Arbeitsplätze

Erkundungsreise Äthiopien Teil 2 Addis

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Kurze Pause für das Schuheputzen

Auch am Sonntag war ein Treffen mit mehreren bekannten Geschäftsleuten organisiert. Der erste war ein Landwirt aus Deutschland, der seit 20 Jahre in Äthiopien eine Farm betreibt und auch die GIZ im laufenden Mechanisierungsprojekt berät. Er erzählte von existierenden 70.000 äthiopischen Beratern für die Landwirtschaft, die allerdings schlecht ausgebildet seien. Überhaupt sprach er viel von Bildungsrückständen. Genug Geld sei da, aber fehlende Effizienz in der Verwendung.

(Wenn Sie den Bericht von Teil 1 der Reise noch nicht gelesen haben, klicken Sie HIER …

Ein Handelsvertreter aus Hamburg, der in Ostafrika mehrere Firmen vertritt und sehr glücklich mit dem Leben in Äthiopien ist und von Addis aus arbeitet, war ein weiterer interessanter Gesprächspartner. Er empfahl mir eher Kenia für mein Projekt, da seien die Menschen offener als in Äthiopien (also Unterschiede, genau wie in Europa, und Stereotypen).

Lesen Sie HIER weiter …

Improvement of the World – english abstract

Provisional translation 19th of June 2017, darunter der originale deutsch Text

Improvement of the World by self-help in 9 crucial areas of problems by creating a synergy of economics, ecology and psychology

1.    Self-help – by enableing people to improve their situation by their own efforts. The 9 area and will soon be explained by one chart covering each area. They are systemically related, poverty at the core of it.

2.    The analyse of the 9 fields of world-problems shows a common factor: the list of human weaknesses. The remedy: requires continuing education, personal empowerment, personality development, personal values, raising self esteem and confidence; while generating higher confidence in other people at the same time.

3.    But we need more: Poverty and Hunger need more economical growth in most countries – for more material, social and medical welfare. To achieve this we have to increase productivity and jobs – each country has to work for its own prosperity.

Mechanism of action: create ‚atmosphere of departure‘ – spirit of optimism, support investments from outside and inside the country.

4.    For each country with roadblock in area 1 lighthouse-projects are created, which can be started quickly with more or less untrained workers, like projects in building and infrastructure. Where work can be started simultaneously at many locations and people can see instant progress.

5.    The workers of this lighthouse-projects learn and work 4 hours a day respectively. After 1 year they are replaced by new workers. Doing so after 5-10 years about 5 % of the population have participated.

6.    The curriculum offers:

a)    Reading and writing

b)    Calculation

c)    Finances and economics in world of division of labour and providing added value to customers.

d)    Technology based on physics and chemistry

e)    Health, hygiene including nutrition, care of water and plants. Medical care

f)     Communication and conduct including values and moral intelligence

7.    In most cases it will be useful to start  with a central conference with domestic donors.

Either simultaneously or later, future conferences will follow at several cities where everybody interested can participate.

Result: Attention, interest, participation, activity, common goals, optimism, confidence.

8.    Large group methods play an important role in the process of world-improvement. 75 % of the time  is discussion in small groups – from which common ideas and projects show up.
“Future Search” is the most known format of such large groups. It is limited to 80 people, but other formats are available for higher numbers of participants, up to thousands. The Internet offers additional possibilities.

9.    After the initial conferences and parallel to phases 4-6 there will be large group actions from half day up to 5 days with thousands or millions of participants which will lead to new start-ups (about 1 % of the population) – creating jobs and increasing gross domestic product.

10.  All these activities and projects are organized and coordinated by new Foundations within the countries under a world umbrella foundation; including the learning- and large group events.

The financial means come from rich people and other donors, who want to give back the opportunities of their lifes to society.

An improved world serves everybody: Welfare, peace and freedom.

At the head of the Foundation there will be people of the highest standards in honesty and ethical conduct.

 

This are the most important items of a brand new strategy of world improvement with quick impact, because from the very beginning people are involved in great number and are integrated with their conduct and their thinking.

Rudolf Müller

Doctor in economics, Master Psychology

20 years Managing Director in industrial family company, international Marketing

20 years of consultant and development of organization and people

Main Hobby: learning and large groups

Author of 7 books

 

Hier der deutsche Text

Weltverbesserung mit Selbsthilfe in 9 Problemfeldern mittels Synergie von Ökonomie, Ökologie, Psychologie

1. Selbsthilfe bedeutet, dass Menschen in die Lage versetzt werden, aus eigener Kraft ihre Situation zu verbessern. Die 9 in der Grafik genannten Felder werden demnächst noch mehr erklärt durch ein Schaubild pro Feld. Sie sind systemisch miteinander verbunden, Armut in der Mitte.

2.Die Analyse der 9 Welt-Probleme zeigt, dass dort ein gemeinsamer Nenner der Ursachen vorliegt: Faktor Mensch mit seinen Schwächen. Abhilfe: erfordert Bildungsanstrengungen und mehr persönliches Empowerment bis zu Persönlichkeitsentwicklung, persönlichen Werten und mehr Selbstvertrauen und Selbstwert.  Was zugleich auch mehr Vertrauen in andere Menschen mit sich bringt.

3.Aber wir benötigen mehr: Armut und Hunger erfordern Wirtschaftswachstum in den meisten Ländern – für mehr materiellen. sozialen und gesundheitlichen Wohlstand. Dafür werden Fortschritte in Produktivität und mehr Arbeitsplätze benötigt – jedes Land muss seinen Wohlstand selbst erarbeiten. Wirkmechanismus: Aufbruchstimmung schaffen, Direktinvestitionen im eigenen Land und aus dem Ausland schaffen.

4.Für jedes Land mit Feld 1 Engpass werden Leuchtturmprojekte benannt, die schnell begonnen werden können, wenig geschultes dafür aber viel ungeschultes Personal erfolgen, z.B. bei Infrastruktur und Bauprojekten. Wo an vielen Stellen zugleich mit den Arbeiten begonnen werden und die Menschen schnelle Fortschritte sehen.

5.Die Beschäftigten dieser Leuchtturmprojekte lernen und arbeiten nur je 4 Stunden. Nach 1 Jahre werden die meisten Beschäftigten durch neue Arbeitskräfte ersetzt. So dass nach 5-10 Jahren ca. 5 % der Bevölkerung mitgemacht haben.

6.Lernfächer sind dabei:
a)    Lesen und Schreiben

b)    Rechnen

c)    Finanzen-Wirtschaft in einer arbeitsteiligen Welt und Nutzen bieten für den Kunden.

d)    Technik mit Basis in Physik und Chemie

e)    Gesundheit  und Hygiene inkl. Ernährung, Umgang mit Wasser und Pflanzen. Medizinische Versorgung

f)     Kommunikation und Verhalten inkl. Werte und Moralische Intelligenz.

7.Meist wird es sinnvoll sein, mit einer zentralen Konferenz mit potenziellen Geldgebern aus dem jeweiligen Land zu beginnen.
Gleichzeitig oder danach werden in verschiedenen Städten noch mehrsolche Zukunftskonferenzen abgehalten, wo sich alle Interessenten beteiligen können.

Resultat. Aufmerksamkeit, Interesse, Beteiligung, Aktivität, gemeinsame Ziele, Optimismus und Vertrauen.

8.Eine große Rolle im ganzen Weltverbesserungsprozess spielen Großgruppenveranstaltungen, wo 75 % der Zeit in Kleingruppen diskutiert wird, es sich jedoch gemeinsame Themen und Projekte ergeben. Eine Form davon ist die international und interkulturell sehr bekannte Zukunftskonferenz. Sie ist limitiert auf 80 Personen, für höhere Teilnehmerzahlen bis in die tausende andere Formate stehen zur Verfügung. Das Internet bietet hierfür auch noch Ergänzungen an.

9.Nach diesen initialen Konferenzen und parallel zu den Phasen 4 – 6 finden über längere Zeit  Großgruppenaktionen von 0,5 bis Tagen mit Millionen Teilnehmern die in vielleicht 1 % der Bevölkerung neuen Start-ups münden, was Arbeitsplätze und Sozialprodukt schafft.

10.Dies wird alles durch neu zu schaffende länderweise Stiftungen mit zentraler weltweiter Dachstiftung organisiert und koordiniert. Die Lernaktivitäten und Großgruppenaktivitäten sowieso.
Die finanziellen Mittel kommen von Reichen und sonstigen Spenden, die der Gesellschaft etwas von den Möglichkeiten ihres Lebens zurückgeben wollen. Eine verbesserte Welt nützt allen: Wohlstand, Frieden und Freiheit.

An der Spitze der Stiftung stehen moralisch einwandfreie bekannte Menschen.

 

Das sind die wichtigsten Punkte einer ganz neuen Strategie zur Weltverbesserung mit schneller Umsetzung, weil die Menschen gleich von Anfang in großer Zahl mit eingebunden und mitwirken in ihrem Verhalten sowie mit ihrem Denken.

 

Rudolf Müller

Promotion Betriebswirtschaft, Master Psychologie.

20 Jahre geschäftsführender Gesellschafter im Familienunternehmen, internationales Marketing.

20 Jahre Unternehmensberater und -entwickler (Unternehmen und Menschen)

Hobbys: Lernen und Großgruppen

Autor von 7 Büchern

 

Mehr Demokratie wagen – und verbessern

Probleme der Welt und Ursachen

Kürzlich fand im Erfolgsforum Rosenheim das erste Treffen der neu gegründeten Denk-Werkstatt zum Dialog über Welt- und Demokratieverbesserung statt. Wir haben gemeinsam die Weltprobleme analysiert und sind wie auch in meinem Weltrettungsroman zu den 9 Problemfeldern gekommen. Das Feld 8 Gender (Geschlechter-Gerechtigkeit) könnte man auch nennen „Diskrimination“ und enthält somit neben der Geschlechterproblematik auch die Rasse, das Alter und andere diskriminierende Elemente. Und in das mittlere Feld von Armut und Hunger könnte man noch als Unterpunkt die Chancenungleichheit nehmen.

Derr nächste Punkt in der Denk-Werkstatt war nach einer Analyse der Problemfelder die Auflistung der Ursachen, wobei wir zwischen Mensch und System trennten. Aus der Brainstorming der Teilnehmer ergab sich dir mir weitgehend bekannte Liste der menschlichen Schwächen, von Gier und Verführbarkeit angefangen, bis über die Bequemlichkeit zu „destruktivem Umgang mit Komplexität“. Gespannt war ich auf die Diskussion eines gemeinsamen Nenners als Ursache für alle Weltprobleme. Aber das ging ganz einwandfrei zu einem Konsens: „Die Hauptursache ist der Mensch selbst mit seinen Unvollkommenheiten“. Und sogar die Systemursachen wie Macht, Lobby etc konnten wir als menschengemacht darunter subsumieren. Natürlich hat der Mensch aus seine guten Seiten: Hilfbereitschaft, Loyalität, Kooperation, Empathie etc. Daneben die Schattenseiten, die die Probleme national oder weltweit bewirken.

Darüber hinaus ist eine zweite Ursache für die Achse der Welt-Problemfelder 7 Arbeitsplätze und 1 Armut die volkswirtschaftlichen Produktion für den Wohlstand. Für die Entwicklungsländer heißt dies, dass Direktinvestitionen von außen kommen müssen, um einen Sprung zu bewirken. So hat das in China und weiteren asiatischen Ländern sowie Brasilien gut funktioniert. Die dortigen staatlichen Strukturen sind ein Muß – in Afrika fehlen diese oft. Deshalb dort ein größerer Nachholbedarf. Ich habe kurz mein Konzept für Aufbruchstimmung und Vertrauen dargestellt. Zugleich gekoppelt mit verstärkten Bildungsanstrengungen und Großgruppenmethoden.

Am Schluss und gegen Mitternacht war auch klar, dass die Gruppe weitermachen will. Kurzfristig wollen wir unsere Arbeit weiterführen und brauchen da auch nicht in die ganze Welt auszuschwärmen: auch in Deutschland ist genug zu tun. Was wäre das Konzept, in Deutschland den obigen abgebildeten gemeinsamen Nenner „Bewusstseinsentwicklung“ einer breiten Bevölkerung nahezubringen?

Als ersten Baustein dafür könnte meine Großgruppenaktion „Demokratie verbessern“ dienen, die wir beim nächsten Treffen besprechen werden. Hier könnte als sachliches Thema die Flüchtlingswelle stehen, oder das Steuersystem, aber sicher ist die Verbesserung unserer eigenen Demokratie die beste Basis für die weitere Arbeit. Was gibt es in den Social Media nicht alles an Groll und Unzufriedenheit darüber. Unseres Erachtens mangels Wissen und Bewusstsein der Bevölkerung. Stammtischgerede mit Klagen und Anklagen ist leicht, aber wie können wir konkret besser werden? Die verbalen Anschuldigungen der Parteien untereinander erleichtern das alles nicht.

Zielsetzung des Großgruppen-Dialoges

  • Bei der Aufgabenstellung des Staates beginnen
  • Demokratie und Dialog mit Fakten trainieren
  • Werte der Gemeinschaft unseres Staates bewusst machen und leben
  • Vertrauen der gesellschaftlichen Gruppen insb. Politiker, Bürger, Wirtschaft aufbauen zum allseitigen Nutzen
  • Dabei erhöht sich das Wissen, das Verständnis für andere und ändern sich Denkmuster (vorgefasste Meinungen).
  • Reelle Möglichkeiten zu einer Erneuerung der Demokratie kennenlernen u.a. Losverfahren.
  • Zugleich mit konkreten Vorschlägen für weitere operative Dinge und mittelfristige Strategie in der Verbesserung unserer Demokratie
  • Zu einer Vorstufe von echter breiter Bürgerbeteiligung und Mitwirkung kommen.

Beschreibung der Aktion

  • 4 Stunden Dialog der Demokratie (Aufgaben des  Staates und Bürgerpartizipation) mit mindestens 1 Million Teilnehmern, in Gruppen von 100. Das braucht nur 3 Monate zu dauern.
  • An 60 Standorten mit täglich zwei Veranstaltungen. 200 Moderatoren werden benötigt, die dank selbsterklärungen Anleitungen für die Teilnehmer leicht auszubilden sind. Diese sitzen an Tischen von maximal 8 Personen mit zumindest je einem PC, der die Antworten der Gruppe auswertet und mit anderen bzw. auf Bundesebene vergleicht.
  • In weniger als 90 Tagen durchlaufen 1 Million Teilnehmer diese Veranstaltung. An derem Ende steht jeweils ein „viraler“ Effekt: Jeder wird aufgefordert, per Handy enge Freunde und soziale Netzwerke über die Erkenntnisse zu informieren.
  • Bei 10.000 solcher Veranstaltungen können jeweils einer oder mehrere Politiker der verschiedensten Ebenen (Gemeine, Land, Bund) teilnehmen.

Ich habe diese Vorgehensweise schon vor 40 Jahren praktisch ausprobiert – bei der Einführung einer Kapitalbeteiligung in meinem Familienunternehmen. Ich war dabei besonders positiv überrascht, wie sich die Mitarbeiter aus der Produktion dort einbrachten und konkrete Vorschläge unterbreiteten. Vor 20 Jahren habe ich die Aktion – noch vor Kirchhoff – für eine Reform des deutschen Steuersystems entwickelt, aber leider die Mühe der Umsetzung gescheut. Heute bin ich besser gerüstet. Als nächster Termin zur Fortsetzung und Diskussion über ein konkrete Aktion z.B. diese mit den 4 Stunden Dauer scheint der 5. Juli geeignet. Interessenten zur Mitwirkung in der Denk-Werkstatt bitte über diese Seite anmelden.

Am Beispiel der Flüchtlingsthematik habe ich auf dieser Blogseite schon mehr Detailinformationen zum Ablauf der Dialog-Großgruppenaktion in 4 Stunden gegeben.

Make America Great – kein Weltuntergang mit Donald T – Teil 4: Werte

T zeigt seine Werte beim Start

T fängt die ersten Tage seiner Regierung wirklich gut an. Eine klare Strategie, schnelle Umsetzung. Mit ziemlich wenigen Widersprüchen im Anschluss an das Gesagte im Wahlkampf. Und das ganze per Twitter direkt vom Präsidenten dem Volk mitteilen. 22 Mio. Empfänger bei Twitter, 20 Mio. bei Facebook

Was sind Werte?

Werte sind vereinfacht gesagt, etwas worauf ich Wert lege bei meinen Zielen.

Werte sind immer sind immer polar aufgebaut, d.h. es gibt 2 gesunde Pole, z.B. Ordnung/Struktur und Flexibilität/Spontaneität. Innerhalb dieses Bereiches ist Verhalten gut und gesund. Sodann gibt es die Übertreibung in den beiden Richtungen. Das nervt dann und noch schlimmer: kann pathologisch/krank werden.

Die Übertreibung von Ordnung/Struktur ist: Bürokratie, Pedanterie, Zwang etc.

Die Übertreibung von Flexibilität/Spontaneität ist: Chaos, Unzuverlässigkeit, Sprunghaftigkeit etc.

Worauf legt T Wert?

  • Arbeitsplätze, insb. für Abgehängte und Verlierer der Globalisierung
  • Amerika stolz machen
  • Deals machen zum Nutzen des Landes
  • Schutz vor Latinos (Mauer) und Muslimen, da viele Amerikaner das ängstigt, Kriminalität und Terrorismus sich erhöhen. Der 9.11. hat sich im kollektiven Gedächtnis eingebrannt.
  • Politik für das Volk machen

Das sind alles Werte, die sich sehen lassen können.

Und bei der Umsetzung

Endlich ein Unternehmer im White House der anpackt und umsetzen will, was er vorher versprochen hat. Der das alte Establishment dort etwas aufmischt, verkrustete Strukturen durchbricht. Durch seine Kampagne ist er eher unabhängig geblieben, fühlt sich Groß-Sponsoren weniger verpflichtet – ist so freier, dass zu tun was er sich vorgenommen und versprochen hat. In meinem Weltrettungs-Roman ist der Held auch ein zupackender Unternehmer, das kann ich also gut verstehen.

Das spricht alles für Donald T. Es beeindruckt. Das klingt eher nach Welt verbessern als Weltuntergang. Nur ist seine Behauptung, dass Mexiko die Mauer durch die Einfuhrzölle bezahlt völlig falsch: dann zahlen die amerikanischen Käufer diese Zölle im Preis!

Aus Sicht der Weltrettung

Auf den ersten Blick spricht vieles für ihn. Aber auf den zweiten?

Vorherige Artikel behandeln die Themen
Arbeitsplätze
Macht
Weltpolitik

Die Grundprobleme von Donald T

T ist ein Narzisst sagen alle Psychologen. Das ist eigentlich auch eine gute Eigenschaft. Denn viele Menschen beherzigen in dem Bibelspruch „andere so lieben wie sich selbst“ nur den ersten Teil und sind co-abhängig, also leiden unter Helfersyndrom, haben keinen Selbstwert etc.

Aber die Übertreibung in der Richtung des zuviel Narzissmus ist nicht gut, und darunter fällt sicher Donald T. Narzissten suchen Anerkennung als Wert, ständig und immer wieder. Und große Ankündigungen sind natürlich noch keine Umsetzung.

Steuersenkungen für Unternehmen, davon profizieren doch erst mal die Leute, denen die Unternehmen gehören. Was hat der kleine Mann davon? Dem Staat fehlt das Geld dann. Aber das ist OPM (other peoples money), nicht das Geld von T. Und er bzw. seine Kinder profitieren mit seinen Unternehmen ebenfalls.

T will America great machen. America first. Das klingt sehr egoistisch für die Führungsmacht der Welt. Als ob alle Probleme daran liegen, dass Amerika zuviel für andere Länder tut, z.B. Entwicklungshilfe – die auch A. nützt, weil diese bei mehr Wohlstand weniger Migrationsdruck ausüben und Produkte und Software von amerikanischen Firmen kaufen können.

Vertrauen als Fundament

T hat durch seine angekündigte Steuersenkung einen Aufschwung der Börse bewirkt. Aufschwungstimmung ist gut für Investitionen.

Jeder der etwas unternimmt und Veränderungen anstrebt, auch zum Guten, braucht das Vertrauen der anderen, die sich anders verhalten sollen, sich ändern sollen, andere Strategien betreiben sollen.20150131_082010

  • Wir brauchen eine moralisch einwandfreie Führung für unkonventionellen Aktivitäten – die Wertethematik. Ein Unternehmer, der frischen Wind und Effektivität in die Regierungs-Administration bringt, ist dafür hoch willkommen – wenn er wirklich entsprechende Werte in sich trägt.
  • Mit weiteren Verunglimpfungen in T’s Botschaften, auch über die Medien, schafft man aber nur Gegner, kein Vertrauen und keine Kooperation.
  • T hat das Präsidenten-Gehalt abgelehnt – obwohl gerade dieses einen Präsidenten unabhängig machen soll. Wo bleibt der Wert „Ehrlichkeit“, wenn T seine Steuererklärung nicht veröffentlicht? Wie ist das mit der Trennung von privaten „Deals“ und politischer Tätigkeit?

Was bringen die Aktionen?

Was bringen die hinausposaunten Aktionen, wenn sie nur vordergründig gut klingen, aber…

  • Zölle auf ausländische Waren die Preise für amerikanische Konsumenten erhöhen und somit ihre Kaufkraft schmälern.
  • Isolationismus und Abschottung – außer zeitweise für den Aufbau eines Entwicklungslandes – schmälern immer den Strom von Ideen und Wohlstand.
  • Die Globalisierung war auf Planetenebene bisher eine Erfolgsgeschichte! Über 1 Milliarde Menschen sind aus der Armut geholt worden. Die Länder, die erst 200 Jahre nach den Industrieländern zur Modernisierung gestartet sind, können jetzt auch mehr Waren und Software aus Amerika kaufen.
  • Amerika steht nicht mehr so gut da wie vor 15 Jahren. Aber vielleicht mehr durch die mehr als 2.000.000.000.0000 € , die Irak- und Afghanistan-Abenteuer gekostet haben. Und die vielen hunderte Milliarden, die große US-amerikanische Konzerne in Niedriglohnländern gebunkert und in USA nur Nano-Steuern bezahlt haben.
  • Warum nur sind die Menschen in vielen arabischen (und anderen) Ländern wütend auf Amerika? Der Nährboden für den islamischen Fundamentalismus.
  • Die Steuern für Unternehmen werden stark gesenkt, was erst mal den Staatshaushalt belastet. Und was bringt das dem abgehängten, vergessenen kleinen Mann wirklich? Die Ungleichheit wird weiter steigen.
  • Wie kann ein Kabinett von Ministern aus Militärs und Reichen (ua von Goldmann Sachs) sowie entsprechenden Beratern sich wirklich für den kleinen Mann interessieren?
  • Wie kann man eine Krankenversicherung für die Abgehängten und Armen, die der Vorgängerpräsident mühsam geschaffen hat – gegen Fundamentalwiderstand der Republikaner – einfach abschaffen? Sollten das nicht ein Großteil der Wähler von Donald T gewesen sein? Eine behutsame und großzügige Ausweitung wäre bei den behaupteten „Werten“ angebracht.
  • Die Liste der Fragezeichen kann noch fortgesetzt werden.

So bleibt eine lange Liste großer, wirklich großer Zweifel. Ankündigungen und Aktionismus räumen diese Zweifel nicht aus. Erst recht nicht der aktuelle Bann für einige muslimische Länder.  Und warum gerade diese? In der arabischen Welt hat man so neues Futter für die vielen Vorurteile gegen die USA.

Weitere geplante Artikel zu Donald T

Es gibt noch einen Abschlussartikel Mitte Februar.

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Make America Great – kein Weltuntergang mit Donald T – Teil 1: Arbeitsplätze

Wir werden jetzt mit Informationen über die geplante bzw. angekündigte Politik von Donald T. überschwemmt. Wobei vielen Kommentatoren unklar ist, was davon umsetzbar ist und ob T. das wirklich anstreben wird. Nun erstmals ein Unternehmer als mächtigster Mann der Welt. Schöne Redner als Politiker gab es genug. Endlich ein Macher. Wir sollten uns tatsächlich in diese Situation hineinversetzen und hoffen, dass sie gelingen kann.

Eigentlich ist alles recht einfach zu verstehen……. Sie finden hier Teil 1 einer kleinen Serie von Artikeln über die angekündigte Politik von Donald T. aus der Perspektive der WELTRETTUNG.

Ziele von T

T. will speziell etwas für die Abgehängten und zornigen Bürger der USA tun, die ihn gewählt haben – und in ihrer Wahrnehmung die Nachteile der Globalisierung „gespürt“ haben. Das Establishment in den USA (und fast auch in Europa) hat da bislang etwas versäumt und auch kaum hingehört. Und auch die linke und die liberale sowie die grüne Bewegung. Ein hehres Ziel, dass muss man T. lassen.

Amerexit

T: Er hat die Herauslösung aus globalen Verträgen wie NATO, UNO angekündigt. Klarer Fall von Isolationismus. Alles zurück – auch die amerikanischen Soldaten in aller Welt wäre dann logisch und Auflösung dieser Stützpunkte. Große Kostenersparnis und kein ständiger Ärger vor Ort mehr. Reduktion von Verantwortung als „Weltpolizist“.

Kleines Problem: Wohin mit den Soldaten in den USA? Kann man sie dort nachhause schicken? Braucht man in den USA Kasernen – eigentlich nicht bei Isolationismus. Gefahren von außen? T: „Wir haben doch Atombomben, dann müssen wir die mal einsetzen.“ Also nicht amerikanische Soldaten, die geschützt werden müssen.

Construction Team with building plans on site

Freihandel/Globalisierung

T denkt nach allem, was er von sich gibt: „Braucht Amerika nicht. Import auch möglichst wenig, dafür Zollschranken. Das Zeug produzieren wir alles in den USA, wir können alles, wir sind Great! Wir schaffen Arbeitsplätze.“ Auch hier Herauslösung aus internationalen Verträgen wie Nordamerika, Asien und natürlich dem anstehenden Vertrag mit Europa (TTIP).

Falls wir dadurch weniger exportieren? Wir kompensieren dass durch weniger Importe und somit mehr Nachfrage aus dem Inland.Schild 144 - Jobcenter

T ist Unternehmer. Es ist ihm zuzutrauen dass er Firmen dazu bewegt, Arbeitsplätze nicht ins Ausland zu verlagern oder gar zurückzuholen. Es gibt tatsächlich Firmen, die das schon gemacht haben – aufgrund von Problemen mit Logistik, Zeitverlauf – und z. B. mangelndem Respekt der Chinesen vor Schutzrechten. Da braucht es vielleicht manchmal nur einen Anruf aus dem White House, um etwas zu bewirken. Das wird seinen Wählern gefallen.

Einwanderung/Immigranten

T: Möglichst wenig und vor allem nicht aus muslimischen oder sonstigen Ländern. Gegen Mexiko bauen wir die große Mauer (Erfolgsrezept aus China), was auch selbst über viele Jahre hinweg viele Arbeitsplätze schafft. Und wir weisen die ganzen illegalen Migranten aus, möglichst alle geschätzten 11 Millionen, mindestens aber 3 Millionen. Dann brauchen wir dafür auch weniger Arbeitsplätze und somit umso weniger für Export (siehe Reduktion Freihandel).

Freie Wohnungen der ausgewiesenen Immigranten – können dann unsere zurückgekehrten Soldaten beziehen. Und die Amerikaner, die sich derzeit keine Wohnung leisten können, mangels vernünftigem Arbeitsplatz. Die in Zelten und Campern wohnen, teils nahe Google und dort als Tagelöhner von Subunternehmern putzen, statt selbst angestellt zu sein.

Hört sich das nicht gut und vernünftig an?

Große Mauer in China

Kommentar von WELTRETTUNG

T. liebt Herausforderungen und auch den Kampf (um ihn zu gewinnen). Dass muss man ihm lassen, wenn man über ihn liest. Mit ihm wird es keinen Weltuntergang geben. Von Bauen versteht er auch etwas.

Aber wenn alles so einfach ist, wie T. mit diesem Programm denkt, dann brauchen Sie nicht weiterzulesen. Falls Ihnen in dieser Liste jedoch manches komisch oder Spanisch vorkommt, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Es ist eine Parodie. Gemessen an den Erfordernissen der USA und auch gemessen an den Erfordernissen zur Weltrettung mit innovativen Konzepten. Und diese erfordern wiederum Vertrauen und die Ausstrahlung von Kompetenz und grundlegenden Werten. Das Gegenteil von Verunglimpfungen oder grandiosen Versprechungen.

Die obigen Punkte klingen nach ethnischer Säuberung und viele Weiße werden es vielleicht gerne hören. Aber ist das wirklich eine positive Strategie? Amerika von der Welt abschotten? Schließlich kann man nicht exportieren wollen (Produkte und Kapital) ohne auch zuzulassen, dass die übrigen Länder in die Staaten importieren wollen bzw. sich dort selbst mit Kapital in Firmen einkaufen. Das ist der Wettbewerb, der Fortschritt schafft. Außerdem werden andere Länder Zollschranken durch eigene Zölle beantworten.

Und es widerspricht den ehernen Gesetzen der Ökonomie vom Gewinn für alle Beteiligten durch die sogenannten „Komparativen“ Kostenvorteile. Nur die übrige Welt, die untereinander Handel ohne Zollschranken treibt, wird das weiter nutzen, die Amerikaner dann zurück und ausgeschlossen bleiben. China hatte sich auch mal für Jahrhunderte abgeschlossen, dann hat Europa überholt! Die DDR hat es versucht – und ist gandios gescheitert (was gerne auch verklärt wird. Alle hatten offiziell eine Arbeit, aber mussten 16 Jahre auf ein Auto warten. Es gab keine Südfrüchte, kein….).

Zunächst würde auch bei einer solchen Abschottungsstrategie per chinesische Mauer (auch gegen China) und verstärkter Eigenproduktion alles teurer für das Land und somit die Konsumenten. Arbeitsplätze im Export gehen verloren, werden nur vielleicht durch mehr Eigenproduktion ausgeglichen. Insgesamt wird alles für die Bevölkerung teurer, was importiert wird. Und die Eigenproduktion ist ja auch teurer! Und die Innovationsrate sinkt, der Wohlstand sinkt.

Es entsteht keine Aufbruchstimmung in den Staaten, eher Unsicherheit, Zurückhaltung der Investoren. Misstrauen gegen Amerika. Und in Amerika: Bespitzelung und Anfeindungen eingesessener „illegaler“ Immigranten. Ein Klima von Verfolgung und Vorsicht.

Im Ergebnis: Daumen runter.

Nachtrag 14.12.16

Ich habe jetzt erst erfahren, dass T. in einer Firma (Carrier in Indianapolis) 1.000 industrielle Arbeitsplätze „gerettet“ hat. Mit dem Hinweis/der Drohung, dass solche Produktionsverlagerungen (in diesem Fall nach Monterrey in Mexiko) zukünftig bestraft werden. Wobei Indianapolis nur ca. 4 % Arbeitslosigkeit hat.

Immerhin. Das hört sich zunächst mal gut an. – Aber leider gibt es auch Gefahren bei Staatseingriffen in die Wirtschaft. In Indien wollten die Engländer seinerzeit einer Schlangenplage Herr werden. Sie setzten eine Prämie für tote Schlagen aus. Die Folge: Die Inder züchteten Schlangen um die Prämie zu bekommen. Es gab dadurch mehr Schlangen statt weniger. 

Also muss man für das ganze Bild auch die Nebenwirkungen bedenken. Mögliche Verluste an Innovationskraft, an Wettbewerbsfähigkeit, an Eigeninitiative. Braucht Amerika wie ein Entwicklungsland Schutzmauern für eine aufstrebende Industrie? Mehr dazu in den nächsten Artikeln, auch darüber was man für die „Verlierer“ der Globalisierung wirklich tun kann und auch sollte.

Weitere geplante Artikel, denn T. hat doch noch mehr Felder, wo er eine Kurskorrektur machen will für Make America Great.

–       T. und die Macht in den USA

–       T. und die Weltpolitik

–       T. und moralische Werte – wichtiger denn je

 

Great Wall of China at Sunrise

Great Wall of China at Sunrise

Weltrettung Kompakt

In einer Zeit mit vielen Veränderungen und teils bedrückenden Ereignissen, beschleicht uns zunehmend das Gefühl, die ganze Welt sei nicht in Ordnung…

Ausgangslage

Flüchtlingsströme und Terror machen die Veränderungen des Planeten für uns alle zum konkreten Erlebnis. Während Bedrohung und Chaos unser Bewusstsein für die S24_9FelderMatrixpositiven Trends auf der Welt überdeckt, durchdringt die Wirtschaft längst alle Bereiche unserer Gesellschaft, wie Freizeit, Sport, Kunst, Bildung und Arbeitsplätze mit durchaus mutmachenden Ansätzen.

Die Roman-Trilogie „Rettung der Welt“ (bisher erschienen Band 1) soll hier durch ein kompaktes Buch der Sachproblematik ergänzt werden. Zunächst wird darin gezeigt, wie verschieden sich in den vergangenen nur 200 Jahren die Länder der Kontinente Eurpa, Asien und Afrika von der praktisch gleichen materiellen Ausgangssituation her entwickelt haben. Bei gleichzeitiger Erkenntnis, dass eine Angleichung der Länder untereinander  heute bereits im Gange ist. Und parallel dazu in den vergangenen 20 Jahren über eine Milliarde Menschen der bittersten Armut entkommen sind.

Neun Felder beschreiben, unter was die Menschen auf dem ganzen Planeten aktuell immer noch leiden.

In allen Bereichen wird es wenig nutzen, nur im System des Kapitalismus etwas zu ändern. Auch Gedanken an die Abschaffung von Religionen sind genauso müßig, wie die Abschaffung des Geldes. Dem Argument, dass das kapitalistische System die Menschheit so weit getrieben hat, dass sie Spielball der Wirtschaft geworden ist, steht entgegen, dass die Wirtschaft aus Bedürfnisbefriedigung heraus entstanden ist. In einer Welt der materiellen Knappheit, die bis heute allerdings weniger für die 1 Mrd. Menschen in den Industrieländern gilt, sondern immer noch mehr für die 6 Mrd. Menschen in den Entwicklungsländern.

Wege zur Weltrettung

Aus diesen Ursachen und Wirkungen heraus leitet das Buch Wege zur Weltrettung ab. Dabei geht es um Armutsbeseitigung und neue Formen der Bildung bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung. Faktoren, die Millionen bis Milliarden Menschen dort einbeziehen, wo an den menschlichen Ursachen zu arbeiten sein wird. Konkreten Vorschläge zur Vorgehensweise im Fall Griechenland, bei den Flüchtlingsströmen und der Jugendarbeitslosigkeit folgen Ausführungen über die Rolle der Sozialsysteme sowie eine to-do-Liste mit Forderungen an den Leser als Individuum, an die Politik, an die Wirtschaft und an die ganze Gesellschaft.

WR-Senario mBDen Wegen zur Weltrettung, wie der Steigerung von Entwicklungshilfen nach Jeffrey D. Sachs, deren bedarfsorientierter Ausrichtung eines William Easterly und den Mikrokrediten des Mohammed Yunus stehen viele prominente Milliardäre zur Seite, die mit Stiftungen, Giving Pledge Aktion und Sozialunternehmen bereits an der Rettung der Welt arbeiten. Dazu kommen automatisch wirkende Faktoren, wie Umweltschutz bei steigendem Wohlstand, stabileres Bevölkerungswachstum und stärkere Frauenrechte. Mehr Bildung, mehr Demokratie und eine Steigerung der dezentralen Energieversorgung wirken ergänzend – wenn auch immer noch ausschließlich dort, wo wirtschaftliche Problemfelder nur in geringerem Maß vorhanden sind.

Im Kontrast dazu sehen wir eine hohe Zahl an schwachen Staaten in denen wirtschaftliche Stagnation, geografische und klimatische Bedingungen sowie kulturelle Schranken und schlechte Regierungsführung die Armutsfalle zuschnappen lassen. Menschliche Schwächen und Verführbarkeit gepaart mit Korruption und organisiertem Verbrechen tun in diesem Teufelskreis ihr Übriges.

Wer hat moralische Autorität?

Die Frage, wer in der Welt noch eine moralische Autorität ausübt, führt schließlich zu den Gemengelagen der aktuellen Kriegsgeschehnisse im Nahen Osten, bestehend aus wirtschaftlichen, religiösen und egozentrischen Machtansprüchen unterschiedlichster Zielsetzungen. Welche Rolle können hier die tausende von Hilfsorganisationen spielen, die großteils aus privater Initiative gegründet wurden:

  • Für humanitäre Zwecke
  • Für Nothilfe und Katastrophen
  • Für medizinische Zwecke
  • Für Kinderhilfe
  • Für den Schutz von Frauen
  • Für Entwicklung
  • Und viele andere mehr

Können diese weltweiten Hilfsorganisationen zusammenfinden und etwas in Gang bringen? Denn alle Ideen sollten menschlich und politisch machbar sein. Es müssen die Akteure dafür gewonnen und die Ressourcen eingeworben werden. Es nützt nichts, den Traum zu verfolgen, dass die Reichen ihr Vermögen mit den Armen teilen oder die Rüstungsausgaben dem Sozialbudget zugeschlagen werden. Schon die Mathematik mit einer einfachen Division durch 7.000.000.000 zeigt, dass damit kaum etwas gewonnen wird. Auch der Wegfall von Zinsen (was wir derzeit in den Industriestaaten schon praktizieren) wird da keine Verbesserung bewirken. Nicht nur einzelne Personen müssen mitwirken, sondern ganze Mehrheiten dafür gewonnen werden. Die Politik hat das Vertrauen vieler Menschen verloren und kann global kaum noch konstruktiv wirken, wenn wir nicht handlungsfähige übernationale Institutionen errichten wollen – was sicher kommen wird, aber sicher noch das ganze Jahrhundert dauern wird.

Die Vision der Weltrettung

„Die Weltbevölkerung entwickelt sich zu einer gegenseitig abhängigen Gemeinschaft, deren Lebensqualität nur durch mehr Kooperation gesteigert werden kann. Die Knappheiten an Energie, Rohstoffen, Trinkwasser, sauberer Luft, Gesundheit und elementarer Bildung lassen sich nur überwinden, wenn immaterielle Ressourcen entdeckt und produktiv genutzt werden. Das ist die Geschichte der Zukunft“, so der Inhalt des 6. Kondratieff.

Anhand von Visionen, Beispielen und konkreten Lösungswegen zeigt das Buch auf, wie es gelingen könnte, aus unserem Planeten einen Platz zu machen, der allen Menschen Glück und Wohlstand bietet. Bisher ist das nur in Romanform geschildert. Bildung und Arbeitsplätze durch Investitionen stehen dabei im Vordergrund.

Nach der Chaos-Theorie befinden wir uns in einer Übergangsphase zu einen höheren Niveau. Das Chaos verunsichert uns zunehmend und wir sind uns nicht bewusst, dass ein höheres Niveau der Menschlichkeit uns erwartet. Dabei zeigt die – deutlich sinkende – Gewaltkurve von Steve Pinker (Weltproblemfeld Sicherheit&Frieden – in Relation zur Weltbevölkerung) deutlich auf, welche Strecke Weges wir in den vergangenen Jahrhunderten auf dem Planeten schon gegangen sind. Einerseits dadurch, das die Gewalt heute im Denken aller Menschen durchaus verpönt ist (noch vor wenigen Jahrhunderten aber als normal angesehen war) und zugleich über Familien, Clan, Stamm, Nation hinaus heute sogar internationale Institutionen zur Befriedung geschaffen wurden (und diese Entwicklung wird weltweit ganz sicher weitergehen, auch wenn der Anteil von Nachbarschaftsstreitigkeiten vor Gericht sich dabei erhöht). Durch die ständige Reizüberflutung der Medien haben wir nur den Eindruck, dass alles schlimmer wird und übersehen die vielfältigen positiven Faktoren! Und diese sind äußerst bemerkenswert. Hier der Link zum Video.

Dem will das neue Sachbuch auf 120 Seiten entgegenwirken. Es ist also wirklich kompakt trotz komplexen Sachverhalts. Vielleicht wissen Sie einen Verlag, der sich dafür eignen und interessieren würde. Vielen Dank.

Posting2 Arundhati 23.2.14

Weltrettung und Reichtumskonzentration

1 Armut Hunger Herkulesaufgabe

1 Armut Hunger Herkulesaufgabe

Die Reichtumskonzentration, die die neue Oxfam-Studie aufzeigt, spricht stark unsere menschlichen Neidkomplexe an. Aber die Frage muss doch gestellt werden, ob diese einen Verursacher der 9 obigen Weltprobleme darstellt, die mit der Armut (in der Mitte) beginnen. Und mit einer einfachen mathematischen Rechnung relativiert sich die Reichtumskonzentration stark!

Kern der Reichtumskonzentration

2015 besaßen lt. Oxfam. 62 Einzelpersonen (davon 53 Männer) genauso viel wie die ärmere Hälfte der

oxfam-grafik-sozialeungleichheit-2015

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Weltbevölkerung, das heißt rund 3,6 Milliarden Menschen. Der Trend ist eindeutig: 2010 besaßen noch 388 Individuen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen genommen, 2014 waren es 80 Personen.

Die Oxfam-Studie wird natürlich in den Medien und der Öffentlichkeit oft zitiert. Denn irgendwie verstößt diese Reichtumskonzentration gegen unsere „Gerechtigkeitsempfinden“, gegen die soziale Ader in den meisten Menschen. Das Problem berührt uns. Konzentration, die in der Natur und in der menschlichen Gesellschaft stark verbreitet ist (Pareto-Prinzip: Stärken, Umsatz, seltene Erden, Rohstoffe, Einkommen, Vermögen, Musik – bis zu den Erfolgen von

6 Demokratie Humanismus Herkulesaufgabe

6 Demokratie Humanismus Herkulesaufgabe

Popsängern – wahrscheinlich verkaufen nur wenige Pop-Kings/Queens so viele Platten wie die Hälfte der übrigen Sänger) ist uns suspekt. Da Vermögenskonzentration auch einhergeht mit wirtschaftlicher Macht, hat sie sicher auch Einfluss auf die Politik, die Partikularinteressen evtl. begünstigen könnte. (Problemfeld Demokratie)

Aber wenn das weltweite Hauptproblem mehr die Armut ist, kann die Reichtumskonzentration da der Verursacher sein? Die Gebrüder ALDI sind reich geworden, weil die Lebensmittel für die breite Masse verbilligt haben mit ihrem konsequent durchgehaltenen Discout-Prinzip. Marc Zuckerberg mit Facebook ist reich geworden, weil er die Idee mit dem sozialen Netzwerk hatte. Usw.

Umverteilung als scheinbare Lösung

Eine einfache Rechnung wird Sie überraschen: Die in der Oxfam-Studie erwähnten 62 Personen haben zusammen ein Vermögen von 1.76 Billionen US-Dollar (diese Zahl ist etwas versteckt im Bericht). Dividiert man nun dieses Vermögen durch die Anzahl der Menschen der halben Weltbevölkerung von ca. 3,6 Milliarden …. Erhält man einen Betrag von knapp 500 $. Und das ist wohlgemerkt „Vermögen“, welches nicht konsumiert werden kann (Firmenanteile, Immobilien). Angenommen eine Bar-Rendite von 5 % ist davon jährlich ausschüttbar , so sind das jährlich 25 $, also pro Monat ganze 2 $.

Diese Division durch die Weltbevölkerung von über 7 Milliarden Menschen muss man immer machen, wenn man sich durch Umverteilung einen Fortschritt erhofft. Solche Milchmädchen-Rechnungen schwirren herum. Gerade die bekannten Zahlen zur Reichtums-Konzentration, die Thomas Piketty in seinem Bestseller zusammengestellt hat, zeigen die mathematischen Mythen auf: Es klingt nach einer unglaublichen Verzerrung, wenn wenige Promille der Bevölkerung über ein hohes Einkommen und hohes Vermögen verfügen. Aber bei der Division durch die Bevölkerungszahl relativiert sich das alles ungemein!

Und wie soll das auch organisiert werden? Erhalten dann die Armen, die speziell in einigen Ländern geballt leben, eine monatliche Überweisung und bestellen sich im Internet Lebensmittel und Autos und Häuser mit Klimaanlage? Die Bevölkerung in den Industriestaaten erarbeiten diese Güter und schicken Sie nach Afrika, Asien, Südamerika?

Kann das überhaut gut gehen? So möchte ich gleich hier schon formulieren: Die Weltrettung muss so aussehen, dass jedes Land seinen eigenen Wohlstand selbst erarbeitet!

Lösung über das soziale Empfinden der Superreichen

Und: Würden die Superreichen das mitmachen? Normalerweise mögen Alfa-Tiere, die solche ein Vermögen aufgebaut haben, keinen Zwang. Und wie wir aus dem Beispiel der Insolvenz der Lehmann Brothers-Bank (wo keine kleinen Sparer beteiligt waren) in der letzten Finanzkrise gelernt haben: diese wurde dadurch verschlimmert, weil Reiche Verluste erlitten und nicht mehr mit dem Geld um sich warfen und mit Investitionen knauserten – schon gab es weltweit Millionen Arbeitslose mehr.

Gerne verweise ich jetzt schon auf die Website der Superreichen, die sich im Rahmen der Giving-Pledge-Aktion verpflichtet haben, über die Hälfte Ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke zu stiften.

Fortschritte in der weltweiten Armutsbekämpfung – durch Investitionen

Trotz der Fortschreitenden Reichstumskonzentration gibt es Fortschritte im Abbau der weltweiten Armut. Hier die Grafik dazu.

infografik-der-rueckgang-der Armut, FAZ 28.9.15

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Die FAZ hat hierzu einen ausführlichen Artikel veröffentlicht.

Der stärkste Faktor dabei war die Teilnahme am Welthandel, wo natürlich immer eine produktive Wertschöpfung steht: Leistungen und Produktion. Also Arbeitsplätze. Letztere werden vom Mittelstand und von großen Firmen geschaffen. Die Entwicklungshilfe kann dabei noch nicht einmal das Faktor hervorgehoben werden.

Und wie kommen die Arbeitsplätze zustande: oft durch Direktinvestitionen von außerhalb, also von den gierigen Westfirmen, die in armen Ländern aufgrund der niedrigen Lohnkosten Produktionen aufziehen. Auf jeden Fall kaum durch die vielen Milliarden der weltweiten Entwicklungshilfe. Beginnend mit der Textilindustrie. Trotz aller Probleme, z.B. mit eingestürzten Textilfabriken in Bangladesch.

Ausblick

Diese Facette der Globalisierung hat natürlich noch Nebeneffekte. Einerseits hilft sie beim Aufholprozess der Länder, die in den 200 Jahren der Industrialisierung zurückgeblieben oder einfach nur spät gestartet sind. Andererseits verstärkt sie zunächst auch die Spreizung der Vermögens- und Einkommensverhältnisse innerhalb der Länder. Womit wir wieder bei der anfänglichen Thematik sind.

Dies werde ich in weiteren Blog-Artikeln näher ausführen.

Es ist nicht einfach, da den Überblick zu behalten. Was ist wirklich wichtig: TTIP bekämpfen? Höhere Erbschaftssteuern? Eine weltweite Finanzbehörde und Bekämpfung der Steuerflucht? Verstärkte Bildung für mehr Chancengerechtigkeit, auch in den Industrieländern?

1 Armut Hunger Herkulesaufgabe

1 Armut Hunger Herkulesaufgabe

Weltrettung und Flüchtlinge 3: Europa und Herkunftsländer

Flüchtlinge EuropaEinleitung: Aus der SZ vom 12.9.15 von Slavoj Zizek mit der Überschrift: Wenn die Utopie explodiert. Am Schluss als wichtigste Lektion, die die Menschheit daraus lernen soll: sich vorbereiten nomadischer zu leben, lokale und globale Umweltveränderungen kommen >>> alles führt zu großflächigem sozialen Wandel. Nationale Souveränität ist neu zu definieren. Für Europa wird gefordert:

  1. Nötige Mittel für ein würdevolles Überleben der Flüchtlinge zur Verfügung stellen.
  2. Sich dafür organisieren und Regeln und Vorschriften erlassen.
  3. Neue Art internationaler Interventionen konzipieren, militärisch und ökonomisch, welche koloniale Fallen vermeidet.
  4. Ökonomischer Wandel, der die Bedingungen abschafft, die zu Flüchtlingsströmen führen.

Hier geht mein nachfolgender Text schon weiter als die Forderungen Zizeks mit meinen machbaren und konkreten Strategien. Ich beleuchte zunächst die Perspektiven außerhalb Deutschlands und schaue, was in Europa, was nahe der Herkunftsländer der Flüchtlinge, und was darin zu unternehmen wäre. Oft habe ich (in Facebook) schon gelesen, dass die USA als Verursacher alle Flüchtlinge nehmen sollten. Eine Forderung, wie „den Mond anzubellen“. Eine Forderung, die sich m. E. vor humanitärer Verantwortung drückt. Eine Forderung, die eher reiner Populismus als Durchdringung eines komplexen Sachverhaltes darstellt. Ich kann mich bei meinen Überlegungen und Recherchen auf meine eigene Trilogie zur Weltrettung stützen. Darin habe ich eine Leitidee entwickelt, die hier zur Anwendung kommen könnte. Wir müssen uns dabei mit vielen Lebenslügen befassen und diese aufgeben. Wegducken und wegschauen geht nicht mehr, eine Entwicklung, die sich schon seit über einem Jahr deutlich abzeichnet.

In Teil 1 wurde das Grundkonzept Wohnen, Lernen, Arbeiten vorgestellt. In Teil 2 ging es um die Ziele in der Flüchtlingspolitik und die Fakten. Beide Teile können Sie im Archiv rechts oben nachlesen.

Nachträge zu Teil 1 nach verschiedenen Diskussionen:

Schon bei der Ankunft sollten die Flüchtlinge auf deutsche Lebensweise verpflichtet werden. Bisher gibt es dafür anscheinend noch nicht einmal ein Handzettel in verschiedenen Landessprachen. Die Lebensweise bildet schon einen Teil des Sprachunterrichts. Sobald die anderen Fächer in Deutsch unterrichtet werden können, wird noch deutlicher auf deutsche Kultur und Lebensweise und Werte eingegangen.

Es soll schon einige Angebote im Fertigbau geben, deren Technologie verwendbar ist, sogar „faltbare“ Häuser. Ein neues flexibles modulares Gesamtkonzept ist für jedes Land in Europa von Interesse – und auch für den untenstehend beschriebenen Update der Flüchtlingscamps nahe der Fluchtländer. Klappbett für die Wände, sodass Wohnraum mit Tisch entsteht, wären für jede Flüchtlingsunterkunft wünschenswert.

Ausstrahlung D auf Europa

Bisher konnte Deutschland sich zurücklehnen, die Last trugen die Außenländer im Süden des Schengenraum. Jetzt öffnet das Kernland die Türen. Es entsteht Verwirrung und Druck auf übrige Länder. Druck für Veränderung.

Eine Gipfelkonferenz hat gerade stattgefunden. Aber vieles in Teil 1 und 2 vorgestellte bleibt noch offen:  Die deutschen Innovationen W, L, A können als Vorbild gelten, wenn dafür ein klares Konzept vorliegt. Es geht weiter um Verteilungsquoten und gemeinsame Standards. Das kostet zwar alles Geld – wirft aber in jedem Land auch Fragen auf und Widerstände wach.

Rücksicht auf einige Länder ist erforderlich, wie z.B. F, GB wegen vieler Immigranten aus alter Zeit der Kolonialisierung. Deren Integration war damals planlos und ohne Strategie, ähnlich wie bei den Gastarbeiter in Deutschland. Hier sind auch Innovationen möglich. Welche Einflussmöglichkeiten hat der jeweilige Staat bei nachzuholender Integration? Locken statt Pflicht? Freibier etc.

Und wir müssen natürlich das Selbstverständnis der Nationen in Europa verändern, das kommt auf jeden Fall und ganz von selbst. Was heißt Nation noch heute, wenn schon mehr als 10 %, gar mehr als 20 % andere Ethnien im Lande sind? Die Einwandererländer Australien, Kanada, USA verstehe das kaum noch.

Europa kommt m. E. jedenfalls derzeit in Bewegung, auch wenn neu eingeführte Grenzkontrollen zum gegenteiligen Eindruck führen mögen. Kommission und EU-Parlament sind jetzt gefordert.

Lachende Gruppe junge Leute People multikulturell halten Wort willkommen Freisteller

Zur Wurzel der Flüchtlinge gehen

Der nächste logische Schritt ist das Hinschauen, wo derzeit die meisten Flüchtlinge nahe der Fluchtländer zu Millionen im Lagern leben (im Libanon z.B. 2 Mio. Flüchtlinge bei einer Bevölkerung von 4 Mio., dazu noch die Türkei und Jordanien.) Diese Aufnahmeländer mussten hier viel aus eigenen Tasche finanzieren. Ein Teil kam von der UN und hier wurde kürzlich gekürzt, was den Abwanderungsdruck dann verstärkt hat. Der Europa-Gipfel hat hierfür Milliarden in die Hand genommen und praktisch erstmals das Flüchtlingsproblem als gemeinsames Problem gesehen. Aber vieles bleibt noch offen und in 3 Wochen findet die nächste Konferenz statt.

Wir können uns hier für eine neue Strategie am deutschen und kommenden neuen Modell orientieren: W, L, A heißt die Devise.  Zunächst ist das Wohnen zu Flüchtlingslager an Volksparkhinterfragen und statt der Zelte sukzessive – wieder von den Flüchtlingen selbst – neue Wohneinheiten aufzubauen. In meinem Weltrettungsbuch beschreibe ich in Teil 2 den Bau von Wohnungen für 1 Milliarde Menschen – innerhalb 7 Jahren! Nehmen wir mal die ersten 15 Mio. (von derzeit dem Vernehmen nach 50 Millionen Flüchtlingen auf der ganzen Welt) – könnte das nicht in 1-2 Jahren vollbracht sein, wenn alle dort selbst anpacken? Wenn sie nur die Materialien und Anleitungen benötigen – die aus einem Hilfsfonds von UN und Europa zu finanzieren wären – und teilweise im Nahen Osten produziert werden (Arbeitsplätze).

Der nächste Schritt könnte sein, dass jedes europäische Land dort ein Büro aufmacht, in dem man Asyl- und Einwanderungsanträge (im Rahmen neuer kommender Gesetze) stellen kann. Die Ernsthaftigkeit der Anträge wäre durch Besuch von Sprachkursen zu demonstrieren. Auch das allgemeine Flugblatt für Flüchtlinge und potenzielle Einwanderer ist dort auszulegen. Hier in Europa ist da Leben auch kein Schlaraffenland, viele Flüchtlinge täuschen sich da. Die Menschen sollen vor Antragstellung wissen, dass etwas von Ihnen erwartet wird, insbesondere Integration. Und auch erfahren, dass wer sich direkt auf den Weg nach Europa macht auch Gefahr läuft, wieder abgeschoben zu werden. Diese Rückführungsquote wird sich bei dem jetzigen Ansturm zwangsweise erhöhen.

Nachtrag November: Und natürlich könnte man statt in Europa auch gleich dort mit den neu entwickelten Wohnungen und mit Hilfe der Flüchtlinge ihnen einen Verbleibt in der Nähe ihrer Herkunft „ermöglichen“, auf höherem Niveau als derzeit und mit Sprachkursen und Fortbildungsangeboten.

Generell wollen Menschen doch gerne in Nähe ihrer Herkunft bleiben, hoffen immer auf Rückkehr, ein Ende des Krieges etc. Eine wirkliche Mauer um die sog. Festung Europa zu bauen, kommt den Verantwortlichen sicher nicht in den Kopf.

In die große Friedenspolitik will ich mich hier nicht spekulativ einmischen. Auch nicht irgendjemand speziell als Verursacher der Misere sehen. Bei diesem Thema gibt es recht komplexe Zusammenhänge, auch wenn Populisten da große Vereinfacher sind. Und Verschwörungstheoretiker nehmen als gegeben an, dass hier ein durchdachter Plan zum Ruin Europas verfolgt wird. Natürlich wird der wieder den USA (oder den Banken, oder dem „Kapital“) in die Schuhe geschoben. Dabei wäre das verrückt, denn Europa ist Partner und Verbündeter. Schon eher wäre eine solche Motivation im Osten und fernen Osten anzunehmen. Was aber auch verrückt wäre, wenn Europa kein Gas mehr kaufen würde oder kein Exportmarkt für China mehr wäre. Kein Nachschub von technischem Know-how. Heute sind alle Länder miteinander verbunden.

Einfluss auf Fluchtländer nehmen

Wie könnte man nun Einfluss auf die Fluchtländer zur Schaffung besserer wirtschaftlicher und politischer Verhältnisse nehmen? Ohne hier allzuviel vereinfachtüber Ursachen für Krieg und Verfolgung zu spekulieren. Natürlich kann und soll man aus der Vergangenheit und den Ursachen lernen für die Zukunft. Da ist aber nichts ganz einfach. Teilweise reichen die Ursachen 100 Jahre zurück (Grenzziehungen durch England und Frankreich im Nahen Osten).

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Hier ist zunächst die Politik von heute gefragt. Doch wer kann das machen? Die USA haben in den letzten Jahren sämtlichen Vertrauens-Kredit im Nahen Osten verbraucht. Europa kämpft mit sich selbst und hat den Ruf kolonialer Vergangenheit. Die UNO erscheint zahnlos nach den letzten Blauhelmeinsätzen im Balkan.

Den Krieg in Syrien beenden und ein Wiederaufbau für das Land mit ausländischer Hilfe? Gleichzeitig müsste der IS ebenfalls niedergerungen werden. Das wird nicht ohne massiven militärischen Einsatz gehen. Postings in Facebook „Gegen Krieg“ und „Krieg, und keiner geht hin“ sind da völlig nutzlos – würden eher noch zu weiteren Flüchtlingen führen, wenn das der Westen das 100 % praktizieren würde.

Eine große Konferenz aller Beteiligten, wo keiner der wirklich Betroffenen sich am Boden fühlt und auf seinen Endsieg hofft….. Der europäische Glaubenskrieg im 17. Jahrhundert hat 30 Jahre gedauert. – Nach der Gipfelkonferenz Europas in der vergangenen Nacht spricht sich die Bundeskanzlerin für eine neue Friedensinitiative für Syrien aus. Inwieweit Druck auf arabische Nachbarländer wie auch Saudi-Arabien und die reichen Emirate möglich ist – entzieht sich meiner Kenntnis. Wer sind noch weitere mögliche Akteure: Der IWF und die Weltbank können wirtschaftlich locken – gibt es da Spielraum?

Neue Idee: Weltstiftung aus allen Hilfsorganisationen, quasi Dachorganisation….

Doch eine Idee habe ich noch, die auf meiner Weltrettungs-Trilogie aufbaut. Es gibt tausende von Hilfsorganisationen in jedem Land, großteils aus privater Initiative gegründet:

  • Für humanitäre Zwecke
  • Für Nothilfe und Katastrophen
  • Für medizinische Zwecke
  • Für Kinderhilfe
  • Für den Schutz von Frauen
  • Für Entwicklung
  • Und viele andere mehr

Bekannt sind z.B. das Rote Kreuz (roter Halbmond), die Ärzte ohne Grenzen, World Vision. Sie sind unabhängig und unpolitisch.

In meinem Buch habe ich einen Weg beschrieben, wie die weltweiten Hilfsorganisationen zusammenfinden (es gab schon mal konkrete Versuche in der realen Vergangenheit). Da ist mein Held vorgeprescht, hat seinen Reichtum in eine neue Stiftung eingebracht und damit zugleich ein Dachorganisation angeboten, die allen Hilfsorganisationen Zuschüsse auf ihren Spendeneingang angeboten hat. Das kann ich mir gut vorstellen. Es wäre eine föderale Struktur zu schaffen, wo jede Organisation weitgehend so spezialisiert bleibt, wie sie ist und den Zwecken der Stifter verpflichtet. Die Dachorganisation würde etwas PR übernehmen und gegenüber den Ländern mit Problemen mit einer Stimme sprechen. Auch Logistik bei Kriseneinsätzen. Aus einer Vertrauensposition heraus. Das wäre eine ganz neue Art von Intervention für Frieden und wirtschaftliche Aufbruchstimmung.

Wie könnte das in Gang kommen und die Startfinanzierung geschaffen werden? Hier würde ein Schlüssel sicher bei der BGMF von Bill Gates mit einem Kapital von 43 Milliarden $ liegen. Die 9 nächstgrößten privaten Stiftungen kommen zusammen auf einen ähnlichen Betrag.

Darüber hinaus kämen hier die giving-pledge-Unterzeichneten in Frage: Derzeit ca. 130 Milliardäre, die sich verpflichtet haben, vor ihrem Tode die Mehrheit ihres Vermögens gemeinnützig zu verschenken.  Nach den auf der Website beschriebenen Zielen wäre damit genau dieses „Netzwerk“ geeignet, hierfür die Kernzelle zu bilden. Eine Konzentration von mindestens 100 Milliarden aus dem Portefeuille der Superreichen könnte reichen, der Dachorganisation eine kräftige Stimme zu geben. Sodann käme z.B. noch in Frage: Die Harvard-Stiftung der gleichnamigen Universität mit 32 Milliarden $. Auch aus Deutschland könnten sich einige Milliarden-Stiftungen beteiligen.

Mit den Möglichkeiten dieser neuen Stiftung könnte man auch in den großen Flüchtlingslagern der Palästinenser im Nahen Osten und im übrigen Afrika für eine grundlegende Verbesserung der Bedingungen sorgen. In den Ländern mit den Flüchtlingscamps – und auch deren Herkunftsländer müsste mehr wirtschaftlicher Aufbau erfolgen. Sobald Frieden herrscht könnte man dort mit breiten Bildungsoffensiven und Existenzgründungen mit Mikro-Kredite starten, wie ich es in meinen Blogs von Juli und August für Griechenland vorgeschlagen habe.

Das ganze Vorgehensweise und die Fortsetzungen sind aus einem Gesamtkonzept der Weltrettung geschrieben, das den Leitfaden dieses Blogs bildet. Wenn alle 9 Welt-Problemfelder bearbeitet werden, werden zugleich die Flüchtlingsströme versiegen….Die anstehenden Herkulesaufgaben für den Planeten – mit großen wirtschaftlichen Aufschwung überall.

Weltrettung und Flüchtlinge Teil 2: Ziele und Fakten

Viele Fische - UnterschiedAuf meinen ersten Artikel zur aktuellen Flüchtlingsthematik habe ich viel und meist positives Feedback erhalten und intensive Gespräche geführt. Ich habe mich darin auf zwei zentrale Vorschläge wie Wohnungsbau und Lernen (Sprachen + anderes) konzentriert. In diesem Artikel will ich die Begründung liefern, warum wir das alles – über die direkte Hilfsbereitschaft und unser menschlich angeborenes Mitgefühl hinaus – machen sollten. Schließlich müssen wir bei den großen Herausforderungen – deren Umfang in der Zukunft derezeit niemand seriös beziffern kann – auch diejenigen mitnehmen, die große Ängste haben und oft in der natürlichen Übertreibung ihrer Position gleich den Untergang des Abendlandes und natürlich vor allem Deutschlands befürchten.

Vorab noch zur Klarstellung/Nachtrag zu Teil 1.

  • Welcome Refugees“ – auf dem Empfangsplakat. Bedeutet doch nicht, dass Deutschland ab jetzt nur noch die Flüchtlinge im Sinn hat und wir auf diese „warten“. Sondern das wir Refugees welcome - Hände mit bunten Fingern halten ein Pappschild mit der Aufschrift "Flüchtlinge willkommen"diesen Menschen auf der Flucht (Flüchtlinge) und oft vom Erlebten, auch unterwegs, traumatisierten, hier von Angesicht zu Angesicht bei der Ankunft in Deutschland ein Gefühl der Sicherheit und des Angenommenseins geben wollen. Mitgefühl, Wertschätzung. Schon gar nicht: Misstrauen und Angst.
  • Die Vereinfachung bürokratischer Strukturen ist in dem Konzept in Teil 1 nicht erfasst. Das läuft sowieso schon an. – Aber jetzt ist die Chance auf einen grundlegenden Richtungswechsel, nicht herumbasteln am System und mal eine Turnhalle oder Kaserne requirieren.
  • Europa kommt in Bewegung, was sicher auch ein Motiv von Frau Merkel war. Und vielleicht klappt nun ein europäisch vereinheitlichtes System (Teil 3).

Zum Sprachkurs: Ich habe in meinem früheren Verlag solche Sprachkurse produziert. Auch ein „Deutsch als Fremdsprache“. Allerdings mehr für Urlaub und Business. Ein Superlearning-Kurs basiert auf einer spannenden Geschichte mit Situationen, die der Lerner benötigt (hier also: ein Flüchtling, der nach Deutschland kommt und sich durchfragt und Schwierigkeiten zu bewältigen hat, beschreibt auch die Integration). Dazu Übungen, die die Regeln und Grammatik transportieren und festigen. Das Ganze eingebettet in Musik, Entspannung und Bewegung. Auch als Selbstlernkurs geeignet und im Fernsehen ausgestrahlt. Für die Entwicklung von Geschichte und Übungen sind nach der Auftragsvergabe 3 Monate für 2-3 Personen zu veranschlagen. Dann folgen passende Bilder, Sprachaufnahmen, Videoaufnahmen. Dafür sind ebenfalls 3 Monate zu rechnen. Sicherlich kann das bei entsprechendem Engagement auf 2×2 Monate verkürzt werden. Ich könnte das mit einem ausreichenden Budget organisieren, weil ich weiß, wie ich an die Leute kommen und welche Qualifikationen benötigt werden. Ich erinnere mich sogar noch an einen Workshop, den ich selbst im Goethe-Institut für DAF-Lehrer im Ausland abgehalten habe.

Die Ängste in der Bevölkerung

Natürlich darf nicht jeder, der Bedenken äußert, gleich in die sog. Rechte Ecke gestellt werden. Es ist normal, sich bei Veränderungen Sorgen zu machen. Und es ist auch normal, dass es sowohl Optimisten als auch Skeptiker gibt – mit allen Zwischenschattierungen. Wenn, dann sind da nur die Übertreibungen in die eine oder andere Richtung ein Problem. Manche Befürchtungen sind irreal, andere übertrieben. Auf jeden Falls sind Gespräche mit den Menschen in Deutschland erforderlich, Gespräche über Fakten. Es reicht nicht die Skeptiker pauschal zu verurteilen. Die meisten Ängste lassen sich in Gesprächen mildern oder beseitigen. Zumindest mit Vorträgen und Diskussion. Hierzu einige knappe Worte:

Arbeitsplatzverluste

Wenn Asylanten eine Arbeitserlaubnis erhalten, drängen sie auf den Arbeitsmarkt und könnten dabei entweder deutsche oder EU-Mitarbeiter verdrängen oder die Löhne senken. Die Arbeitslosenquote in Deutschland liegt mit 4,7 % bzw. absolut 2,7 Mio. Menschen nahe der Vollbeschäftigung (regional natürlich unterschiedlich), Tendenz fallend.

In diesem Punkt enthält mein in Teil 1 beschriebenes Programm den Vorschlag, Asylbewerber schneller als bisher eine Arbeitsplatzerlaubnis zu geben. Hinzu kommt der weiter unten beschriebene Demografiefaktor und ökonomische Zusammenhänge, die oft übersehen werden.

Soziale Einschnitte durch Umschichtungen

Geld des Staates für Asylbewerber könnte an anderer Stelle fehlen: Hartz IV, Gesundheitsausgaben, Kultur, Sport, Verkehrsinfrastruktur, Schulsanierung, Bildung allgemein. Die Liste ist lang. Die Staatsausgaben in D betragen insgesamt ca. 1.200 Milliarden. Davon bilden die kursierenden Zahlen von 6 Milliarden für Flüchtlinge oder gar 10 Milliarden doch nur ein Bruchteil.

Aber klar, bei Umschichtungen in den Staatshaushalten ist immer jemand betroffen. Plötzlich haben sich die Prioritäten verändert.

Steuererhöhung

Hier gilt das Gleiche wie zuvor. Und in der gleichen Relation. Wie schon in Teil 1 beschrieben, könnte ein Soli-Anteil für Transparenz sorgen, oder ein dafür eigenes gebildeter Fonds, der sich aus Spenden und einer Art Lastenausgleich speist. Dabei wird sich natürlich immer die Frage stellen, wer mehr bezahlt – und natürlich werden das die höheren Einkommen sein müssen.

Kriminalität

Die Statistik zeigt, für Flüchtlinge eine höhere Kriminalität als der Bundesdurchschnitt auf. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass schon illegale Grenzübertritte und Einreisen ohne Dokumente (die viele Flüchtlinge gar nicht besitzen) als Gesetzesbruch gewertet werden.

In den derzeitigen Heimen herrscht allgemein Lähmung und Aktivitätsmangel, Arbeitsverbot, langes Warten etc. Da entlädt sich Unmut in Konflikten und natürlich auch Straftaten. Eine Kenntnis des deutschen Rechtssystems liegt meist nicht vor. Manche Kulturen kennen mangels funktionierender Justiz mehr das Faustrecht. Keine leichte Aufgabe für unsere Polizei.

Überfremdung

Hier handelt es sich um das in unsere Gene evolutionsgeschichtlich eingebrannte Misstrauen gegenüber Menschen anderer Städte, Ethnien, Länder, Kontinente und Kulturen. Deshalb dürfen wir Menschen nicht verurteilen, die von Ängsten erfüllt werden und müssen diese würdigen.

Islam in Europa/ Religion

Die SZ (12.9.) erwähnte den Satz eines Zugreisenden im Bahnhof: „Helfen müssen wir, keine Frage. Nur: in 20 Jahren müssen unsere Frauen Schleier tragen.“ Eine irrationale Furcht bei derzeit schon offiziell über 8 Mio. Ausländern in Deutschland (ca. 10 %) wo die wenigsten mal eine Frau mit Schleier real gesehen haben. Das meiste verliert sich in der 2. Generation.

Krankheiten/Gesundheit

Auch das kommt bei den Ängsten vor, wenn man danach fragt.

Eine wichtige Angst ist die vor dem Arbeitsplatzverlust. Diese wird im nachstehenden Abschnitt beleuchtet. Danach folgen allgemeine ökonomische Überlegungen.

Zahlen zur demografischen Lücke in D – Arbeitsplätze

PICT2869In 2014 lagen die Todesfälle um 150.000 über den Geburten. Das war überraschend niedriger als die vorherigen Jahre. Dafür könnte man eher 200.000 und mehr ansetzen.

Deutsche wandern ebenfalls aus. Im Schnitt der letzten Jahre 150.000.

Sodann gibt es eine Differenz im Zuwachs zur Erwerbsbevölkerung und Abgang in die Rente. In den nächsten 15 Jahren verlieren wir 5 Mio. Menschen in der arbeitenden Bevölkerung an den Rentnerstatus. Das macht pro Jahr nochmals 300.000 Menschen Arbeitskräftebedarf aus.

Aus den drei Faktoren errechnet sich ein Bedarf von 650.000 Erwerbstätigen pro Jahr. Dafür benötigen wir ein Einwanderungsgesetz. Systeme dafür mit Qualifikationen und Punkten kann man von anderen Ländern übernehmen. Jetzt ist das Aktions-Fenster für Neuregelungen da.

Es dürfte also für Deutschland zu verkraften sein, wenn wir Asylsuchenden schneller das Arbeiten erlauben (die natürliche Bremse ist ohnehin die Sprache) und diese damit den Großteil des Arbeitskraftbedarfs decken, also keine Arbeitsplätze verdrängen. Das sind natürlich nur globale Aussagen. Von Beruf zu Beruf kann es anders sein. Aber wie lange der hohe Zustrom überhaupt anhält, weiß keiner. In Teil 3 beschreibe ich die Möglichkeiten, an der Quelle der Entstehung von Flüchtlingen anzusetzen.

Kostenrechnung/Ökonomische Gesetze

Es gibt Studien, wie Asylsuchende die Staatskasse belasten: Danach je nach Autor der Studie leicht höher oder niedrigerer Ertrag für den Staat als die bisher angefallenen Kosten.

Ein Großteil der Ausgaben bis Rückkehr oder Integration – bleibt im Lande. So z.B. auch für Vermieter von Wohnraum – sie kassieren Millionen. Das Geld wird jedoch zumeist in deutschen Wirtschaftskreislauf landen, es erhöht sozusagen das Sozialprodukt. Harald Martenstein beschreibt im ZEIT-Magazin vom 9.9.15 das Problem eines „Gutmenschen“, der zwischen dem bisherigen netten Friseur mit einem Preis von 15 € und dem neuen Selbständigen syrischen Friseur (ohne Mindestlohn) unter 10 € sich entscheiden soll.

In beiden und ähnlichen Fällen gilt: Wirtschaft ist kein Nullsummenspiel, wo der eine verliert und der andere diesen Betrag gewinnt. Das Sozialprodukt – was zu verteilen ist – erhöht sich. Insgesamt gibt es ja die Summe der Asylbewerber als neue Kunden – nicht nur für den syrischen Friseur. Da der Konsum frei ist, kann man die Zusammensetzung des neuen Sozialprodukts nicht vorhersagen – manche Anbieter verlieren – manche gewinnen (z.B. Imbisse an den Hauptbahnhöfen durch mehr Polizeipräsenz).

Die späteren Überweisungen der integrierten Asylbewerber ins Ausland fördern den Herkunftsstaat und stellen eine kleine Entwicklungshilfe dar. Was auch für die Überweisungen der bestehenden Gastarbeiter gilt. Und Rückkehrer in ihr Herkunftsland, z.B. Balkan, bringen gelerntes Know-how dorthin, ebenfalls Fortschritte. Dieses ist Teil meines Konzepts von Teil 3.

Zielsetzung und Nutzen bzw. Chancen

Ziele beinhalten immer Nutzen für die Akteure, auch von Chancen, und die Vermeidung von Risiken, den Abbau von Ängsten und Sorgen. Dies alles im Rahmen von unseren Werten. Hier mal nüchtern betrachtet:

Nutzen für die Flüchtlinge selbst

  • Überleben und neuen Lebensanfang finden, mit Wertschätzung behandelt werden
  • Gastfreundschaft (Menschen ohne Misstrauen und Feindschaft) finden – ein großer Teil unserer Gesellschaft ist bereit dafür.
  • Integration und Wohlfühlen in der neuen (europäischen) Kultur – nur wenige Menschen fühlen sich in einer Außenseiterrolle wohl.
  • Aus- und Weiterbildung für Integration oder Rückkehr gleichermaßen
  • Hilfe zur Selbsthilfe finden
  • Wirtschaftlich unabhängig sein – also das eigene Leben selbst finanzieren und erwirtschaften können. – Die meisten Menschen wollen sich nicht nutzlos fühlen „auf der Tasche liegend“. Sie wollen etwas beitragen und herausgefordert werden. Sich auch weiter entwickeln.

Nutzen für das aufnehmende Land, hier Deutschland, aber auch ganz Europa

Ja, den gibt es auch und den wollen wir für die Skeptiker benennen, auch wenn es vielleicht zynisch klingt:

  • Weltweiten Respekt und Wertschätzung für das Land und seine Gastfreundschaft bekommen
  • Wieder mehrere Mio. Menschen auf der Welt, die Deutsch sprechen – und bei teilweiser Rückkehr mit uns in Geschäftsverbindung treten können, sowie umgekehrt mit den anerkannten Asylbewerbern, die ausländische Sprachen mitbringen – von hier aus Wirtschaftsverbindung mit ihren Herkunftsländern herstellen. Das Goethe-Institut arbeitet normalerweise mit Förderung aus dem Staatshaushalt genau daran.
  • Deckung der demographischen Lücke in Deutschland (teilweise)
  • Durch das innovative Wohnprojekt zugleich Schaffung für Wohnraum für spätere Sozialpreise.
  • Kosteneinsparung gegenüber dem jetzigen System, wo die Leute untätig herumsitzen und ständig an Energie verlieren, sich gar nicht nützlich machen können.

Lachende Gruppe junge Leute People multikulturell halten Wort willkommen Freisteller

Mit diesen Zielen dürfte das Konzept in Deutschland sowohl den Fremdenhassern (sich selbst versorgen, niedrigere Kosten) als auch den hilfsbereiten (Wertschätzung, Ausbildung) zu vermitteln sein. Alles wichtige Vorteile aus verschiedenen Perspektiven. Diese Ziele werden erreicht, wenn – ganz unspektakulär – die Integration der Flüchtlinge gelingt.

Aber natürlich liegt die ganze Arbeit sprich Herausforderung noch vor uns. Neue Herangehensweisen sind gefragt. Auch mal zwischendurch bremsen, dann wieder beschleunigen. Ich bin wie Frau Merkel überzeugt, dass wir es schaffen. Welches Land könnte es sonst schaffen? Die neuen Signale, dass auch Europa sich in Bewegung setzt (Teil 3) sind ermutigend.

Das ganze Vorgehensweise und die Fortsetzungen sind aus einem Gesamtkonzept der Weltrettung geschrieben, das den Leitfaden dieses Blogs bildet. Wenn alle 9 Welt-Problemfelder bearbeitet werden, werden zugleich die Flüchtlingsströme versiegen….Die anstehenden Herkulesaufgaben für den Planeten.

Weltrettung-Globalkonzept auf der Konferenz der Visionäre in Berlin

cropped-wallpaper-1195058Ein emotional starkes Erlebnis war diese Konferenz der Visionäre in Berlin.  Am Freitag bin ich 700 km dorthin gefahren und war rechtzeitig zum abendlichen Opening dort. Am Sonntag bestritt ich um 17.00 Uhr einen der letzten Workshops. Die Nachfrage zu meinem Thema „Globalkonzept Weltrettung – wirtschaftlich und psychologisch“ war groß. Und meine Teilnehmer wollten gar nicht mit der angezettelten Diskussion aufhören, als ich mich um 19.00 Uhr auf den Rückweg nach Bayern begeben musste!

Jetzt muss ich die vielen Impulse dort erst mal richtig verarbeiten. So viele Weltretter und Weltverbesserer habe ich persönlich kennengelernt. So viele Informationen über laufende Aktionen bekommen, wo sich jemand einbringt zum Nutzen der Gemeinschaft. Diese Konferenz ist ehrenamtlich von einem kleinen Team über 2 Jahre hinweg vorbereitet worden. Ich habe aus 20141101_182502der Nähe erlebt, wie sich das Team bis zur Erschöpfung eingesetzt hat, um Nutzen zu bieten und Anregungen zu geben – zum Wohle des Ganzen.

Mich persönlich haben hauptsächlich Themen und Aktionen auf planetarer Basis interessiert. Geheult habe ich vor Freude bei den Auftritten von Eric, der über seine Aktivitäten auf der Plattform für Lehrer und Schüler berichtete. Unfassbar, was Teenies schon mit weltweiten Aktionen erreicht haben. Der eine oder andere Auftritt bis zur UNO war mir schon bekannt, auch der kürzliche Friedensnobelpreis für ein Mädchen aus Pakistan. Dabei gibt es soviele jugendliche Changemakers, Leader, Helden: Craig, Lulu, Julia, Emma, Barbar, Robyn, Cassandra – um nur einige zu nennen.

20141101_094134Ja, die Weltretter sind schon unter uns!

20141101_173654Was für eine Erweiterung meines Weltrettung-Epos! Die Kraft der Jugend einbeziehen, die Missstände auf dem Planeten angehen, obwohl die Erwachsenen sagen: Da kann man nichts machen. Die Hundertausende von Mitstreitern mobilisieren, Gesetze initiieren, Bildung, sauberes Wasser und Freiheit bewirken, Millionen Dollar Spenden auftreiben. Durch ihre Authentizität und ohne Menschen pauschal zu verunglimpfen, die sie für die Aktion gewinnen wollen: Politiker, Vermögende, Konzernlenker. Das alles bislang unterhalb meines persönlichen Radars. Nun nicht mehr. Da fällt mir noch vieles ein, was in meine Trilogie gehört!

Beeindruckt hat mich auch das persönliche Erleben von Tainia Gärtner mit Ihrer Lampedusa-Aktion in Berlin . Ihr persönlicher kräfteverzehrender Einsatz. Zum Abschluss auch die Gruppe von Sybille Schulz, die sich gegen sexuelle Gewalt zur Wehr setzen. Genderthematik -eines der 9 Problemfelder des Planeten in meiner Weltrettungsmatrix.20141101_114753

Ich bin schwer beeindruckt. Danke Caro mit Hannah, Danke Ludger, Danke Anja, Danke Thomas und auch Danke Sonja!

20141102_120209Und Dank an das Bio-Hotel Essentis, wo ich „vegetarisch und vegan at its best“ kennenlernte. Und auch mal entspannt an der Spree in schönster Sonne mit alten und neuen Freunden über die Welt plauschte . Ein echtes Kleinod am Wasser wurde für diese Konferenz ausgewählt. Senior Heinrich und Sohn Tobias Grimm nahmen beide die meiste Zeit an der Konferenz teil, sogar an meinem Workshop über die Problemfelder des Planeten, die vermuteten Ursachen (der Mensch mehr als das System) und Weg daraus. Ich las dabei nur den Prolog aus meinem Buch vor.20141101_155354

Alles einfach fantastisch, voll krass, genial und cool. Ich kann nicht alle Themen aus dem vielfältigen Programm beschreiben, habe oben nur die Highlights in meinem Erleben geschildert. Für jeden andern Besucher werden das andere Eindrücke gewesen sein. Aber eine Fortsetzung wird es noch geben! Wir rocken weiter!

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