherheit, wenn der Abstrich nicht mit medizinischer Erfahrung genommen würde, also zu oberflächlich und dadurch negatives Testergebnis statt positiver Meldung „Ansteckungsgefahr“. Aber schauen wir mal die möglichen Folgen an:

Für PCR-Test wird angegeben, dass Infektionen mit Ansteckunggefahr zur !00 % erkannt werden. Also richtig-positiv = 100 %. Bei Reihentest in der gesamten Bevölkerung würde man damit wahrscheinlich die ca. 0, 3 % alle diese aktuell wenigen erkennen: das sind bei 1.000 Personen nur 3. OK. Aber leider kann man keinen Test so trennscharf machen, dass man die echt Gesunden zu 100 % so diagnostiziert (wobei es sogar noch übergangsfälle gibt, Grauzone). Testet man jedoch fast immer nur Menschen in Infektionsketten, so ist a priori die Wahrscheinlichkeit, 1 % = 10 von 1000 als positiv zu bekommen.

Beim PCR-Test wird ein Zuverlässigkeit 99,8 % angegeben, was hervorragend klingt. Das sind also bei den 1.000 Personen 0,2 % also genau 2 Personen. Sie sind dann falsch-positiv innerhalb von 12 Positiven Ergebnissen. Fast 20 % quasi eine falsche Diagnose. Und man weiß im Moment des Test nicht, welche 2 von den 12 es sind. Das wird sich für diese beiden im Zahlenbeispiel aber innerhalb weniger Tage klären, weil 10 (eventuell nur leichte) Symptome bekommen, die beiden Falsch-Positiven aber nichts. Damit muss man leben. Es ist eine solche Diagnose ja in der Regel nicht so schlimm wie eine Krebsdiagnose und klärt sich schnell.

Etwas anders ist das Verhältnis bei den Schnelltests. Nehmen wir mal nur 100 Leute, die in eine wichtige Präsenzveranstaltung wollen, oder in eine Disko, ins Kino, beim Kosmetiker oder in ein Restaurant. Mit dem Schnelltest wird der eine oder gar keiner der Besucher richtig-Positiv bezeichnet. (weniger als 1 %). Dafür ist aber bei nur 95 % Zuverlässigkeit eben doch für 5 Personen die Diagnose positiv, also falsch-positiv. Denen wird der Zutritt nun fälschlich verwehrt. OK. Diese müssen nach Hause in Selbstisolation und können es einige Tage später wieder mit einem Test versuchen. Sonst passiert ja nichts. Es sind ja nur wenige Fälle (5 % von 1 %, die fälschlich als positiv herauskommen, obwohl sie negativ und damit ansteckend sind.

Eigentlich könnte das ein Mittel sein, flexibler zu werden für bestimmte Sozialkontakte.

Die WarnApp könnte besser genutzt werden. Sie müsste noch automatisiert bis zur Anmeldung für Test ausgebaut werden, also mit einem Kalender und Uhrzeiten für das nächste Labor oder Teststation. Derzeit wurde die App nur von 21 Mio. statt der möglichen 40 Mio. heruntergeladen. Was spricht dagegen, dass Restaurants und Kinos nur Gäste mit Warnapp akzeptieren? So würde sich die Warnapp schneller verbreiten als der Virus! Mehr Werbung für die WarnApp gehört noch dazu. Auch der Einzelhandel könnte das bei den Kunden fordern – und schwupps steigt das auf 30 Mio in wenigen Wochen. Hier wie dort ist der Gesetzgeber gefordert.

Die Politik benötigt kreative Vorschläge. Das bedeutet in meiner Sicht: nicht einfach nur mehr Branchen beschränken, sondern dort offenhalten, wo die Gesundheit gefördert wird, z.B. Fitness-Studios mit Disziplin und Abstand (in einem solchen trainiere ich hier in Brannenburg). Und da wo die Menschen sich in Fülle zu nahekommen z.B. Einkaufszentren die Anzahl mehr zu beschränken. Das könnte z.B. auch durch die Kontrolle der Handys auf WarnApp erfolgen und würde Corona-Leugner zurückdrängen, die ohnehin wohl kein gutes Beispiel für Corona-AHA-L darstellen. Mir graut vor dem Gedanken eines verschärften fortgesetzten Lockdowns im Dezember. Liebe Politiker, findet neue Weg mit Werbung, Appellen, Psychologie für Durchhalten bis der Impfstoff kommt!

Durchhalten mit Hoffnung

Bald wird es den Impfstoff geben. Im März war überhaupt nicht klar, wie schnell das gehen kann. Weltweite Forschung an mehr als 10  Stellen „rund um die Uhr“ hat dies ermöglicht! Am 9.11. kamen die ersten konkreten Meldungen über die Anmeldung eines deutschen Impfstoffs zur Zulassung. Mit Informationen zur Wirksamkeit. Mit geplanten Produktionszahlen, Start schon im Dezember. Die Entwicklung hat dann nur 11 Monate inkl. der 3 Teststufen gedauert. Geht es uns mit diesen Informationen nicht besser als vor einem halben Jahr? Zwei Ethikkommissionen haben schon Vorschläge für die Verteilung knapper Mengen im ersten Jahr gemacht.

Was kann ich persönlich tun?

Ds ist ganz einfach: Meine Kontakte der nächsten Zeit auf das Notwendigste beschränken. Bald wird das wieder einfacher und wie früher werden.

Wenn ich unterwegs bin: AHA-L betreiben. So schwierig ist das doch für die breite Bevölkerung nicht. Nur für die Menschen, die die Maske viele Stunden am Tag tragen müssen. Aber die erhalten den Impfstoff auch gleich zu Anfang.

Und in der Disziplin als Vorbild und Motivator für andere Menschen zeigen. Nicht von den Corona-Leugnern „anstecken“ lassen.

Ich persönlich stelle sogar auf FFP2-Maske um. Nachdem mich mein Sohn wegen des „bequemen“ Face-shields gerügt hat. Habe ich nicht auch die Aufgabe, für andere Vorbild zu sein? Und ich rede auch davon.

Psychologie der Belebung – nach dem Lockdown

Die aktuelle Hauptfrage: Wie kann der Aufschwung nach dem Lockdown und seinen Verwerfungen gelingen? Welche Psychologie benötigt man dafür. Das Geld ist bereitgestellt, aber die Pferde trinken kaum. Die Bevölkerung gibt ihr Geld angesichts der Unsicherheit nur vorsichtig aus – obwohl der Staat mit dem Corona-Paket ziemlich in die Kaufkraft-Lücke für das Sozialprodukt gesprungen ist. Das sind die Themen dieses Blogs:

Ganz oft muss ich erklären

Gesundheit vor oder nach Datenschutz

Psychologie zur Belebung – Aufbau Optimismus

Großgruppenaktion zur Bevölkerung – Vertrauen und Konsum

Unternehmens-Workshops für kriselnde Branchen

Exkurs:  Gute Tests – Statistik-Know-how

Ganz oft muss ich erklären

Corona und kein Ende – wie gut, dass ich kein TV sehe und damit auch keine Talk-Shows. Gesprächspartner erzählen mir davon. In Maßen lese ich Zeitung und schaue im Internet nach neuen Nachrichten, auch in Facebook und Twitter. Dabei treffe ich natürlich auch auf die Meinungen der „Corona-Leugner“ wie es wohl heißt. Manche Fragen und Sorgen kann ich akzeptieren, andere nicht. Dabei ist die aktuelle Hauptfrage wie zuvor beschrieben. Und ich muss dagegen oft zunächst erklären:

  • Wir haben in Deutschland ca. 200.000 bestätigte Infektionen (plus Dunkelziffer, weil nicht genug getestet wurde).
  • Dabei sind ca. 9.000 Tote zu verzeichnen (was oft angezweifelt wird, aber m.E. immerhin belastbarer ist als die Zahl zu 1), die auch das 3-5-fache betrage könnte.
  • Es gab immer Grippewellen (Influenza), die höchste vor einigen Jahren mit ca. 25.000 Toten (nur Schätzung des RKI, bestätigte Fälle nur 1.300). Es wurden bei diesen Grippewellen aufgrund Immunität der Bevölkerung und Impfungen maximal 20 % = 16 Mio. Menschen mehr oder weniger krank.
  • Die bisherigen Corona-Infektionen betreffen auch bei maximaler Dunkelziffer höchstens  wahrscheinlich nur 1 Million.
  • Wenn das Virus ungebremst sich verbreiten würde, wären heute mindestens in den 5 Monaten 40 Mio. (Hälfte der Bevölkerung) betroffen gewesen, das 40-fache des (maximalen) derzeitigen Status (auch wenn an einigen Hotspots die Quote höher sein wird).. Also wohl mindestens 40 x 9.000 = 360.000 Toten – oder gar mehr, dann wahrscheinlich sogar durch Überlastung der Krankenhäuser mit einer höheren Sterberate als derzeit, wo die Krankenhäuser wohl nur noch in der Größenordnung 10 % auf den Intensivstationen mit COVID zu tun haben – in manchen Regionen auch gar nicht.

Dies wurde mit Lockdown und Social Distancing erreicht – und unserem ausgezeichneten Gesundheitssystem (trotz aller Pannen und mangelnden Ausrüstung zu Beginn der Krise). Bis auf den geringen Prozentsatz der Corona-Leugner und „Widerständler“ bzw. Querdenker wurde das durch die Disziplin der Bevölkerung und ihr Vertrauen in die staatlichen Organe erreicht. Danke dafür liebe Mitbürger!

  • Deutschland nimmt (mit Österreich) damit einen Spitzenplatz ein, worüber wir uns freuen sollten, statt über die Beschränkungen zu Jammern. Nach meinen Zahlen waren wir in den letzten Wochen langsam mit der Lockerung durch die Politik. Aber die Politik ist halt vorsichtig. Noch ist ja niemand immun in der bisher nicht infizierten Bevölkerung von 83-2 Mio. – ohne Impfstoff kann das Virus jederzeit überall wieder aufflackern. Und auch bei den 240.000 offiziell Infizierten plus der Dunkelziffer von 800.000 ist unklar, ob diese lange immun bleiben werden und auch wenn sie selbst kaum Symptome haben, aber doch andere unmerklich anstecken können.
  • Die aktuellen Rückkehrer aus dem Urlaub haben dort oft Masken und Distancing vergessen – und schon steigt die Anzahl der Infektionen wieder in Deutschland und auch anderen europäischen Ländern – und damit die Befürchtung der sog. 2. Welle.
  • Jetzt steht die Belebung der Wirtschaft an und die Bewältigung der Folgekosten. Dafür benötigen wir neben Milliarden Konjunkturprogrammen vor allem – Psychologie. Und unter Nutzung der Corona-Warn-App eine schnelle Verfolgung von Infektionsketten.

Gesundheit vor oder nach Datenschutz

Die ZEIT betitelte so das Problem vor einigen Wochen. Wir können uns wirtschaftlich eigentlich keinen 2. Lockdown bei nach der Urlaubszeit wieder ansteigenden Infektionen leisten. Die freiwillige Warn-App ist so datengeschützt verwässert, dass sie bei nur ca. 18 Mio. Nutzern kaum ihre Funktion erfüllen kann.

Dann könnte eigentlich nur helfen, es wie in Südkorea zu machen: Bei jeder festgestellten Infektion Anfrage der nah gekommenen Kontakte bei der Telekom und nach 1 Stunde bekommt das relevante Gesundheitsamt diese Liste für die letzten 14 Tage. Dann beginnt die Detektivarbeit der Nachverfolgung der Infektionsketten. Leider haben da unsere Gesundheitsämter weniger Befugnisse als in Südkorea. Dort steht halt der Wert Gesundheit höher als der Datenschutz.

Ich würde also bei den Werten sagen:

  1. Gesundheit
  2. Materielle Situation der Bürger, also Sozialprodukt. Und auch in der Wirtschaft steigt der Wert „Nachhaltigkeit“.
  3. Datenschutz

Doch ich habe mich belehren lassen: In Deutschland steht nun mal der Datenschutz über der Gesundheit – anders wie in Südkorea mit langjähriger Diktatur. Außerdem sind unsere Gesundheitsämter partout weder material (Computer) noch mental (Detektive und Exekutive) auf die Nachverfolgung ausgerichtet.

Also haben wir nur Maskenpflicht und Social Distancing, solange es weder Heilmittel noch Impfung gibt. Unser Gesundheitswesen hat zwar Fortschritte in der Behandlung gemacht und die Mortalität gesenkt. Aber noch nicht auf nahe Null.

Psychologie zur Belebung – Aufbau Optimismus

Der Verbraucher (und auch Unternehmer) ist vorsichtig in seinen Ausgaben. Und hat in den Monaten der geschlossenen Geschäfte auch sein Konsumverhalten reflektiert. Jetzt bleiben für manche Branchen die Umsätze bei gestiegenen Kosten unterhalb der Rentabilität.

Mehr Reflexion des Konsumverhaltens ist ja gar nicht schlecht, sogar ganz gut – aber so rapide und anhaltend macht es den Neustart der Wirtschaft schwierig. Im langsamen Trend ist es von der Wirtschaft eher zu bewältigen. Und das wird auch kommen. Ein Interview der SZ  (1.8.20) mit Kaat Debo bezüglich der möglichen Vision der Mode- und Textilbranche zeigt auf „Wir sollten unser Konzept von Wachstum überdenken, nicht nur in der Mode“. Der Wert „Nachhaltigkeit“ wächst im praktischen Alltag der Wirtschaft. Auch dort, wo die Kleiderschränke voll sind.

Auch wird bei der  Würdigung der gebeutelten Branchen z.B. Touristik, Messen  und Veranstaltungen, Künstler sowie Mode und Gastronomie vergessen, dass es auch „Gewinner“ mit steigenden Umsätzen gibt: Elektronik für Internet, Paketzusteller, Online-Shops, Baumärkte, Fahrräder und anderes mehr.

Optimismus beim Konsumenten

Keine Debatten um das Konjunkturpaket mehr – klar viele wollen noch mehr Geld bekommen– für sich natürlich. „Die Richtung stimmt“ heißt es im Leitartikel der SZ am 2.8. über das Konjunkturpaket.

Doch für mehr Optimismus – über die Börseneuphorie hinaus – wird gefordert  Mit TV: Aufhebung vieler Beschränkungen, freiwillige Masken, nur Daten zur Rückverfolgbarkeit erheben – gekoppelt an lokale Neuinfektionsinzidenz und R-Wert. Und gekoppelt an Anzahl der runtergeladenen Warn-App – oder gleich Aufhebung des Datenschutzes für die Rückverfolgung von 14 Tagen.

Eine breite Informationskampagne der Regierung(en) müsste dafür die Grundlage legen. Vor 90 Jahren nach der Weltwirtschaftskrise schickte Roosevelt 7.000 Redner los, heute wird das anders gehen. Mit TV und der nachstehenden Großgruppenaktion.

Eine Kooperation mit allen möglichen Institutionen und Initiativen ist erforderlich.

Aber auch die Entscheider in der Wirtschaft benötigen Optimismus. Also die Klarheit, welchen Weg die Regierung geht, um einen 2. Lockdown zu vermeiden. Mit den Fragen, Ideen  und Vorschlägen, die ich hier vorbringe.

Großgruppenaktion für breite Bevölkerung für Vertrauen  und Konsum

Dazu könnte auch die  Aktivierung meiner alten Idee von 1 Mio. Teilnehmer Präsenzaktion 4 Stunden vielleicht 10.000 solcher Workshops mit 100 Teiilnehmern auf Abstand – parallel dazu das noch in Online. Und durchaus echte Zukunftskonferenzen. Wenn sich 60.000 Menschen fanden, die 30 Euro für einen Platz im Olympia-Stadion gebucht haben (der am 12.6.2020 dann nicht stattfinden konnte) – dann müsste das alles doch möglich sein. Es gibt diese Aktivisten und wenn es nur 1 % der Erwachsenen sind bedeutet das: 600.000.

Was passiert in einer solchen Großgruppenaktion. Der Ablauf wurde schon in einem früheren Blogartikel erklärt. Nun sind die inhaltlichen Schlagworte

Und eben das Ganze mit Einbezug Online, also als hybride Veranstaltung. Wo man ebenfalls mit Kleingruppen arbeiten kann, deren Gedanken und Ideen dann in mehreren Vertiefungsrunden zusammengeführt werden. Das sind dann keine Geisterspiele wie im Fußball, sondern echte Diskussionen und Austausch Auge und  Auge. Wenn Menschen sich öffnen sollen und dürfen, neue Ideen in sich hineinlassen und auch hervorbringen – dann geht das nicht über Vorträge.

Unternehmens-Workshops für kriselnden Branchen

Neue kostenlose zertifizierte Bafa-Kurse für diese Themen – Überprüfung des bisherigen Geschäftsmodells. Und praktisch ein Angebot in Kombination online-offline für 1 Million Geschäftsleute. Kurse offen im Internet, zumindest als Teaser mit begleitender Werbung.

Aufbau ähnlich dieses Schaubilds:

Ich jedenfalls bin dabei, nach Erscheinen meines Online-Ziele-Selbstlernkurses mit Hochdruck an einem Unternehmerkurs zu arbeiten. Wir brauchen alle Arten von Ideen und Initiativen.

Bildungsgutscheine für Existenzgründer und Berufsneuorientierung gehören ebenfalls dazu.

Lockerung und schnelle Identifikation der Infektionsketten

Eben die stärkeren Lockerungen von strengen Hygienekonzepten, aber Daten zur Rückverfolgbarkeit für 2 Wochen zusätzlich zur App (die ja nicht 100 % genutzt wird, eben nur freiwillig). Natürlich Test von Urlaubsrückkehrern aus Risikogebieten, das ist doch logisch.

Überhaupt die  App – so easy zum runterladen (wenn das Smartphone da technisch mitmacht). So viele kompetente Menschen haben da mitgemacht, sogar der Quellcode wurde offengelegt. Der Datenschutz hat entscheidend mitgewirkt, ohne den es in D nicht geht. Aber leider wurde dadurch für die Effizienz das Ganze ziemlich verwässert.

Bessere Ausbildung, ‚‘Ausstattung und mehr Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern zur Rückverfolgung – bis Impfstoff verfügbar.

Sensibilisierung der Bevölkerung dafür  dass wachsam und vorsichtig, auch wenn nur ein paar hundert Personen die 82 Mio. bisher nicht Betroffene anstecken können.

Bei der erwarteten  2. Welle wird es sich um lokale Ausbrüche handeln. Die Aufgabe: Dann schnell handeln und die Infektionsketten rückverfolgen. Das ist der Sinn der App und der Sinn der Zeitnotizen in Restaurants, Friseuren, Fitness-Studios etc.

Der Virologe Droste hat darauf hingewiesen, dass man bei R<1  (9 von 10 infizierten Menschen stecken nur jeweils eine weitere Person an) eigentlich heute das Wissen um Superspreader Ausbrüche nutzen kann. Die Gesundheitsämter brauchen gar nicht für jeden einzelne Neuinfektion die ganze Kette zu identifizieren, sondern nur bei solchen, die diesem „Profil“ unterliegen:  er spricht von möglichen Clustermitgliedern – und auch, dass für diese dann eine Quarantänezeit von nur 5 Tagen reichen würde. In Japan arbeite man erfolgreich mit solchen öffentlich einsehbaren Übertragungsclustern, die die Epidemie antreiben würden.

Es gibt also durchaus Ideen die strikte Maskenpflicht zu lockern und trotzdem die Infektionen auf dem erreichten niedrigen Level niedrig zu halten. Wir sind doch alle Menschen und auch ich störe mich an den Masken und der verursachten Unbequemlichkeiten in einigen Berufen über Stunden hinweg. Natürlich sehe ich die Notwendigkeit ein, wenn man sich nicht dazu durchringen kann, den Datenschutz der Gesundheit unterzuordnen und auch mehr Mut zu Experimenten zu haben. Allerdings kann ich das gut schreiben – ich trage nicht die Verantwortung der relevanten Politiker, die zunehmend dem Drang nach menschlicher  Bequemlichkeit unter dem Mantel von Grundrechten und  Verhältnismäßigkeit ausgesetzt sind.

Exkurs: Gute Tests – Statistik-Know-how

Bei der Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der Regeln wird oft auf die Zuverlässigkeit der Corona-Test verwiesen. Zufällig war ich während und nach meinem Studium der BWL Repetitor für Statistik (was mir auch im Psychologiestudium zugutekam, wo es auch viele Tests gibt, wenn auch eher durch Fragestellungen). Es handelt sich bei Testauswertungen um sog. Bedingte Wahrscheinlichkeiten, eine hohe Beanspruchung statistischen Wissens!

Dem Internet kann man entnehmen, dass die Tests Elecsys Anti-Sars-CoV-2 von anfänglichen 95 % von 100 % verbessert wurden. Früher wurden von 100 Infizierten also 95 erkannt, 5 blieben unerkannt. Heute gibt es keinen Unerkannten mehr (nur mit dem Problem, dass in den ersten Tagen der Infektion keine ansteckenden Viren produziert werden, erst plötzlich am 3. Oder 4. Tage und noch bevor man überhaupt die geringsten Krankheitssymptome selbst merkt ist man schon ansteckend. Daher die Idee der 5-Tages-Quarantäne. Mit 100 % Sensivität, also Erkennungsrate scheint es keine Probleme zu geben.

Aber es gibt beim Test auch Gesunde, ein Vielfaches sogar. Man nennt diese die Spezifität deines Tests. Diese besagt beim obigen Test, dass nicht nur 95 %, sogar mehr als 99 % als richtig-positiv erkannt werden. Genau genommen sind es 99,8 %. Ein sehr guter Test. Bei Tausend Gesunden Personen werden also 20 fälschlich als Infiziert erkannt bzw. befundet.  Das klingt auch nicht viel.

Aber jetzt kommt es. In der gesamten Bevölkerung gab es bislang mit Dunkelziffer nur insgesamt  1 Mio von 82 Mio. Einwohnern Infiziert.   Im Moment laufen vielleicht nur 10.000 Infizierte frei herum. Wenn man diese alle gleichzeitig testen würde, wäre die echte Krankheitsquote 10.000 / 82.000.000, das ist kaum mehr als ein 10.000-stel. Nun testet man nicht alle , nur Gefährdete oder Rückkehrer als Krisengebieten.

Nehmen wir mal an die mögliche Infektionsrate ist real nur 1 %, hoch gegriffen (bei den Tests, deren Zahlen veröffentlicht werden sind es weit weniger). Pro Tag werden 10.000 Menschen in Deutschland getestet (sind in Wirklichkeit mehr, aber es geht um die Relationen). Dann befinden sich bei diesen 10.000 Getesteten 1 % (a priori Wahrscheinlichkeit) und somit 100 Infizierte. Die werden zu 100 % erkannt. Aber jetzt kommt es. Von den übrigen 9.900 Gesunden werden aber 0,2 % = 19,8 Personen ebenfalls infiziert befundet. Das sind 20 Personen. Insgesamt hat der Test 120 Personen mit positiv also krank ergeben. Von diesen 120 sind aber nur 100 wirklich krank, 20 aber nicht. 20 % der Getesteten machen sich also unnötig sorgen (so ähnlich ist es mit dem Brustkrebstest bei Frauen mit der Mammografie).

Ist der Anteil der wirklich Kranken sogar nur 0,5 %, also noch kleiner, bekommen wir 50 Kranke und wieder 20 mit der falschen positiven Diagnose. Der Falschanteil steigt dann auf 20/70 = fast 30 %.  Wir haben also einen tollen Test, aber der so geringe Anteil der Krankheit jeweils in der Bevölkerung ergibt doch eine hohe Unsicherheit – bei den Getesteten. Nun, nach einigen Tagen werden die es genauer wissen. Abhilfe: nochmal testen – dann ist die apriori Wahrscheinlichkeit nicht mehr 1 % sondern 70 % bzw. 80 % und die Fehlerwahrscheinichkeit für einen positiv auf das Virus getesteten sinkt gegen 0.

Corona – Perspektiven des Neustarts der Wirtschaft

Formel für die Obergrenze der Neu-Infektionen pro Woche

Frau Merkel wurde in den Medien kritisiert und auch als Verliererin gegenüber den MP angesehen – ich finde das gar nicht. Sie hat einen guten Job gemacht, uns alle sanft in den Lockdown geführt, diese gewaltige Kraftanstrengung von Wirtschaft und Gesundheitssektor sowie breiter Bevölkerung. Nun kann die Regierung mehr den Fokus auf die Stellen richten, wo wir mehr Virentätigkeit spüren. Die Bevölkerung ist trainiert in Social Distancing (Abstand und Maske, sensibilisiert).  Aber jetzt muss weiter selektiv vorgegangen werden. In der Tat ist die Situation in Norddeutschland ganz anders als im Süden oder Westen.
Ich finde es auch nicht schlimm, wenn so ein Flickenteppich der Regelungen kommt. Das wirkt in diesen Wochen so, aber bald ist alles gelockert und angeglichen. Dann ist Handeln nur gezielt an den Stellen des Aufflackerns erforderlich.
Dafür ist diese regionale Obergrenze-Formel genial. Ich werde das als Ex-Statistiker mal vorrechnen:
50 „bestätigte“ Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner von Landkreisen und kreisfreien Städten. Hochgerechnet auf ganz Deutschland bedeutet das im Extremfall 50 x 820 = 41.000 in 7 Tagen (pro Tag also knapp 6.000). Wegen der unterschiedlichen regionalen Verteilung kann man da von der Hälfte ausgehen, bis es „flächendeckend“ brennt.
Das sind in 1 Woche 20.000 Neu-Infektionen. Davon landen 20 % im Krankenhaus = 4.000 und 5 % auf der Intensivstation = 1.000. Wenn diese dort 2 Wochen verbleiben ist das eine Belegung von nur 2.000 – geringer als im Mai.
– Ca. 20 % davon sterben in 2 Wochen = 400, als pro Tag ca. 30.  Das ist winzig gegenüber der Anzahl aktueller Sterbefälle in der Größenordnung von 100 am Tag!
– Damit würde die derzeitige Nutzung der Intensivkapazität von nur ca. 10 % = 3.000 trotzdem absinken auf nur 2.000!
– Ergänzend zu bestätigten Neuinfektionen gibt es die Dunkelziffer. Mit der erweiterten Testkapazität sinkt die Dunkelziffer. Vielleicht ist sie dann nicht mehr das 10-fache sondern nur das 5-fache – also Nutzung der Intensivkapazität mit 10.000.
– Wenn die Kapazität für COVID ca. 15.000 Betten beträgt, ist immer noch eine Reserve von 30 %.. Wir haben also m.E. genügend Reserve. Außerdem könnten wieder normale OP aufgeschoben werden. Das wird ja nicht alles über Nacht gehen. Eine Belegung COVID von 15.000 ist das 5-fache der Beanspruchung im April und wohl das 7-fache vom Mai.

Mit regionalen fokussierten Eingriffen inkl. Isolierung nur in Brandherden neuer Infektionen und entsprechender Task-Force in den Gesundheitsämtern zur Verfolgung von Infektionsketten plus möglichst bald unterstützt von einer App sind wir doch in einer guten Situation. Die Befürchtungen eines größeren Teils der (vernünftigen) Bevölkerung, die ich in den Social Media und Umfragen schon gesehen habe, werden also m. Erachtens nicht eintreten. Gut so.
Die Regierung muss nun an 2 Fronten agieren:
– Selektive statt breite Bekämpfung des Virus an Brandherden
– Wirtschaft und Arbeitsplätze wieder ankurbeln – auch psychologisch. Geld allein reicht nicht dafür.

Ländervergleich und Strategien

Hierzu nur wenige Bemerkungen. Damit wir wissen, wie gut es uns geht in Deutschland.
Schweden war nicht so streng im Lockdown – sie haben dafür 3x mehr Todesfälle in Relation zur Bevölkerungszahl. Sie überlegen, die Auflagen zu verschärfen. Denn die hohe Todesrate im Vergleich zu den Spitzenländern ist kein best practice. Die Schweden sind von Natur her auch mehr social distancing wie Deutschland – anders als die Südländer, und waren im Februar nicht so nahe an Italien sowie Österreich wie wir in Bayern. Und feiern nicht so intensiv Karneval wie wir im Rheinland.
Südkorea und Taiwan – die haben schon ab Anfang Januar sofort Überwachungsmaßnahmen eingeleitet, provisorisch mit Temperaturmessen – mehr Wissen hatte man da nicht. Masken tragen war ohnehin in der Kultur schon üblich. Je früher man bei einem Brand mit der Löschung anfängt, desto schwieriger wird es nun mal.
Die Südländer in unserer Nachbarschaft tun sich schwerer als wir Deutschen mit social distancing. Deshalb brannte die Hütte schon stärker, als die ersten Maßnahmen erfolgt sind.
Von GB und USA will ich da gar nicht reden. Dort brannte es schon lichterloh, als man erst anfing, sich in der Regierung damit zu beschäftigen. Dann wird es natürlich aufwendiger, länger und teurer, den Brand zu stoppen.

Wirtschaft steuern – Arbeitsplätze und Finanzen

Es ist klar, dass jeder Tag Lockdown Wirtschaftskraft kostet – und alles muss irgendwann irgendwie durch produktive Leistung der Bevölkerung bezahlt werden. Deutschland hat den größten Etat für die Stützung der Wirtschaft im Vergleich zur Volkswirtschaft und meines Erachtens weltweit bereitgestellt.
Diese Instrumente müssen verfeinert, individueller werden. „Kein Arbeitsplatz soll verloren gehen, keine Existenz soll durch Corona vernichtet werden“ – wenn sie nicht schon vorher auf dem absterbenden Ast war. Das wird nicht einfach.
Denn Corona (s. unten) wird sicher mindestens die Gewichte verschieben zwischen den Sektoren. Wobei eines wohl sicher ist: der Gesundheitssektor wird höher bezahlt und mehr ausgebaut (Bewusstsein). Woanders entfallen Arbeitsplätze (und Firmen) durch diesen „Strukturwandel), z.B. Touristik Messen, einige Konsumbranchen. Das ist die Aufgabe 1. Um diese zu bewältigen müssen in diesen Unternehmen und auch in Kleinbetrieben und bei Selbständigen Strategieworkshops und –coaching stattfinden. Für Neu-Orientierungen. Schließlich gibt es neue Chancen im Sozialprodukt im grünen und digitalen Bereich…Innovationen sind nötig und sie kommen auch durch den weiter unten angesprochenen und stattfindenden Bewusstseinsprozess.
Aufgabe 2: Der Lockdown löst sich auf. Vermehrt können Menschen aus der Kurzarbeit zurückkehre und verfügen über mehr Einkommen. Aber die Kauflaune ist nicht da. Die Zukunft ist unsicher, das Bewusstsein unnötiger Ausgaben gewachsen. Wenn die Regierung hier etwas tun will ist es, Zukunftsoptimismus zu verbreiten. Nach den Virologen sind jetzt also auch Psychologen gefragt – mein heutiger Hauptberuf (als Statistiker war ich zu Studienzeiten als Repetitor unterwegs). Auch die Medien sollten im eigenen Interesse auf reißerische und verstärkende Schlagzeilen verzichten.
Dazu noch die Aufgabe 3: Der Klimawandel hatte glücklicherweise bei dem weltweiten Wirtschaftseinbruch etwas Pause (weniger Co2-Emissionen), aber das Problemfeld darf nicht vergessen werden. Zum Glück: wie der nachstehende Abschnitt zeigt, hat er zugleich die Basis für mehr Verständnis und höhere Priorität in einer breiten Bevölkerung erhalten.

Perspektive der Weltretter – Bewusstseins-Prozess

Die Zukunft wird digitaler, grüner, mit mehr Bewusstsein der Bevölkerung, was wichtig ist – und eventuell auch mit geänderten Konsumgewohnheiten – mit weniger Konsum?
Ja, das ist einerseits eine gute Perspektive für das Bewusstseinswachstum der Bevölkerung. Wir nähern uns da den Hoffnungen und Prognosen des“ postökonomischen Wachstums“.
Hierzu ein kurzes Zitat aus meinem Buch „Projekt Welt verbessern“: „Ich habe einen Vortrag von Nico Paech über Postwachstumsökonomie erlebt. Dieses Konzept orientiert sich an einer Suffizienzstrategie und dem partiellen Rückbau industrieller, insbesondere global arbeitsteiliger Wertschöpfungsprozesse zugunsten einer Stärkung lokaler und regionaler Selbstversorgungsmuster.“
Ja, der Virus hat uns einen solchen Bewusstseinsprozess beschert. Der Social-Distancing-Prozess (in dem wir noch stecken) hat zu mehr Selbstreflektion geführt (wenn nicht zuviel „Betäubung“ durch Netflix und Co und laufende Corona-Meldungen) und lässt die Kommunikation mit Freunden und Familie wieder mehr „wert“ schätzen. Darin ist auch enthalten, dass ein (kleiner) Teil der Bevölkerung lautstark diesen Prozess ablehnt – bis zu abstrusen Verschwörungstheorien, dass Bill Gates alle Menschen zwangsimpfen und mit Chips zur Steuerung versehen will. Das ist mehr als Paranoia, das ist Verdrängung der Entwicklungsnotwendigkeiten in der Gesellschaft – einfach die Schuld auf irgendwelche Bösen im Hintergrund schieben.
Glücklicherweise denkt die große Mehrheit der Bevölkerung nicht so.
Das ist zugleich auch der Hintergrund für philosophische Streits um das Thema Menschenrechte und Freiheitseinschränkungen, wie man sie jetzt häufiger liest und hört. Das Thema wird durch Corona hautnah. Im letzten Herbst noch habe ich bei zwei Weltrettertagen die Teilnehmer über Werteprioritäten in parallelen Gruppen zeitgleich diskutieren lassen. Mehr dazu im nächsten Artikel hier.

Corona – weiter lockern !!??

Noch Mitte März, als ich mit meinem ersten Artikel über Corona (German Angst) begann, hielt auch ich den Virus nicht für schlimmer als eine Grippe. Je mehr ich mich damit beschäftigte (Ich war einmal Repetitor für Statistik), desto mehr sah ich die Gefahren. Und mit den Todeszahlen per 2.4. sprang mich das exponentielle Wachstum der Todesfälle bis Ende April zu katastrophalen Höhen an (graue Kurve – nicht fortgesetzt nach oben). Glücklicherweise sanken die täglichen Todeszahlen – m.E. durch den Lockdown seit Mitte März bedingt – dann einige Tage. Seitdem schwanken sie mit täglich sinkender Tendenz, wie aus der nachstehenden blauen Ist-Kurve (deutlicher im vorhergehenden Artikel) hervorgeht.

Aktualisierte Bettenformel

Die ständigen Angaben über Neuinfektionen sind m.E. völlig unzuverlässig, da sie ja von den Testkapazitäten und Modalitäten abhängen. Wenn sich hier etwas ändert, stimmt die ganze Formel des Zusammenhangs nicht mehr. Deshalb die vernünftigste Zahlenbasis: die täglichen Todesfälle.
Das RKI gibt an, dass 6 % der (erkannten) Infizierten zu ganz schwierigen Fällen werden und damit in der Intensivstation landen. 1,2 % , also 80%, werden gerettet. Dies bedeutet, dass auf einen Toten 4 Gerettete kommen. Parallel zu 1 späteren Sterbefall werden also 5 Betten belegt. Das Verhältnis habe ich auch anderen Berichten entnommen.
Jetzt kommt eine weitere Annahme: Diese 5 Erkrankten werden gemeinsam eingeliefert 10 Tage vor dem Tod des einen Erkrankten. Und dieser stirbt, die anderen 4 Überlebenden werden aus Intensiv raus in die normale Station verlegt und diese 5 Intensivbetten wieder frei.
Mit diesen Annahmen habe ich  meinen letzten Artikel unterhalb des vorherigen Textes ergänzt und kam zu einer Größenordnung COVID in Richtung 10.000 Betten – immer noch innerhalb der Kapazität.

Die Informationen über die tatsächliche Belegung der Intensivbetten in Deutschland war am 22.4.20 (lt. Artikel im Handelsblatt vom 24.4.) jedoch nur ca. 2.800 Betten. Das entspricht ca. 10 % der Kapazitäten.
Also habe ich die Rechenformel der obigen Grafik verändert. Es werden für einen Todesfall nur 3 Betten gerechnet und nicht die letzten 10 Tage sondern nur die letzten 6 Tage als Basisfaktor genommen. Damit sinkt der Bettenbedarf Intensiv auf unter 3.000 per 4.5.20. Mit natürlich unterschiedlicher regionaler Beanspruchung: in Bayern am höchsten,  in den nördlichen Bundesländern kaum.

Möglichkeiten und Spielraum Lockerungen

Mit diesen Informationen und Zahlen ergibt sich durchaus ein größerer Spielraum für Lockerung des Lockdowns als vom ständigen Gerede über die Zahl neuer Infekte, die ja von einer Dunkelziffern von bis zum 10-fachen umgeben ist. Klar, die Ansteckungsgefahr ist hoch, wie man auf den 3 Schiffen gesehen hat und es geht auch recht schnell. Und derzeit sind in der Bevölkerung bei 1,5 Mio. ehemals Infizierten und großteils nicht erfassten Personen noch 80 Mio., die dann krank werden könnten – was dann auch in den Betrieben zu hohem Krankenständen führen wird.
Das darf nicht vergessen werden! Das ist die Gefahr, die mindestens 200.000 Tote zusätzlich in den nächsten Wochen mit sich bringen würde, wenn – nicht alle Abstand wahren und Masken in Räumen und Geschäften tragen!

Ich habe jedoch auch Verständnis für einen Laufenden Erkenntnisprozess der Virologen und verantwortlichen Politiker.
Jedoch auch Verständnis für wachsenden Widerstand – der durchaus vernünftigen und ernsthaften Bevölkerung – noch dazu bei den sich mit jedem Tag verstärkenden Wirtschaftsproblemen und in den Lieferketten.
Also: die Erwachsenen und Berufstätigen sind vernünftig. Wir haben in wenigen Wochen einen intensiven Schnellkurs in Hygiene und mit Maske absolviert. Noch geschlossene Betriebe für Kosmetik, Gesundheit und Fitness mit Erwachsenen sind mit Masken doch vernünftig und überschaubar!
Wir haben also die Kapazität für Öffnung der europäischen Grenzen für die Lieferketten von Produkten – und Berufsverkehr, auch unsere EU-Partner mit teils noch drastischeren Maßnahmen als in Deutschland, sind ebenfalls schon erfolgreich beim Bremsen.

Auf dem gleichen Informationsstand wie die Regierung und die Verantwortlichen Politiker bin ich natürlich nicht.

Wo wir eindeutig nicht zu schnell lockern dürfen:
o Kitas und Schulen für die Kinder – mit der Gefahr des Einschleppens des Virus in die Familien, bei den vorsichtigen Erwachsenen, die auf Social Distancing achten und Maskenpflicht beachten – aber durch die Vorsicht der Erwachsenen dürften im Moment doch kaum Kinder den Virus in sich tragen. In den Kitas (und Schulen) ist die personelle Zusammensetzung konstant.
o Große Veranstaltungen aller Art (während man bei kleinen Veranstaltungen doch Abstand halten kann, auch z.B. bei Weiterbildungsveranstaltungen mit 10-20 Teilnehmern

Wie man sieht, sind weiter Probleme und Fragen offen

Wir benötigen darüber hinaus eine App und damit Tracking der Infektionsketten
Wir sollten uns Gedanken machen für den Einsatz Genesener Immuner, immerhin schon über 100.000 Personen.

Wir waren in diesen schwierigen Wochen gemeinsam (Politik, Bevölkerung und Gesundheitswesen) äußerst erfolgreich. Im Grunde geht es um das Thema Vertrauen und Vernunft. Die Bevölkerung hat doch überwiegend Vertrauen in die Regierung – und umgekehrt.  Aber klar die Ungeduld wächst – da brauchen wir alle eine ruhige Hand.

In den nächsten Tagen werde ich den Artikel weiterführen mit den Themen:

Ländervergleich und Strategien

z.B. Schweden war nicht so streng im Lockdown – sie haben dafür 3x mehr Todesfälle in Relation zur Bevölkerungszahl.

Wirtschaft steuern – Arbeitsplätze und Finanzen

Klar jeder Tag länger Lockdown kostet – und alles muss irgendwann irgendwie durch produktive Leistung der Bevölkerung bezahlt werden.

Perspektive der Weltretter

Die Zukunft wird digitaler, grüner, mit mehr Bewusstsein der Bevölkerung, was wichtig ist – und eventuell auch mit geänderten Konsumgewohnheiten –  mit weniger Konsum?

Corona gebremst in Deutschland – und nun weiter?

Zur Berechnung der Bettenbelegung Intensivstationen  – runterscrollen.

Als ich am 3.4.20 mit den Zahlen vom 2.4.und davor die einzige belastbare Zahl der Pandemie für Deutschland untersuchte (Quelle: mit einer Korrektur von 31 „Auferstehungen“ am Karsamstag 11.4.20), war die Anzahl der täglichen Todesfälle in einem steilen exponentiellen Anstieg begriffen. Meine Ausgangsdaten waren:
Vom 26.3. bis 29.3. Verdoppelung in nur 3 Tagen
Vom 29.3. bis 2.4. Verdoppelung in nur 4 Tagen.
Ich prognostizierte am Abend des 3.4. einen täglichen Anstieg von nur 10 % in den April hinein. Das bedeutete eine Verdoppelung in jeweils 5Tagen. Mit der sich ergebenden Prognose einer katastrophalen Überlastung des deutschen Gesundheitssystems zur Monatsmitte – wie eine zweite Kurve zeigt (graue Kurve, nur bis 23.4. im Schaubild, danach noch steiler).
Glücklicherweise ist das nicht eingetreten. Genau ab 3.4. sanken die Todesfälle erstmals und haben seitdem, wie in der untenstehenden Grafik, einen im Zick-Zack nur langsam steigenden Verlauf genommen (rot). Ich passe in einer dritten Kurve das Mittel der letzten 5 Tage ein, damit sich eine gleichmäßigere Kurve ergibt (gelb). Langsam steigend, aber in Maßen und beherrschbar. Daraus ergibt sich die gepunktete lineare Linie – der Trend (zuletzt in nur 13 Tagen verdoppelt).

Auswirkung auf Gesundheitssystem

Dies war sicherlich ein Erfolg des Gesamten Maßnahmenpaketes der Regierung im Zusammenwirken mit dem Vertrauen und der Akzeptanz der Bevölkerung und der erfolgreichen Umsetzung in den jetzt 4 Wochen Lockdown.
Aber wie kann man – egal mit welcher Prognosetechnik (ob über die Neuinfektionen oder die Todesfälle) nun die Auslastung auf das Gesundheitssystem berechnen? Das ist einfach mit den geeigneten Daten: jeder Todesfall bringt eine weitere Belegung von ca. Intensivbetten mit sich. Also 80 % Überlebenswahrscheinlichkeit, wenn man einmal dort ist. Und natürlich eine Belegung von im Schnitt 10 Tagen, wie auch den Medien zu entnehmen ist. Damit habe ich für den 2.4. Eine Bettenbelegung Covid 19 von 4.920 auf den Intensivstationen errechnet – mit einer Prognose von 91.000 am 30. April! Also das 16-fache!
Ich war entsetzt und konnte nicht schlafen, nur noch weinen.
Am nächsten Tag kam dann die erlösende Information: erstmals sanken die täglichen Todesfälle und das 3 Tage in Folge. Aufgrund dieser Information habe ich am 6.4. nachmittags den letzten Blog „Licht am Ende des Tunnels“  veröffentlicht.
Das ging dann zwar nicht so weiter, wie die obige rote Kurve des Ist zeigt. Die täglichen Todesfälle steigen weiter im Schnitt, trotz Zackenkurve (gelbe Kurve mit dem Durchschnitt der jeweils letzten 5 Tage):
Bis 8.4. Verdoppelung in 6,3 Tagen
Bis 17.4. weitere Verdoppelung in 9,7 Tagen
Bis 23.4. Verdoppelung in 13 Tagen – also Trend der weiteren Verlangsamung.
Und seit dem 16.4. gibt es das öffentliche Zentralregister aller deutschen Krankenhäuser mit der Anzahl Intensivbetten. Eine Gesamtkapazität von derzeit 26.000 mit aktueller freier Kapazität von 58 % im Bundesschnitt – wobei die Krankenhäuser in Erwartung des Ansturms nur die dringendsten schweren Fälle operieren. In anderen Veröffentlichungen habe ich auch schon die Zahl von 40.000 Intensivbetten gelesen – Dank der laufenden Aufstockungsaktivitäten im ganzen Land.
Aber die Zahlen sagen auch: kein Grund für zu massive Lockerung! Am 3.4. habe ich mit meiner Formel für heute 24.4. einen Bedarf Intensivbetten-Bedarf von rd. 47.000 errechnet. Nach dem Ist-Todesverlauf sind es vergleichsweise und die letzten Tage eher stabil nur 11.000.

Das lässt durchaus Raum für mehr Lockerung, vor allem in regionaler Hinsicht, weil die Regionen verschieden stark betroffen sind.

Zahlen am 24.4.20 aktualisiert.
Deutschland wird weiterhin Kapazität im Gesundheitswesen frei haben und kann (noch) den Nachbarländern helfen. Was auch dringend notwendig ist.

Lockerung und wie weiter

Kleine langsame Lockerungen sind angekündigt. Mangels genügend Masken in Deutschland lässt sich leider eine allgemeine Maskenpflicht (noch) nicht umsetzen. Eine App, die auch keine absolute Sicherheit bietet, weil nicht alle sie nutzen werden, soll auch noch kommen.
Wie kann mit dem verlangsamten Fortschreiten der Infizierung der Virus gestoppt werden? Von derzeit 0,5 % der Bevölkerung (in ca. 6 Wochen) dürfte es in dem Tempo ohne Impfstoff über 2 Jahre dauern.
Also ist der Impfstoff weiterhin das notwendige Ziel. Eine internationale Allianz der Spitzenforschung aus öffentlichen Instituten und Pharma-Firmen arbeitet mit Informationsaustausch 24 Stunden rund um die Uhr daran – also schichtweise rotierend von Zeitzone zu Zeitzone. Wenn der Impfstoff da ist, und schnell für breite Anwendung zur Verfügung steht, wird allerdings noch eine Auseinandersetzung mit den „Impfgegnern“ zu bewältigen sein. Vielleicht müssen sich diese „kennzeichnen“ lassen – sonst dürfen sie nicht in Altersheime und Krankenhäuser rein…..

Rolle der Genesenen nun Immunen

Was ist mit den genesenen, nun immunen Menschen? Bald sind das schon über 100.000. Dürfen diese frei zirkulieren? Wie können sie sich kennzeichnen? Sie bräuchten keine Masken zu tragen, können jedes Gewerbe ausüben.
Sie wären überall einsetzbar. Vor allem in den Altenheimen und Krankenhäusern – eben bei den Risikogruppen – würden solche benötigt.
Wie kann man schnell mehr davon bekommen – natürlich nicht aus den Risikogruppen. Könnte man das mit Freiwilligen beschleunigen? Die Frage bietet sich an.
Das zeigt auf, dass man bald differenzieren muss in den Beschränkungen. Und es stellt sich das Problem der Kennzeichnung für Besuche in Geschäften etc. Sie können ja selbst niemanden anstecken und auch nicht angesteckt werden.

Perspektiven

Was wird sich geändert haben, wenn die Krise vorbei ist:
a) Persönlichkeitsentwicklung in Punkto Werte der Bevölkerung und auch Vertrauen in die Regierung ist geschehen
b) Dto. bei den Politikern, bis auf den einen…
c) Höhere Wertschätzung des Personals im Gesundheitswesen und anderen Berufen, die plötzlich als systemrelevant empfunden wurden. Hier muss sich das Lohnniveau entsprechend ändern.
d) Anstehende Änderungen in den Lieferketten zu mehr Regionalisierung (wie schon bei Lebensmitteln für die Gesundheit empfohlen)
e) Fortschritte in der Digitalisierung in Beruf und Bildungswesen
f) Offene Fragen: auch mehr Regionalisierung in Touristik? Kleinteiligere Messen?
g) Kapitalismuskritik und auch hier sicher Erkenntnisse und Einsichten
h) Der erhöhte Schuldenberg des Staates. Zugleich auch stärkere europäische Solidarität.
i) Nach Wochen eigenen Kochens auch einige persönliche Einsichten zu „Lebens“mitteln sowie der Rolle und Bedeutung der regionalen Landwirtschaft. Eine andere Einstellung zu den Preisen von Gemüse und einem Schnitzel, sowie der Massentierhaltung.

Bekräftigung: Perspektive der Weltrettung

Diese aufgezählten Perspektiven, die man sicher noch mehr erweitern kann, sind Lernprozesse über mehrere Wochen hinweg – in einem großen Bevölkerungsteil und  noch nicht mal mit Stress sondern mehr mit Ruhe verbunden.
Wir Menschen lernen in großem Stil wohl nur durch Leid. Da sind wir jetzt drin, aber immer noch besser gesund zu Hause zu sitzen als wochenlang mit Fieber und Husten im Bett zu liegen, ganz zu schweigen von Atembeschwerden.
Wir spüren Solidarität und Vertrauen. Wir erkennen, was uns wichtig ist im Leben – und auch was nicht.

Berechnung Bettenbedarf Intensiv

(Ergänzung 24.4.20)
Die ständigen Angaben über Neuinfektionen sind m.E. völlig unzuverlässig, da sie ja von den Testkapazitäten und Modalitäten abhängen. Wenn sich hier etwas ändert, stimmt die ganzen Formeln des Zusammenhangs nicht mehr.
Deshalb die vernünftigste Zahlenbasis: die täglichen Todesfälle.
Das RKI gibt an, dass 6 % der (erkannten) Infizierten zu ganz schwierigen Fällen werden und damit in der Intensivstation landen. 1,2 % , also 80%, werden gerettet. Dies bedeutet, dass auf einen Toten 4 Gerettete kommen. Parallel zu 1 späteren Sterbefall werden also 5 Betten belegt. Das Verhältnis habe ich auch anderen Berichten entnommen. Die Zahl der Infizierten ist natürlich viel höher. Ob 10 mal höher bleibt dahingestellt. Bei einer Dunkelziffer von 100 % wäre die Corona-Mortalität schon nur 0,6 %, also nur leicht höher als die normale Grippe.
Jetzt kommt eine weitere Annahme: Diese 5 Erkrankten werden gemeinsame eingeliefert 10 Tage vor dem Tod des einen Erkrankten. Und dieser stirbt, die anderen 4 Überlebenden werden aus Intensiv raus in die normale Station verlegt und diese 5 Intensivbetten wieder frei.
So reicht es also die Belegung, aufgrund der kumulierten Todesfälle der letzten 10 Tage anzusetzen. Es ergibt sich folgende Kurve:

Auch wenn in Wirklichkeit weniger an Corona sterben, aber alle mit Todesursache Corona statistisch erfasst werden, wird die Kurvenform ähnlich sein.
Es zeichnet sich ab, dass bei unveränderten Lockdown-Bedingungen die Bettenbelegung in Deutschland nicht mehr steigt. Durch die aktuellen Lockerungen wird sich wieder ein (leichter?) Anstieg ergeben
Für die letzten 7 Tage vom April wird bei weiter Erhöhung der Todesfälle eine Verdoppelungszeitraum von 20 Tagen (zuletzt 13 gerechnet), also täglich eine Erhöhung von 3 % (am 30.4.20 sind es

 

Corona – Konkretes Licht am Ende des Tunnels?

Welche gewaltigen Anstrengungen hat ganz Deutschland, Gesundheitssystem, Politik, Wirtschaft und alle Einwohner unternommen, um die Situation innerhalb eines Meeres von Corona-Viren zu stabilisieren?! Fragezeichen und Ausrufezeichen.

Lohnen sich die Anstrengungen wirklich. Ist die Politik der sozialen Isolation erfolgreich? Ist sie auch verhältnismäßig? Kritik kommt zunehmend stärker nach 2 Wochen Ausgangssperre. Erste Klagen wegen Verletzung von Grundrechten trudeln ein bei den Gerichten. Verschwörungstheorien vermehren sich schneller als der Virus selbst.

In all dem Zahlenmeer, was uns täglich aus Zeitungen und Bildschirmen und Schlagzeilen entgegenblickt, werden Einzelerlebnisse hochgejubelt und die Zahl der Infizierten trotz möglicher riesiger Dunkelziffer in ihrer Steigerung hervorgehoben. Je mehr Testkits zur Verfügung stehen, umso mehr steigt diese.

Dabei gibt es eine Zahl, eine einzige Zahl, die belastbar ist, wie es im Fachvokabular heißt. Die echten Todesfälle, und nicht die kumulierte Gesamtzahl, sondern die tägliche Zahl. Sie geht nun 3 Tage in Folge zurück. 3 Tage, die ich mit dieser Meldung abgewartet habe. Ist das das Licht am Ende des Tunnels? Ein Schwalbe macht schon oder doch einen Sommer?

Bis 2.4.20 ging es in den Zahlen aufwärts, dann endlich abwärts mit den traurigen Werten. Nach 2 Wochen sehr eingeschränkten Sozialkontakten. Am 3.4. habe ich noch in Tränen aufgelöst bei Ansicht meiner Prognose mit exponentiellem Wachstum im April (Faktor 20 der Todesfälle, täglicher Steigerung von nur 10 %, statt 20 % zuletzt im März) in meinem Home-Office gesessen. Dann die Erlösung am nächsten Tag, die diese Meldung ermöglicht.

Bedeutung

3 Tage in Folge sinkende Anzahl der neuen Sterbefälle. Jedes Mal ein Schicksal. Die Gesamtzahl kann sich nicht verringern – aber die Zahl der täglich neu Hinzukommenden. Darauf müssen wir schauen, wenn die Anzahl der wirkliche Neuinfektionen nicht bekannt ist, weil es ja überwiegend milde Krankheitsverläufe gibt und nicht alle Menschen im Land ständig getestet werden können.

Durch Social Distancing soll die Zahl der Ansteckung gestoppt werden und die Kurve sich abflachen, damit das Gesundheitssystem mit dem Engpass „Anzahl der Intensivbetten und Beatmungsgeräte“ nicht zusammenbricht. Und genau Letzteres zeichnet sich nun am dritten Tag in Folge ab. Es heißt vom RKI, dass 14 % der Menschen starke Symptome aufweisen, 6 % schwer und lebensbedrohlich, 1,2 % sterben. Das heißt im groben Durchschnitt neben einem Sterbenden liegen 5 andere Schwerkranke, die gerettet werden können. Und diese liegen sicher dort mindestens eine Woche und belegen jeweils ein Bett. Dann erst steht diese Kapazität wieder zur Verfügung.

Perspektiven

Wir können nicht nachlassen in unserer Aufmerksamkeit, uns vor dem Virus zu schützen. Wir sehen was wirkt und können das variieren. Schule mit mehr Abstand zwischen den Schülern, Geschäfte die wieder öffnen können – mit Abstand und Schlange stehen. Restaurants mit mehr Platz zwischen den Tischen. Das ist wohl alles wieder möglich und die Verantwortlichen in der Politik haben Handlungsspielraum.

Und das ganze Volk, alle Einwohner zusammen in ihrer Selbstdisziplin zeigen, dass es funktioniert und unser Leben wieder möglich wird. Sozialkontakte werden wieder möglich – wenn auch mit Abstand.

Ein überwältigendes Gefühl.

Die Wirtschaft kann wieder – wenn auch langsam – anlaufen, mit Abstand in der Produktion, mit Fortführung im Home-Office und mit weniger Angst. Hoffnung tut immer gut – und macht auch kreativ für Lösungen.

Corona wird uns aber noch viele Monate, sogar Jahre begleiten. Seine Ausbreitung ist verlangsamt, aber es wird sich nicht stoppen lassen, in jede Lücke und jeden Spalt kriechen, bis es wie bei der normalen Grippe durch Immune und Geimpfte oder Genesene  gestoppt wird. Dann erst können wir zum Alltag zurückkehren.

Ein Alltag, in dem sich vieles verändert hat

  1. Die Systemrelevanten und doch bisher unterbezahlten Berufe haben an Wertschätzung gewonnen, was auch deren Verdiensten gut tun wird.
  2. Gesundheitssystem und Vorsorge für Pandemien (Schutzkleidung etc.) müssen ausgebaut werden. Bill Gates hat das schon 2015 gepredigt. Dies und Punkt 1 wird Geld kosten und zu höheren Beiträgen führen. Gut investiertes Geld, wissen wir jetzt. Verdientes Geld für die Pfleger, Schwestern und auch die Ärzte im Krankenhaus.
  3. Wir alle haben gelernt, unsere sozialen Kontakte mehr wertzuschätzen.
  4. Das Vertrauen in den Staat, seine Regierung und die Demokratie wurde gestärkt – sonst wäre diese Disziplin und Akzeptanz in der Bevölkerung nicht erreicht worden.
  5. Wir alle zusammen haben eine bedrohliche Situation gemeistert, gemeinsam gemeistert. Gemeinsam Durchlittenes führt immer zu mehr Zusammenhalt! Wir müssen auch gemeinsam weitermachen, doch wenn wir Sinn und Erfolg sehen, fällt das leichter.

Wir schaffen das – wer hat das gesagt?

Und Hoffnung, Licht am Ende des Tunnels tut gut und gibt uns Kraft für die weitere Anstrengung und das erforderliche Durchhalten wohl noch viele Monate.

Und nicht vergessen. Wenn wir uns im Rahmen unserer Gesundheitskapazität weiter so halten können, können wir unseren schwer getroffenen Nachbarländern helfen. Wenn wir unser Wirtschaft schon früher als diese hochfahren, können wir diesen auch finanziell helfen. Ist Solidarität und Vertrauen nicht etwas Tolles? In schweren Zeit erkennen wir immer, wer unsere Freunde sind.

Und was ist die Perspektive der Weltrettung dabei?

Wir Menschen lernen in großem Stil wohl nur durch Leid. Da sind wir jetzt drin, aber immer noch besser gesund zu Hause zu sitzen als wochenlang mit Fieber und Husten im Bett. Wir spüren Solidarität, Vertrauen. Wir erkennen, was uns wichtig ist im Leben – und auch was nicht.

Damit machen wir zugleich Fortschritte bei unseren menschlichen Schwachstellen, also Faktor Mensch als Ursache der Weltprobleme.

Corona, GermanAngst, der tiefere Engpass und Reframing – in Weltretter-Perspektive

Dies ist ein Blog-Artikel ohne Bilder – Angst kann man schlecht abbilden und ich will diese auch nicht verstärken. Es geht um die aktuelle Krise durch den Corona-Virus.

Auch wenn ich im Artikel darauf abziele, dass diese Krise letztlich ihre guten Seiten hat, und wir alle, auf der ganzen Welt, daraus lernen können und werden. Man nennt das Reframing – in einen neuen Rahmen stellen, neue Perspektiven erkennen. So habe ich doch Respekt vor jedem Leid und Schmerz der Infizierten im Verlauf der Krankheit und bete für die vielen Toten auf der ganzen Welt. Aber die Proportionen stimmen nicht und im Artikel wird ohne Hysterie klar, wo der Engpass liegt und wie wir diesen bewältigen werden.

German Angst

Der Faktor Mensch ist mal wieder Kern, wie er meinen Überlegungen zur Weltrettung ebenfalls zugrunde liegt. Es gibt so viele Menschen mit Ängsten in Deutschland, die German Angst ist sogar Teil des englischen Wortschatzes geworden. Die Wochenzeitung ZEIT titelt in einem  kürzlichen Leitartikel „Angst ist auch ein Virus“, und der steckt noch mehr an als Corona und er läuft schneller.

Bei jährlich etwa 20.000 „normalen“ Grippetoten in Deutschland (bei 80 Mio. Einwohnern, teils geimpft gegenüber den 1,5 Mrd. Chinesen, ungeimpft) ist schon verwunderlich, dass die Deutschen so in Panik verfallen. Vielleicht ist ja Autofahren gefährlicher. Obwohl natürlich die Sterbewahrscheinlichkeit der neuen Corona-Grippe etwas höher als bei den üblichen jahreszeitlichen Grippewellen ist. In der letzten Phase soll es zu Atembeschwerden kommen.

Supermärkte mit bestimmten Produkten leerkaufen – wofür? In Krankenhäusern die Desinfektionsspender stehlen – es ist schon krank. Ist doch klar, dass normales öfteres Händewaschen reicht.

Die einfachen Mundschutze – schützen nur gegen 1x Niesen, dann wegwerfen.

Man schätzt die Ansteckungsgefahr auf weniger als 10 %, es gibt sogar Ärzte die von nahe 0 sprechen. Und dann verläuft die Krankheit zwar unangenehm, aber zu über 97 %  zur Gesundung (Deutschland 99,7 %). Zur Erinnerung: bei der Tollwut ist das 0 % und bei der Pest im Mittelalter war es nur 66 % (ein Drittel der Bevölkerung  starb), wie man im Nachhinein schätzt. Bei Ebola betrug sie ca. 50 % je nach Behandlungsmöglichkeiten.  Heute hat man viele bessere Therapiemethoden als vor 100 Jahren bei der sog.  Spanischen Gruppe (die aus den USA kam) und 50 Mio. Menschen getötet hat. Bei ihr war die Heilungs- bzw. Überlebensrate von Infizierten immerhin noch über 90 % – doch es gab mehr Tote als im ganzen 1. Weltkrieg zusammen.

Und was ist mit dem Novoviurs in den Krankenhäusern auch der Industrieländer?

Gegen soviel Angst und Massenhysterie schützt dann auch das beste Gesundheitssystem nicht (bei allen Fehlern die staatliche Organe in den letzten Wochen gemacht haben sollen – der ZEIT-Artikel beschreibt das verständlich).

Das ist wie bei Geld-Ängsten: wenn zu viele Menschen auf einmal die Banken stürmen und ihr Geld bar abheben wollen, bricht alles zusammen.

Einige Fakten

Dabei wundern sich die Menschen im Ausland, speziell Italien, Frankreich, Spanien, dass bei ihnen 3% der Infizierten nach den offiziellen Zahlen sterben, in Deutschland eher nur 0,3 %.

China hatte tausende von Erkrankten. Nach schleppendem Start staatlicher Aktion wurde jedoch schnell und entschlossen gehandelt: Ansteckungsketten identifiziert (Beispiellose Fahndung, sicher auch durch existierende (Bild)Überwachung der Bevölkerung). Abriegelungen, Absagen und Arbeitsstillstand. Die Produktion von Testkits wurde in wenigen Wochen hochgefahren, derzeit 1,6 Mio. pro Woche! Ein komplettes Krankenhaus wurde in Wuhan in 2 Wochen aufgebaut.

Eigentlich ist in der Theorie alles einfach: einfach das ganze Land in betroffenen Regionen für nur 14 von 365 Tagen anhalten, keiner bewegt sich zu neuen Kontakten. Dann die echt Erkrankten isolieren. Sofort sinkt die Anzahl der täglichen Neu-Infizierten. Aber dann dürften es keine Außenkontakte mehr geben – nur nach Quarantäne 14 Tage.  Als ich am 7.3. mit dem Entwurf dieses Artikels begann, kam mir das als Erstes in den Sinn. Was unsere Regierung nun verordnet  (Stillstand der Sozialkontakte), geht in diese Richtung – aber so total isolieren geht halt nur in der Theorie.

Und alles hat auch in Deutschland große wirtschaftliche Auswirkungen: Konkurse, Absagen von Messen und anderen Großveranstaltungen  – sogar den Fußball. Gastronomie, Hotellerie, Tourismus leiden stark. Dieser Weg ist nun in ganz Europa im Gange, wobei das eine Land sich schneller dazu durchringt als das andere.

Aber die grassierenden Verschwörungstheorien interessiert das alles nicht.

Weltweite Daten

Interessant ist auch die Situation auf dem ganzen Planeten – gerade wenn wir uns wundern, dass solche drastische Maßnahmen in Deutschland ergriffen werden. Wir liegen derzeit mit unseren Fallzahlen auf Platz 7 im Ländervergleich. Aber Europa zusammen ist einfach nach China die größte Konzentration. Hier leben nun mal auf kleiner Fläche im Vergleich zu China und den USA oder Russland über eine halbe Milliarde Menschen, die höchste weltweite Bevölkerungsdichte.

Und das ist der Link zu den weltweiten ständig aktualisierten Informationen vom WHO. Man sieht darin Italien auf Platz 2.

Hauptproblem: Kapazität des Gesundheitssektors

Ich habe selbst zu Anfang der Nachrichten aus China das Thema kaum ernst genommen und angesichts der niedrigen Mortalitätsrate – und meinen eigenen geringen grippalen Krankheitserlebnissen, auch ohne Impfung sowie geringen Angstgefühlen – kaum wahrgenommen. Dazu lebe ich ohne TV und informiere mich nur fallweise aktiv über den weltweiten Corona-Stand. Dadurch nehme ich wenig teil an der grassierenden Hysterie und kann mit den aktuellen Informationen eine breitere Perspektive einnehmen.

Doch allmählich wird mir auch klar, dass das Problem gar nicht in den Hamsterkäufen von Toilettenpapier und Nudeln liegt, sondern in der Kapazität des Gesundheitssystems selbst der fortgeschrittenen Industriestaaten. Egal wie hoch oder niedrig die genaue Mortalitätsrate ist.

Die Rechnung ist da einfach: Gehen wir mal von nur 5 % der Gesamtbevölkerung 80 Mio. aus, die ohne alle jetzigen Schutz-Maßnahmen schnell infiziert würden. Das sind 4 Mio. Viele davon stecken das weg und zeigen kaum Symptome. Aber wir können nach den Erfahrungen damit rechnen, dass der Krankheitsverlauf bei einem Fünftel davon so ist, dass sie ins Krankenhaus müssen. Das wären dann 0,8 Mio. Davon wiederum werden 1/10 zu Intensivfällen, was einen Bettenbedarf von ca. 80.000 ergibt. Derzeit gibt es in Deutschland aber nur 28.000 Intensivbetten, und dafür rund 25.000 Beatmungsausrüstungen – und diese sind jetzt schon vor und ohne Corona zumeist benutzt.

Eine brandneue Information. 10.000 Beatmungsgeräte sind zur Herstellung in Sonderschichten von der Regierung bestellt worden. Die Lieferung wird sich jedoch bis zum Jahresende erstrecken.

Wir müssen also die Verbreitung des Virus so lange wie möglich strecken, damit wir nicht an die Kapazitätsgrenzen unseres Gesundheitssystems stoßen. Wenn die schwierigen Fälle nicht beatmet werden, steigt die Mortalitätsrate. Ärzte müssten dann entscheiden, wer an ein Gerät angeschlossen wird und wer nicht – und damit dem Tod preisgegeben wird.

Hier die Grafik dazu, die ich selbst angefertigt habe. Vor einigen Tagen sah ich eine ähnliche in Internet, die sich aber nicht mehr finden lässt.

Grafik Dr. Rudolf Müller, http://www.weltrettung.vision

Reframing – der Nutzen, was wir daraus lernen können und sollen

Reframing bedeutet, die Situation in einen größeren Rahmen stellen und dabei neue, sogar positive Perspektiven entdecken. Natürlich ohne Verschwörungstheorien und Weltuntergangsphantasien inkl. Gottes Strafen.

  • Bewusstsein verstärkt sich: wir sind ein Planet, die Welt wächst zusammen
  • Bessere Zusammenarbeit der staatlichen Behörden ist sinnvoll. Aber wir erkennen auch, welche Politiker wirklich Sorge um die Bevölkerung tragen und sich um Effizienz bemühen, statt leere Worthülsen der Stärke oder über vermeintlich Schuldige zu produzieren.
  • Wir brauchen überstaatliche Welt-Regeln und Zusammenarbeit für solche zukünftigen Fälle inkl. Kommunikation – denn ein Weg zurück ins Mittelalter mit Stadtmauern und kontrollierten Eingängen, äußeren Quarantänezelten, ist uns doch nicht möglich.
  • Das Bewusstsein für Hygiene in der Bevölkerung steigt wieder. Das ist doch gut. Krankenhäuser machen da regelmäßige Schulungen, die daran erinnern. Was durch den Novovirus auch erforderlich ist.
  • Es gibt auch wieder Beispiele von Solidarität der Menschen (Ortschaft Gangelt in NRW) wo sich die Menschen beim Einkaufen abwechseln und gegenseitig stützen.
  • Oder von Solidarität sogar zwischen Staaten: China hat Italien eine Hilfslieferung mit medizinischem Gerät gesandt inkl. 9 corona-erfahrene Ärzte.
  • Firmen und Mitarbeiter erleben mehr home-office, praktizieren neue ungewohnte Arbeitsweisen – und das geht je nach Typ ganz gut. Der Trend wird sich also sicher in Zukunft dorthin verstärken.
  • Einige Firmen werden ihre Lieferketten ändern, wieder mehr im eigenen Land produzieren – in Maßen ist das auch nicht schlecht.
  • Lerneffekte bezogen auf Hysterie und Verschwörungstheorien
  • Sogar eingefleischte Bahnfahrer und Umweltschützer entdecken wieder die Vorteile einer individuellen Autofahrt. Es gibt also ein neues Gefühl für sowohl-als-auch in Maßen statt reiner Lehre und einziger Wahrheit.
  • Seriöse Informationsquellen wie Gesundheitssektor und staatliche Organe rücken wieder mehr in den Vordergrund und damit Fakten statt spielerischer Meinungsmache und Populismus ohne Substanz.
  • Wir lernen wieder zu schätzen, was wir haben.
  • Auch mit weniger sozialen Kontakten und außerhalb großer Mengen können wir eine gute Zeit haben und bereichernde Gespräche führen.
  • Und wir können die Zeit vielleicht nutzen, über uns selbst und unsere Lebensweise nachzudenken. Das könnte sogar bis zu Persönlichkeits- und Bewusstseinsentwicklung gehen, dem Thema dieser Website. Dort liegen die Ursachen aller Problemfelder auf dieser Welt. Wenn wir unser Bewusstsein in der Bevölkerung in großer Zahl verändern, finden wir auch bessere Lösungen für Demokratie, Wirtschaft, Arbeitsplätze etc. Wie können wir das in größerer Zahl erreichen? Für die Entwicklungsländer, beginnend mit Afrika habe ich da einen Weg gefunden. Aber in Europa müssen wir es auf einem anderen Weg erreichen.

Wir gönnen denjenigen, die mehrere Großpackungen Toilettenpapier ergattert haben, ihren Besitz. Sie brauchen das dann länger nicht mehr einzukaufen und dafür Schlange stehen.

Praktische Tipps

Auch aus sozialer Isolation lässt sich im Sinne des obigen Reframings doch einiges machen:

  • Im Haus aufräumen, reparieren
  • Familienrat machen, wie die Familie neu organisiert wird und die Kommunikation sich gestaltet. Die vorhandenen Gesellschaftsspiele hervorholen
  • Die eigenen Energiequellen bewusst aktivieren.: Muße, Natur, Bewegung, Musik hören,  Essen und Trinken, Lesen&Schreiben (z.B. meine auf diese Seite vorgestellten Bücher – den Roman oder das Sachbuch), Hobbies Basteln, musizeren, malen. TV und Filme im Internet will ich gar nicht empfehlen, sie machen uns eher leer als aktiv, wie ich in meinen Seminaren immer wieder höre.
  • Gewonnene und freie Zeit der eigenen Persönlichkeitsbildung und fachlich-sachlicher Weiterbildung widmen. Für die Kinder gilt doch das Gleiche. Und das Internet hat da wirklich reichhaltige Angebote zu machen.
  • Statt Wellness-Hotel: Massage untereinander, Meditationen.
  • Nachbarschaftshilfe. Die Facebook-Gruppe von Antenne Bayern „Bayern hält zusammen“ hat nach nur 4 Tagen schon 26.ö000 Mitglieder! und sicher gibt es im Internet da vieles zu entdecken und aktiv zu erschließen, statt in Langeweile zu versinken oder mit mit zuviel  Filmen zuzudröhnen!
  • Möglichst auch ein Tagebuch der nahen Sozialkontakte damit bei festgestellten Infektionen sich der Weg zurückverfolgen lässt. Das ist kein Petzen, sondern nützlich für die Gemeinschaft.
  • uvam (und vieles andere mehr).

Europa besinnt sich auf seine Stärken

Herausforderungen und Prioritäten Deutschland – und die Finanzen dafür

Wenn man die Medien und das Internet mit Social Media verfolgt benötigen wir aus deutscher Sicht mit Ausstrahlung auf alle (westlichen-) Industrieländer Fortschritte auf folgenden Gebieten

  • Denn selbst wenn der aktuelle sichtbare Klimawandel nicht 100 % menschengemacht wäre, so stehen wir als Menschheit und damit Politik und Wirtschaft in der Verantwortung das Mögliche zu tun. Zusätzlich im erweiterten Feld von Ökologie können wir Verschwendung von Ressourcen sowie Plastikmüll im Meer nicht einfach so weiterlaufen lassen. Das Plastik dringt schon in unsere Nahrungskette ein. Vielfätige Allergien verbreiten sich..
  • Auch die Politik und demokratisches Verhalten befinden sich auf dem Rückzug. Der Weltdemokratie-Index zeigt Rückschläge auf. Und in vielen Ländern, nicht nur USA und Großbritannien zeigen sich Spaltungen in der Bevölkerung. Zunehmend entfremden sich in vielen Ländern Bevölkerungsteile voneinander, in D durch die AfD, verstärkt durch den Flüchtlingszuzug (Ängste, ungerecht empfundene Sozialleistungen)
  • Das betrifft nicht nur politische Einstellungen, auch die sozialen Gegensätze scheinen sich zu vertiefen.

Glücklichewerise gib es auch positive Nachrichten über Dinge die zur Meisterung der Herausforderungen funktionieren. Millionen von Menschen und Hilfsorganisaionen sind dafür engagiert. Wichtige Wirtschaftsführer verlangen werteorientierte Maßnahmen für Klimaschutz und Unternehmensführung.  Sogar konservative Finanzinstitute propagieren De-Investments aus den fossilen Energieträgern. Nur neigen Menschen eher dazu, aufmerksam für Katastrophenberichte statt positiven Trends. Ich selbst habe das gespürt beim Erscheinen meiner Bücher zur Welteettung. Pro Monat interessieren sich bei  Google 800 Anfragen für die Weltrettung, aber 20.000 für den Weltuntergang.

Die nachfolgende Grafik  zeigt diese 3 Prioritätsbereiche:

Die Lage/Herausforderungen

1. Die soziale Frage

Beispiel Haushaltsüberschüsse: In den letzten Wochen überschlugen sich die Meldungen, beim Bund seien es bis zu 19 Milliarden €. Und auch die Länder haben solche zu verzeichnen. Die sollen irgendwie verteilt werden. Natürlich werden sofort Forderungen und Begehrlichkeiten wach u.a. die Steuern senken. Das wird wieder eine Gießkanne, für jeden etwas ausschüttet Aber nichts an der sozialen Frage und damit Kluft in der Gesellschaft ändert. Wieso kommt kein Vorschlag auf die Idee, die vielen Milliarden auf 10 % oder 20 % der untersten sozialen Schicht zu konzentrieren, z.B. auf die Hartz 4 Empfänger oder Niedriglohnempfänger . Wenn das 10 Mio. Personen sind, machen die 10 Milliarden Überschüsse für jeden 1.000 Euro aus – im Jahr.

Und dabei heißt es doch: gib dem Bettler keine Almosen oder einen Fisch zu essen. Lehre ihn besser, selbst Fische zu fangen.

Das führt über die soziale Gerechtigkeit hinaus zu Bildungsgerechtigkeit und damit zur Chancengerechtigkeit. Hier sind doch die Kinder in bildungsfernen Haushalten, zumeist auch noch arme Haushalte, am meisten benachteiligt – trotz kostenloser Kita, Schulbildung und Studium.

Und weiter: müsste die Erbschaftssteuer nicht, anders als eine Steuer in den allgemeinen Haushalt des Staates zu gehen, in einen Fonds fließen, aus dem jungen Erwachsenen vielleicht mit 25 Jahren eine Pauschale ausgezahlt wird, wenn sie keine Erbschaft zu erwarten haben.

2. Die Notwendigkeiten Klimaschutz und Verzichtsforderungen

Irgendwie ist immer von Verzicht die Rede, wenn von Klimaschutz gesprochen wird. Verzicht auf Fleisch, auf Flugreisen, auf Auto und alles Mögliche, sogar auf Heiztemperaturen. Dabei geht es doch darum, dass wir lernen, so zu leben, wie wir es selbst für unsere Zukunft verantworten können.  Genauso wie wir lernen, auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen, müssen wir lernen, persönlich an unsere Zukunft zu denken. Es fällt uns Menschen schwer: in unserem eigenem persönlichen Interesse an unsere zukünftige Gesundheit zu denken. (Rosling, Hans, Factfullness) Wer kann sich in unserer heutigen Zivilisation den Informationen über gesundes Essen entziehen – und lebt doch kaum danach (Zucker, Menge, eigene Zubereitung statt häufiges fast-food etc,).

Wie kann in einer Demokratie die Masse der Menschen es zulassen, dass die Politik nur Minischritte unternimmt, unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder zu gewährleisten? Aber wie können wir von Politikern, Bankern und Unternehmern etwas erwarten, was wir selbst für die eigene Person nicht beherrschen?

3. Der auseinanderdriftende gesellschaftliche Zusammenhalt und die Kommunikation, die sogar Familien spaltet

In dieser Situation sind wir selbst schon deutlich gefordert. Es geht um die Gesetze der Kommunikation untereinander. Den Anderen verstehen lernen, was nicht bedeutet, seine Meinung dann zu teilen. Ja, ein tiefer Sinn von Toleranz.

Hier beginn auch ein Zusammenhang mit politischen Parteien. Was Sozialdemokraten, Grüne, Liberale, Konservative umtreibt sind spezielle Aspekte in unserem Leben, alles wichtige Werte für jeden Menschen. Jeder Mensch hat alle diese Perspektiven in sich, nur in einem verschiedenen Mischungsverhältnis. Und je nach Situation und nach Altersreife kommt eine andere Perspektive zum Vorschein. Für uns alle gilt, was der Psychologe Schulz von Thun mit seinem Wertequadrat sagte: alle Werte sind polar, also gibt es immer einen gesunden Gegensatz. Nur und besonders die Übertreibungen in jeder der beiden Richtungen bringen Ärger.

Auch beim Thema  Ehrlichkeit und sogar Liebe (Übertreibung: Verwöhnen, Ausnutzung) kann man sich das gut vorstellen.

Das Kern-Problem

Sodann wird noch der Kapitalismus verteufelt. Dabei handelt es sich bei notwendigen Änderungen für uns immer um Umgang mit Knappheiten, und im Falle von Klimaschutz verstärkter Knappheit. Dafür gibt es die Ökonomie und die Wirtschaft. Ob wir das nun Kapitalismus oder anders nennen. Mit dem Zusatz Raubtier-Kapitalismus sind doch wieder Werte gemeint. Die letztlich der Mensch in seinem Handeln setzt, das grundlegende ökonomische Prinzip von Ertrag zu  Aufwand ist für den Menschen immer nach seinen Werten abzuwägen.

Das Problem ist doch immer der Mensch mit seinen Werten und darüber hinaus  mit seiner Denk-Faulheit, seiner Bequemlichkeit und Inkonsequenz, auch dem Mangel an Einstellung auf die Zukunft (Gesundheit, Klimaschutz) und vor allem auch…. Seinen Werten (angefangen von der Gier). Das Ganze noch gepaart von verbreitetem Mangel an Selbstbewusstsein – denn etwas mehr „gesunder“ Egoismus des normalen Menschen wäre doch nötig, um aufzupassen, was so in Politik und Gesellschaft passiert und dort zu bremsen oder stoppen.

Dieses Problem beim Faktor Mensch als  Grundübel aller Probleme auf der Welt habe ich in meinem Buch „Projekt Welt verbessern“ deutlich beschrieben. Und wenn wir hier ansetzen, sind wir an der Lösung aller 3 oben genannten Problembereiche und somit Herasusforderungen!

Die Lösung – der Weg

Wir benötigen dafür eine große Aktion in der Persönlichkeitsentwicklung und Bewusstseinsbildung in der breiten Bevölkerung, wie ich es in dem angeführten Buch schon auch für Industrieländer wie Deutschland skizziert habe. Das ist dann so wie Alexander der Große schon den sog. Gordischen Knoten durchschlug. Eine groß angelegte Aktion, die gleichzeitig alle die vielfältigen Probleme angeht und verbessert. Die Milliarden dafür wären da, um Millionen Menschen einzubeziehen!

1. Für die Jugend

  • Mehr spezielles Lehrerbudget für jede Schule, damit Kinder aus bildungsfernen Haushalten auch besonders gefördert werden. Mit 1 Milliarde kann man sicher 15.000 zusätzliche Lehrer bezahlen.
  • Jugendcamps 6 Wochen in Großgruppen von 500 Schülern mit viel Kleingruppenarbeit. Für Berufsorientierung und Ausbildungsweg.
  • Ganz zu schwiegen von der Idee die Erbschaftssteuer nicht in den allgemeinen Haushalt fließen zu lassen, sondern in den oben erwähnten Fonds bzw. eine Stiftung dafür. Aktuelles Aufkommen dieser Steuer nur ca. 6 Milliarden.

2. Für die Erwachsenen (10 % der Bevölkerung einbeziehen)

Großgruppenaktionen mit Kleingruppen von ca. 8 Personen den größten Anteil der Zeit. Fokus liegt dabei auf der Ressourcenorientierung der Teilnehmer und die nachfolgende Umsetzung des Gelernten.

  • Die 4-Stunden-Aktionen in Gruppen von 60 Personen mit Fakten, Werten und Handlungsmöglichkeiten während eines halben Jahres an 56 Standorten parallel. Kosten etwa 22 Mio. €.
  • Großgruppenaktionen nach dem internationalen Standard der Zukunftskonferenz über 3 Tage mit je 80 Teilnehmern. Kosten ca. 100 Mio. €
  • Großgruppenaktionen  von 50 bi s200 Teilnehmern mit dem Schwerpunkt Persönliche und berufliche Bildung für Ziele, Strategie, Berufliche Neuorientierung. Existenzgründung und jeweils Dauer von 5 Tagen kosten je 1 Mio. Teilnehmer ca. 120 Mio. €.
  • Spezielle Online-Angebote für Ziele und Berufliche Neuorientierung

Gelebte Demokratie in großer Zahl

Aus dem veränderten Bewusstsein resultieren ganz natürlich veränderte Verhaltensweisen, die der Klimaschutz dringend erfordert – und der nötige Druck auf die Politik dafür gesetzliche Grundlagen zu schaffen, damit nicht jeder mit dem besten Willen denkt: mein Konsum, meine Flugreisen ändern eh nichts….Es resultieren auch geänderte Denk- und Verhaltensweisen in Wirtschaft und Gesellschaft mit mehr Werteorientierung. Das wird sowohl die Sozialstruktur als auch die Kommunikation untereinander verbessern.

Das ist die Basis für die Zukunft inkl. der Einbeziehung der Jugend. Damit auch genügend erwachsene Menschen mitmachen gibt es  Bar-Teilnahmeprämien. Weil diese zwar gering z.B. nur 300 Euro sind, werden sie automatisch mehr die Menschen anziehen, die das Geld mehr benötigen, statt an alle Bevölkerungsteile und Klientel von den Parteien verteilt werden. Oder an die Gutverdiener, für die 300 € nicht attraktiv sind.

 

Ergebnis – Nutzen – für alle

Was kann man als Ergebnis, als Nutzen dieser Ausgaben/Investitionen für die Gesellschaft erwarten?

Betrachten wir zunächst mal den Erwachsenenbereich. Für mehr als 6 Mio. Teilnehmer diese Großgruppenaktionen durchführen kostet ca. ¾  Milliarde. Die Anziehungskraft speziell im sozial schwächeren Milieu mit einer Prämie von je 300 € treibt erst die Ausgaben gewaltig in die Höhe. Es ist auch sinnvoll, bei Gefallen mehrere Großgruppen zu besuchen, z. B. erst für Ziele, dann für Existenzgründer. Es bietet sich an, nur einmal die Prämie auszuschütten. Aus der Mittelschicht werden auch Teilnehmer kommen. Dann kostet der Erwachsenenbereich vielleicht nur ca. 2 Milliarden. Und das praktisch in einem Jahr. Eine Fortsetzung im Folgejahr ist auf niedrigerem Kostenniveau möglich.

Dafür wird 1/10 der Bevölkerung selbstsicherer und konsequenter. Was die Lebensweise betrifft, das Wahlverhalten, Erwartungen am Arbeitsplatz, sowie eine resultierende Existenzgründeroffensive (mehr Online-Business macht leichteren Marktzutritt möglich, mehr Dienstleister) etc. Durch die Lenkung der Aufmerksamkeit auf positive Möglichkeiten und Entwicklungen.  Speziell bei de Formaten der 4-Stunden und der Zukunftskonferenz muss darauf geachtet werden, die ca. 60.000 Abgeordnete auf Bundes- Landes- und Gemeindeebene als Teilnehmer dabei zu haben. Dies und allgemeinpolitische Grundthemen schaffen mehr Vertrauen von Bürgern in Politik und bauen Verschwörungstheorien ab. Gespräche finden statt und mehr Bereitschaft dafür entsteht.  Es könnte sogar ein Ruck durch Deutschland gehen, wie es der frühere Bundespräsident Herzog einmal in einer Rede gefordert hat.

Teurer und langfristiger wird die Angelegenheit im Kinder- und Jugendbereich. Die zusätzlichen Lehrer im Förderbereich werden sicher nicht nur für ein Jahr eingestellt. Dann laufen diese oben mit ca. 1 Milliarde bezifferten Kosten weiter. Jeder Lehrer könnte sich vielleicht um zusammen 20 solcher bildungsfernen Problemschüler aus mehrere Klassen kümmern. Das wäre bei 15.000 zusätzlichen Lehrern eine  Förderung von 300.000 aus einer Grundgesamtheit von 1 bis 1,5 Mio. Dieser überschlägige Kalkül zeigt, dass diese Aktion mindestens noch verfünffacht gehört.

Die Angabe für das Jugendcamp von 6 Wochen könnte auch noch erhöhte werden. Wenn man davon ausgeht, dass sich dieses auf die Summe aller Schulabgänger aus verschiedensten Schultypen bezieht und gar nicht alle das wollen oder brauchen, könnte man also jedes Jahr mit dem Betrag unter 1 Mrd. auskommen. Es wäre zugleich ein Instrument zur Steuerung der Nachfrage nach Ausbildungsplätzen bzw. zur besseren Anpassung von Angebot und Nachfrage. Auch für das Image von vielen Handwerksberufen.

Alles in Allem – wichtiges Potential der Jugend der Zukunft wird sichtbar für das Leben gefördert. Wie lautet noch der Spruch: „Für das Leben, nicht für die Schule lernen wir.“ Um solche Themen geht es bei allen Facetten der Aktion im Jugendbereich.

Herausforderungen/Probleme der Welt aus „Projekt Welt verbessern“ (von Drl Müller in 2007 entwickelt, in 2014 erstmals im Roman veröffentlicht)

Die aktuellen 17 Sustainable Goals der UN, noch etwas mehr differenziert:

 

Interview zur Weltrettung mit Grenzagentin Anne Knapp

Durch den Weltrettertag habe ich die Grenzagentin Anne Knapp kennengelernt. Sie hat mich auf einer Wiese mit dem Hintergrund der ersten  Alpenberge interviewt. Irgendwie hat sie mein hohes Ziel beeindruckt. Hört und seht wie ich mein Projekt in kurzen Worten schildere. Und ja, ich kenne anscheinend bei meinem großen Projekt keine Grenzen.

Auf der Seite in YouTube, wo ihre Interviews aufgelistet werden, findet sich auch eines mit meinem Partner Stephan Landsiedel vom Weltrettertag im Oktober. Er hat in seinen NLP-Ausbildungsseminaren festgestellt, dass wir Menschen überwiegend eingrenzende Glaubenssätze im Kopf haben. Die gilt es aufzulösen, dass ich auch meine Mission. Dafür will ich die Menschen mit  Bildung und Jobs und Einkommensmöglichkeiten anziehen.

Aus dem Interview

Ich habe davon ein klares Bild, weil ich mit Großgruppentechniken arbeiten werde: Hunderte, ja tausende Menschen sitzen in entsprechenden Räumlichkeiten zusammen (in Afrika in großen Zelten), aber sie hören nicht einem Vortragsredner zu, sondern diskutieren in kleinen Gruppen mit maximal Personen bestimmte Fragestellungen. Dadurch weite sich ihre Grenzen, dadurch ändern sie ihre Vorstellungen von der Welt und auch ihre Vorstellungen, was sie erreichen können in diesem Leben – und dadurch können wir sie auch in Bewegung bringen. Denn wir dieses ganzheitliche Ziel – für Wohlstand und für Frieden und dafür, dass die Menschen sich selbst besser vertrauen, mehr für ihre Sozialbeziehungen tun – erreichen wollen, dann müssen wir tatsächlich sehr viele Grenzen sprengen.

Anne sagte dann zu mir: „Ein Grenzsprenger steht vor mir“. Und fragte weiter nach förderlichen Grenzen etc. Schauen Sie sich das ganze Interview an.

https://www.youtube.com/watch?v=tenqqfqPA_s  Es sind nur 8 Minuten. Ich bin stolz darauf, meine grenzenlose, große Botschaft in so kurzer Zeit dargestellt zu haben.

Bitte liken, teilen und vor allem abonnieren, damit die Grenzagentin bei YouTube ihre eigene Webseite einbinden kann. Das ist der rote button rechts unter dem Videobild.

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Afrikanisches Chefbüro mit vielen Pokalen

Meine nächsten Aktivitäten

Im Dezember war ich großteils wieder in Äthiopien und konnte mit meinem Begleiter Tadios als mein Auftraggeber die Arbeit für Kapitalinvestitionen fortsetzen, alte Kontakte fortführen, neue aufbauen. Die Hauptstadt Addis beeindruckt mich immer wieder mit dem sichtbaren Boom, der aber immer noch nicht genügend Arbeitsplätze schafft, den Zuzug vom Lande aufzunehmen. Vorher war ich einige Tage erstmals in Dubai – baulich sind die dort voraus. Aber Addis ist zugleich die Hauptstadt von Afrika als Sitz der Afrikanischen Union. Gerne würde ich dort den Durchbruch für mein großes, grenzensprengendes Projekt erzielen. Und ich habe schon eine Idee dafür. Darüber mehr im nächsten Blogartikel.

Eine Frau weckt Assoziationen – Kraft, Mut, Einsatzwillen, auch mit Kind auf Rücken

Weltretter-Initiative: Start Regionalgruppe München 29.11.19

In den vergangenen Monaten war Dr. Müller über sein Afrika-Projekt hinaus auch im eigenen Lande aktiv. Es geht um den Aufbau einer „Weltretter-Organisation“ zusammen OOHJ8973mit Stephan Landsiedel, der dafür eine eigene Akademie zur Persönlichkeitsentwicklung gründen wird. Schließlich besteht Einigkeit darüber, dass die Ursache aller Weltprobleme im Menschen selbst und besonderen Schwachstellen seiner verschiedenen Facetten liegt. Das war auch das übereinstimmende Ergebnis von zwei IMG_1255Weltrettertagen am 27.10. in München und 3.11. auf der Fraueninsel im Chiemsee.

Wie man es auch dreht und wendet – immer wieder geht es um Schwachstellen in uns Menschen, die unsere Probleme auf der  Welt bewirken. Bevor wir über z.B. (zu viel) Egoismus klagen sollten wir erkennen, dass wir Menschen oft nicht einmal die eigenen Bedürfnisse spüren, erkennen, formulieren – und am nächsten Tag dann vergessen haben, geschweige denn daraus persönliche Ziele abzuleiten. Wir sind etwas zu bequem, schnell verführbar – und vor allem: können kaum an die Zukunft und die Folgen unseres Handelns denken. Wie man jetzt am Beispiel Klimaschutze wieder sieht. Und wenn man nicht an die menschengemachte Erderwärmung glauben will (weil wir schlecht und ungern an die Zukunft denken) –  was ist mit dem menschengemachten Plastik im Meer, das in unseren Nahrungskreislauf eindringt?

Für die weitere Arbeit der Weltretter-Initiative werden nun Regionalgruppen gegründet. In Kitzingen hat Stephan Landsiedel Alena als Leiterin der Weltrettung-Aktivitäten eingestellt.

IMG_1250Mit der bewährten Moderation des Initiators Dr. Müller werden wir in München nicht lange palavern, sondern in Kleingruppen Aktionsideen auflisten, strukturieren und handhabbar machen. Wenn wir von den tieferen Ursachen der Welt-Probleme ausgehen, benötigen wir sicher andere Herangehensweisen als kluge Appelle und IMG_1174Demonstrationen  und müssen vor allem auch viele Menschen erreichen für erforderliche Bewusstseinsentwicklung (Umdenken) und Persönlichkeitsentwicklung in der Gesellschaft.

Erste Zusammenkunft der Regionalgruppe in 80797 München am 29.11.19 im Freiraum, Saarstraße 5, 1. Stock, um 18 Uhr 30.
Organisationspauschale
für den Abend ca. 10 € je nach Teilnehmerzahl. Für Verpflegung sorgt jeder selbst.

Bitte anmelden.

Und hier finden Sie aktuelle Info über solche und weitere Aktivitäten für die „Welt verbessern„. Sie können auch hier mein Sachbuch und den Roman zum Thema bestellen. Jeder Autor freut sich über Buchbestellungen.