Psychologie und Völkerverständigung

20141122_135759Ein Artikel in der Psychologie-Heute (Heft 11-14, bin etwas mit Lesen im Rückstand) hat mich zu weiteren Gedanken inspiriert. Dort wurde von kleinen „Interventionen“ berichtet, die Völkerverständnis und –verständigung gefördert haben.

Beispiel: Es gelang in mehreren Studien in Bosnien und Israel, Studenten dazu zu bringen, die örtlichen Konflikte in einem anderen Licht zu sehen. Ein Forscherteam bat 139 israelische Studenten um ihre Meinung zu Aussagen wie „Ich halte Israel für verantwortlich für Grausamkeiten wie die Tötung von X.“

Vor solchen Fragen wurden ein Teil der Studenten gebeten, einen persönlichen Erfolg zu beschreiben. Das entfiel bei den anderen (Kontrollgruppe). Die Idee war: Wer so in einem Teil seiner Identität gestärkt ist, tut sich leichter, Probleme in einen anderen Teil seiner Identität zuzugestehen – in diesem Fall seiner nationalen.

Tatsächlich waren die Probanden eher als andere bereit, die Schuld aufseiten Israels zu sehen. Sie waren auch dafür, dass Israel gegenüber den Palästinensern Wiedergutmachung leisten sollte.

Ob der Ansatz tatsächlich zur Völkerverständigung beitragen kann, muss sich erst noch zeigen.

Grundlage ist das menschliche Bedürfnis nach Identität und Selbstwert.

Wenn dieses positiv stimuliert wird, ist anschließend eine größere Toleranz und Respekt andersartiger möglich. Eigentlich ein universeller roter Faden. Derzeit liest man ja über das Täterprofil von sog. Dschihadisten, dass es oft im Leben „zukurz gekommene“ seien, also mit geringem Selbstwert. Das liegt auf dieser Linie.

Also müssten Akteure und Verantwortliche in der Öffentlichkeit das obige Bedürfnis stillen. Wer ist das: Politiker, Gewerkschafter, Kirchen – und Unternehmer.
Darüber hinaus die normale Presse, und Blogger für den Frieden (wirkliche Blogger nicht sog. Infokrieger, die dann doch nur „hetzen“.

Als ich vor Jahren die Texte zu meinem Weltrettungsepos schrieb, habe ich das schon instinktiv berücksichtigt. 20141005_153915Die Strategie der Helden läuft auf Schulungen für Selbstwert und Persönliches Wachstum hinaus. Und der Held hat einen Weg gefunden, Millionen von Menschen in solche Schulungen einzubeziehen. Dann kann ich also auch stolz sein, solche Erkenntnisse der Psychologie instinktiv vorweggenommen zu haben. Ich werde das in der gedruckten Version der Bände 2 und 3 noch deutlicher formulieren.

Hier geht es direkt zum Buch (Band 1). Mehr Informationen zum gesamten Epos hier auf der Blog-Seite.

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