Weltretter unter uns

Weltretter auf der Buchmesse

20141010_105706Mit gespannten Erwartungen bin ich dieses Mal, wie schon oft in den letzten 25 Jahren, nach Frankfurt zur Buchmesse gefahren. 20141010_105726Die Veröffentlichung von Band 1 meiner Weltrettungs-Trilogie stellt auch für mich eine Zäsur in meinem Leben dar. Einer meiner Leser, der mich etwas kennt, hat sie schon als mein „Vermächtnis“ bezeichnet. Aber wie mein Held will ich noch ca. 50 Jahre leben und habe noch viel mehr vor. Zunehmend wird jedoch sicher auch die Ausübung meines Berufes von den darin dargestellten Verläufen geprägt werden! Ich bin halt ein „Weltretter“.
Zunächst sprach ich mit meinem Verlag epubli über weitere Schritte, insbesondere das nun anstehende Marketing. Ich hörte mir dazu noch einige Vorträge zum self-publishing an, das immer beliebter wird.
Immer wieder erzählte ich meinen Gesprächspartnern auf der Messe die Story vom Weltuntergangsvideo, welches in Facebook zirkuliert und schon 35.000 mal geteilt wurde. Ein bekanntes und doch geheimnisvolles Phänomen sorgt dafür, dass wir Menschen lieber negative Nachrichten und Katastrophen hören und weitergeben, als die positiven, die es durchaus gibt. Letztere sind doch der Inhalt meines Roman-Epos.
20141010_110844Mein Highlight auf der Messe war der Besuch eines Vortrags von Thomas Piketty über die zunehmende Konzentration von Einkommen und Vermögen in den Händen weniger. Ich konnte als erster ein Autogramm in seinem Buch ergattern! Mein eigener Buch-Held sorgt auch für mehr Chancengerechtigkeit auf der Welt. Im 3. Band stelle ich die Veränderung des weltweiten Index für Vermögenskonzentration durch seine Aktivitäten vor. 20141011_142753
Ich erinnerte mich auch, dass ich seine Hauptthese (steigende Vermögenskonzentration, wenn die Kapitalrendite größer als das Wirtschaftswachstum ist) schon vor 20 Jahren meinen Söhnen gepredigt habe. Damit steigt zugleich auch die Einkommenskonzentration – und vergrößert die Spanne zwischen oben und unten. Eigentlich ist das schon mit dem gesunden Menschenverstand zu verstehen. Wie ein Staubsauger ziehen die großen Vermögen dann mehr und mehr des Sozialprodukts auf sich. Dabei spielt m. E. die Globalisierung eine große Rolle, was bisher die Ökonomen noch nicht propagieren.
Signatur Piketty-600Vielleicht bin ich nächstes Jahr auch so umlagert wie Piketty mit meinen eigenen Rezepten dafür! Die Trilogie zeigt konkrete Wege auf, wie das gehen wird. Nicht nur Forderungen an die Politik und Perspektiven, wie es Piketty als Wissenschaftler naturgemäß nur machen kann. Deshalb habe über die Weltrettung als Roman und nicht als Sachbuch geschrieben. Pikettys 800 Seiten wird meine Trilogie einiges übertreffen – und mein Text ist sicher spannender. Diese werden im kommenden Jahr noch viele Menschen lesen.
So wünsche ich mir, dass meine Thesen entdeckt werden. Jetzt stehen erst mal einige Buchlesungen in Buchhandlungen und andernorts an. In den Social-Media haben mir viele Menschen aus meinem Kontaktkreis Tipps für die Verbreitung gegeben und schon selbst Buchempfehlungen verbreitet. Im Moment kann ich davon gar nicht genug bekommen.
Bei meinem Rundgang über die Messe kam ich natürlich an einigen Ständen mit Vorträgen vorbei oder schaute mir deren Programm an. Mehr als die letzten Jahren vielen mir politisch-wirtschaftliche Themen auf. „Dann liege ich mit meinem Weltrettungs-Epos gut im Trend, Rudolf“, dachte ich mir dann. „Es sind doch noch mehr Weltretter unterwegs, ich bin nicht allein.“
Auf der Rückfahrt von der Buchmesse hatte ich äußerst anregende Diskussionen im Auto über die Weltrettung mit 4 Studenten. Das macht immer wieder Spaß mit den jungen Leuten. Gleich aus dem fahrenden Auto heraus wurde meine Weltrettungs-Seite in Facebook geliked. So schnell geht das heute!
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Weltrettung als Romanprojekt – die Welt verbessern

Jeden Autor macht es glücklich, wenn sein Buch, sein Kind vieler Jahre Arbeit (7 waren es bei mir) das Licht der Welt erblickt. Und in den meisten Menschen stecken – zumindest in der Jugend – Gedanken daran, die Welt zu verbessern.
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Dafür habe ich dieses Buch mit einer echten Botschaft geschrieben. Es gibt schon einige Konzepte, wie auch in Pikettys aktuellem Sachbuch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ über die – wachsende – Ungleichverteilung des Vermögens, welches neue Steuern empfiehlt. Aber bisher hat noch niemand eine ganzheitliche Vorgehensweise für den ganzen Planeten entwickelt, wie die Dinge mehr „in Ordnung und Harmonie“ gebracht werden könnten. Dafür habe ich meinen Roman konzipiert mit Helden zum Anfassen und natürlich auch Bösewichten, die alles beim alten lassen wollen. Ein realistisches Weltbild würde wohl nie erwarten, dass es keine Widerstände von aktuellen Nutznießern der Missstände gibt. Und wer liest schon Bücher mit einer heilen Welt ohne Konflikte? Krimi, Horror, Action muss schon sein, damit wir Leser zugreifen.
Welchen Grund hat es, wenn ein Weltuntergangsvideo, das jemand in meine Chronik eingestellt hat, bisher schon 35.000 mal geteilt wurde? Ich bin dagegen zufrieden, wenn meine Rettungs-Botschaft 35 mal geteilt wird. Und ich werde glücklich sein, wenn die ersten 1.000 Exemplare des Romans verkauft sein werden.
Ja, ich will die Welt mit meiner Botschaft, wie es konkret gehen könnte, besser machen. Sicherlich hat die Autorin von „Onkel Toms Hütte“ und der Autor von „Oliver Twist“ das ebenfalls erhofft. Sie hatten damals noch nicht so einfache Verbreitungsmöglichkeiten wie heute durch die Social Media. Sie können dieses Posting teilen und daran mitwirken. Und Sie können das Buch selbst bestellen (ab 7.10. auch in der preiswerten E-book-Version) und weiterempfehlen.

Mein Roman schlägt zur Weltrettung keine neuen Steuern vor – nun ja eine Rohstoff-Steuer ist wohl erforderlich, bei den schnell rückläufigen Einnahmen aus der Mineralölsteuer durch die Umstellung der Weltwirtschaft auf dezentrale Energieerzeugung. Es ist ein abgestimmter Mix von weltweiten Direktinvestitionen, Psychologie und Bildung. Die 9 von mir mehrfach beschriebenen Problemfelder erfordern wirklich einen Herkules zur Lösung.
Das Thema Frieden ist z.B. durch die Ukraine und Syrien wieder aktuell. Können Sie sich vorstellen, dass dies rein durch Politik gelingt, oder sind nicht zugleich auch Änderungen im Bewusstsein der dortigen Bevölkerungen sowie deren materieller Status erforderlich? Erwachsene Menschen, die nach jahrelangem friedlichen Zusammenleben plötzlich ihre Nachbarn bekämpfen? Wie ist das möglich?

Heute habe ich wieder 2 Stunden am Inndamm für den nächsten Halbmarathon trainiert: 18.10. rund um den Simssee bei Rosenheim. Bei km 17 gibt es dort einen „mörderischen“ Anstieg. Und ich werde wieder für Frieden und Weltrettung mit meinen Postern vorne und hinten auf dem T-Shirt laufen! Bei diesem Anstieg werde ich dann an die Widerstände der Weltrettung denken.
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Weltrettung und (bedingungsloses) Grundeinkommen

GrundeinkommenIn den wohlhabenden Industrieländern zirkuliert diese Idee. Sie passt zu meiner persönlichen Grundeinstellung und ich habe natürlich mit großem Interesse das Buch von Götz Werner, dem dm-Chef, darüber gelesen.
Vor 18 Jahren habe ich im Hinblick auf das Steuersystem und die Bestimmungen zur Sozialhilfe sowie zum Arbeitslosengeld 2 schon einmal mathematisch ein solches System entwickelt und auch mit verschiedenen Multiplikatoren darüber korrespondiert. Damals war das Thema öffentlich noch ganz unbekannt.
Natürlich habe ich diese Idee deshalb auch in meine Trilogie zur Weltrettung eingebaut. Dabei gehe ich von einer vorsichtigen Einführung aus. Alles was der Staat großmaßstäblich tut, hat doch immer unerwünschte Nebenwirkungen. Außerdem benötigen die Menschen auch etwas Training, um mit neuer Verantwortung umzugehen. Das Thema ist mir im Buch sehr wichtig.
Die Engländer führten in Indien aufgrund einer zunehmenden Schlangenplage Prämie für die Tötung von Schlangen ein. Ergebnis: die Inder haben Schlangen gezüchtet.
Die Steuerprämie für Eigenheimbauer bewirkte, dass Altbauten sich „entwerteten“. Ähnlich passierte bei der Verschrottungsprämie für Fahrzeuge 2009 – der Gebrauchtwagenmarkt brach zusammen.
Man könnte noch viele weitere Beispiele finden, sodass dem Staat vielleicht die ganze Lust daran vergeht.
Das Wort „bedingungslos“ beim Grundeinkommen gefällt mir besonders. Es geht um die menschliche Würde und Abschaffung behördlicher Kompetenzen und Ermessungsspielräume (die wir uns oft wünschen, weil der Staat doch sonst nur Rasenmäherregelungen festlegen kann. Und dann natürlich kritisiert wird.) Und natürlich um Vereinfachungen statt der jetzigen Einzelfallprüfungen.
Ich fürchte jedoch die unerwünschten Nebenwirkungen. Ein Freund, der mit Arbeitslosen arbeitet, um sie wieder für den Arbeitsmarkt fit zu machen, Selbstvertrauen auf ihre Stärken zu geben etc – ist strikt gegen das BGE-Konzept. Er befürwortet eher Camps für solches Training. Der Staat würde sich sonst ganz aus seiner Verantwortung – welche genau? Menschen an Chancengerechtigkeit heranzuführen? – verabschieden.
Ja, Chancengerechtigkeit – dann wäre es viel wichtiger, unser Bildungssystem zu verbessern. Was sicher auch mehr Geld kostet.
Wo kann der Staat andere Ausgaben weglassen? Die Priorität zurücknehmen. Die Verkehrsinfrastruktur ist hoffnungslos unterfinanziert. Die seit einigen Jahren zunehmenden Krisen durch Terrorismus und auch aktuell in der Ukraine ermuntern nicht, unser Verteidigungsbudget zurückzufahren. Europa ist da ohnehin gegenüber den USA viel zu schwach und Bemühungen um Synergien in den Budgets werden durch kleinstaaterische Eifersüchteleien gebremst. Und was ist mit dem (eigentlich wachsenden) Gesundheitssektor, der von einer Sparrunde zur nächsten taumelt. Dabei verdient die unterste Schicht des Personals – Krankenschwester und –pfleger zu wenig Geld. Und dann noch das Demographieproblem – in den nächsten Jahren scheiden mehr Menschen aus dem Arbeitsprozess aus, als nachwachsen. Die Liste der anstehenden großen Probleme ist lang. Ich beneide die Politik nicht darum.
Ich sehe da keinen Königsweg. Ich sehe den Gegensatz zu populistischen einfachen Lösungen wie: weg mit der Bundeswehr oder 2.500 € monatliches Grundeinkommen für alle (was sich dann bei 80 Mio. Einwohnern auch jährlich 2.400 Milliarden summiert – bei geringerer Zahlungen für Kinder wohl etwas unter 2.000 Milliarden). Eine Summe in der Höhe unseres Sozialproduktes, das Doppelte unseres jährlichen Steueraufkommens!
Also geeignet für populistische Forderungen halte ich das Thema BGE nicht. Wir bräuchten zunächst mal eine breite und ehrliche und offene Debatte über die wirklichen Aufgaben des Staates und das resultierende Ausgabenprofil. Nicht eine isolierte Maßnahme. Und reif für ein Einheitseinkommen für alle in einem Land halte ich uns auch nicht. Da muss noch viel vorher passieren. Aber einen Weg in solche Richtung könnte mein Buch aufzeigen. Mit Rechten gibt es auch Pflichten, Verantwortung. Und dies bedarf Bewusstseinsentwicklung in Millionen Menschen, oder sogar Milliarden.

Stiftungen und die Weltrettung

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Es gibt viele Vereine, die zur Weltrettung beitragen und sich um Armut, Kinder, Bildung oder auch Frauen kümmern. Das benötigt zum Start der Aktivitäten kein Kapital. Anders ist es mit Stiftungen von „reichen“ Menschen, die sich solche Ziele setzen. In Deutschland gibt es allein 10 mit über 1 Milliarde Euro ausgestatteter Stiftungen, die ihre Zwecke mit dem Kapitalertrag fördern: Stiftungen greifen gezielt ein, so sich große Bürokratien als unfähig erweisen. Und oft stecken dahinter stark unternehmerische Gedanken, die langfristig „gestalten“ und so dem Gemeinwohl dienen wollen. Gab es in Deutschland noch 1990 nur ca. 6.000 solche Stiftungen, sind es heute fast 20.000. Eine Entwicklung, auf die wir stolz sein können! Jede zweite davon ist jünger als 10 Jahre. Die größten Stiftungen sind: Robert Bosch, Dietmar Hopp, Else Kröner-Fresenius, Klaus Tschirra. Hier bietet eine Themenliste.
Nach deutschem Recht kann eine Stiftung nur den jährlichen Ertrag ausgeben, nicht das Stiftungsvermögen. Man kann jedoch das Ausgabenbudget durch Zustiften und/oder durch Spenden aufbessern.
Auf finanziell noch höherem Level agieren Amerikas Superreiche. Die FAZ berichtet: „Amerikas Superreiche begründen eine neue Spendenindustrie. Die Gates-Stiftung verteilt längst mehr Geld als das Rote Kreuz oder die Weltgesundheitsorganisation. Dabei gehen die Stifter meist anders vor als die Hilfsorganisationen.“
Mit der Giving-Pledge-Aktion ist Amerika da weiterhin führend. Aber in Amerika haben philantrophische Aktivitäten nun mal mehr Breitenwirkung. In Deutschland und Europa ruft man mehr nach dem Staat, wenn es um Armut und soziale Aktivitäten geht. Das liegt den Amerikanern fern. Können wir davon lernen? Vater Warren Buffet hat sich da angeschlossen. Der Sohn Peter Buffet setzt die eine und einzige Milliarde, die ihm vermacht wurde, gleich ganz sozialkritisch ein. Er hat die Stiftung Novo gegründet, die das Ziel hat: „einen globalen Wandel der Gesellschaft von einer Kultur der Unterdrückung in eine Kultur der Gleichheit und Zusammenarbeit herbeizuführen.“ Dies berichtet die ZEIT in der aktuellen Ausgabe.
Da kann man sich fragen, ob doch alles Fassade ist? Das habe ich mich schon zu Schulzeiten im Religionsunterricht: Ist beten, um in den Himmel zu kommen, doch nicht rein egoistisch?
Sodann ist da die weltweite Ashoka-Organisation von Bill Drayton. Hier werden gezielt Sozialunternehmer gesucht und gefördert, die direkt in ihrem Geschäftsmodell den gesellschaftlichen Nutzen fördern. (Frauen und Männer, die sich mit innovativen Lösungsansätzen und ihrem unternehmerischem Geist für Problemlösung in unserer Gesellschaft mitverantwortlich machen. Sie erkennen gesellschaftliche Probleme, stellen den Status Quo in Frage und finden durch das kluge Um- und Zusammendenken von Ressourcen wirksame Lösungswege, die vorher noch nicht begangen wurden.)
Natürlich stellt auch in meinem Ansatz zur Weltrettung der Stiftungsgedanke einen wichtigen Pfeiler dar. Eine Stiftung bedeutet nämlich, dass sich der (vermögende) Stifter von seinem Vermögen trennt und es damit unter staatliche Aufsicht zur Umsetzung des Stiftungszwecks stellt.
Und ohne zuviel zu verraten, ich lasse meinen Held auch an dieser Entscheidung knabbern. Aber die Heldin setzt ihm die Pistole auf die Brust: Partnerschaft nur, wenn er sich finanziell „entäußert“. Und wie wird er sich dann entscheiden?
Neben den ganzen (9) Problemfeldern auf dem Planeten – es sind auch positive Entwicklungen und Absichten erkennbar. Mir ist da nicht bange.
Nachtrag 14.10.14
Auf der Buchmesse kam ich auch mit dem Verlag der Körber-Stiftung in Kontakt, die eine Reihe sehr interessanter Bücher Richtung Weltrettung herausgibt. Jetzt habe ich mich mehr informiert. Die gemeinnützige Körber-Stiftung (http://www.koerber-stiftung.de )wurde 1959 vom Unternehmer Kurt Körber gegründet. Sie engagiert sich mit operativen Projekten, in Netzwerken und mit Kooperationspartnern in aktuellen gesellschaftlichen Fragen: Dialog mit Asien, Mathematik-, Informatik-, Naturwissenschaften- und Technik Förderung, Potenziale des Alters. Basis bildet eine halbe Milliarde Stiftungsvermögen. Dort hätte ich wohl auch mein eigenes Weltrettungsbuch statt bei epubli verlegen können!
Die Weltretter sind doch schon unter uns!

Das ökonomische Prinzip und die Weltrettung

Ich sitze hier am 12. Mai an meinem Computer, in den ersten Tagen meines neuen Lebensjahrzehnts. Und ich sinniere darüber, warum es in den Social Media so viele Gruppen gibt, die unsere Wirtschaft ablehnen und bei denen Weltfrieden aus Hetze besteht gegen „die da oben“, utopischen Gedanken einer Welt ohne Geld, wo alle das bekommen, was sie sich wünschen. Arbeit ist „Sklaverei“ heißt es dort. Es sei genug da, wenn die Ausgaben für die Rüstung aufgegeben oder einfach nur „umverteilt“ würde. Bei meinem heutigen Halbmarathon hat mich das auch sehr beschäftigt.
Ökon. Prinzip
Was denke ich mit meinen nun 70 Lebensjahren über solche Konzepte, die dem Paradies entstammen können? Aber wo wir leider nicht mehr leben. Hier in Deutschland ist das Leben bei „30 % von Armut geprägt“. Nach den offiziellen Statistiken seien es ca. 17 % – aber solche Statistiken werden natürlich abgelehnt.
Ich meine dazu: Mangel und Knappheit als Begriffe dafür, dass die vorhandenen Mittel geringer sind als die Wünsche und Bedürfnisse gilt sogar für 90 % der Bevölkerung, angefangen vom Eigenheim, dem größeren Auto, der Urlaubsreise, der Ausbildung der Kinder etc.
Und jetzt kommt das wirtschaftliche Denken ins Spiel, das sogenannte ökonomische Prinzip:
Danach muss immer der Aufwand mit dem Ertrag verglichen werden. In der Mathematik ist das in Form eines Bruchs. Und dieses wirtschaftliche Denken hat uns in den vergangenen 200 Jahren einen nie dagewesenen materiellen Wohlstand für die breite Bevölkerung gebracht. Mit ständiger technischer und organisatorischer Innovation.
Das brauchen wir weiter für Deutschland und das brauchen wir verstärkt für die ganze Welt. Wobei wir „nur“ durch geeignete Vorgehensweisen (Aufgabe des Staates) sicherstellen müssen, dass zum Aufwand auch Nebenwirkungen in Form von Luftverunreinigungen, Landschaftsverunreinigungen, Müllentsorgung, Wasserbeeinträchtigungen etc gerechnet werden. Diese Dinge müssen einen Preis bekommen und in die Kosten eingehen. Wirtschaftliches Denken liefert uns das Steuerungsinstrument dafür. Aber die Tücke liegt da immer im Detail und pauschale Verdächtigungen helfen nicht weiter.
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass wir uns in Deutschland Militärausgaben leisten können, wenn wir das wollen. Oder Kultur- und Sportförderung. Wenn wir dies weglassen oder verringern, könnten die Steuern sinken oder die Sozial- oder Gesundheitsausgaben steigen (die Renten, die Pflege, etc.). Oder auch die Bildung. Da gehen die Meinungen auseinander, aber es liegt ganz in unserer Hand. Wir können auch Schlaglöcher auf den Straßen füllen. Wir können für diese Zwecke auch die Reichen stärker besteuern (nicht zuviel, sonst ziehen einige weg und lassen ihre Firmen hier verkümmern… Arbeitslosigkeit entsteht). Hier werden die Meinungen schnell auseinandergehen.
Was wir kaum können: dieses mehr „verfügbare“ Geld nach Afrika schicken und erwarten, dass es diesen dann dort besser geht und die Wirtschaft dort aufblüht. Dort mehr Arbeitsplätze entstehen. In 60 Jahren Entwicklungshilfe ist auf volkswirtschaftlicher Basis noch nicht viel Erfolg erzielt worden.
Mehr Erfolg hatten die Direktinvestitionen der Unternehmen durch Produktionsverlagerung in die sog. Billigländer. Ca 700 Millionen Menschen seien in den letzten 15 Jahren aus der Armut geholt worden.
Mit fällt dazu spontan eine Passage aus dem Manuskript meines Weltrettungsbuches ein. In einem Gespräch mit den Protagonisten Roderich (reichster Mensch der Welt, Unternehmer, Erfinder) und Siggi (Finanzchef) geht es um die Organisation der Weltrettung als Stiftung. Und die neu hinzugekommene Heldin Thora (bisher bei den Globalisierungskritikern ATTAC tätig) verlangt:
„Warum sprichst du nicht von Renditeorientierung, mein Schatz. Die Stiftung soll durchaus eine Rendite abwerfen, aber weniger in Geld. Mehr im Sinne der von Siggi in Form einer Scorecard vorgestellten Indikatoren. Habe ich denn meine Lektion die ganzen Wochen hier nicht verstanden? Wir rechnen auch, wir rechnen sogar besonders verantwortungsvoll. Wir rechnen mit den wichtigsten Komponenten des Planeten: mit Sterblichkeit, Kinderversorgung. Bildungsgrad, Ressourcenverbrauch und Energie, mit Landschaftspflege und Sicherheit in Stadt und Land, inkl. Rechtssicherheit etc.“

Was ich mit wirtschaftlichem Denken ausdrücklich nicht meine ist die reine Geldgier. Geld kann sich nicht über Nacht beim Schlafen vermehren. Geld ist nur eine Recheneinheit. Geld – nur umverteilt – bewirkt idR Konsum, aber keine dauerhafte Zunahme der Produktivität und damit der materiellen Grundlagen für die gesamte Bevölkerung. Für nachhaltigen Nutzen muss Geld bzw. Kapital intelligent investiert werden, damit Arbeitsplätze und wachsender Wohlstand daraus resultiert.
Hier noch ein Foto von meinem Halbmarathon heute. Auf den 21 km habe ich über diese Themen nachgedacht. Und vorher über Lautsprecher verkündet: es kann dauern, bis der Frieden kommt. Ich wusste doch, dass ich eher hinten bin – obwohl ich heute der 2. in meiner Altersklasse wurde.
Es hat einiges genieselt beim Lauf. Da waren auch schon innere Widerstände zu überwinden. Und so ist das auch mit Weltrettung und Frieden – die wichtigsten Widerstände liegen in uns selbst!
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Weltrettung und Frieden beim Halbmarathon

15.4.2015

20150510_095903Ich bin in diesem Jahr schon im April um den Waginger See und letzten Sonntag in Traunstein die Traun hoch und runter 20150510_095912gelaufen. Jetzt habe ich endlich ein äußerst sichtbares T-Shirt mit meiner Aufschrift „Ich laufe für Frieden und Weltrettung“. Die Stadionsprecher kennen mich schon und kündigen mich vorher und nachher an. Beim Lauf werde ich natürlich viel überholt und viele loben mein Motto und bekräftigen, dass Sie es teilen. Andere sagen, dass sie mich vom letzten Jahr wiedererkennen. Eine Frau überholte mich und rief mir zu „ich laufe für den Muttertag“. Was mir beim Lauf an der Traun besonders auffiel: einige Läufer schlugen mir vertraut auf die Schultern und ermunterten mich für meinen Einsatz für die Weltrettung.

Im letzten Drittel lief ich mit einer Frau aus Traunstein, für die es der erste Halbmarathon war. Wie eine Gazelle bewegte sie sich. Auf jeden Fall bewahrte mich das vor dem Abschlaffen auf den letzten Kilometern und gemeinsam liefen wir die Ehrenrunde auf dem Stadtplatz. Der Stadionsprecher kommentierte mein Motto und unter riesengroßem Applaus kamen wir an den Händen durch das Ziel. So war ich mal nicht der Schlussmann „Der Frieden kommt immer am Schluss“. Auch schön.20150510_124941

Der Countdown für den Mondsee am 7.6. hat nun begonnen. Nach dem Lauf ist vor dem Lauf. Und meine Gedanken beim Laufen entsprechen nach wie vor dem untenstehenden Blog vom letzten Jahr…

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15.4.2014

HM-VorderseiteAm letzten Sonntag bin ich für Frieden und Weltrettung den Halbmarathon um den Waginger See gelaufen. Mir ging es dabei – wie immer – um das Dabeisein und nicht um die spezielle Zeitleistung. Der erste Halbmarathon der Saison. Seit 10 Jahre laufe ich jedes Jahr mehrfach um Seen und entlang Flüssen in Oberbayern.

Den Stadionsprechern macht es immer Spaß, mich zu erwähnen. Auch dieses Mal schon gleich zu Beginn mit der Ankündigung: „Der Frieden wird noch etwas auf sich warten lassen“.

Ich fühlte mich schon gut in Form, aber habe mich nicht besonders angestrengt an diesem Tag. So vieles ging in meinem Kopf herum.

In meinem Weltrettungsbuch geht es als ein wichtiges Problemfeld um Sicherheit & Frieden. Dass wir Menschen leben können, ohne Gewalt zu erleiden. Von Kindheit an. Nun ist aus meiner Sicht nichts gegen einen Klaps zu sagen, das habe ich selbst von Vater und Mutter (mit dem Teppichklopfer) erlebt. Aber nach den Berichten über die Arbeit der Jugendämter gibt es doch Tausende von Fällen, wo es den Kindern so schlecht ergeht, dass sie den Eltern weggenommen werden müssen. Eine schwierige Entscheidung und wahrscheinlich auch manchmal falsch.

Dann die Gewalt in der Ehe, sodass Frauen sich in spezielle Häuser flüchten müssen. Männer sind nun mal physisch stärker und werden schneller handgreiflich. Aber auch sie müssen sich mit psychischen Angriffen auseinandersetzen.

Und weiter verbreitet: die Gewalt gegen alles Fremde, auf dem Nährboden unserer Vorurteile. Ich habe bei meinem Lauf viel darüber nachgedacht, was man tun könnte, um mehr Toleranz zu erreichen. Wir Menschen haben eine von der Evolution eingebaute instinktive Abneigung und sogar Angst vor fremden Menschen. Alle Religionen, alle Filme, alle Urlaubsreisen in fremde Länder, haben nach meiner Empfindung nicht genug Ängste abgebaut. Wenn ich Leserbriefe in Zeitungen lesen und noch viel sichtbarer Meinungsäußerungen in den Social Media, bin ich immer wieder erschreckt, wie dünn da unsere Zivilisationsschicht ist. Da werden mit Halb-, Viertel- und Garnicht-Wissen haarsträubende Meinungen und Urteile zum Besten gegeben und die niedersten Instinkte mit pauschalen Beschimpfungen bedient. Populisten haben das schon immer ausgenutzt. Differenziertes Denken bei komplexen Sachverhalten – wie so meist in der Politik und anderswo (Fußball, Musik, Essen etc.) – Fehlanzeige. Gar kein Bemühen um Verständnis und Dazulernen.

Als Psychologe habe ich die Hintergründe davon im Gehirn gelernt. Es live zu erleben, frustriert mich immer wieder. Wenn sich da nichts HM-Rückseite 2ändert, wie können Politik, Demokratie, Humanismus, Menschenrechte wirklich in der Praxis funktionieren? Wie kann es wirklich zu Frieden zwischen den Menschen kommen? Kein politischer Umschwung kann hier eine Verbesserung bewirken, es muss aus dem geänderten Bewusstsein vieler Menschen kommen. Ich dachte auch an das Buchprojekt, welches ich nach dem Marathon mit einer Bekannten besprochen wollte. Dieses widmet sich genau diesem Thema und der Arbeit an sich selbst – statt pauschal andere Menschen mit Schimpfwörtern zu belegen. Was eher diese Menschen gegen mich aufbringt, die ich doch vielleicht für Änderungen zum Guten in der Gesellschaft gewinnen will.

Friedenmärsche und Friedenstänze könnten ein erster Schritt sein, wenn diese Zusammentreffen auch zur Bewusstseinswandel genutzt würden. Ja, am folgenden Samstag wird in Traunstein wieder ein solches Event stattfinden und ich bin eingeladen, dachte ich bei meinem Lauf. Aber organisiert von Personen, die in den Social Media praktisch nur negative Botschaften verbreiten. Negativ in meiner persönlichen Wahrnehmung.

Aus meiner psychologischen Praxis, meinen Erfahrungen in Coaching und der Arbeit in Unternehmen weiß ich, dass die Änderung von Meinungen und Einstellungen mehr bedarf als nur mal ein Film zeigen oder einen Vortrag halten. Menschen müssen ihre Meinungen formulieren, andere Meinungen hören, aktives Zuhören lernen und erfahren, dass man durch das offene Zuhören am meisten lernt. Beschimpfungen sind da eher kontraproduktiv. Und Frieden schließen – müssen wir nun mal mit denen, die wir ablehnen oder gar bekämpfen. Mit wem sonst?

In meinem eigenen Weltrettungsbuch lasse ich den Helden 10.000 Schauspielerteams für Europa ausbilden und jahrelang ausschwärmen um bis in das letzte Dorf hinein 20 % der Bevölkerung mit einer Art Improvisationsschauspiel über Werte und Denkmuster zu erreichen. Ob das etwas nutzen könnte?

Diese Gedanken haben mich auf den 21 km begleitet. Dazu der ständige Blick auf den See. Ab und zu wurde ich überholt und auf mein Friedensschild auf dem Rücken angesprochen. Zuletzt begleitete mich der Mann vom Verein mit dem Besenfahrrad. An einer Kurve hielt ein Auto und steckte mir eine halbe Banane zu. Die hat mir tatsächlich mehr Energie für die letzten Kilometer gegeben. Beim Einlauf als Letzter (aber 3. meiner Altersgruppe) wurde ich als Friedensbringer nochmals herzlich im Stadion begrüßt und tanzte dann durch das Ziel.

Nelson Mandela – ein Weltretter zu unseren Lebzeiten

Die Weltretter sind schon unter uns.

Ich komme aus dem Kino zurück: Der lange Weg zur Freiheit (long walk to freedom) über Nelson Mandela. Ich habe im 2. Teil fast nur geheult. 22 Jahre im Gefängnis, getrennt von Frau und Kindern. Und dann den Feinden vergeben (wem sonst?). Und danach (nach der Filmhandlung) Südafrika ganz gut zum Frieden geführt – alles mit unvollkommenen Menschen.

Ich bin schwer beeindruckt. Das alles zu meinen Lebzeiten – nicht schon davor, wie Gandhi. Ja, die Weltrettung ist möglich. Es gibt solche Menschen. Sie inspirieren uns normale und unvollkommene Menschen.

Hier ein wichtiges Zitat von ihm, womit auch der Film endet.

Bild-Text Mandela Zitat

Die Weltretter sind schon unter uns…

Das neue bahnbrechende Sachbuch ist direkt beim Autor mit Widmung bestellbar. 250 S , 19.80 €, keine Versandkosten. Geben Sie dafür auf der Seite SACHBUCH (Menupunkt oben) unten im Mailkasten (ganz runterscrollen) Ihre Rechnungs- und Lieferadresse ein. Im Buch wird auch die Vorgehensweise beschrieben und erklärt, der ich nun für die Aktion Äthiopien folge.

For English speaking readers here – go to www.world-project.vision. You there find the condensed content.

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Das Sachbuch „Projekt Welt verbessern“ hat sich aus einem Roman über die Weltrettung entwickelt. Darin setzt ein Unternehmer mit positiven Werten den Heilungs- und Rettungsprozess für den Planeten in Gang. Gruppendiskussionen bei Facebook und Xing.  Das Sachbuch stellt quasi das Handbuch zur Verbesserung der Welt dar – eine mission possible.

Hinzu kommt, dass den Autor der (innere) Ruf nach Afrika erreicht hat und es werden Aktivitäten dafür entwickelt.

Für englischsprachige Leser: www.world-project.vision mit einer komprimierten Darstellung der „mission possible„.