Die Weltretter sind schon unter uns…

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Das neue bahnbrechende Sachbuch ist direkt beim Autor mit Widmung bestellbar. 250 S , 19.80 €, keine Versandkosten. Geben Sie dafür auf der Seite SACHBUCH (Menupunkt oben) unten im Mailkasten (ganz runterscrollen) Ihre Rechnungs- und Lieferadresse ein. Im Buch wird auch die Vorgehensweise beschrieben und erklärt, der ich für die Aktion Afrika/Äthiopien folge.
For English speaking readers here – go to www.world-project.vision. You there find the condensed content.

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Das Sachbuch „Projekt Welt verbessern“ hat sich aus einem Roman über die Weltrettung entwickelt. Darin setzt ein Unternehmer mit positiven Werten den Heilungs- und Rettungsprozess für den Planeten in Gang. Gruppendiskussionen bei Facebook und Xing.  Das Sachbuch stellt quasi das Handbuch zur Verbesserung der Welt dar – eine mission possible. Hinzu kommt, dass den Autor der (innere) Ruf nach Afrika erreicht hat und es werden Aktivitäten dafür entwickelt.

Demokratie und Persönlichkeitsstärkung

Heute mit den Themen und Stichworten

Demokratie und Wahlkampf

Persönlichkeitsstärkung als Baustein der Zukunft: Ziele

Stärkung des Selbstwertes

Persönlichkeitsstärkung in der Schule

Parodie zu Demokratie und Werten

Klicken Sie auf eine Überschrift oder scrollen Sie langsam abwärts.

Aktuell: Demokratie und Wahlkampf

Während des aktuell laufenden Wahlkampfes und auch 2 Triells im TV gehen mir immer wieder meine Gedanken zur Demokratie und den Aufgaben der Gewählten im Kopf herum. Für mein großes Weltrettungsprojekt und mein Buch „Projekt Welt verbessern“ habe ich mich schon intensiv mit Politik und Demokratie beschäftigt. Da bin ich auch schon auf das Thema Bürgerräte gestoßen bzw. Bürgerkonvente.

Auch auf das Thema Wahlen bin ich gestoßen. Schon die alten Griechen hatten das erkannt und oft Losentscheid eingesetzt. Wahlen schaffen Verbindlichkeiten und Dank, den der Gewählte einigen Förderern schuldet. Sodann die ausufernde Lobby. Eigentlich müsste man das ganz abschneiden. Dafür gibt es von Prof. Bouricius (Projekt Welt verbessern, S. 193) schon ein klares Modell mit diesen beiden Grundbausteinen:

–              Die Legislative für jedes neue Gesetz bildet ein „Bürgerrat „durch Zufallsauswahl aus Einwohnermeldeämtern“ von ca. 150 Personen für mehrere Tage bis zu einer Woche in einem Hotel.

–              Das ganze Wahlkampfgetöse reduzieren, im Grunde die Parteien zurückdrängen. Es fördert nicht die Stimmung im ganzen Land, wenn diese sich gegenseitig bekämpfen und verunglimpfen.

Wir Menschen haben nach moderner Psychologie verschiedene „Selbste“ in uns (inneres Team, nach Schulz von Thun). Das ist der grüne Anteil, der liberale Anteil, der soziale Anteil, der konservative Anteil. Alles in von Mensch zu Mensch verschiedener Mischung, aber in jedem Menschen vorhanden. Und je nach Situation übernimmt ein anderer Teil der Persönlichkeit die Führung. Im Moment ist nun mal Klimapolitik die 1. Priorität. Dafür müssen liberales und soziales Denken etwas zurückstecken. Geschweige denn konservativ und Bewahrung, keine Änderungen….

Das Problem ist nur, dass die Bildung von Interessegruppen in Form von Parteien, diese gewählten Interessen dann immer im Vordergrund halten in den jeweiligen Politikern. Die können dann gar nicht mehr auf die eigenen inneren anderen Stimmen hören, die ja auch da sind. Und dazu leben Sie informationsmäßig doch auch in einer Blase, vor allem durch die Parteienbildung. Im letzten Blog über die gesellschaftliche Diskussion habe ich das schon beleuchtet.

Heute habe ich  bei einem privaten Gespräch mit einem Freund wieder darüber gesprochen. Er meinte, dass die Politiker gar nicht mehr an das Wohlergehen der Bevölkerung denken, mehr an innere Ideologien. Das ist natürlich eine pauschale Vereinfachung, aber entspricht der vorherigen psychologischen Gesetzmäßigkeit.

Das ist die eine Seite.

Die andere ist das konstruktive Denken, wie kann man die Demokratie und Mitwirkung des Einzelnen verbessern. Hier möchte ich auf meine Großgruppenideen und die Vorschläge in einem früheren Artikel auf dieser Website hinweisen. Dort sollte man die Politiker mit einbinden! Ganz konstruktiv, nicht als Assessment-Center (Begriff aus der Personalauswahl) für eine Wahl, bei dem man beurteilt, wie sie sich da verhalten. Auch ein schwieriges Thema.

Die vom Verein „Mehr Demokratie“ angestrebten Volksbegehren und Bürgerräte sollen das Ganze verbessern, gehen aber nicht weit genug bei diesen psychologischen Gesetzmäßigkeiten im Hintergrund. Aber wie die Vorsitzende Claudine Nierth im SZ Interview 11.9.21 sagt, sollten zukünftig alle Abgeordneten egal welcher Partei in legislative und politische Entscheidungen eingebunden werden. Das wäre sehr richtig und der Bevölkerung dienlich. Aber wie kann das erreicht werden?

Über allem schwebt das Thema Persönlichkeitsstärkung. Dann ginge es uns allen besser, meine ich.

Persönlichkeitsstärkung als Baustein der Zukunft: Ziele

Auf dieser Blogseite zum Thema Weltrettung wurde schon mehrfach erwähnt, dass Persönlichkeitsstärkung einen wesentlichen Faktor dafür bildet, dass die menschliche Entwicklung mit dem technischen Fortschritt und der wirtschaftlichen Entwicklung Schritt hält. Einen wichtigen Baustein dafür stellt der von mir entwickelte Ziele-Workshop dar, den ich in der Kurzform 6 Stunden im letzten Lockdown ganz auf Online umgestellt habe. Dieser wurde auch schon erfolgreich bei der großen Aktion Tanken für die Zukunft im März eingesetzt. Aktuell wird er von mir praktisch monatlich angeboten.

Es gibt dafür auch schon einen Ziele-Online-Selbstlernkurs mit Superlearning, über den Sie sich hier informieren können. Er geht noch tiefer durch verstärkten Anteil mentaler Übungen und ist auch noch umfangreicher, insbesondere im Schlussteil des Seminars mit der Sicherstellung der Umsetzung.

Stärkung des Selbstwertes

Eine stärkere Zielorientierung wirkt sich positiv auf den Selbstwert aus. Im Prinzip bekommen wir Menschen mehr Selbstwertgefühl, wenn wir das angehen und umsetzen, was wir uns vorgenommen haben.

Es gibt um das Thema Selbstwert eine Begriffsvielfalt, wie Selbstbild, Selbstachtung, Selbstvertrauen etc. Es geht dabei um die Gesamtheit an Vorstellungen, die wir über uns selbst haben. Der Selbstwert ist das Ergebnis unserer eigenen Bewertung. Es ist immer eine Generalisierung. Die persönlichen Grundwerte sind dabei von großer Bedeutung. Im GABAL e.V. habe ich eine Gruppe gegründet, die sich besonders dem Thema Sinn, Orientierung und Werte in der Wirtschaft widmet.

Unzählige Trainer, zigtausende vielleicht sogar hunderttausende sind unterwegs – neben den klassischen Psychotherapeuten, die mit ihren Kursteilnehmern, Klienten und Patienten am Thema Selbstwert arbeiten. Ich würde sagen, nach meiner Lebenserfahrung, 80 % der Menschen habe da ein Problem, leiden dort. Und 20 % brauchen wegen Übersteigerung eher eine Bremse. Ja, es gibt neben dem gesunden Selbstwert oft diese Übersteigerung, die dann vielleicht nur eine Maske ist. Denn jemand mit wirklich gesundem Selbstwert hat es gar nicht nötig, andere besonders beeindrucken zu wollen.

Für die Stärkung des Selbstwertes habe ich ein einfaches Verfahren live für Einzelcoaching oder auch in der Gruppe entwickelt. Es könnte auch mit Großgruppentechniken vervielfältigt werden. Auch Online habe ich es im März schon ausprobiert.

Persönlichkeitsstärkung in der Schule

Es gibt unzählige Vorschläge zu einer Reform der Schulen, um die Jugendlichen besser auf das Leben vorzubereiten. Für unsere Gesellschaft wäre das sehr wichtig. Stellvertretend sollte hier als bekanntester Vertreter Gerald Hüther genannt werden. Aber auch der GABAL-Gründer Prof. Hardy Wagner ist mit seiner Stiftung Stufen zum Erfolg aktiv beteiligt. Er propagiert mit Büchern und Seminaren 4 Stufen zur Entwicklung der Persönlichkeitsstruktur für Schüler:innen und Student:innen:

Dennoch haben es solche Konzepte schwer in Deutschland, aufgrund unseres Föderalismus, in das Schulsystem durchzudringen. Ich sage immer: das Schulsystem in Deutschland ist da dickste Brett, was es zu bohren gibt.

Die bedrohte gesellschaftliche Kommunikation

Diese habe ich schon im letzten Blog angesprochen. Über die Online-Veranstaltung am 24.8. wurde nun ein kurzer Bericht eingestellt. Im November soll die Veranstaltung mit sicher noch größerer Teilnehmerzahl wiederholt werden. Sie ist für viele persönlich wichtig.

Wir wollen beim nächsten Mal noch mehr Raum lassen für die persönlichen Problemsituationen. In Kleingruppen die Möglichkeit bieten, die Situation darzulegen und quasi als kollegiale Beratung einen Weg zu finden – der in der Regel den goldenen Regeln der Kommunikation entspricht, die wir nur zu leicht in emotionalen Gesprächen vergessen.

Parodie oder Utopie – Wirtschaft und Werte

Es war einmal eine Insel auf der viele Menschen glücklich lebten. Die Familien lebten friedlich und zufrieden zusammen und erledigten die notwendigen Arbeiten zum Lebensunterhalt in Arbeitsteilung je nach persönlichen Stärken. Gemeinsam trotzten sie den Unbilden der Natur und der Witterung. Bei einem Sturm ging nahe der Insel ein Schiff unter. Nur ein Mann und eine Frau überlebten den Untergang und konnte sich auf die Insel retten, wo sie freundlich aufgenommen wurden. Sie kamen aus einen entfernten Land namens Utschland.

Sie als Leser ahnen schon wie das weiterging.  Die Neuankömmlinge stellten viele Fragen und wollten die Lebensweise ändern insbesondere die Landwirtschaft anders und effektiver betreiben, die Hütten größer bauen etc. Aber das störte das Gleichgewicht der Natur. Jeder sollte sich mehr anstrengen und die Erträge nach Leistung verteilt werden. Der soziale Friede wurde erschüttert. Noch deutlicher wurden die Probleme, als die Neuankömmlinge zur Stimulierung der Arbeitseinsatzes mit dem Verweis auf „mehr haben als andere“ motivieren wollten.

So kann es passieren, wenn ein ausgeglichenes Wertesystem auf das in den Industrieländern verbreitete recht materielle Wertesystem trifft. Wenn oft der Wert „Familie“ eher Lippenbekenntnis als reales Verhalten darstellt. Weil Erfolg und materielles Wohlergehen im Alltag wichtiger genommen werden. Und auch schon etwas vom Thema Neid angerissen wird.

Wie wird es erst werden, wenn von der Insel zwei Personen nach Utschland kommen…..

Gesellschaftliche Diskussion – bedroht?

Meine nächste Afrika Reise zur Vorbereitung eines ersten Pilotprojektes (proof of concept) verzögert sich weiter. Und die Welt dreht sich weiter um die Sonne. Mit einem Klick auf die Überschrift kommen Sie direkt auf den jeweiligen Absatz. Hier die Themen:

Aktuell: Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ von Annalena Baerbock

Mainstream und Kommunikation mit Übertreibungen

Corona-Aktuell: Impfdiskussion

Parodie

Eyecatcher für Kommunikation: das Bild symbolisiert die Vorgänge im Gehirn

Aktuell: Buch „Jetzt“ von Annalena Baerbock

Die Wellen sind hoch geschlagen bei diesem Buch. Weil Plagiatsjäger Passagen entdeckt haben, die aus anderen Quellen ohne Kenntlichmachung „abgeschrieben“ seien. Nun ist das kein wissenschaftliches Sachbuch, wo Quellen und Zitate nach gewissen Standards deutlich kenntlich zu machen sind. Nein, es ist ein politisches Buch, es zeigt Grundüberzeugungen der Autorin auf. Es zeigt auf, wie sie sich damit befasst hat (eigene Erfahrungen, Betriebsbesuche, nationale und internationale Konferenzen) und wie sie diese in Relation zum politischen Geschäft stellt. Das Buch enthält überhaupt keine einzige Quelle oder Zitat, noch nicht mal ein Literaturverzeichnis. Nur eine Danksagungsliste. Wir erfahren nicht, welche Bücher sie alles gelesen hat, welcher Zeitungs- oder Internetartikel an welchem Tag welche Zahl geliefert hat.

Und dieser Verzicht auf jegliche Quelle, einfach die Konzentration auf Situationsbeschreibungen und Erkenntnisse bis zum Funktionieren der Politik macht das Buch sehr lesenswert. Sonst hätte es sich mit allen vielleicht 200×10= 2.000 Quellen um 50 Seiten zusätzlich zu den 240 gedruckten noch verlängert und wäre nicht so flüssig zu lesen. Das Buch ist also sehr lesefreundlich. Schon die Einleitung mit dem Einstieg aus der Wohnungsperspektive in Berlin ist stark geschrieben und ein hervorragender Auftakt, zu der geballten Wucht in den Ausführungen auf 240 Seiten. Mit unglaublichem Sachverstand und Überzeugungskraft der Beispiele bringt die Autorin und grüne Kanzlerkandidatin alle Probleme der Welt, in Europa und in Deutschland auf den Punkt – und zeigt Lösungskorridore und Wege dahin auf.

Ein erstaunliches Buch für eine Politikerin im aktuellen Tagesgeschehen. Mit einer Offenheit ohnegleichen wird immer wieder erklärt, dass die Politik der Wissenschaft zuhören muss, aber dann eben politische Lösungen im Aushandeln der gesellschaftlichen Interessen – nicht des Einzelfalls – demokratisch eben, anstreben muss. Also Mehrheiten für einen gangbaren Weg finden muss. Und das sei nicht immer einfach, sagt sie deutlich.

Kein Wort von Ökodiktatur. Immer wird darauf hingewiesen, dass für die zu findenden Lösungen nicht nur ökologische, sondern auch soziale Aspekte, Minderheitsinteressen und Freiheitsaspekte sowie Innovation zu berücksichtigen sind. Annalena Baerbock setzt auf die Stärken von Deutschland mit seinem Mittelstand, seinen Ingenieuren und Tüftlern, die uns wettbewerbsfähig halten sollen auf dem notwendigen Weg zur Reduktion der Schadstoffemissionen. Sie schlägt sogar einen Pakt mit der deutschen Industrie vor:

  • Grenzausgleich für Import und Export für die notwendigen Belastungen der Emissionssteuern
  • Erstattung gegen Innovationen.

Eigentlich müsste das Herz jedes Marktwirtschaftlers jubeln.

Im Grunde ist es ein Programm zur Erhaltung unseres Wohlstands angesichts der Herausforderung des Klimawandels und Notwendigkeit zu mehr ökologischem Strukturwandel – denn der Mensch lebt von und in der Natur.

Alles passt gut zu den Gedanken, Ideen und Positionen dieser Website Weltrettung, deshalb empfehle ich es absolut. und habe das auch in ein Video gepackt:

Mainstream und Kommunikation mit Übertreibungen

Die moderne Psychologie hat für das Verständnis des Menschen und seiner inneren Widersprüche das Konzept der vielen Selbste oder auch des Inneren Teams (Schulz von Thun) entwickelt. Danach haben wir Menschen alle verschiedene Persönlichkeitsanteile in uns: das innere Kind, den Optimisten, den Kontrolleur, den Abenteurer. Die übernehmen in einer bestimmten Auslösersituation die Oberhand in unseren Gedanken, quasi als „Stimmen“ und damit Einfluss auf unser Handeln.

Genauso stelle ich mir als Psychologe vor, dass auch die verschiedenen politischen Strömungen in uns vertreten sind. Und dies je nach Erlebnissen und Werdegang der so entwickelten Persönlichkeit. Da ist das Konservative in uns, der erreichtes bewahren will, keine Experimente mag.  Da ist der linke soziale Persönlichkeitsanteil, der auch an die vielen Menschen denkt, die arm sind und benachteiligt. Da ist der Selbst-Anteil mit liberalem Einschlag, der jegliche Vorschriften und Beeinträchtigung von Freiheitsrechten ablehnt. Und da ist auch der Grüne, der schnell an Ökologie und Umwelt denkt. Sicher gibt es noch weitere solche Anteile in uns: der Religiöse, der Spirituelle, der Künstler. Aber bleiben wir mal bei der Parteipolitik: sind nicht bei allen unserem Problemen auf der Welt immer alle Persönlichkeitsanteile erforderlich, um Lösungen zu finden und allgemeine Entscheidungen zu treffen. Was nützt es da, immer nur in einer Richtung zu denken.

Wir tragen also alle nötigen Anteile in uns – aber wenn Menschen sich in ihrer Vorzugsrichtung organisieren, sich z.B. einer Partei anschließen, ist die Gefahr groß, dass sich die Perspektive verengt. Wie schon Watzlawik gesagt haben soll: wenn wir nur einen Hammer haben, wird jedes Problem zu einem Nagel.

Und nun kommt eine weitere psychologische Komponente hinzu: unser Hang, Werte zu übertreiben. Werte (was wir für wichtig im Leben und als Lebensweise erachten) müssen immer in einer Balance stehen – die sich zwar nach unseren Lebenserfahrungen entwickelt und verändert – aber es darf nie auf Dauer nur ein Wert maximal angestrebt werden. Denn dann neigen wir zu Übertreibungen, was schon vorauseilend in unserer Gesprächsführung sichtbar wird. Wenn sich eine Person mit einem starken Wert „Ordnung“ mit einer anderen unterhält, die einen starken Wert Flexibilität/Spontaneität lebt, wie werden die miteinander sprechen: Der Ordnungslieber wird dem anderen Chaos vorwerfen, der Flexible dem Gegenüber Sturheit, Pedanterie, Bürokratie.

Und so nehme ich es in der Politik war: der Liberale wittert beim Grünen den Hang zur Ökodiktatur, der Grüne bei dem anderen die ungebremste Zügellosigkeit ohne Rücksicht auf andere. Und so weiter. So wird dann schon bei den Berufspolitikern das Verunglimpfen anderer der Bevölkerung vorexerziert. Deshalb ist auch das Buch von Annalena Baerbock so gut zu lesen, weil es ziemlich frei von diesen Übertreibungen und Vorwürfen ist. Dabei, ich wiederhole es, ist ein vertrauensvolles Zusammensetzen und einander zuhören für konstruktive Lösungen erforderlich.

Und jetzt kommt nun, wie ist in letzter Zeit in Leitartikeln oft untersucht wird, die zunehmende Polarisierung in gesellschaftlichen Diskussionen hinzu. Diese wir oft als „cancel culture“ bezeichnet und damit ist gemeint, dass man geächtet wird, wenn die eigene Meinung vom sogenannten Mainstream (und der eigenen Blase) abweicht. Beispiele sind Corona, Umweltschutz und me-too bis zum sprachlichen Gendern oder auch die sogenannten Verschwörungs“theorien“.

Bei dem vorstehenden und auch dem nachfolgenden Thema spielt das alles eine starke Rolle. Ich organisiere dazu am 24. August eine Online Veranstaltung.

Corona-Aktuell: Impfdiskussion

Wenn ich in den sozialen Medien unterwegs bin, begegnet mir das Thema natürlich ständig. Die Impfgegner sind dort meiner Meinung nach überrepräsentiert. Und immer wieder wird von ihnen die Tatsache vergessen bzw. weggelassen:

  • Es gibt gegen keine Krankheit eine hundertprozentige Immunität für Jeden.
  • Corona ist nun mal ansteckend, ohne dass man es selbst (schon) merkt, auch wenn man selbst kaum Symptome hat.
  • Wenn wir die freiwillige Herdenimmunität nicht erreichen, muss der Staat als verantwortlicher Akteur für die Interessen der Allgemeinheit, entweder eine Impflicht erlassen (was auch keine Diktatur wäre) oder Ungeimpfte zum Tragen einer Kennzeichnung verpflichten (was auch nichts Schlimmes wäre, dann kann jeder von diesen „Abstand“ zum eigenen Schutz trotz Impfung halten). Der sich davon Ausgeschlossene kann den Zustand durch Pieks beenden (bestimmte Länder kann man heute ohne bestimmte Impfungen auch nicht besuchen).
  • Oder der Staat lässt zu, dass unser Gesundheitssystem in diesem Winter wieder deutlich beansprucht wird, wenn die Ungeimpften auf die harte Tour immunisiert werden (nicht durch einfache Pieks sondern wochenlanges Fieber, oder Kopfschmerzen oder eben erforderliche Krankenhausaufenthalte).Wenn man die Impfgegner nach ihrer Wahl fragt werden sie wie die Raucher antworten: „das trifft nur andere, aber nicht mich“ (…..und eigentlich glaube ich nicht daran, dass es Corona überhaupt gibt, alles nur Erfindung der Pharmaindustrie etc.)

Und da gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Die Sterblichkeit unter den Geimpften steigt in einigen Monaten stark an. Die Impfstoffe sind ja erst vor 1 Jahr erstmals getestet worden und Langzeitfolgen lassen sich trotz EMA etc. nicht ausschließen. Wie es in den betreffenden Kreisen heißt: die Gepieksten werden (fast) alle in einem Jahr sterben. Dann ist Ruhe. Aber wenn wir Geimpften alle sterben so doch bitte mit Humor. Deshalb beschreibe ich dies nachstehend in Form einer Parodie.

Parodie

Die Science-Fiction hat schon vielfältige Scenarios der Zukunft entworfen. Gut in Erinnerung ist mir die Geschichte von unserem Planeten, der sich auf atomarer Ebene verdoppelt und auf der einen Erde leben nur noch die Frauen, auf der anderen nur die Männer. Mit viel Menschlichkeit und Sachverstand wird nun spannungsreich erzählt, in abwechselnden Kapiteln, wie sich die Geschlechter mit der Situation abfinden, welche Lösungen sie  u.a. für die Fortpflanzung erarbeiten. Das Schlusskapitel verrate ich nicht.

Jetzt stellen wir uns in der Endphase der Corona-Pandemie einfach mal vor, dass die Impfverweigerer Recht haben. Etwa Mitte 2022, gerade ist der ganze Planet durchgeimpft, steigt die Sterberate abrupt. Man braucht einige Monate, um zu erkennen: nur die Geimpften sterben. Aber es ist für sie zu spät. Nach 18 Monate sind alle auf der ganzen Welt tot, nur die Ungeimpften haben überlebt.

Was hat sich dadurch verändert? Kann es sein, dass die große Mehrheit der Ungeimpften misstrauische Menschen waren, die anderen Menschen und speziell der Regierung alles Schlechte zugetraut haben. Fehlt jetzt der Optimismus der Menschen und auch der Humor im Unglück? Spinnen Sie diese Parodie-Geschichte einmal selbst durch. Die gesamte Pharmaindustrie weggestorben. Und was ist mit den Pflegekräften und Lehrpersonen? Und den Mitarbeiter der gleichgeschalteten Medien und Hofberichterstatter für die Regierung. Ja, ganze Berufsgruppen gibt es nicht mehr. Und auch noch kaum ehemalige Politiker (denn auf der ganzen Welt gab es doch Lockdowns und Impfungen).

Eine wunderbare neue heile Welt entsteht. Die Weltbevölkerung ist auf unter 1 Milliarde geschrumpft. Es gibt mehr Autos als Menschen, die sie fahren können und auch genug Villen und Häuser. Staus und Abnutzung der Autobahnen auch nicht mehr – freie Fahrt für freie Bürger. Können die überlebenden misstrauischen Menschen gegen jede Organisation und Macht doch zusammenarbeiten? Was passiert, wenn überwiegend Männer die Katastrophe überleben – oder wenn es die Frauen sind? Die Notwendigkeit für Klimaschutz wird erst mal entfallen. In Deutschland statt 84 Millionen nur noch unter 10 Millionen Einwohner, wird das nicht paradiesisch? Ihrer Fantasie sind in dieser Parodie keine Grenzen gesetzt.

Nächster Artikel im September: Persönlichkeitsstärkung

Welt verbessern – Bücherlesung und Diskussion

Die Fragen wie es auf der Welt weitergeht mit Klimawandel und anderen Problemen habe ich mir schon vor 14 Jahren gestellt, als ich meine Roman-Trilogie „Rettung der Welt“ begann. Heute im Ausklang der Pandemie ist dies aktueller denn je. Ich habe damals eine Weltmatrix mit 9 Problemfeldern entwickelt, übersichtlicher als Jahre später die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (SDG). Ich ging als Unternehmer und Psychologe natürlich mit der Umsetzung einer Lösung an die Fragestellung. Vor einigen Jahren habe ich dazu noch das Sachbuch (Projekt Welt verbessern) geschrieben und derzeit erlebe ich wie die Lösungen, die teils mit technischen Durchbrüchen in eine Reifestadium kommen, nun der weltweiten Umsetzung harren. Dafür bin ich selbst als Sozialunternehmer weiter aktiv.

Für den Donnerstag 29. April lade ich Sie zu einer Bücherlesung ein. Dort stelle ich zunächst mit einigen Passagen aus meinen Büchern die Gesamtdramaturgie und die Lösungs-Ideen vor. Danach gibt es sicher eine spannende und engagierte Diskussion. Online haben wir ja die Zeit, dieses Engagement auszuleben. Sie werden erstaunt sein, wie sich Ihre Perspektive für die Zukunft verändert. Denn der Weltuntergang findet nicht statt! Hier die Inhalte des Abends.

Zum Roman

https://weltrettung.vision/roman/ und Video https://www.youtube.com/watch?v=EjoNr4dEXO4

Zum Sachbuch

https://weltrettung.vision/sachbuch/ und Video https://www.youtube.com/watch?v=GsA-dqxatC4&t=61s

Ich freue mich auf den abwechslungsreichen Abend, zwischendurch auch in Kleingruppen für den Austausch und Kennenlernen Gleichgesinnter. Für Sie Online bequem und klimaschonend von zuhause aus.

Termin: Donnerstag 29. April um 19.30 Uhr. Dauer ca. 2 Stunden.

Anmeldung erforderlich für die Zusendung des Zoom-Links während des Tages.

Über vorherige oder anschließende Buchbestellungen freue ich mich als Autor natürlich. Sie erhalten das Buch mit persönlicher Widmung von mir. Dafür ist der Abend kostenlos.

Und mein Bonus: Die ersten Jahre, als ich den Roman schrieb (über 1.500 Seiten für 3 Bände) habe ich immer gedacht, ich sei nur Autor. Ich fühlte selbst keinen Ruf nach Afrika wie Karl Böhm, der dann dort seine Stiftung „Menschen für Menschen“ aufgebaut hat. Aber dann hatte ich eine kleine Operation und mein „Erweckungserlebnis“. Davon werde ich auch erzählen.

Sie werden erfahren:

  • Was ist die tiefere Ursache aller Weltprobleme?
  • Welche Strategie zu Lösungen gibt es? Und welche Bewegungen und Trends dafür laufen schon?
  • Gibt es überhaupt positive Nachrichten angesichts der Problemberge über den Klimawandel hinaus?
  • Welche technischen Durchbrüche können wir dafür erwarten?
  • Wie hängen Wirtschaftswachstum, Klimawandel und Energie zusammen?
  • Wie hängen Bevölkerungswachstum, Bildung und Wirtschaftswachstum und Gender zusammen?
  • Warum ist das alles (scheinbar) so aufwendig und schwierig?

Aktuelles und Corona im Projekt Weltrettung

Hier lesen Sie als aktuelle Punkte beim Projekt Weltrettung
Aktion Tanken für die Zukunft
Demokratie
Nachhaltigkeit-Enkeltauglichkeit bis zum Gemeinwohl
Corona Stand April2021
Die Geschichte vom Chip bei der Impfung

Aktion Tanken für die Zukunft

Der Sinn der Aktion war, die Kernelemente der Persönlichkeitsstärkung als zentraler Ansatzpunkt für ein gesundes Leben auszuprobieren. Das ist auch Online in 3 Tagen weitgehend gelungen. Bei einer Wiederholung würde ich neben der eigentlichen Persönlichkeitsstärken in den Tagen 1 (Ich) und 2 (Du) doch mehr Zeit für die weiteren Themen Wirtschaft, Demokratie und Gesellschaft sowie Umwelt und Nachhaltigkeit verwenden.

Das Schichtenmodell, verbunden mit den 4 Lebensfeldern

Diese Grafik stammt ursprünglich aus GWÖ-Präsentationen. Die äußeren 3 Schichten zeigen das Zusammenspiel von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft auf. Darin wird deutlich, dass die Umwelt unsere Hauptgrenze für die Entwicklung der Menschheit darstellt. Den inneren Kern mit dem Persönlichkeits-Ich habe ich bei Tanken für die Zukunft hinzugefügt. Das ICH ist dabei zunächst eingebettet in die 4 Lebensfelder (physische und psychische Gesundheit, Beziehungen mit Familie, Beruf und Berufung, sowie die materielle Sphäre mit den Finanzen).

Das in der Pilotaktion 16.-18. März sichtbar gewordene Problem: die Anziehungskraft auf die breite Bevölkerung. Da Menschen es wohl überwiegend vorziehen, in ihrer Komfortzone zu bleiben und sich nicht zu verändern, ist Persönlichkeitsstärkung alleine nicht attraktiv genug. Hier muss für Deutschland und die Industrieländer noch mehr hinzukommen. Das führt zum Konzept verschiedener Zielgruppen mit sichtbarem Nutzen.

Für Afrika ist das einfacher: Dort wird eine breite Bevölkerung mit der Aussicht auf Einkommen und Jobs erreicht. 13 Tage Workshops und Folgeaktionen beinhatten dann den nötigen Anteil für Persönlichkeitsstärkung. In einigen Wochen plane ich meine nächste Reise dorthin und hoffe, im Sommer dort eine erste Basisaktion durchzuführen.

Bei diesem Projekt hilfreich sein wird auch die parallele Aktion von Martin Schöller „Afrika first“, der sich auf die Finanzierung von Afrikas Infrastrukturbedarf bezieht.

Demokratie

Durch die vorherige Aktion habe ich mich schon mehr mit unserem Demokratieverständnis befasst als vorher bei der Abfassung von „Projekt Welt verbessern“. Das gilt insbesondere den Aktivitäten von Verein „Mehr Demokratie“ mit einigen Bürgerräten in Deutschland – wie zuvor schon in anderen Ländern. Dort werden auch Großgruppentechniken eingesetzt. Ich habe jetzt schon einige Online-Veranstaltungen des Vereins erlebt und mir angeschaut, wie die letzte Aktion Online Bürgerrat mit ca. 50 Stunden ablief und welches Ergebnis dieses gebracht hat. Dabei fiel mir auf, dass das erarbeitete Leitbild sich sichtbar auch mit einer notwendigen Persönlichkeitsstärkung befasste.

Konsensierungsfächer

Am 9.6.habe ich die Veranstaltung „Systemisches Konsensieren“ mit meinem „Erfolgsforum“ und Georg Paulus als Referent geplant. Der Kern des Themas ist mir schon länger bekannt. Wir werden darin praktisch erleben, wie Entscheidungen im Unternehmen (und auch in der Politik) durch das SK gewinnen in der Qualität und auch der Unterstützung der Umsetzung durch die Beteiligten gewinnen. Ich überlege, ob ich noch ein kleines Co-Referat über die Anwendung in Bürgerräten und einem neuen legislativen Gremium, welches sich der Lobby und der einseitigen Kommunikation zwischen politischen Strömungen entzieht, dort präsentiere.

Nachhaltigkeit, Enkeltauglichkeit bis zum Gemeinwohl

Seit einem halben Jahr bin ich auch  Mitglied der GWÖ und bringe mich dort aktiv ein. Für die GWÖ-Thematik habe ich schon 2 eigene Veranstaltungen ausgerichtet, die gut besucht waren. In verschiedenen weiteren Veranstaltungen wurden der Verein und seine Aktivitäten mit präsentiert. www.ecogood.org . Die Mitglieder sind äußerst aktiv und mehr als 500 Unternehmen habe eine freiwillige Gemeinwohl-Bilanz erstellt und berichten, dass sie davon in der Unternehmensentwicklung sehr profitiert haben.

Grafik aus der Einladung zur Veranstaltung am 13.4.2021 mit Stefan Angermüller

https://erfolgsforum.wordpress.com/2021/03/31/zukunftstauglich-wirtschaften/

Corona Stand April21

Seit dem letzten Artikel Corona 7 läuft nun schon der Lockown. Damals war die Erwartung ausgerichtet auf einen kurzen Lockdown übergehend in den Start der Impfung.

In Europa hatte niemand damit gerechnet, wie schnell die Impfstoffe verfügbar werden. Noch keine Zahlungs- und Liefer-Verpflichtung eingegangen, als die USA und UK schon im Sommer hemdsärmelig fest bestellten und in 26 EU-Staaten Biontech noch völlig unbekannt war. Obwohl Biontech als erste in die Phase 3 der Impfstofftest im Sommer 20 eingetreten war. Also holpriger Start in der EU und zu wenig Lieferzusagen. Sogar mehr Export aus der EU. Nationaler Egoismus kommt hoch.

Auch die Diskussion, ob Geimpfte Vorrechte haben für Gaststätten, Kino- und Konzertbesuche etc war am Anfang ethisch hochstehend, zerschellt nun aber an der Realität eines Rechtsstaates: Wenn durch Ansteckungsgefahr Einschränkungen Grundrechte legitim waren, so gilt dies nicht mehr nach einer Impfung. Ergo werden sich dafür Vorrechte im Impfausweis ergeben.

Noch einige Wochen werden wir wohl durchhalten müssen, bis die Impftätigkeit, die im April massiv zunimmt, quantitativ über die Virus-Mutationen siegt. Auch die Verfügbarkeit und der Einsatz von Schnelltests werden dabei nötig sein.

Die Geschichte vom Chip bei der Impfung

(Parodie am 1.4.2021)

ENDLICH BIN ICH GEIMPFT! Zweimal ein kleiner Pieks. Ich hatte mir nach all den Postings zum Chip von BG schon so was Ähnliches gedacht. Als Gründer von Microsoft würde der Chip doch sicher eine digitale Wirkung haben. Und tatsächlich zu meiner Überraschung: ich bin jetzt ständig mit dem Internet verbunden und kann mit Augenbewegungen die Kommandos geben. Das ist einfach toll. Keinen Bildschirm mehr, keine Tastatur. Und ich sehe immer so groß oder wie mit einem Mikroskop, wie ich meine Augen einstelle.

Aber das Tollste kommt noch.

Nach 2 Tagen hatte der Chip wohl gemerkt, dass ich regelmäßig meditiere. Da ließ er mich schon mal einen Blick in das Bankkonto von BG werfen. Aber seitdem er entdeckt hat, dass ich Webseiten wie www.weltrettung.vision und noch dazu in Facebook die Gruppe Weltrettung habe, kann ich auch Überweisungen davon tätigen. Sogar ohne PIN etc, denn der Chip weist mich wohl einfach als berechtigt aus. Kein Problem, wenn die Summe mal 7-stellig ist.

Für meine englische Seite www.world-project.vision habe ich es schon probiert. Auch bei betterplace.org und startnext.com funktioniert es mit einer Spende. BG hat wohl erkannt, dass er auch nicht weiß, wo überall ein Retter benötigt wird und setzt so auf Dezentralisierung und die Schwarm-Intelligenz. Da ist der Chip bei mir an der richtigen Stelle!

Und gleich werde ich auch was Gutes tun für www.ecogood.org, also die Gemeinwohlökonomie. Und bei www.Gabal.de für meine neue Gruppe dort „Sinn, Orientierung und Werte in der Wirtschaft„.

Ja, so macht das Leben noch mehr Spaß, Leute lasst Euch impfen und tut Gutes. Ihr werdet schon wissen, was zu unterstützen ist. Vor allem die Persönlichkeitsstärkung für die breite Bevölkerung. Und mein Afrika-Projekt ist nun auch finanziert.

Feedback von Lesern:

Toller Autor

7 -stellig vor oder nach dem Komma.

Meine Kontonummer ist….

Gute Idee..

Wer ist denn BG? … Aha…

Gerne nehme ich noch weitere Feedbacks entgegen.

Tanken für die Zukunft

Als Optimist bin ich der Meinung, dass wir auch in Europa nach holprigem Start nun bald die Pandemie unter Kontrolle bringen. Dann beginnt das Aufräumen in der Wirtschaft und zugleich das Bewusstsein, was diese Krise uns gelehrt hat: Die Bedeutung unserer sozialen Beziehungen. Ich befasse mich schon explizit dieser Zukunft und habe aktiv das Projekt „Tanken für die Zukunft“ gestartet. Es handelt sich um eine revolutionäre Pilotaktion der Weiterbildung: alles was man zur Stärkung der Persönlichkeit in unserem heutigen komplexen Leben benötigt, gepackt  in einen 5-tägigen Online-Workshop. Wir suchen 50 Teilnehmer: 1/3 Studenten und 2/3 Kurzarbeiter, auch noch ein paar Trainer dabei, die das Konzept weitergeben wollen. Das Ganze ist kostenlos für die Teilnehmer. Eine Charity-Aktion, um zu evaluieren, ob solche Stärkung von Persönlichkeit und Bewusstsein in breiter Bevölkerung mit Großgruppentechnik möglich ist.

Wie Sie Ihre Kraft stärken für ein gutes Leben

Workshop 16. bis 18. März 2021 – Online
Machen Sie mit! Seien Sie dabei!
Es erwarten Sie 3 spannende Tage, die Ihnen helfen, ein gutes und erfolgreiches Leben in dieser komplexen Welt zu führen. Sie werden einen Sprung nach vorne machen und Ihren ganz persönlichen Weg einschlagen.

Die Menschheit hat in den vergangenen Jahrhunderten große Fortschritte gemacht. Besonders in den Industrieländern sind wir materiell abgesichert, dank moderner Medizin können wir Herzen transplantieren, extreme Armut und Gewalt sind zurückgegangen. Doch nun stoßen wir an planetare Grenzen. Das Klima erhitzt sich, immer mehr Arten sterben aus, in den Ozeanen trudeln gigantische Müllinseln, Mikroplastik ist überall. Die gute Nachricht: das Bewusstsein dafür steigt.
Die technische Entwicklung schreitet rasant voran. Die soziale Kompetenz hinkt jedoch hinterher. Darum möchten wir Sie einladen, den Turbo einzuschalten für ein gutes Leben in der Zukunft.

Das nehmen Sie mit:

  • Stärkeres Einstehen für Ihre Bedürfnisse und Interessen
  • Mehr Fokus auf Gesundheit und Wohlergehen (gesunder Egoismus)
  • Persönliche Stärken trainieren wie soziale Intelligenz & Selbstwert
  • Mehr Effektivität im Beruf, steigende Chancen für Verdienst und Karriere
  • Studenten: Mehr Effektivität in Deiner Lernstrategie. Diese und mehr Konsequenz wird Dein Studium beschleunigen und Deine Berufszielfindung bereichern.
  • Handlungsspielraum & Perspektive erweitern
  • Konsequenter die eigenen Ziele verfolgen
  • Smarter mit Geld umgehen und finanzielle Intelligenz entwickeln
  • Wertschätzung und Anerkennung geben und bekommen
  • Reiche Kommunikation und tiefes Zuhören lernen
  • Demokratie: Mitmachen, sich engagieren, einbringen und mitmischen
  • Sie wirken daran mit, die Welt ein Stückchen besser zu machen

Wie geht das?

Wir möchten Dich einladen zu einem 3-Tages-Workshop zu den Themen Wir & unsere Beziehungen, Wirtschaft, Demokratie & Nachhaltigkeit. Es handelt sich um ein Pilotprojekt, entwickelt von einem kleinen Team von erfahrenen Trainer*innen: Sandra Maria Fanroth, Dr. Rudolf Müller, Markus B. Ländner.
Mit modernsten Methoden, Nutzung aller Sinneskanäle (auch online), viel persönlicher Beteiligung, fühlbarem Nutzen und … Überraschungen. Eben: Wie Sie Ihre Kraft stärken für ein gutes Leben.

Tag 1 – Ich: Meine Stärken und Werte, Denkmuster und Selbstwertgefühl, Emotionale Inteligenz

Um das ICH herum gibt es 4 Schichten, die relevant für die Kraft und Zukunft sind

Tag 2 – Du/Wir: Emotionale Intelligenz, Umgang mit Konflikten, Pflege lebendiger Beziehungen
Wirtschaft: Effektiveres Arbeiten, smarter Umgang mit Geld beim verdienen und ausgeben, Wirtschaften für das Gemeinwohl

Tag 3 – Nachhaltigkeit/Umwelt: Nachhaltig konsumieren, in Kreisläufen denken, was wir tun können
Demokratie/Gesellschaft: Sich engagieren, Konsens finden, in Bürgerräten mitwirken – sowie
Umsetzung: Ziele klären, Schritte planen, Umsetzung sichern, Netzwerken

In den 3 Tagen enthalten sind kurze live-Vorträge mit anschließender Kleingruppenarbeit von
Werner Furtner, Gemeinwohlökonomie, www.wernerfurtner.de
Martin Reh, Geld verdienen – Nutzen bieten www.martin-reh.de
Peter Kaepernick, Kreislaufwirtschaft, www.StrategieCentrum-Oberrhein.de
Nico Paech, Postwachstumsökonomie, www.postwachstumsoekonomie.de

Termin                         16. bis 18. März 2021
Seminarzeiten          Di – Do 13 bis 20 Uhr, mit 45 Minuten Pause
Ort                                Online per Zoom, abwechslungsreich und spannend
Leitung                         Dr. Rudolf Müller, Sandra Maria Fanroth
(www.fanroth-training.de) und Markus B. Ländner
Gruppengröße          max. 50 Teilnehmende
Teilnahmegebühr    kostenlos
Anmeldung                 per Email  Dr.Rudolf.Müller@t-online.de

Sie erhalten darauf einen kurzen Fragebogen zu Ihrer Person, weil wir Alter, Geschlecht, Qualifikation etc. gut mischen möchten. Sie können von dort auch Flyer zur Weiterversendung an andere Personen bekommen, die auf 2 Seiten etwas kürzer als dieser Text hier sind.

Durchhalten und 2.Welle brechen – Corona 7

Sie lesen hier die aktuellen Fakten durch nachlassende Disziplin und Maskenmüdigkeit, aufkommende Hoffnung,  Corona-Leugner in deutscher und weltweiter Perspektive –  und was wir persönlich tun können. – Nun ist sie doch auch bei uns angekommen: die 2. Welle. Wohl weil nach den niedrigen Zahlen im Sommer und Urlaubszeit und Nachlässigkeit wieder das exponentielle Wachstum der zwischen Juni und September kaum noch sichtbaren und merkbaren Infektion ausgelöst haben.

Die aktuelle Lage

Erneut können wir ab Anfang Oktober ein exponentielles Wachstum bei Neuinfektionen, in der Krankenhausauslastung mit Intensivbetten sowie auch bei den Todesfällen beobachten.

Intensivpatienten COVID in Deutschland bis 10.11.20

Hier ist die deutliche Kurve der laborbestätigten CoVid-19-Intensivpatienten. Am 18. April kurz vor dem Höhepunkt vor den 3.000 war nach 3 Wochen Lockdown die 1. Welle gebrochen und die Auslastung der Krankenhäuser ging zurück. Die Angst vor der Überlastung des Gesundheitssystems und zugleich Notwendigkeit „flatten the curve“ hatten damals zu Schließungen von Kitas, Schulen und Einzelhandel sowie Gastronomie, Friseuren, Kosmetik- und Fitness-Studios bis zu Freizeiteinrichtungen aller Art geführt. Sämtliche Messen wurden deutschlandweit abgesagt. Es gab damals keine Vorräte von Schutzmasken und Schutzkleidung. Im Sommer war dann kaum etwas von COVID in Intensivstationen zu spüren. Ab 1. Oktober mit schon 362 Intensivpatienten hat sich innrhalb von 4 Wochen deren Zahl auf 1.569 erhöht. Das ist eine Vervierfachung. Und danach bis 10.11. auf 3.059, das ist alleine eine Verdoppelung in nur 2 Wochen und schon höher als im April! Noch einmal – und dann wird es kritisch.

Und so sieht es nachstehend mit dem extremen Ergebnis bei den Todesfällen von COVID aus. Bei meinen früheren Corona-Artikeln musste ich selbst die Tagesstatistiken erstellen. Jetzt veröffentlicht auch das RKI eine Grafik mit der täglichen Anzahl. Die ersten Apriltage waren es noch täglich zwischen 250 und 300, im Sommer fiel diese Zahl auf nur ca. 5. Dann stieg die Kurve wieder steil an auf fast 150 (am 11.11. sogar 261 an einem Tag, wie im April). Zu hoffen ist, dass durch die neuen Maßnahmen ein Stillstand und dann die Absenkung erreicht werden kann. Kumulierte Zahlen von Todesfällen sind da nicht so aussagekräftig.

Tägliche COVID-Tote in Deutschland bis 11.10.20

2. Welle brechen, aber wie?

Der Sinn ist im Prinzip richtig: Jeder soll seine sozialen Kontakte auf 1/4 reduzieren. Im Unterschied zum Lockdown im März

  • Sollen die Einschränkungen nur für November gelten
  • Einzelhandel und Friseure bleiben offen
  • Schulen und Kitas bleiben auf
  • Hotels nur für geschäftliche Gäste und Dringendes

Wenn man in die Nachbarländer schaut, kämpfen diese derzeit schon oft mit voller Auslastung des Gesundheitssystems. Der Sommer – mit geringerer Ansteckungsgefahr im Freien war nur eine kurze Verschnaufpause. Die Maßnahmen sind durchgehend härter als bei uns. Für Vergleiche sollte man immer auf die Relation zur Bevölkerungszahl und pro Tag schauen. Kumulierte Zahlen sind da auch nicht hilfreich. Hier die aktuelle Statistik vom RKI, wo Deutschland bei den Ländern über 5 Mio. Einwohnern ziemlich hinten liegt im Durchschnitt der vergangenen 7 Tage. Deutschland bei 2, mit Spanien bei 9, Schweiz bei 8, Frankreich über 7, Italien 6, Großbritannien 5, USA bei 3 (also nicht mehr so schlimm wie es die kumulierten Zahlen zeigen). Der Schwerpunkt der Pandemie liegt damit derzeit in Europa und immer aktuell bezogen auf die jeweilige Bevölkerungszahl. Hier geht es zur Quelle dieser Daten mit noch vielen weiteren interessanten Informationen weltweit. Wie man auch sieht, hat Österreich aktuell täglich doppelte Tote im Vergleich zu Deutschland.

Aktuelle Todeszahlen in den größten Ländern pro Tag und 1 Mio. Bevölkerung – der richtige Vergleich

Corona-Leugner

Aber genauso wie ein abgewählter Präsident dies nicht wahrhaben will, leugnen Corona-Skeptiker die Toten durch Corona (Grippe, Vorerkrankung) oder sehen nur auf die Zahlen vor einigen Monaten in Deutschland (negieren unsere Nachbarländer) und leere Krankenhäuser in der Provinz. Oder oder sie missachten die großen Ansteckungsgefahren, bevor man selbst Symptome hat und das schnell resultierende exponentielle Wachstum. Bei 90 % der Videos oder Artikel, die sie mir senden, sehe ich als geübter Zahlenmensch sofort, was in deren „Beweisführung“ fehlt. 2 + 2 ist eben nicht 3, da benötige ich noch nicht mal weitere Quellen und Fakten. Aber als Psychologe weiß ich auch: der Mensch verlässt ungerne seine Komfortzone und verdrängt Probleme. Dazu haben viele noch ein tiefes Misstrauen gegen den Staat und glauben nicht veröffentlichte Zahlen.
Im Gefolge dessen seien natürlich alle ergriffenen Maßnahmen unverhältnismäßig, nicht genug legal beschlossen etc. Und natürlich kann man über jede Maßnahme selbst diskutieren – wenn man auch von den faktischen Gefahren ausgehen muss.

Dabei – und das möchte ich hier ganz deutlich zum Ausduck bringen: wenn die Infiziertenzahlen wieder so schnell steigen, wird die mangelnde Disziplin zum Abstand und Maskentragen auch durch die Corona-Leugner gefördert. Sie tragen damit Verantwortung an den steigenden Todesfällen! Wir haben ganz andere Probleme als AHA! Dafür könnte und sollte man demonstrieren, z.B. Klimaschutz und soziale Probleme, marode Schulen, Chancengleichheit etc. Die Liste kann beliebig lange verlängert werden!

Und wie geht es nun mit der ‚Wirtschaft weiter?

Sie ist unsere Existenzgrundlage. Sie muss alle Lasten tragen und später auch wieder „erwirtschaften“, d.h. Steuern für die derzeit aufgenommenen Schulden. Der Aufschwung vom 3. Quartal wird nun abrupt gebremst. Es besteht große Unsicherheit ob es bei 1 Monat bleibt und eine annähernd normals Weihnachts“geschäft“ möglich ist. Das schürt Ängste, der Verkauf von Toilettenpapier zieht wieder an. Die Bildzeitung wird bald wieder ihre emotionalen Szenarien und Großbuchstaben bringen.

Dabei brauchen wir dringen die Belebung der Wirtschaft wie im letzten Artikel beschrieben.

Was gibt es für Alternativmaßnahmen, die Welle zu brechen?

Meine eigene Kreativität gibt mir folgende Ideen ein:

Die Schnelltests könnten eine aktive Rolle finden. Sie sind noch nicht so bekannt, kosten nur 10-15 € und dauern nur 15 Minuten. Ihre Zuverlässigkeit ist geringer als beim PCR-Test. Dazu entsteht mehr Unsicherheit, wenn der Abstrich nicht mit medizinischer Erfahrung genommen würde, also zu oberflächlich und dadurch negatives Testergebnis statt positiver Meldung „Ansteckungsgefahr“. Aber schauen wir mal die möglichen Folgen an:

Für PCR-Test wird angegeben, dass Infektionen mit Ansteckunggefahr zur !00 % erkannt werden. Also richtig-positiv = 100 %. Bei Reihentest in der gesamten Bevölkerung würde man damit wahrscheinlich die ca. 0, 3 % alle diese aktuell wenigen erkennen: das sind bei 1.000 Personen nur 3. OK. Aber leider kann man keinen Test so trennscharf machen, dass man die echt Gesunden zu 100 % so diagnostiziert (wobei es sogar noch übergangsfälle gibt, Grauzone). Testet man jedoch fast immer nur Menschen in Infektionsketten, so ist a priori die Wahrscheinlichkeit, 1 % = 10 von 1000 als positiv zu bekommen.

Beim PCR-Test wird ein Zuverlässigkeit 99,8 % angegeben, was hervorragend klingt. Das sind also bei den 1.000 Personen 0,2 % also genau 2 Personen. Sie sind dann falsch-positiv innerhalb von 12 Positiven Ergebnissen. Fast 20 % quasi eine falsche Diagnose. Und man weiß im Moment des Test nicht, welche 2 von den 12 es sind. Das wird sich für diese beiden im Zahlenbeispiel aber innerhalb weniger Tage klären, weil 10 (eventuell nur leichte) Symptome bekommen, die beiden Falsch-Positiven aber nichts. Damit muss man leben. Es ist eine solche Diagnose ja in der Regel nicht so schlimm wie eine Krebsdiagnose und klärt sich schnell.

Etwas anders ist das Verhältnis bei den Schnelltests. Nehmen wir mal nur 100 Leute, die in eine wichtige Präsenzveranstaltung wollen, oder in eine Disko, ins Kino, beim Kosmetiker oder in ein Restaurant. Mit dem Schnelltest wird der eine oder gar keiner der Besucher richtig-Positiv bezeichnet. (weniger als 1 %). Dafür ist aber bei nur 95 % Zuverlässigkeit eben doch für 5 Personen die Diagnose positiv, also falsch-positiv. Denen wird der Zutritt nun fälschlich verwehrt. OK. Diese müssen nach Hause in Selbstisolation und können es einige Tage später wieder mit einem Test versuchen. Sonst passiert ja nichts. Es sind ja nur wenige Fälle (5 % von 1 %, die fälschlich als positiv herauskommen, obwohl sie negativ und damit ansteckend sind.

Eigentlich könnte das ein Mittel sein, flexibler zu werden für bestimmte Sozialkontakte.

Die WarnApp könnte besser genutzt werden. Sie müsste noch automatisiert bis zur Anmeldung für Test ausgebaut werden, also mit einem Kalender und Uhrzeiten für das nächste Labor oder Teststation. Derzeit wurde die App nur von 21 Mio. statt der möglichen 40 Mio. heruntergeladen. Was spricht dagegen, dass Restaurants und Kinos nur Gäste mit Warnapp akzeptieren? So würde sich die Warnapp schneller verbreiten als der Virus! Mehr Werbung für die WarnApp gehört noch dazu. Auch der Einzelhandel könnte das bei den Kunden fordern – und schwupps steigt das auf 30 Mio in wenigen Wochen. Hier wie dort ist der Gesetzgeber gefordert.

Die Politik benötigt kreative Vorschläge. Das bedeutet in meiner Sicht: nicht einfach nur mehr Branchen beschränken, sondern dort offenhalten, wo die Gesundheit gefördert wird, z.B. Fitness-Studios mit Disziplin und Abstand (in einem solchen trainiere ich hier in Brannenburg). Und da wo die Menschen sich in Fülle zu nahekommen z.B. Einkaufszentren die Anzahl mehr zu beschränken. Das könnte z.B. auch durch die Kontrolle der Handys auf WarnApp erfolgen und würde Corona-Leugner zurückdrängen, die ohnehin wohl kein gutes Beispiel für Corona-AHA-L darstellen. Mir graut vor dem Gedanken eines verschärften fortgesetzten Lockdowns im Dezember. Liebe Politiker, findet neue Weg mit Werbung, Appellen, Psychologie für Durchhalten bis der Impfstoff kommt!

Durchhalten mit Hoffnung

Bald wird es den Impfstoff geben. Im März war überhaupt nicht klar, wie schnell das gehen kann. Weltweite Forschung an mehr als 10  Stellen „rund um die Uhr“ hat dies ermöglicht! Am 9.11. kamen die ersten konkreten Meldungen über die Anmeldung eines deutschen Impfstoffs zur Zulassung. Mit Informationen zur Wirksamkeit. Mit geplanten Produktionszahlen, Start schon im Dezember. Die Entwicklung hat dann nur 11 Monate inkl. der 3 Teststufen gedauert. Geht es uns mit diesen Informationen nicht besser als vor einem halben Jahr? Zwei Ethikkommissionen haben schon Vorschläge für die Verteilung knapper Mengen im ersten Jahr gemacht.

Was kann ich persönlich tun?

Ds ist ganz einfach: Meine Kontakte der nächsten Zeit auf das Notwendigste beschränken. Bald wird das wieder einfacher und wie früher werden.

Wenn ich unterwegs bin: AHA-L betreiben. So schwierig ist das doch für die breite Bevölkerung nicht. Nur für die Menschen, die die Maske viele Stunden am Tag tragen müssen. Aber die erhalten den Impfstoff auch gleich zu Anfang.

Und in der Disziplin als Vorbild und Motivator für andere Menschen zeigen. Nicht von den Corona-Leugnern „anstecken“ lassen.

Ich persönlich stelle sogar auf FFP2-Maske um. Nachdem mich mein Sohn wegen des „bequemen“ Face-shields gerügt hat. Habe ich nicht auch die Aufgabe, für andere Vorbild zu sein? Und ich rede auch davon.

Psychologie der Belebung – nach dem Lockdown

Die aktuelle Hauptfrage: Wie kann der Aufschwung nach dem Lockdown und seinen Verwerfungen gelingen? Welche Psychologie benötigt man dafür. Das Geld ist bereitgestellt, aber die Pferde trinken kaum. Die Bevölkerung gibt ihr Geld angesichts der Unsicherheit nur vorsichtig aus – obwohl der Staat mit dem Corona-Paket ziemlich in die Kaufkraft-Lücke für das Sozialprodukt gesprungen ist. Das sind die Themen dieses Blogs:

Ganz oft muss ich erklären

Gesundheit vor oder nach Datenschutz

Psychologie zur Belebung – Aufbau Optimismus

Großgruppenaktion zur Bevölkerung – Vertrauen und Konsum

Unternehmens-Workshops für kriselnde Branchen

Exkurs:  Gute Tests – Statistik-Know-how

Ganz oft muss ich erklären

Corona und kein Ende – wie gut, dass ich kein TV sehe und damit auch keine Talk-Shows. Gesprächspartner erzählen mir davon. In Maßen lese ich Zeitung und schaue im Internet nach neuen Nachrichten, auch in Facebook und Twitter. Dabei treffe ich natürlich auch auf die Meinungen der „Corona-Leugner“ wie es wohl heißt. Manche Fragen und Sorgen kann ich akzeptieren, andere nicht. Dabei ist die aktuelle Hauptfrage wie zuvor beschrieben. Und ich muss dagegen oft zunächst erklären:

  • Wir haben in Deutschland ca. 200.000 bestätigte Infektionen (plus Dunkelziffer, weil nicht genug getestet wurde).
  • Dabei sind ca. 9.000 Tote zu verzeichnen (was oft angezweifelt wird, aber m.E. immerhin belastbarer ist als die Zahl zu 1), die auch das 3-5-fache betrage könnte.
  • Es gab immer Grippewellen (Influenza), die höchste vor einigen Jahren mit ca. 25.000 Toten (nur Schätzung des RKI, bestätigte Fälle nur 1.300). Es wurden bei diesen Grippewellen aufgrund Immunität der Bevölkerung und Impfungen maximal 20 % = 16 Mio. Menschen mehr oder weniger krank.
  • Die bisherigen Corona-Infektionen betreffen auch bei maximaler Dunkelziffer höchstens  wahrscheinlich nur 1 Million.
  • Wenn das Virus ungebremst sich verbreiten würde, wären heute mindestens in den 5 Monaten 40 Mio. (Hälfte der Bevölkerung) betroffen gewesen, das 40-fache des (maximalen) derzeitigen Status (auch wenn an einigen Hotspots die Quote höher sein wird).. Also wohl mindestens 40 x 9.000 = 360.000 Toten – oder gar mehr, dann wahrscheinlich sogar durch Überlastung der Krankenhäuser mit einer höheren Sterberate als derzeit, wo die Krankenhäuser wohl nur noch in der Größenordnung 10 % auf den Intensivstationen mit COVID zu tun haben – in manchen Regionen auch gar nicht.

Dies wurde mit Lockdown und Social Distancing erreicht – und unserem ausgezeichneten Gesundheitssystem (trotz aller Pannen und mangelnden Ausrüstung zu Beginn der Krise). Bis auf den geringen Prozentsatz der Corona-Leugner und „Widerständler“ bzw. Querdenker wurde das durch die Disziplin der Bevölkerung und ihr Vertrauen in die staatlichen Organe erreicht. Danke dafür liebe Mitbürger!

  • Deutschland nimmt (mit Österreich) damit einen Spitzenplatz ein, worüber wir uns freuen sollten, statt über die Beschränkungen zu Jammern. Nach meinen Zahlen waren wir in den letzten Wochen langsam mit der Lockerung durch die Politik. Aber die Politik ist halt vorsichtig. Noch ist ja niemand immun in der bisher nicht infizierten Bevölkerung von 83-2 Mio. – ohne Impfstoff kann das Virus jederzeit überall wieder aufflackern. Und auch bei den 240.000 offiziell Infizierten plus der Dunkelziffer von 800.000 ist unklar, ob diese lange immun bleiben werden und auch wenn sie selbst kaum Symptome haben, aber doch andere unmerklich anstecken können.
  • Die aktuellen Rückkehrer aus dem Urlaub haben dort oft Masken und Distancing vergessen – und schon steigt die Anzahl der Infektionen wieder in Deutschland und auch anderen europäischen Ländern – und damit die Befürchtung der sog. 2. Welle.
  • Jetzt steht die Belebung der Wirtschaft an und die Bewältigung der Folgekosten. Dafür benötigen wir neben Milliarden Konjunkturprogrammen vor allem – Psychologie. Und unter Nutzung der Corona-Warn-App eine schnelle Verfolgung von Infektionsketten.

Gesundheit vor oder nach Datenschutz

Die ZEIT betitelte so das Problem vor einigen Wochen. Wir können uns wirtschaftlich eigentlich keinen 2. Lockdown bei nach der Urlaubszeit wieder ansteigenden Infektionen leisten. Die freiwillige Warn-App ist so datengeschützt verwässert, dass sie bei nur ca. 18 Mio. Nutzern kaum ihre Funktion erfüllen kann.

Dann könnte eigentlich nur helfen, es wie in Südkorea zu machen: Bei jeder festgestellten Infektion Anfrage der nah gekommenen Kontakte bei der Telekom und nach 1 Stunde bekommt das relevante Gesundheitsamt diese Liste für die letzten 14 Tage. Dann beginnt die Detektivarbeit der Nachverfolgung der Infektionsketten. Leider haben da unsere Gesundheitsämter weniger Befugnisse als in Südkorea. Dort steht halt der Wert Gesundheit höher als der Datenschutz.

Ich würde also bei den Werten sagen:

  1. Gesundheit
  2. Materielle Situation der Bürger, also Sozialprodukt. Und auch in der Wirtschaft steigt der Wert „Nachhaltigkeit“.
  3. Datenschutz

Doch ich habe mich belehren lassen: In Deutschland steht nun mal der Datenschutz über der Gesundheit – anders wie in Südkorea mit langjähriger Diktatur. Außerdem sind unsere Gesundheitsämter partout weder material (Computer) noch mental (Detektive und Exekutive) auf die Nachverfolgung ausgerichtet.

Also haben wir nur Maskenpflicht und Social Distancing, solange es weder Heilmittel noch Impfung gibt. Unser Gesundheitswesen hat zwar Fortschritte in der Behandlung gemacht und die Mortalität gesenkt. Aber noch nicht auf nahe Null.

Psychologie zur Belebung – Aufbau Optimismus

Der Verbraucher (und auch Unternehmer) ist vorsichtig in seinen Ausgaben. Und hat in den Monaten der geschlossenen Geschäfte auch sein Konsumverhalten reflektiert. Jetzt bleiben für manche Branchen die Umsätze bei gestiegenen Kosten unterhalb der Rentabilität.

Mehr Reflexion des Konsumverhaltens ist ja gar nicht schlecht, sogar ganz gut – aber so rapide und anhaltend macht es den Neustart der Wirtschaft schwierig. Im langsamen Trend ist es von der Wirtschaft eher zu bewältigen. Und das wird auch kommen. Ein Interview der SZ  (1.8.20) mit Kaat Debo bezüglich der möglichen Vision der Mode- und Textilbranche zeigt auf „Wir sollten unser Konzept von Wachstum überdenken, nicht nur in der Mode“. Der Wert „Nachhaltigkeit“ wächst im praktischen Alltag der Wirtschaft. Auch dort, wo die Kleiderschränke voll sind.

Auch wird bei der  Würdigung der gebeutelten Branchen z.B. Touristik, Messen  und Veranstaltungen, Künstler sowie Mode und Gastronomie vergessen, dass es auch „Gewinner“ mit steigenden Umsätzen gibt: Elektronik für Internet, Paketzusteller, Online-Shops, Baumärkte, Fahrräder und anderes mehr.

Optimismus beim Konsumenten

Keine Debatten um das Konjunkturpaket mehr – klar viele wollen noch mehr Geld bekommen– für sich natürlich. „Die Richtung stimmt“ heißt es im Leitartikel der SZ am 2.8. über das Konjunkturpaket.

Doch für mehr Optimismus – über die Börseneuphorie hinaus – wird gefordert  Mit TV: Aufhebung vieler Beschränkungen, freiwillige Masken, nur Daten zur Rückverfolgbarkeit erheben – gekoppelt an lokale Neuinfektionsinzidenz und R-Wert. Und gekoppelt an Anzahl der runtergeladenen Warn-App – oder gleich Aufhebung des Datenschutzes für die Rückverfolgung von 14 Tagen.

Eine breite Informationskampagne der Regierung(en) müsste dafür die Grundlage legen. Vor 90 Jahren nach der Weltwirtschaftskrise schickte Roosevelt 7.000 Redner los, heute wird das anders gehen. Mit TV und der nachstehenden Großgruppenaktion.

Eine Kooperation mit allen möglichen Institutionen und Initiativen ist erforderlich.

Aber auch die Entscheider in der Wirtschaft benötigen Optimismus. Also die Klarheit, welchen Weg die Regierung geht, um einen 2. Lockdown zu vermeiden. Mit den Fragen, Ideen  und Vorschlägen, die ich hier vorbringe.

Großgruppenaktion für breite Bevölkerung für Vertrauen  und Konsum

Dazu könnte auch die  Aktivierung meiner alten Idee von 1 Mio. Teilnehmer Präsenzaktion 4 Stunden vielleicht 10.000 solcher Workshops mit 100 Teiilnehmern auf Abstand – parallel dazu das noch in Online. Und durchaus echte Zukunftskonferenzen. Wenn sich 60.000 Menschen fanden, die 30 Euro für einen Platz im Olympia-Stadion gebucht haben (der am 12.6.2020 dann nicht stattfinden konnte) – dann müsste das alles doch möglich sein. Es gibt diese Aktivisten und wenn es nur 1 % der Erwachsenen sind bedeutet das: 600.000.

Was passiert in einer solchen Großgruppenaktion. Der Ablauf wurde schon in einem früheren Blogartikel erklärt. Nun sind die inhaltlichen Schlagworte

Und eben das Ganze mit Einbezug Online, also als hybride Veranstaltung. Wo man ebenfalls mit Kleingruppen arbeiten kann, deren Gedanken und Ideen dann in mehreren Vertiefungsrunden zusammengeführt werden. Das sind dann keine Geisterspiele wie im Fußball, sondern echte Diskussionen und Austausch Auge und  Auge. Wenn Menschen sich öffnen sollen und dürfen, neue Ideen in sich hineinlassen und auch hervorbringen – dann geht das nicht über Vorträge.

Unternehmens-Workshops für kriselnden Branchen

Neue kostenlose zertifizierte Bafa-Kurse für diese Themen – Überprüfung des bisherigen Geschäftsmodells. Und praktisch ein Angebot in Kombination online-offline für 1 Million Geschäftsleute. Kurse offen im Internet, zumindest als Teaser mit begleitender Werbung.

Aufbau ähnlich dieses Schaubilds:

Ich jedenfalls bin dabei, nach Erscheinen meines Online-Ziele-Selbstlernkurses mit Hochdruck an einem Unternehmerkurs zu arbeiten. Wir brauchen alle Arten von Ideen und Initiativen.

Bildungsgutscheine für Existenzgründer und Berufsneuorientierung gehören ebenfalls dazu.

Lockerung und schnelle Identifikation der Infektionsketten

Eben die stärkeren Lockerungen von strengen Hygienekonzepten, aber Daten zur Rückverfolgbarkeit für 2 Wochen zusätzlich zur App (die ja nicht 100 % genutzt wird, eben nur freiwillig). Natürlich Test von Urlaubsrückkehrern aus Risikogebieten, das ist doch logisch.

Überhaupt die  App – so easy zum runterladen (wenn das Smartphone da technisch mitmacht). So viele kompetente Menschen haben da mitgemacht, sogar der Quellcode wurde offengelegt. Der Datenschutz hat entscheidend mitgewirkt, ohne den es in D nicht geht. Aber leider wurde dadurch für die Effizienz das Ganze ziemlich verwässert.

Bessere Ausbildung, ‚‘Ausstattung und mehr Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern zur Rückverfolgung – bis Impfstoff verfügbar.

Sensibilisierung der Bevölkerung dafür  dass wachsam und vorsichtig, auch wenn nur ein paar hundert Personen die 82 Mio. bisher nicht Betroffene anstecken können.

Bei der erwarteten  2. Welle wird es sich um lokale Ausbrüche handeln. Die Aufgabe: Dann schnell handeln und die Infektionsketten rückverfolgen. Das ist der Sinn der App und der Sinn der Zeitnotizen in Restaurants, Friseuren, Fitness-Studios etc.

Der Virologe Droste hat darauf hingewiesen, dass man bei R<1  (9 von 10 infizierten Menschen stecken nur jeweils eine weitere Person an) eigentlich heute das Wissen um Superspreader Ausbrüche nutzen kann. Die Gesundheitsämter brauchen gar nicht für jeden einzelne Neuinfektion die ganze Kette zu identifizieren, sondern nur bei solchen, die diesem „Profil“ unterliegen:  er spricht von möglichen Clustermitgliedern – und auch, dass für diese dann eine Quarantänezeit von nur 5 Tagen reichen würde. In Japan arbeite man erfolgreich mit solchen öffentlich einsehbaren Übertragungsclustern, die die Epidemie antreiben würden.

Es gibt also durchaus Ideen die strikte Maskenpflicht zu lockern und trotzdem die Infektionen auf dem erreichten niedrigen Level niedrig zu halten. Wir sind doch alle Menschen und auch ich störe mich an den Masken und der verursachten Unbequemlichkeiten in einigen Berufen über Stunden hinweg. Natürlich sehe ich die Notwendigkeit ein, wenn man sich nicht dazu durchringen kann, den Datenschutz der Gesundheit unterzuordnen und auch mehr Mut zu Experimenten zu haben. Allerdings kann ich das gut schreiben – ich trage nicht die Verantwortung der relevanten Politiker, die zunehmend dem Drang nach menschlicher  Bequemlichkeit unter dem Mantel von Grundrechten und  Verhältnismäßigkeit ausgesetzt sind.

Exkurs: Gute Tests – Statistik-Know-how

Bei der Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der Regeln wird oft auf die Zuverlässigkeit der Corona-Test verwiesen. Zufällig war ich während und nach meinem Studium der BWL Repetitor für Statistik (was mir auch im Psychologiestudium zugutekam, wo es auch viele Tests gibt, wenn auch eher durch Fragestellungen). Es handelt sich bei Testauswertungen um sog. Bedingte Wahrscheinlichkeiten, eine hohe Beanspruchung statistischen Wissens!

Dem Internet kann man entnehmen, dass die Tests Elecsys Anti-Sars-CoV-2 von anfänglichen 95 % von 100 % verbessert wurden. Früher wurden von 100 Infizierten also 95 erkannt, 5 blieben unerkannt. Heute gibt es keinen Unerkannten mehr (nur mit dem Problem, dass in den ersten Tagen der Infektion keine ansteckenden Viren produziert werden, erst plötzlich am 3. Oder 4. Tage und noch bevor man überhaupt die geringsten Krankheitssymptome selbst merkt ist man schon ansteckend. Daher die Idee der 5-Tages-Quarantäne. Mit 100 % Sensivität, also Erkennungsrate scheint es keine Probleme zu geben.

Aber es gibt beim Test auch Gesunde, ein Vielfaches sogar. Man nennt diese die Spezifität deines Tests. Diese besagt beim obigen Test, dass nicht nur 95 %, sogar mehr als 99 % als richtig-positiv erkannt werden. Genau genommen sind es 99,8 %. Ein sehr guter Test. Bei Tausend Gesunden Personen werden also 20 fälschlich als Infiziert erkannt bzw. befundet.  Das klingt auch nicht viel.

Aber jetzt kommt es. In der gesamten Bevölkerung gab es bislang mit Dunkelziffer nur insgesamt  1 Mio von 82 Mio. Einwohnern Infiziert.   Im Moment laufen vielleicht nur 10.000 Infizierte frei herum. Wenn man diese alle gleichzeitig testen würde, wäre die echte Krankheitsquote 10.000 / 82.000.000, das ist kaum mehr als ein 10.000-stel. Nun testet man nicht alle , nur Gefährdete oder Rückkehrer als Krisengebieten.

Nehmen wir mal an die mögliche Infektionsrate ist real nur 1 %, hoch gegriffen (bei den Tests, deren Zahlen veröffentlicht werden sind es weit weniger). Pro Tag werden 10.000 Menschen in Deutschland getestet (sind in Wirklichkeit mehr, aber es geht um die Relationen). Dann befinden sich bei diesen 10.000 Getesteten 1 % (a priori Wahrscheinlichkeit) und somit 100 Infizierte. Die werden zu 100 % erkannt. Aber jetzt kommt es. Von den übrigen 9.900 Gesunden werden aber 0,2 % = 19,8 Personen ebenfalls infiziert befundet. Das sind 20 Personen. Insgesamt hat der Test 120 Personen mit positiv also krank ergeben. Von diesen 120 sind aber nur 100 wirklich krank, 20 aber nicht. 20 % der Getesteten machen sich also unnötig sorgen (so ähnlich ist es mit dem Brustkrebstest bei Frauen mit der Mammografie).

Ist der Anteil der wirklich Kranken sogar nur 0,5 %, also noch kleiner, bekommen wir 50 Kranke und wieder 20 mit der falschen positiven Diagnose. Der Falschanteil steigt dann auf 20/70 = fast 30 %.  Wir haben also einen tollen Test, aber der so geringe Anteil der Krankheit jeweils in der Bevölkerung ergibt doch eine hohe Unsicherheit – bei den Getesteten. Nun, nach einigen Tagen werden die es genauer wissen. Abhilfe: nochmal testen – dann ist die apriori Wahrscheinlichkeit nicht mehr 1 % sondern 70 % bzw. 80 % und die Fehlerwahrscheinichkeit für einen positiv auf das Virus getesteten sinkt gegen 0.

Corona – Perspektiven des Neustarts der Wirtschaft

Formel für die Obergrenze der Neu-Infektionen pro Woche

Frau Merkel wurde in den Medien kritisiert und auch als Verliererin gegenüber den MP angesehen – ich finde das gar nicht. Sie hat einen guten Job gemacht, uns alle sanft in den Lockdown geführt, diese gewaltige Kraftanstrengung von Wirtschaft und Gesundheitssektor sowie breiter Bevölkerung. Nun kann die Regierung mehr den Fokus auf die Stellen richten, wo wir mehr Virentätigkeit spüren. Die Bevölkerung ist trainiert in Social Distancing (Abstand und Maske, sensibilisiert).  Aber jetzt muss weiter selektiv vorgegangen werden. In der Tat ist die Situation in Norddeutschland ganz anders als im Süden oder Westen.
Ich finde es auch nicht schlimm, wenn so ein Flickenteppich der Regelungen kommt. Das wirkt in diesen Wochen so, aber bald ist alles gelockert und angeglichen. Dann ist Handeln nur gezielt an den Stellen des Aufflackerns erforderlich.
Dafür ist diese regionale Obergrenze-Formel genial. Ich werde das als Ex-Statistiker mal vorrechnen:
50 „bestätigte“ Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner von Landkreisen und kreisfreien Städten. Hochgerechnet auf ganz Deutschland bedeutet das im Extremfall 50 x 820 = 41.000 in 7 Tagen (pro Tag also knapp 6.000). Wegen der unterschiedlichen regionalen Verteilung kann man da von der Hälfte ausgehen, bis es „flächendeckend“ brennt.
Das sind in 1 Woche 20.000 Neu-Infektionen. Davon landen 20 % im Krankenhaus = 4.000 und 5 % auf der Intensivstation = 1.000. Wenn diese dort 2 Wochen verbleiben ist das eine Belegung von nur 2.000 – geringer als im Mai.
– Ca. 20 % davon sterben in 2 Wochen = 400, als pro Tag ca. 30.  Das ist winzig gegenüber der Anzahl aktueller Sterbefälle in der Größenordnung von 100 am Tag!
– Damit würde die derzeitige Nutzung der Intensivkapazität von nur ca. 10 % = 3.000 trotzdem absinken auf nur 2.000!
– Ergänzend zu bestätigten Neuinfektionen gibt es die Dunkelziffer. Mit der erweiterten Testkapazität sinkt die Dunkelziffer. Vielleicht ist sie dann nicht mehr das 10-fache sondern nur das 5-fache – also Nutzung der Intensivkapazität mit 10.000.
– Wenn die Kapazität für COVID ca. 15.000 Betten beträgt, ist immer noch eine Reserve von 30 %.. Wir haben also m.E. genügend Reserve. Außerdem könnten wieder normale OP aufgeschoben werden. Das wird ja nicht alles über Nacht gehen. Eine Belegung COVID von 15.000 ist das 5-fache der Beanspruchung im April und wohl das 7-fache vom Mai.

Mit regionalen fokussierten Eingriffen inkl. Isolierung nur in Brandherden neuer Infektionen und entsprechender Task-Force in den Gesundheitsämtern zur Verfolgung von Infektionsketten plus möglichst bald unterstützt von einer App sind wir doch in einer guten Situation. Die Befürchtungen eines größeren Teils der (vernünftigen) Bevölkerung, die ich in den Social Media und Umfragen schon gesehen habe, werden also m. Erachtens nicht eintreten. Gut so.
Die Regierung muss nun an 2 Fronten agieren:
– Selektive statt breite Bekämpfung des Virus an Brandherden
– Wirtschaft und Arbeitsplätze wieder ankurbeln – auch psychologisch. Geld allein reicht nicht dafür.

Ländervergleich und Strategien

Hierzu nur wenige Bemerkungen. Damit wir wissen, wie gut es uns geht in Deutschland.
Schweden war nicht so streng im Lockdown – sie haben dafür 3x mehr Todesfälle in Relation zur Bevölkerungszahl. Sie überlegen, die Auflagen zu verschärfen. Denn die hohe Todesrate im Vergleich zu den Spitzenländern ist kein best practice. Die Schweden sind von Natur her auch mehr social distancing wie Deutschland – anders als die Südländer, und waren im Februar nicht so nahe an Italien sowie Österreich wie wir in Bayern. Und feiern nicht so intensiv Karneval wie wir im Rheinland.
Südkorea und Taiwan – die haben schon ab Anfang Januar sofort Überwachungsmaßnahmen eingeleitet, provisorisch mit Temperaturmessen – mehr Wissen hatte man da nicht. Masken tragen war ohnehin in der Kultur schon üblich. Je früher man bei einem Brand mit der Löschung anfängt, desto schwieriger wird es nun mal.
Die Südländer in unserer Nachbarschaft tun sich schwerer als wir Deutschen mit social distancing. Deshalb brannte die Hütte schon stärker, als die ersten Maßnahmen erfolgt sind.
Von GB und USA will ich da gar nicht reden. Dort brannte es schon lichterloh, als man erst anfing, sich in der Regierung damit zu beschäftigen. Dann wird es natürlich aufwendiger, länger und teurer, den Brand zu stoppen.

Wirtschaft steuern – Arbeitsplätze und Finanzen

Es ist klar, dass jeder Tag Lockdown Wirtschaftskraft kostet – und alles muss irgendwann irgendwie durch produktive Leistung der Bevölkerung bezahlt werden. Deutschland hat den größten Etat für die Stützung der Wirtschaft im Vergleich zur Volkswirtschaft und meines Erachtens weltweit bereitgestellt.
Diese Instrumente müssen verfeinert, individueller werden. „Kein Arbeitsplatz soll verloren gehen, keine Existenz soll durch Corona vernichtet werden“ – wenn sie nicht schon vorher auf dem absterbenden Ast war. Das wird nicht einfach.
Denn Corona (s. unten) wird sicher mindestens die Gewichte verschieben zwischen den Sektoren. Wobei eines wohl sicher ist: der Gesundheitssektor wird höher bezahlt und mehr ausgebaut (Bewusstsein). Woanders entfallen Arbeitsplätze (und Firmen) durch diesen „Strukturwandel), z.B. Touristik Messen, einige Konsumbranchen. Das ist die Aufgabe 1. Um diese zu bewältigen müssen in diesen Unternehmen und auch in Kleinbetrieben und bei Selbständigen Strategieworkshops und –coaching stattfinden. Für Neu-Orientierungen. Schließlich gibt es neue Chancen im Sozialprodukt im grünen und digitalen Bereich…Innovationen sind nötig und sie kommen auch durch den weiter unten angesprochenen und stattfindenden Bewusstseinsprozess.
Aufgabe 2: Der Lockdown löst sich auf. Vermehrt können Menschen aus der Kurzarbeit zurückkehre und verfügen über mehr Einkommen. Aber die Kauflaune ist nicht da. Die Zukunft ist unsicher, das Bewusstsein unnötiger Ausgaben gewachsen. Wenn die Regierung hier etwas tun will ist es, Zukunftsoptimismus zu verbreiten. Nach den Virologen sind jetzt also auch Psychologen gefragt – mein heutiger Hauptberuf (als Statistiker war ich zu Studienzeiten als Repetitor unterwegs). Auch die Medien sollten im eigenen Interesse auf reißerische und verstärkende Schlagzeilen verzichten.
Dazu noch die Aufgabe 3: Der Klimawandel hatte glücklicherweise bei dem weltweiten Wirtschaftseinbruch etwas Pause (weniger Co2-Emissionen), aber das Problemfeld darf nicht vergessen werden. Zum Glück: wie der nachstehende Abschnitt zeigt, hat er zugleich die Basis für mehr Verständnis und höhere Priorität in einer breiten Bevölkerung erhalten.

Perspektive der Weltretter – Bewusstseins-Prozess

Die Zukunft wird digitaler, grüner, mit mehr Bewusstsein der Bevölkerung, was wichtig ist – und eventuell auch mit geänderten Konsumgewohnheiten – mit weniger Konsum?
Ja, das ist einerseits eine gute Perspektive für das Bewusstseinswachstum der Bevölkerung. Wir nähern uns da den Hoffnungen und Prognosen des“ postökonomischen Wachstums“.
Hierzu ein kurzes Zitat aus meinem Buch „Projekt Welt verbessern“: „Ich habe einen Vortrag von Nico Paech über Postwachstumsökonomie erlebt. Dieses Konzept orientiert sich an einer Suffizienzstrategie und dem partiellen Rückbau industrieller, insbesondere global arbeitsteiliger Wertschöpfungsprozesse zugunsten einer Stärkung lokaler und regionaler Selbstversorgungsmuster.“
Ja, der Virus hat uns einen solchen Bewusstseinsprozess beschert. Der Social-Distancing-Prozess (in dem wir noch stecken) hat zu mehr Selbstreflektion geführt (wenn nicht zuviel „Betäubung“ durch Netflix und Co und laufende Corona-Meldungen) und lässt die Kommunikation mit Freunden und Familie wieder mehr „wert“ schätzen. Darin ist auch enthalten, dass ein (kleiner) Teil der Bevölkerung lautstark diesen Prozess ablehnt – bis zu abstrusen Verschwörungstheorien, dass Bill Gates alle Menschen zwangsimpfen und mit Chips zur Steuerung versehen will. Das ist mehr als Paranoia, das ist Verdrängung der Entwicklungsnotwendigkeiten in der Gesellschaft – einfach die Schuld auf irgendwelche Bösen im Hintergrund schieben.
Glücklicherweise denkt die große Mehrheit der Bevölkerung nicht so.
Das ist zugleich auch der Hintergrund für philosophische Streits um das Thema Menschenrechte und Freiheitseinschränkungen, wie man sie jetzt häufiger liest und hört. Das Thema wird durch Corona hautnah. Im letzten Herbst noch habe ich bei zwei Weltrettertagen die Teilnehmer über Werteprioritäten in parallelen Gruppen zeitgleich diskutieren lassen. Mehr dazu im nächsten Artikel hier.

Corona – weiter lockern !!??

Noch Mitte März, als ich mit meinem ersten Artikel über Corona (German Angst) begann, hielt auch ich den Virus nicht für schlimmer als eine Grippe. Je mehr ich mich damit beschäftigte (Ich war einmal Repetitor für Statistik), desto mehr sah ich die Gefahren. Und mit den Todeszahlen per 2.4. sprang mich das exponentielle Wachstum der Todesfälle bis Ende April zu katastrophalen Höhen an (graue Kurve – nicht fortgesetzt nach oben). Glücklicherweise sanken die täglichen Todeszahlen – m.E. durch den Lockdown seit Mitte März bedingt – dann einige Tage. Seitdem schwanken sie mit täglich sinkender Tendenz, wie aus der nachstehenden blauen Ist-Kurve (deutlicher im vorhergehenden Artikel) hervorgeht.

Aktualisierte Bettenformel

Die ständigen Angaben über Neuinfektionen sind m.E. völlig unzuverlässig, da sie ja von den Testkapazitäten und Modalitäten abhängen. Wenn sich hier etwas ändert, stimmt die ganze Formel des Zusammenhangs nicht mehr. Deshalb die vernünftigste Zahlenbasis: die täglichen Todesfälle.
Das RKI gibt an, dass 6 % der (erkannten) Infizierten zu ganz schwierigen Fällen werden und damit in der Intensivstation landen. 1,2 % , also 80%, werden gerettet. Dies bedeutet, dass auf einen Toten 4 Gerettete kommen. Parallel zu 1 späteren Sterbefall werden also 5 Betten belegt. Das Verhältnis habe ich auch anderen Berichten entnommen.
Jetzt kommt eine weitere Annahme: Diese 5 Erkrankten werden gemeinsam eingeliefert 10 Tage vor dem Tod des einen Erkrankten. Und dieser stirbt, die anderen 4 Überlebenden werden aus Intensiv raus in die normale Station verlegt und diese 5 Intensivbetten wieder frei.
Mit diesen Annahmen habe ich  meinen letzten Artikel unterhalb des vorherigen Textes ergänzt und kam zu einer Größenordnung COVID in Richtung 10.000 Betten – immer noch innerhalb der Kapazität.

Die Informationen über die tatsächliche Belegung der Intensivbetten in Deutschland war am 22.4.20 (lt. Artikel im Handelsblatt vom 24.4.) jedoch nur ca. 2.800 Betten. Das entspricht ca. 10 % der Kapazitäten.
Also habe ich die Rechenformel der obigen Grafik verändert. Es werden für einen Todesfall nur 3 Betten gerechnet und nicht die letzten 10 Tage sondern nur die letzten 6 Tage als Basisfaktor genommen. Damit sinkt der Bettenbedarf Intensiv auf unter 3.000 per 4.5.20. Mit natürlich unterschiedlicher regionaler Beanspruchung: in Bayern am höchsten,  in den nördlichen Bundesländern kaum.

Möglichkeiten und Spielraum Lockerungen

Mit diesen Informationen und Zahlen ergibt sich durchaus ein größerer Spielraum für Lockerung des Lockdowns als vom ständigen Gerede über die Zahl neuer Infekte, die ja von einer Dunkelziffern von bis zum 10-fachen umgeben ist. Klar, die Ansteckungsgefahr ist hoch, wie man auf den 3 Schiffen gesehen hat und es geht auch recht schnell. Und derzeit sind in der Bevölkerung bei 1,5 Mio. ehemals Infizierten und großteils nicht erfassten Personen noch 80 Mio., die dann krank werden könnten – was dann auch in den Betrieben zu hohem Krankenständen führen wird.
Das darf nicht vergessen werden! Das ist die Gefahr, die mindestens 200.000 Tote zusätzlich in den nächsten Wochen mit sich bringen würde, wenn – nicht alle Abstand wahren und Masken in Räumen und Geschäften tragen!

Ich habe jedoch auch Verständnis für einen Laufenden Erkenntnisprozess der Virologen und verantwortlichen Politiker.
Jedoch auch Verständnis für wachsenden Widerstand – der durchaus vernünftigen und ernsthaften Bevölkerung – noch dazu bei den sich mit jedem Tag verstärkenden Wirtschaftsproblemen und in den Lieferketten.
Also: die Erwachsenen und Berufstätigen sind vernünftig. Wir haben in wenigen Wochen einen intensiven Schnellkurs in Hygiene und mit Maske absolviert. Noch geschlossene Betriebe für Kosmetik, Gesundheit und Fitness mit Erwachsenen sind mit Masken doch vernünftig und überschaubar!
Wir haben also die Kapazität für Öffnung der europäischen Grenzen für die Lieferketten von Produkten – und Berufsverkehr, auch unsere EU-Partner mit teils noch drastischeren Maßnahmen als in Deutschland, sind ebenfalls schon erfolgreich beim Bremsen.

Auf dem gleichen Informationsstand wie die Regierung und die Verantwortlichen Politiker bin ich natürlich nicht.

Wo wir eindeutig nicht zu schnell lockern dürfen:
o Kitas und Schulen für die Kinder – mit der Gefahr des Einschleppens des Virus in die Familien, bei den vorsichtigen Erwachsenen, die auf Social Distancing achten und Maskenpflicht beachten – aber durch die Vorsicht der Erwachsenen dürften im Moment doch kaum Kinder den Virus in sich tragen. In den Kitas (und Schulen) ist die personelle Zusammensetzung konstant.
o Große Veranstaltungen aller Art (während man bei kleinen Veranstaltungen doch Abstand halten kann, auch z.B. bei Weiterbildungsveranstaltungen mit 10-20 Teilnehmern

Wie man sieht, sind weiter Probleme und Fragen offen

Wir benötigen darüber hinaus eine App und damit Tracking der Infektionsketten
Wir sollten uns Gedanken machen für den Einsatz Genesener Immuner, immerhin schon über 100.000 Personen.

Wir waren in diesen schwierigen Wochen gemeinsam (Politik, Bevölkerung und Gesundheitswesen) äußerst erfolgreich. Im Grunde geht es um das Thema Vertrauen und Vernunft. Die Bevölkerung hat doch überwiegend Vertrauen in die Regierung – und umgekehrt.  Aber klar die Ungeduld wächst – da brauchen wir alle eine ruhige Hand.

In den nächsten Tagen werde ich den Artikel weiterführen mit den Themen:

Ländervergleich und Strategien

z.B. Schweden war nicht so streng im Lockdown – sie haben dafür 3x mehr Todesfälle in Relation zur Bevölkerungszahl.

Wirtschaft steuern – Arbeitsplätze und Finanzen

Klar jeder Tag länger Lockdown kostet – und alles muss irgendwann irgendwie durch produktive Leistung der Bevölkerung bezahlt werden.

Perspektive der Weltretter

Die Zukunft wird digitaler, grüner, mit mehr Bewusstsein der Bevölkerung, was wichtig ist – und eventuell auch mit geänderten Konsumgewohnheiten –  mit weniger Konsum?

Corona gebremst in Deutschland – und nun weiter?

Zur Berechnung der Bettenbelegung Intensivstationen  – runterscrollen.

Als ich am 3.4.20 mit den Zahlen vom 2.4.und davor die einzige belastbare Zahl der Pandemie für Deutschland untersuchte (Quelle: mit einer Korrektur von 31 „Auferstehungen“ am Karsamstag 11.4.20), war die Anzahl der täglichen Todesfälle in einem steilen exponentiellen Anstieg begriffen. Meine Ausgangsdaten waren:
Vom 26.3. bis 29.3. Verdoppelung in nur 3 Tagen
Vom 29.3. bis 2.4. Verdoppelung in nur 4 Tagen.
Ich prognostizierte am Abend des 3.4. einen täglichen Anstieg von nur 10 % in den April hinein. Das bedeutete eine Verdoppelung in jeweils 5Tagen. Mit der sich ergebenden Prognose einer katastrophalen Überlastung des deutschen Gesundheitssystems zur Monatsmitte – wie eine zweite Kurve zeigt (graue Kurve, nur bis 23.4. im Schaubild, danach noch steiler).
Glücklicherweise ist das nicht eingetreten. Genau ab 3.4. sanken die Todesfälle erstmals und haben seitdem, wie in der untenstehenden Grafik, einen im Zick-Zack nur langsam steigenden Verlauf genommen (rot). Ich passe in einer dritten Kurve das Mittel der letzten 5 Tage ein, damit sich eine gleichmäßigere Kurve ergibt (gelb). Langsam steigend, aber in Maßen und beherrschbar. Daraus ergibt sich die gepunktete lineare Linie – der Trend (zuletzt in nur 13 Tagen verdoppelt).

Auswirkung auf Gesundheitssystem

Dies war sicherlich ein Erfolg des Gesamten Maßnahmenpaketes der Regierung im Zusammenwirken mit dem Vertrauen und der Akzeptanz der Bevölkerung und der erfolgreichen Umsetzung in den jetzt 4 Wochen Lockdown.
Aber wie kann man – egal mit welcher Prognosetechnik (ob über die Neuinfektionen oder die Todesfälle) nun die Auslastung auf das Gesundheitssystem berechnen? Das ist einfach mit den geeigneten Daten: jeder Todesfall bringt eine weitere Belegung von ca. Intensivbetten mit sich. Also 80 % Überlebenswahrscheinlichkeit, wenn man einmal dort ist. Und natürlich eine Belegung von im Schnitt 10 Tagen, wie auch den Medien zu entnehmen ist. Damit habe ich für den 2.4. Eine Bettenbelegung Covid 19 von 4.920 auf den Intensivstationen errechnet – mit einer Prognose von 91.000 am 30. April! Also das 16-fache!
Ich war entsetzt und konnte nicht schlafen, nur noch weinen.
Am nächsten Tag kam dann die erlösende Information: erstmals sanken die täglichen Todesfälle und das 3 Tage in Folge. Aufgrund dieser Information habe ich am 6.4. nachmittags den letzten Blog „Licht am Ende des Tunnels“  veröffentlicht.
Das ging dann zwar nicht so weiter, wie die obige rote Kurve des Ist zeigt. Die täglichen Todesfälle steigen weiter im Schnitt, trotz Zackenkurve (gelbe Kurve mit dem Durchschnitt der jeweils letzten 5 Tage):
Bis 8.4. Verdoppelung in 6,3 Tagen
Bis 17.4. weitere Verdoppelung in 9,7 Tagen
Bis 23.4. Verdoppelung in 13 Tagen – also Trend der weiteren Verlangsamung.
Und seit dem 16.4. gibt es das öffentliche Zentralregister aller deutschen Krankenhäuser mit der Anzahl Intensivbetten. Eine Gesamtkapazität von derzeit 26.000 mit aktueller freier Kapazität von 58 % im Bundesschnitt – wobei die Krankenhäuser in Erwartung des Ansturms nur die dringendsten schweren Fälle operieren. In anderen Veröffentlichungen habe ich auch schon die Zahl von 40.000 Intensivbetten gelesen – Dank der laufenden Aufstockungsaktivitäten im ganzen Land.
Aber die Zahlen sagen auch: kein Grund für zu massive Lockerung! Am 3.4. habe ich mit meiner Formel für heute 24.4. einen Bedarf Intensivbetten-Bedarf von rd. 47.000 errechnet. Nach dem Ist-Todesverlauf sind es vergleichsweise und die letzten Tage eher stabil nur 11.000.

Das lässt durchaus Raum für mehr Lockerung, vor allem in regionaler Hinsicht, weil die Regionen verschieden stark betroffen sind.

Zahlen am 24.4.20 aktualisiert.
Deutschland wird weiterhin Kapazität im Gesundheitswesen frei haben und kann (noch) den Nachbarländern helfen. Was auch dringend notwendig ist.

Lockerung und wie weiter

Kleine langsame Lockerungen sind angekündigt. Mangels genügend Masken in Deutschland lässt sich leider eine allgemeine Maskenpflicht (noch) nicht umsetzen. Eine App, die auch keine absolute Sicherheit bietet, weil nicht alle sie nutzen werden, soll auch noch kommen.
Wie kann mit dem verlangsamten Fortschreiten der Infizierung der Virus gestoppt werden? Von derzeit 0,5 % der Bevölkerung (in ca. 6 Wochen) dürfte es in dem Tempo ohne Impfstoff über 2 Jahre dauern.
Also ist der Impfstoff weiterhin das notwendige Ziel. Eine internationale Allianz der Spitzenforschung aus öffentlichen Instituten und Pharma-Firmen arbeitet mit Informationsaustausch 24 Stunden rund um die Uhr daran – also schichtweise rotierend von Zeitzone zu Zeitzone. Wenn der Impfstoff da ist, und schnell für breite Anwendung zur Verfügung steht, wird allerdings noch eine Auseinandersetzung mit den „Impfgegnern“ zu bewältigen sein. Vielleicht müssen sich diese „kennzeichnen“ lassen – sonst dürfen sie nicht in Altersheime und Krankenhäuser rein…..

Rolle der Genesenen nun Immunen

Was ist mit den genesenen, nun immunen Menschen? Bald sind das schon über 100.000. Dürfen diese frei zirkulieren? Wie können sie sich kennzeichnen? Sie bräuchten keine Masken zu tragen, können jedes Gewerbe ausüben.
Sie wären überall einsetzbar. Vor allem in den Altenheimen und Krankenhäusern – eben bei den Risikogruppen – würden solche benötigt.
Wie kann man schnell mehr davon bekommen – natürlich nicht aus den Risikogruppen. Könnte man das mit Freiwilligen beschleunigen? Die Frage bietet sich an.
Das zeigt auf, dass man bald differenzieren muss in den Beschränkungen. Und es stellt sich das Problem der Kennzeichnung für Besuche in Geschäften etc. Sie können ja selbst niemanden anstecken und auch nicht angesteckt werden.

Perspektiven

Was wird sich geändert haben, wenn die Krise vorbei ist:
a) Persönlichkeitsentwicklung in Punkto Werte der Bevölkerung und auch Vertrauen in die Regierung ist geschehen
b) Dto. bei den Politikern, bis auf den einen…
c) Höhere Wertschätzung des Personals im Gesundheitswesen und anderen Berufen, die plötzlich als systemrelevant empfunden wurden. Hier muss sich das Lohnniveau entsprechend ändern.
d) Anstehende Änderungen in den Lieferketten zu mehr Regionalisierung (wie schon bei Lebensmitteln für die Gesundheit empfohlen)
e) Fortschritte in der Digitalisierung in Beruf und Bildungswesen
f) Offene Fragen: auch mehr Regionalisierung in Touristik? Kleinteiligere Messen?
g) Kapitalismuskritik und auch hier sicher Erkenntnisse und Einsichten
h) Der erhöhte Schuldenberg des Staates. Zugleich auch stärkere europäische Solidarität.
i) Nach Wochen eigenen Kochens auch einige persönliche Einsichten zu „Lebens“mitteln sowie der Rolle und Bedeutung der regionalen Landwirtschaft. Eine andere Einstellung zu den Preisen von Gemüse und einem Schnitzel, sowie der Massentierhaltung.

Bekräftigung: Perspektive der Weltrettung

Diese aufgezählten Perspektiven, die man sicher noch mehr erweitern kann, sind Lernprozesse über mehrere Wochen hinweg – in einem großen Bevölkerungsteil und  noch nicht mal mit Stress sondern mehr mit Ruhe verbunden.
Wir Menschen lernen in großem Stil wohl nur durch Leid. Da sind wir jetzt drin, aber immer noch besser gesund zu Hause zu sitzen als wochenlang mit Fieber und Husten im Bett zu liegen, ganz zu schweigen von Atembeschwerden.
Wir spüren Solidarität und Vertrauen. Wir erkennen, was uns wichtig ist im Leben – und auch was nicht.

Berechnung Bettenbedarf Intensiv

(Ergänzung 24.4.20)
Die ständigen Angaben über Neuinfektionen sind m.E. völlig unzuverlässig, da sie ja von den Testkapazitäten und Modalitäten abhängen. Wenn sich hier etwas ändert, stimmt die ganzen Formeln des Zusammenhangs nicht mehr.
Deshalb die vernünftigste Zahlenbasis: die täglichen Todesfälle.
Das RKI gibt an, dass 6 % der (erkannten) Infizierten zu ganz schwierigen Fällen werden und damit in der Intensivstation landen. 1,2 % , also 80%, werden gerettet. Dies bedeutet, dass auf einen Toten 4 Gerettete kommen. Parallel zu 1 späteren Sterbefall werden also 5 Betten belegt. Das Verhältnis habe ich auch anderen Berichten entnommen. Die Zahl der Infizierten ist natürlich viel höher. Ob 10 mal höher bleibt dahingestellt. Bei einer Dunkelziffer von 100 % wäre die Corona-Mortalität schon nur 0,6 %, also nur leicht höher als die normale Grippe.
Jetzt kommt eine weitere Annahme: Diese 5 Erkrankten werden gemeinsame eingeliefert 10 Tage vor dem Tod des einen Erkrankten. Und dieser stirbt, die anderen 4 Überlebenden werden aus Intensiv raus in die normale Station verlegt und diese 5 Intensivbetten wieder frei.
So reicht es also die Belegung, aufgrund der kumulierten Todesfälle der letzten 10 Tage anzusetzen. Es ergibt sich folgende Kurve:

Auch wenn in Wirklichkeit weniger an Corona sterben, aber alle mit Todesursache Corona statistisch erfasst werden, wird die Kurvenform ähnlich sein.
Es zeichnet sich ab, dass bei unveränderten Lockdown-Bedingungen die Bettenbelegung in Deutschland nicht mehr steigt. Durch die aktuellen Lockerungen wird sich wieder ein (leichter?) Anstieg ergeben
Für die letzten 7 Tage vom April wird bei weiter Erhöhung der Todesfälle eine Verdoppelungszeitraum von 20 Tagen (zuletzt 13 gerechnet), also täglich eine Erhöhung von 3 % (am 30.4.20 sind es