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Lust am Untergang und geistige Hygiene

Kennen Sie das Paretoprinzip 80:20, das besagt, dass 80 % des Ergebnisses mit 20 % des Aufwandes erreicht werden können?

Geistige Hygiene  und Missstände auf der Welt

Für die geistige Hygiene und Energie möchte ich dieses gerne umformulieren: die eigenen Gedanken nur zu maximal 20 % mit den negativen und Katastrophengedanken füllen (die alle Medien nur zu gerne verbreiten, auch die sozialen), dafür die verbleibenden 80 % mit positiven Gedanken – über konstruktive Lösungen und die Dinge und Trends, die schon gut funktionieren auf dem Planeten oder im Lande oder in der Firma.

Ich propagiere damit nicht das Wegschauen von Missständen, nein. Wir müssen hinschauen und uns empören, daraus die Energie zur Veränderung schöpfen. Ich propagiere also nicht das reine positive Denken, die alleinige rosarote Brille. Aber sich zu 80 % oder gar 90 oder 99 % nur über Missstände aufregen, was bringt das? Alle Energie negativ auf andere projizieren, statt sie in uns selbst zur aktiven Veränderung zu formen. Außerdem müssen wir die anderen Menschen für die Veränderung gewinnen, auch die „vermeintlich“ Schuldigen. Das geht nicht durch Beschuldigungen oder gar Verunglimpfungen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Text aus der Kolumne in der SZ vom 8.2.17 „Die Lust am Untergang“.

Häufigkeit von Horrorszenarien in den Medien  – und die Wirklichkeit

Die ZEIT in ihrer Sonderausgabe vom 4.12. zum Jahresrückblick hat  (Seite 3) eine Fülle von Vorgängen in der Welt auf das Geschehen während jeder Minute heruntergerechnet. Und ich nehme mal einen der schrecklichsten Vorgänge: Den Tod. Ich zitiere:

Gleichzeitig (in 1 Minute) sterben 111 Menschen.

Davon knapp einer durch ein Tötungsdelikt, also Gewalt.
An den Folgen der Luftver-schmutzung sterben etwa 26 Menschen
An übertragbaren Krankheiten 24.
Der Durchschnitts-wert für Krebstote beträgt 15.
Für Todesopfer des Rauchens insgesamt 9.
Für alkoholbedingte Todesfälle 4,5,
für Tod durch HIV/Aids 3 (Neuinfektionen 3,4),
für Verkehrstote 2,5.
Für Selbsttötungen sind es 1,5,
für Kriegstote im Irak und in Syrien  0,03,
für Tod durch weltweiten Terror 0,003.“

Verbleiben noch 39,5 die wohl ua altersbedingt eines natürlichen Todes sterben.

Geistige Hygiene

Meine Frage lautet also: wohin müssten wir unsere Energie und unser Bestreben vordringlich richten und uns damit in erster Linie beschäftigen?

Wie jeder aus den Medien weiß, beschäftigen sich diese überweiegend mit der Gewalt und dem Terror, die seltensten aller Todesfälle.

Sicher haben auch Sie eine Interpretation, warum sich die Menschen gerne mit dem Kick des (ganz seltenen) Horrors beschäftigen und auch im Kino solche Filme ganz vorne liegen in der Besucherfrequenz.

Für meinen Weltrettungsroman musste ich diese Erfahrung auch machen. Im Monat suchen bei Google rund 800 Menschen nach der Weltrettung (meist den Song von Tim Benzko). Dafür 20.000 den Weltuntergang!

Was sagt uns das? Vielleicht achten Sie zukünftig mehr auf Ihre geistige Hygiene.

G20-Gipfel in Hamburg und Denkwerkstatt Weltverbesserung

Ein neuer großer G20-Gipfel steht bevor und noch dazu in Deutschland, sozusagen mitten unter uns. Was erwarten oder erhoffen wir uns davon?

Zielsetzung und Aktion der Weltverbesserung zur G20

Wir müssen uns für jegliche öffentliche Aktion vor Ort eine Zielsetzung vorstellen, was können wir auf diesem Feld erreichen? Welche Situation streben wir an?

Also für uns konkret: Wofür sprechen wir uns in z.B. Demonstrationen aus? Das FÜR ist wichtig, nicht das dagegen. Also die Inhalte, Botschaften. Was bedeutet dabei Weltverbesserung?

Und als nächsten Schritt: Mit welcher Aktion können wir das Ziel erreichen.  Sollte wohl nicht heißen: „kommt nie mehr nach Deutschland“ sondern bestimmte Beschlüsse mit positiven Inhalten. Dafür müssen wir überzeugen mit Einfallsreichtum und Argumenten.

Der Pilgerweg zur G20 – für die  Weltverbesserung

Was hatte ich doch schon für tolle Ideen vor zwei Jahren in meinem Blog, basierend auf meinem Roman zur Weltrettung

  • Wanderung in mehreren Säulen zum G20-Ort, wie ein Pilgerweg
  • Unterwegs Ideen sammeln und feilen an inhaltlichen Botschaften mit FÜR
  • Werte einbauen
  • Zusammentreffen der Säulen, Proklamation der Botschaften, vom Herzen her sprechen, ohne Angriffe, Vorwürfe und Verunglimpfungen
  • Und natürlich mit einer Originalität im Aufbau statt Gewalt, manche kreative Aktionen von Hilfs- und Friedensorganisationen und NRO haben das schon geschafft. Eine kreative Originalität, die zur Botschaft passt.

Hier kannst du das nochmal nachlesen.

Aus dem Herzen zum Herzen sprechen

Natürlich die Proklamation der Herzbotschaft – ohne Gewalt. Es geht doch um Überzeugen. Und um mehr Frieden. Wie kann mehr Frieden mit Gewalt und Angriffen erreicht werden?

Das wäre die gute Botschaft vom Gipfel in Deutschland. Diese würde unserem Land gut stehen.

Sind wir hier nicht in weltweiter Perspektive auf einer Insel der Glückseligen? Nicht dass nicht auch bei uns viel, sehr viel zu verbessern ist. Aber im Vergleich zu anderen Ländern haben wir hier Frieden und Wohlstand nebst eines ausgebauten – eben noch zu verbessernden – Sozialsystem, insbesondere in der Prävention.

Das sind die Probleme der Welt

Am 5.7. setzt die Denkwerkstatt Weltrettung und Demokratie ihre Arbeit fort. Hier ist darüber nachzulesen. Sie können noch dazukommen.

Hier der Bericht der ersten Denk-Werkstatt und Ausblick auf die weiteren Vorhaben, ausgehend von Rosenheim.

 

 

Mehr Demokratie wagen – und verbessern

Probleme der Welt und Ursachen

Kürzlich fand im Erfolgsforum Rosenheim das erste Treffen der neu gegründeten Denk-Werkstatt zum Dialog über Welt- und Demokratieverbesserung statt. Wir haben gemeinsam die Weltprobleme analysiert und sind wie auch in meinem Weltrettungsroman zu den 9 Problemfeldern gekommen. Das Feld 8 Gender (Geschlechter-Gerechtigkeit) könnte man auch nennen „Diskrimination“ und enthält somit neben der Geschlechterproblematik auch die Rasse, das Alter und andere diskriminierende Elemente. Und in das mittlere Feld von Armut und Hunger könnte man noch als Unterpunkt die Chancenungleichheit nehmen.

Derr nächste Punkt in der Denk-Werkstatt war nach einer Analyse der Problemfelder die Auflistung der Ursachen, wobei wir zwischen Mensch und System trennten. Aus der Brainstorming der Teilnehmer ergab sich dir mir weitgehend bekannte Liste der menschlichen Schwächen, von Gier und Verführbarkeit angefangen, bis über die Bequemlichkeit zu „destruktivem Umgang mit Komplexität“. Gespannt war ich auf die Diskussion eines gemeinsamen Nenners als Ursache für alle Weltprobleme. Aber das ging ganz einwandfrei zu einem Konsens: „Die Hauptursache ist der Mensch selbst mit seinen Unvollkommenheiten“. Und sogar die Systemursachen wie Macht, Lobby etc konnten wir als menschengemacht darunter subsumieren. Natürlich hat der Mensch aus seine guten Seiten: Hilfbereitschaft, Loyalität, Kooperation, Empathie etc. Daneben die Schattenseiten, die die Probleme national oder weltweit bewirken.

Darüber hinaus ist eine zweite Ursache für die Achse der Welt-Problemfelder 7 Arbeitsplätze und 1 Armut die volkswirtschaftlichen Produktion für den Wohlstand. Für die Entwicklungsländer heißt dies, dass Direktinvestitionen von außen kommen müssen, um einen Sprung zu bewirken. So hat das in China und weiteren asiatischen Ländern sowie Brasilien gut funktioniert. Die dortigen staatlichen Strukturen sind ein Muß – in Afrika fehlen diese oft. Deshalb dort ein größerer Nachholbedarf. Ich habe kurz mein Konzept für Aufbruchstimmung und Vertrauen dargestellt. Zugleich gekoppelt mit verstärkten Bildungsanstrengungen und Großgruppenmethoden.

Am Schluss und gegen Mitternacht war auch klar, dass die Gruppe weitermachen will. Kurzfristig wollen wir unsere Arbeit weiterführen und brauchen da auch nicht in die ganze Welt auszuschwärmen: auch in Deutschland ist genug zu tun. Was wäre das Konzept, in Deutschland den obigen abgebildeten gemeinsamen Nenner „Bewusstseinsentwicklung“ einer breiten Bevölkerung nahezubringen?

Als ersten Baustein dafür könnte meine Großgruppenaktion „Demokratie verbessern“ dienen, die wir beim nächsten Treffen besprechen werden. Hier könnte als sachliches Thema die Flüchtlingswelle stehen, oder das Steuersystem, aber sicher ist die Verbesserung unserer eigenen Demokratie die beste Basis für die weitere Arbeit. Was gibt es in den Social Media nicht alles an Groll und Unzufriedenheit darüber. Unseres Erachtens mangels Wissen und Bewusstsein der Bevölkerung. Stammtischgerede mit Klagen und Anklagen ist leicht, aber wie können wir konkret besser werden? Die verbalen Anschuldigungen der Parteien untereinander erleichtern das alles nicht.

Zielsetzung des Großgruppen-Dialoges

  • Bei der Aufgabenstellung des Staates beginnen
  • Demokratie und Dialog mit Fakten trainieren
  • Werte der Gemeinschaft unseres Staates bewusst machen und leben
  • Vertrauen der gesellschaftlichen Gruppen insb. Politiker, Bürger, Wirtschaft aufbauen zum allseitigen Nutzen
  • Dabei erhöht sich das Wissen, das Verständnis für andere und ändern sich Denkmuster (vorgefasste Meinungen).
  • Reelle Möglichkeiten zu einer Erneuerung der Demokratie kennenlernen u.a. Losverfahren.
  • Zugleich mit konkreten Vorschlägen für weitere operative Dinge und mittelfristige Strategie in der Verbesserung unserer Demokratie
  • Zu einer Vorstufe von echter breiter Bürgerbeteiligung und Mitwirkung kommen.

Beschreibung der Aktion

  • 4 Stunden Dialog der Demokratie (Aufgaben des  Staates und Bürgerpartizipation) mit mindestens 1 Million Teilnehmern, in Gruppen von 100. Das braucht nur 3 Monate zu dauern.
  • An 60 Standorten mit täglich zwei Veranstaltungen. 200 Moderatoren werden benötigt, die dank selbsterklärungen Anleitungen für die Teilnehmer leicht auszubilden sind. Diese sitzen an Tischen von maximal 8 Personen mit zumindest je einem PC, der die Antworten der Gruppe auswertet und mit anderen bzw. auf Bundesebene vergleicht.
  • In weniger als 90 Tagen durchlaufen 1 Million Teilnehmer diese Veranstaltung. An derem Ende steht jeweils ein „viraler“ Effekt: Jeder wird aufgefordert, per Handy enge Freunde und soziale Netzwerke über die Erkenntnisse zu informieren.
  • Bei 10.000 solcher Veranstaltungen können jeweils einer oder mehrere Politiker der verschiedensten Ebenen (Gemeine, Land, Bund) teilnehmen.

Ich habe diese Vorgehensweise schon vor 40 Jahren praktisch ausprobiert – bei der Einführung einer Kapitalbeteiligung in meinem Familienunternehmen. Ich war dabei besonders positiv überrascht, wie sich die Mitarbeiter aus der Produktion dort einbrachten und konkrete Vorschläge unterbreiteten. Vor 20 Jahren habe ich die Aktion – noch vor Kirchhoff – für eine Reform des deutschen Steuersystems entwickelt, aber leider die Mühe der Umsetzung gescheut. Heute bin ich besser gerüstet. Als nächster Termin zur Fortsetzung und Diskussion über ein konkrete Aktion z.B. diese mit den 4 Stunden Dauer scheint der 5. Juli geeignet. Interessenten zur Mitwirkung in der Denk-Werkstatt bitte über diese Seite anmelden.

Am Beispiel der Flüchtlingsthematik habe ich auf dieser Blogseite schon mehr Detailinformationen zum Ablauf der Dialog-Großgruppenaktion in 4 Stunden gegeben.

Make America Great – kein Weltuntergang

Für die klassischen und social Medien ist Donald T ein gefundenes Fressen. Aber ich mag mich nicht mehr mit ihm beschäftigen. T erinnert mich ständig an das Märchen von Kaisers neuen Kleidern.

Emperors clothes von Vilhelm Pedersen

Emperors clothes von Vilhelm Pedersen

Wir können davon wohl nur für die Weltrettung lernen, was nicht geht. Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Damit endet also diese Artikelserie.

Ein Macher in der Politik

Durch meinen eigenen Werdegang als Unternehmer stelle ich einen Macher durchaus in den Mittelpunkt meines Konzepts zur Weltverbesserung und Weltrettung. So  mag ich die Vorstellung eines Unternehmers im Herzen der Politik. Aber was bringt ein Macher, der durch Twitter und Facebook täglich je 20 Millionen Menschen persönlich informiert, was die Regierung so unternimmt? Und so eigentlich Vertrauen in die Aktivität der Regierung schaffen könnte. Das funktioniert nur mit Sachkenntnis, einem guten Konzept, einem Team welches als Team arbeitet, und mit positiven Werten für die Inhalte der Politik. Das scheint mir derzeit im Weißen Haus nicht vorzuliegen, gelinde formuliert.

Menschen wirklich weiterbringen

20141005_153915Ich werde lieber weiter an Konzepten arbeiten, wie man seine Bürger in jedem Lande wirklich weiterbringt und gute und gleiche Startchancen vor allem den jungen Menschen bietet. Sie sind die Zukunft. Da gibt es einiges zu tun. Leider sind die ganzen Strategien von vorzugsweisen Ökonomen zentral auf Steuern und den Staat ausgerichtet. Ich habe da tiefere und weitere Konzepte, die hier noch in den kommenden Monaten und in meinem neuen Sachbuch veröffentlicht werden. (Die Abbildung zeigt die Romanform)

Bildung und Verlierer der Globalisierung

Was ich noch zum  angekündigten Thema der „Verlierer“ der Globalisierung sagen wollte: Zunächst zu analysieren: Wer sind die Abgehängten in den Industrieländern wirklich – und was kann man für sie tun? Ist das ein Nullsummenspiel? Nein, aber natürlich gibt es Menschen, die keine Chancen wahrnehmen und das evtl. auch kaum können.

Dahinter liegt die Frage von menschlichen Fähigkeiten/Qualitäten. Und damit sind wir bei der  Bildung als Antwort. Das habe ich meinen Söhnen schon vor 20 Jahren gesagt und prognostiziert, dass sich die Einkommen durch die Globalisierung auseinanderziehen werden. Dagegen kann kein Staat schützen – auch nicht durch eine Mauer.

Aber passende Bildung. Ist doch klar, dass ein Akademiker da anderes benötigt, als ein Praktiker oder Handwerker, oder Gärtner, oder Bauarbeiter. Und es gibt Schnittmengen:4 Aus- und Weiterbildung Herkulesaufgabe

–       Sprachen – und Toleranz, kulturelle Kompetenz

–       Ausdauer, Leidenschaft, Eigeninitiative

–       Selbst-Optimierung

–       EQ (Emotionale Intelligenz)

Soviel heute schon zu dem Thema. In meinem neuen Buch wird es dazu ein eigenes Kapitel geben. Das wird gebraucht.

Bisherige Artikel über Donald T

Diese behandelten die Themen
Arbeitsplätze
Macht
Weltpolitik
Moralische Werte

Alles in Allem nach 5 Artikeln über Donald T

Es wird keinen Weltuntergang geben, nur einen persönlichen Untergang. Was wir ihm dann verdanken werden:

Dass Europa sich auf seine eigenen Stärken besinnt. Und dass sich die Politik weltweit auf die wirklichen Probleme besinnt, die natürlich innenpolitisch durchaus die Unzufriedenen Abgehängten betrifft, die schnell populistischen Versprechungen erliegen. Und den jungen Menschen gleiche Startchancen über den Status der Eltern hinaus eröffnet. Da ist viel zu tun. Dafür gilt es Menschen und verantwortliche Entscheidungsträger zu gewinnen, nicht durch anpöbeln und verunglimpfen.

Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist!

Posting2 Arundhati 23.2.14

Make America Great – kein Weltuntergang mit Donald T – Teil 4: Werte

T zeigt seine Werte beim Start

T fängt die ersten Tage seiner Regierung wirklich gut an. Eine klare Strategie, schnelle Umsetzung. Mit ziemlich wenigen Widersprüchen im Anschluss an das Gesagte im Wahlkampf. Und das ganze per Twitter direkt vom Präsidenten dem Volk mitteilen. 22 Mio. Empfänger bei Twitter, 20 Mio. bei Facebook

Was sind Werte?

Werte sind vereinfacht gesagt, etwas worauf ich Wert lege bei meinen Zielen.

Werte sind immer sind immer polar aufgebaut, d.h. es gibt 2 gesunde Pole, z.B. Ordnung/Struktur und Flexibilität/Spontaneität. Innerhalb dieses Bereiches ist Verhalten gut und gesund. Sodann gibt es die Übertreibung in den beiden Richtungen. Das nervt dann und noch schlimmer: kann pathologisch/krank werden.

Die Übertreibung von Ordnung/Struktur ist: Bürokratie, Pedanterie, Zwang etc.

Die Übertreibung von Flexibilität/Spontaneität ist: Chaos, Unzuverlässigkeit, Sprunghaftigkeit etc.

Worauf legt T Wert?

  • Arbeitsplätze, insb. für Abgehängte und Verlierer der Globalisierung
  • Amerika stolz machen
  • Deals machen zum Nutzen des Landes
  • Schutz vor Latinos (Mauer) und Muslimen, da viele Amerikaner das ängstigt, Kriminalität und Terrorismus sich erhöhen. Der 9.11. hat sich im kollektiven Gedächtnis eingebrannt.
  • Politik für das Volk machen

Das sind alles Werte, die sich sehen lassen können.

Und bei der Umsetzung

Endlich ein Unternehmer im White House der anpackt und umsetzen will, was er vorher versprochen hat. Der das alte Establishment dort etwas aufmischt, verkrustete Strukturen durchbricht. Durch seine Kampagne ist er eher unabhängig geblieben, fühlt sich Groß-Sponsoren weniger verpflichtet – ist so freier, dass zu tun was er sich vorgenommen und versprochen hat. In meinem Weltrettungs-Roman ist der Held auch ein zupackender Unternehmer, das kann ich also gut verstehen.

Das spricht alles für Donald T. Es beeindruckt. Das klingt eher nach Welt verbessern als Weltuntergang. Nur ist seine Behauptung, dass Mexiko die Mauer durch die Einfuhrzölle bezahlt völlig falsch: dann zahlen die amerikanischen Käufer diese Zölle im Preis!

Aus Sicht der Weltrettung

Auf den ersten Blick spricht vieles für ihn. Aber auf den zweiten?

Vorherige Artikel behandeln die Themen
Arbeitsplätze
Macht
Weltpolitik

Die Grundprobleme von Donald T

T ist ein Narzisst sagen alle Psychologen. Das ist eigentlich auch eine gute Eigenschaft. Denn viele Menschen beherzigen in dem Bibelspruch „andere so lieben wie sich selbst“ nur den ersten Teil und sind co-abhängig, also leiden unter Helfersyndrom, haben keinen Selbstwert etc.

Aber die Übertreibung in der Richtung des zuviel Narzissmus ist nicht gut, und darunter fällt sicher Donald T. Narzissten suchen Anerkennung als Wert, ständig und immer wieder. Und große Ankündigungen sind natürlich noch keine Umsetzung.

Steuersenkungen für Unternehmen, davon profizieren doch erst mal die Leute, denen die Unternehmen gehören. Was hat der kleine Mann davon? Dem Staat fehlt das Geld dann. Aber das ist OPM (other peoples money), nicht das Geld von T. Und er bzw. seine Kinder profitieren mit seinen Unternehmen ebenfalls.

T will America great machen. America first. Das klingt sehr egoistisch für die Führungsmacht der Welt. Als ob alle Probleme daran liegen, dass Amerika zuviel für andere Länder tut, z.B. Entwicklungshilfe – die auch A. nützt, weil diese bei mehr Wohlstand weniger Migrationsdruck ausüben und Produkte und Software von amerikanischen Firmen kaufen können.

Vertrauen als Fundament

T hat durch seine angekündigte Steuersenkung einen Aufschwung der Börse bewirkt. Aufschwungstimmung ist gut für Investitionen.

Jeder der etwas unternimmt und Veränderungen anstrebt, auch zum Guten, braucht das Vertrauen der anderen, die sich anders verhalten sollen, sich ändern sollen, andere Strategien betreiben sollen.20150131_082010

  • Wir brauchen eine moralisch einwandfreie Führung für unkonventionellen Aktivitäten – die Wertethematik. Ein Unternehmer, der frischen Wind und Effektivität in die Regierungs-Administration bringt, ist dafür hoch willkommen – wenn er wirklich entsprechende Werte in sich trägt.
  • Mit weiteren Verunglimpfungen in T’s Botschaften, auch über die Medien, schafft man aber nur Gegner, kein Vertrauen und keine Kooperation.
  • T hat das Präsidenten-Gehalt abgelehnt – obwohl gerade dieses einen Präsidenten unabhängig machen soll. Wo bleibt der Wert „Ehrlichkeit“, wenn T seine Steuererklärung nicht veröffentlicht? Wie ist das mit der Trennung von privaten „Deals“ und politischer Tätigkeit?

Was bringen die Aktionen?

Was bringen die hinausposaunten Aktionen, wenn sie nur vordergründig gut klingen, aber…

  • Zölle auf ausländische Waren die Preise für amerikanische Konsumenten erhöhen und somit ihre Kaufkraft schmälern.
  • Isolationismus und Abschottung – außer zeitweise für den Aufbau eines Entwicklungslandes – schmälern immer den Strom von Ideen und Wohlstand.
  • Die Globalisierung war auf Planetenebene bisher eine Erfolgsgeschichte! Über 1 Milliarde Menschen sind aus der Armut geholt worden. Die Länder, die erst 200 Jahre nach den Industrieländern zur Modernisierung gestartet sind, können jetzt auch mehr Waren und Software aus Amerika kaufen.
  • Amerika steht nicht mehr so gut da wie vor 15 Jahren. Aber vielleicht mehr durch die mehr als 2.000.000.000.0000 € , die Irak- und Afghanistan-Abenteuer gekostet haben. Und die vielen hunderte Milliarden, die große US-amerikanische Konzerne in Niedriglohnländern gebunkert und in USA nur Nano-Steuern bezahlt haben.
  • Warum nur sind die Menschen in vielen arabischen (und anderen) Ländern wütend auf Amerika? Der Nährboden für den islamischen Fundamentalismus.
  • Die Steuern für Unternehmen werden stark gesenkt, was erst mal den Staatshaushalt belastet. Und was bringt das dem abgehängten, vergessenen kleinen Mann wirklich? Die Ungleichheit wird weiter steigen.
  • Wie kann ein Kabinett von Ministern aus Militärs und Reichen (ua von Goldmann Sachs) sowie entsprechenden Beratern sich wirklich für den kleinen Mann interessieren?
  • Wie kann man eine Krankenversicherung für die Abgehängten und Armen, die der Vorgängerpräsident mühsam geschaffen hat – gegen Fundamentalwiderstand der Republikaner – einfach abschaffen? Sollten das nicht ein Großteil der Wähler von Donald T gewesen sein? Eine behutsame und großzügige Ausweitung wäre bei den behaupteten „Werten“ angebracht.
  • Die Liste der Fragezeichen kann noch fortgesetzt werden.

So bleibt eine lange Liste großer, wirklich großer Zweifel. Ankündigungen und Aktionismus räumen diese Zweifel nicht aus. Erst recht nicht der aktuelle Bann für einige muslimische Länder.  Und warum gerade diese? In der arabischen Welt hat man so neues Futter für die vielen Vorurteile gegen die USA.

Weitere geplante Artikel zu Donald T

Es gibt noch einen Abschlussartikel Mitte Februar.

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Make America Great – kein Weltuntergang mit Donald T – Teil 3: Weltpolitik

Nach Teil 1 über Arbeitsplätze (seine Abschottungsidee) und Teil 2 über die Macht (seine Wahl) folgt nun der Teil über die Wirkung nach Außen und natürlich speziell Europa. T. will Amerika stark machen, ein hehres Ziel.

T’s Wirkung nach Außen auf die Welt

Klimawandel auf unserem gemeinsamen Planeten

T: „Den Klimawandel gibt es nicht, das sagen doch auch ein paar namhafte Wissenschaftler. Es gab schon immer ein auf und ab in den Temperaturen.“ Die übergroße Mehrheit der Wissenschaftler wird halt ignoriert. Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Wissenschaft auf dem Holzweg war. Die Klerikalen und Evangelikalen in Amerika glauben auch nicht an Darwin sondern an „macht euch die Erde untertan“ – Make America Great. Gottes Segen haben wir doch.

Bedeutung von Deutschland

Nun, wir Deutschen können Trump von der DDR erzählen, die auch eine Mauer gebaut hat, um alle Bürger vor der Globalisierung und dem bösen Europa zu beschützen. Dort gab es auch keine Arbeitslosigkeit. Und alle waren zufrieden, sind es noch heute.

Dabei ging das mit der DDR eigentlich nicht so gut mit der Abschottung, weil die Mauer verhindern sollte, dass die Bürger in den Westen emigrierten. Für die USA ist das Prinzip jedoch umgekehrt: es soll niemand immigrieren. Das ist genial von Trump, warum soll das nicht funktionieren? Er sagt, was er denkt. Die DDR-Oberen haben das nicht gesagt und so die Mauern falsch rum gebaut.

Europa

T. in den Mund gelegt: „Die sind alt und schwach, was sollen wir uns um die kümmern? Wenn sie sich nicht selbst verteidigen können ist das ihr Problem.“ Schließlich sind ihre Militärausgaben mehr als das Doppelte von Russland. Wo ist da das Problem? Wenn sie unseren Schutz wollen, dann sollen Sie dafür zahlen. Sie geben pro Kopf der Bevölkerung nur die Hälfte für Verteidigung aus und sparen sich so Geld. Und ihre Autos brauchen wir auch nicht, wir können das selbst, haben schließlich das Fließband erfunden und Tessla bereitet die Elektrozukunft ganz vorne vor.

Ist das nicht alles einfach zu verstehen? So wird Trump und Amerika gewinnen!?

Russland

Schlüpfen wir mal wieder in T‘s Kopf und Persönlichkeit. Wie schön ein Pragmatiker am Ruder: Natürlich ist es immer besser sich mit Wettbewerbern zu vertragen, statt sie „ruinös“ zu bekämpfen. Absprachen sind sinnvoll. So denkt auch der Unternehmer. Business und deals zu machen ist allemal besser als Krieg.

So what? Lassen wir doch das Gefasel von Menschenrechten und Demokratie. Ich mache Deals für great America.

Kommentar von Weltrettung

Soweit die Parodie. Und jetzt ernsthaft.

Klimawandel

Das Thema wird sich m.E. in einigen Jahren durch gesunkene Preise der SolarEnergie von selbst erledigen. Verbrennung aller fossilen Stoffe wie Holz und Öl werden dann von selbst vom Markt verschwinden. Darüber brauchen wir uns also bei T. keine Sorgen zu machen. Die Politik hat da ohnehin wenig auf die Reihe bekommen. So oder so, das Thema verschwindet wahrscheinlich schon während seiner vermutlich maximalen Amtszeit von der Agenda.

Schutzmauern

Es heißt, dass die Migration von Mexiko nach den Staaten in letzter Zeit schon ziemlich zum Erliegen gekommen ist – u.a. weil verlagerte Arbeitsplätze dort ja die Attraktivität erhöhen.. Inzwischen gibt es auch wieder Rückwanderer in die Heimat. Durch steigende wirtschaftliche Perspektiven in Mexiko selbst. Das ist eine auomatische Wirkung von Investitionen der Konzerne in armen Ländern: damit steigt der Wohlstand und der Dtuck auf Migration sinkt!

  • Wer ohne wirkliche Not anfängt, Mauern zu bauen – was wird das Ergebnis sein?

Und Zölle erheben. Soll er mal. Das kann Europa auch. Und die Chinesen ebenfalls. Allerdings importiert Amerika mehr als es exportiert. Das darf man nicht vergessen. Bei dem Wettlauf der Zölle wird jeder verlieren, Europa und China jedoch mehr. Wobei immer die Frage ist, wer welche Produkte dringender benötigt.

Europa und die Sicherheit

Aus Sicht von Europa kann eigentlich nichts Besseres passieren. Wir müssen zur eigenen Sicherheit zusammenhalten, wenn wir uns von Russland nach den Erfahrungen von Tschetschenien, Georgien, Krim und Ukraine bedroht fühlen. Und wenn die Polen sich besonders bedroht fühlen, dann sollen diese bitte auch mehr die demokratischen Regeln innerhalb der EU respektieren und keinen Sonderweg gehen. Wir sind 500 Mio. Einwohner gegenüber den 110 Mio. von Russland. Und wir haben zusammen einen höheren Militäretat. Das müssen wir alleine schaffen statt uns zu streiten…. Wenn die Engländer bald raus sind, wird uns das wohl leichter gelingen eine wirklich gemeinsame europäsiche Verteidigung aufzubauen…..

Die Politik von T. wird uns Europäer also zwingen, uns auf unsere eigenen Stärken zu besinnen.

Europa besinnt sich auf seine Stärken

Europa besinnt sich auf seine Stärken

Die sind doch recht ausgeprägt. Wir haben auf dem Kontinent ein gutes soziales Netz, was wir der USA voraushaben. Da können wir durchaus noch besser werden und Ungereimtheiten abbauen. Dann können auch die schlimmsten Populisten nichts machen. Für eine öko-soziale Marktwirtschaft sind wir eh schon auf einem guten Weg.

Europa: danke Donald T.

Russland

Zwei Alfa-Typen zusammen, das wird ohnehin nicht lange gutgehen. Der eine denkt an Business, der andere an die Sowjetunion.

Auch die Putin-Versteher in Europa – die mit P. noch nicht persönlich zusammengetroffen sind – werden das bald verstehen. Und verstehen, warum sich Angela Merkel nach einigen Besuchen in Sachen Minsk/Ukraine von ihm abgewendet hat.

Wenn in seinem Buch „Art oft he Deal“ tatsächlich steht, dass er in Las Vegas, um die Banken zu beeindrucken, mehrere Baggerfirmen auf Nachbargrundstücken hat Löcher buddeln lassen, dann ist doch klar, wie Donald T. denkt und verhandelt: eben nur an die Wirtschaft und Geld. Aber das reicht nicht.

Zusammengefasst: Soll T nur machen, wir besinnen uns auf die eigenen Stärken. Die Börsen sind gestiegen – im kurzfristigen Denken waren die schon immer gut.

Die Nordhalbkugel aus Sicht von T

Die Nordhalbkugel aus Sicht von Donald T

Weitere geplante Artikel zu Donald T

Er hat doch noch mehr Felder, wo er eine Kurskorrektur machen will für Make America Great.

–       T. und moralische Werte – wichtiger denn je

Es gibt dann noch einen Abschlussartikel Mitte Februar.

Bereits erschienen: Teil 1 Arbeitsplätze (mit dem Mauerbild)

Teil 2 Die Macht (mit dem Gefühlsausbruch)

Make America Great – kein Weltuntergang mit Donald T – Teil 2: Die Macht

In diesem Artikel geht es darum, wie T. als amerikanischer Präsident die Macht errungen hat (gewählt wurde) und sie behalten kann. Schlüpfen wir wieder in T. hinein, in seine Gedanken, die er nach außen preisgibt. Er ist jetzt an seinem Ziel – jedenfalls ganz nahe dran._berg-b-als-ziel

Ziele und Überzeugung von T

Nur ein Outsider des Establishments kann in Washington mal richtig aufräumen. Und wenn die Presse das negativ kommentiert, dann lügt sie sowieso. Was ich mache ist richtig, ich stehe für meine Überzeugung ein.

Medien und Gesetzgebung

T: „Der Wahlkampf hat gezeigt, dass er sich auch gegen die Medien gewinnen lässt. Hier ist kein Kurswechsel erforderlich, einfach die Presse weiter beschimpfen und deren negative Berichte dann als emotionale Verzerrung anprangern, als Unwahrheit etc. Die Presse wird dann von selbst zum eigenen Erhalt umsteuern und bald auch von den Erfolgen bei „Make America Great“ berichten. Die werden sich noch wundern.“

Justiz: Menschen mit isolationistischen Einstellung, die auch an „Great America“ glauben, findet man immer. Die Misserfolge der USA kann man gut darauf zurückführen, dass Amerika seine Macht überdehnt hat. Dass die Staaten einfach nicht wollten, denen man „die Demokratie bringen wollte“ – und denen geht es beim Abzug der Amerikaner auch nicht besser.

Zum Kongress: „Auch bisherige Gegner von mir unter den Republikanern werden schon erkennen, dass ich sie zu zu Great America führe und nicht gegen meine Gesetzesvorlagen stimmen.“  Vielleicht ist sogar eine Art „Ermächtigungsgesetz“ möglich, damit jeder Abgeordnete mehr Zeit für seinen Wahlkreis hat und den Menschen dort sagt, dass T. und die neue Regierung für sie was tun.

Establishment in den USA

Hier sind doch im Wesentlichen die Politiker gemeint gewesen. Die natürlich alle sehr abhängig von Spenden und Zuwendungen aus der Wirtschaft sind. T. steht für Unabhängigkeit. Er hat einen Wahlkampf mit weniger Kosten geführt und war selbst die „Marke“. T. ist unabhängig vom abgehobenen Politikbetrieb in Washington und kann dort mal richtig aufräumen. Er ist auch unabhängig von Spendern und Sponsoren, weil er weit weniger bekommen und benötigt hat.

In der Wirtschaft gilt die Regel, dass ein Sanierer immer von außen kommen muss und die erforderlichen „Grausamkeiten“ begehen muss bevor Sozialbeziehungen entstehen. Veränderung ist erforderlich im abgehobenen, verkrusteten Politikbetrieb von Washington. Die sollen lernen, mehr auf das Maul ihrer Wähler zu hören. Darum also auch mehr Zeit in den Wahlkreisen verbringen, statt im Kongress zu diskutieren. Und dem Präsidenten vertrauen, der America Great Again machen will. Zum Nutzen der Bürger, zum Nutzen aller.

Endlich ein Kämpfer, ein Unternehmer am Ruder. Wer sonst kann verkrustete Strukturen aufbrechen und das eigene Land nach vorne bringen, sodass es jeder spürt? Ein Unternehmer, der weiß wer seine „Kunden“ sind, die er zufriedenstellen muss.

Klar. Donald T. braucht in seinem Team auch ein paar im Politikbetrieb erfahrene Leute. Dann muss er halt mit seinem Bauchgefühl einige aussuchen, die noch Veränderung lernen können – und ausstrahlen. Und dazu die eigene Mannschaft stark mit Unternehmern besetzen, die eher Macher sind, auch wenn sie weniger schön reden können.

Das klingt alles logisch und vernünftig! Nicht nach Weltuntergang, deshalb ist die Börse doch gestiegen.

US-Steuern

T: „Die Steuern in den Staaten sind zu hoch und bremsen unsere Wohlstandsentwicklung.“

Warum haben wohl Apple und Google ihre Firmen ganz legal so konzipiert, dass sie nur wenig Steuern zahlen? Wenn wir in den Staaten die Steuern für Unternehmen senken, erreichen wir einen Rückfluss von Milliarden, zum Segen für unser Land.

„Dann wird auch mehr bei uns investiert als im Ausland. Das dient wiederum unserem Wohlstand.“

Wie T. die Wahl gewonnen hat

sowas kann in beide Richtungen gehen……..

Menschen mögen solche derben Auseinandersetzungen. Warum wohl sind Krimis und Horror in TV und in Büchern so beliebt und Nachrichten und Medien bevorzugen Katastrophen sowie lautstarke Kritik? Das bekommt mehr Aufmerksamkeit als positive Nachrichten und faire, ausgewogene, sachliche, langweilige Gespräche. Dafür hat T. ein Gespür und das war auch die Basis für seine Reality-Show im amerikanischen Fernsehen.

Vielleicht sagt T auch bald: „Alle meine Angriffe, Demütigungen, Verletzungen, Beschuldigungen waren nur der Aufmerksamkeit für die Wahl gewidmet waren und ich meinte es gar nicht so stark. Aber nur so konnte ich die Wahl gegen des verkrustete Establishment auch in meiner eigenen Partei gewinnen.“

Viele Menschen haben einen positiven Eindruck von T. persönlich in seinem Business. Nicht ohne Grund ist T. seine eigene Marke.

Kommentar von WELTRETTUNG

In einer Parodie von T. muss man sich in ihn hineindenken und seine – aus seiner Sicht guten – Absichten erkennen und betonen.

Wenn jemand im Establishment von Washington mal richtig aufräumen soll, dann muss er wirklich von außen kommen. Und Hillary Clinton nahm man das nicht ab. Bernie Sanders hätte da sicher eher gegen T. gepunktet. T’s Kritik nahm man schon allein deshalb ernst, weil er nicht so viele Spenden sammelte – und doch durch ständige kostenlose Berichte in den Medien über seine Beschimpfungen etc. Aufmerksameit erhielt. Das ist wie am Stammtisch und es zieht die Schimpfer und Nörgler an. Eine doch recht verbreitete menschliche Eigenschaft. Und natürlich Protestwähler mit der in den USA verbreiteten Skepsis gegen alles, was der Staat und Washington macht. (Das ist in Europa und speziell Deutschland nicht so stark, da wir auch ein stärkeres soziales Netz bieten.)

Insofern ist T‘s Ansatz schon richtig. Nur sieht man bei dem Team, das er um sich aufbaut, nicht, dass es Menschen sind, denen man abnimmt, dass sie für mehr Bürgernähe sorgen und sich wirklich um eine bessere Versorgung der Abgehängten kümmern und um die Gegenden mit wenig Arbeitsplätzen. Dabei wieder ein Finanzminister, der von Goldmann-Sachs kommt. Der Inbegriff des Finanz-Establishments von Washington.

Ja, T will ganz sicher weiter die Regierung umkrempeln und ernennt viele politisch Unbekannte und auch viele Unternehmer, aber die Verbindungen zum Establischment sind doch sehr spürbar. Und eine breite Riege politisch Unerfahrener werden es schwer haben, in der Bürokratie der Administration effizient zu wirken. Politik ist ganz anders als im Unternehmen, wo der Chef das Sagen hat und keine Mehrheiten organisieren muss.

Die Formulierung mit „mehr um den Wahlkreis kümmern“ und den Bezug auf das Ermächtigungsgesetz habe ich T in den Mund gelegt. Wir Deutschen haben damit 1933 schon Erfahrungen gemacht. (Das Parlament hat damals der Regierung eine Blankovollmacht für Gesetze gegeben.) Für T wäre es konsequent, gar nicht richtig zu erwarten, dass seine Gegner in Partei und Kongress seine Gesetzesvorschläge abnicken. Er hat doch viele davon verärgert in seinem Wahlkampf, weil er rundum alle beleidigte.

Gewonnen hat T letztlich durch Medientheater und allgemeine Beschimpfungen – und durch das amerikanische Wahlgesetz, denn Clinton hatte 2,6 Mio. Stimmen mehr. (Wie vor 16 Jahren Al Gore gegen G.W.Bush.) Es gibt natürlich genug Medien, die obwohl im Wahlkampf von T. selbst beschimpft wurden nun umschwenken, weil dies populär ist – und er ja weiter andere beschimpft, was berichtenswert ist. Das verkauft sich immer gut. Aber einige werden ganz sicher standhaft bleiben und weiter über seine Lügen (Hier und hier zwei Quellen) und post-faktische Behauptungen (post-truth) berichten. Auch wenn T. oder sein Finanzminister ihnen die Steuerprüfung auf den Hals schicken. Ein gutes Mittel des Staates, was bei Verbrechern wie Al Capone auch geholfen hat.

Zu den Steuerplänen von T. ist auch manches zu sagen: Schon Präsident Reagan hat das gemacht – und es ging ganz daneben. Bei den heute großen Schulden des amerikanischen Staates ist es eher verrückt. Damit Google und Apple ihre Steuermilliarden im Ausland heimholen, muss schon viel passieren. Aber vielleicht schafft T. das doch. Er könnte zur Abwechslung mal auf diese Konzerne schimpfen, die bislang nur Nano-Steuern (winzige Prozentsätze) gezahlt haben. Steuern runter ist bei dem Staatsdefizit der USA kein sinnvolles Programm.

Ergebnis: Daumen oben und unten. Geben wir T. jedoch Zeit, etwas Reelles zu zeigen. Bisher sind alles nur Worte. Doch – kürzlich in Indianapolis hat er 1.000 Arbeitsplätze vor der  Verlagerung nach Mexiko bewahrt.

Weitere geplante Artikel zu Donald T

Er hat doch noch mehr Felder, wo er eine Kurskorrektur machen will für Make America Great.

–       T. und die Weltpolitik (Teil 3)

–       T. und moralische Werte – wichtiger denn je

Es gibt dann noch einen Abschlussartikel Mitte Februar.

Bereits erschienen: Teil 1: Arbeitsplätze (mit dem Mauerbild)

Great Wall of China at Sunrise

Great Wall of China at Sunrise – soon between the U.S. and Mexico?

 

Make America Great – kein Weltuntergang mit Donald T – Teil 1: Arbeitsplätze

Wir werden jetzt mit Informationen über die geplante bzw. angekündigte Politik von Donald T. überschwemmt. Wobei vielen Kommentatoren unklar ist, was davon umsetzbar ist und ob T. das wirklich anstreben wird. Nun erstmals ein Unternehmer als mächtigster Mann der Welt. Schöne Redner als Politiker gab es genug. Endlich ein Macher. Wir sollten uns tatsächlich in diese Situation hineinversetzen und hoffen, dass sie gelingen kann.

Eigentlich ist alles recht einfach zu verstehen……. Sie finden hier Teil 1 einer kleinen Serie von Artikeln über die angekündigte Politik von Donald T. aus der Perspektive der WELTRETTUNG.

Ziele von T

T. will speziell etwas für die Abgehängten und zornigen Bürger der USA tun, die ihn gewählt haben – und in ihrer Wahrnehmung die Nachteile der Globalisierung „gespürt“ haben. Das Establishment in den USA (und fast auch in Europa) hat da bislang etwas versäumt und auch kaum hingehört. Und auch die linke und die liberale sowie die grüne Bewegung. Ein hehres Ziel, dass muss man T. lassen.

Amerexit

T: Er hat die Herauslösung aus globalen Verträgen wie NATO, UNO angekündigt. Klarer Fall von Isolationismus. Alles zurück – auch die amerikanischen Soldaten in aller Welt wäre dann logisch und Auflösung dieser Stützpunkte. Große Kostenersparnis und kein ständiger Ärger vor Ort mehr. Reduktion von Verantwortung als „Weltpolizist“.

Kleines Problem: Wohin mit den Soldaten in den USA? Kann man sie dort nachhause schicken? Braucht man in den USA Kasernen – eigentlich nicht bei Isolationismus. Gefahren von außen? T: „Wir haben doch Atombomben, dann müssen wir die mal einsetzen.“ Also nicht amerikanische Soldaten, die geschützt werden müssen.

Construction Team with building plans on site

Freihandel/Globalisierung

T denkt nach allem, was er von sich gibt: „Braucht Amerika nicht. Import auch möglichst wenig, dafür Zollschranken. Das Zeug produzieren wir alles in den USA, wir können alles, wir sind Great! Wir schaffen Arbeitsplätze.“ Auch hier Herauslösung aus internationalen Verträgen wie Nordamerika, Asien und natürlich dem anstehenden Vertrag mit Europa (TTIP).

Falls wir dadurch weniger exportieren? Wir kompensieren dass durch weniger Importe und somit mehr Nachfrage aus dem Inland.Schild 144 - Jobcenter

T ist Unternehmer. Es ist ihm zuzutrauen dass er Firmen dazu bewegt, Arbeitsplätze nicht ins Ausland zu verlagern oder gar zurückzuholen. Es gibt tatsächlich Firmen, die das schon gemacht haben – aufgrund von Problemen mit Logistik, Zeitverlauf – und z. B. mangelndem Respekt der Chinesen vor Schutzrechten. Da braucht es vielleicht manchmal nur einen Anruf aus dem White House, um etwas zu bewirken. Das wird seinen Wählern gefallen.

Einwanderung/Immigranten

T: Möglichst wenig und vor allem nicht aus muslimischen oder sonstigen Ländern. Gegen Mexiko bauen wir die große Mauer (Erfolgsrezept aus China), was auch selbst über viele Jahre hinweg viele Arbeitsplätze schafft. Und wir weisen die ganzen illegalen Migranten aus, möglichst alle geschätzten 11 Millionen, mindestens aber 3 Millionen. Dann brauchen wir dafür auch weniger Arbeitsplätze und somit umso weniger für Export (siehe Reduktion Freihandel).

Freie Wohnungen der ausgewiesenen Immigranten – können dann unsere zurückgekehrten Soldaten beziehen. Und die Amerikaner, die sich derzeit keine Wohnung leisten können, mangels vernünftigem Arbeitsplatz. Die in Zelten und Campern wohnen, teils nahe Google und dort als Tagelöhner von Subunternehmern putzen, statt selbst angestellt zu sein.

Hört sich das nicht gut und vernünftig an?

Große Mauer in China

Kommentar von WELTRETTUNG

T. liebt Herausforderungen und auch den Kampf (um ihn zu gewinnen). Dass muss man ihm lassen, wenn man über ihn liest. Mit ihm wird es keinen Weltuntergang geben. Von Bauen versteht er auch etwas.

Aber wenn alles so einfach ist, wie T. mit diesem Programm denkt, dann brauchen Sie nicht weiterzulesen. Falls Ihnen in dieser Liste jedoch manches komisch oder Spanisch vorkommt, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Es ist eine Parodie. Gemessen an den Erfordernissen der USA und auch gemessen an den Erfordernissen zur Weltrettung mit innovativen Konzepten. Und diese erfordern wiederum Vertrauen und die Ausstrahlung von Kompetenz und grundlegenden Werten. Das Gegenteil von Verunglimpfungen oder grandiosen Versprechungen.

Die obigen Punkte klingen nach ethnischer Säuberung und viele Weiße werden es vielleicht gerne hören. Aber ist das wirklich eine positive Strategie? Amerika von der Welt abschotten? Schließlich kann man nicht exportieren wollen (Produkte und Kapital) ohne auch zuzulassen, dass die übrigen Länder in die Staaten importieren wollen bzw. sich dort selbst mit Kapital in Firmen einkaufen. Das ist der Wettbewerb, der Fortschritt schafft. Außerdem werden andere Länder Zollschranken durch eigene Zölle beantworten.

Und es widerspricht den ehernen Gesetzen der Ökonomie vom Gewinn für alle Beteiligten durch die sogenannten „Komparativen“ Kostenvorteile. Nur die übrige Welt, die untereinander Handel ohne Zollschranken treibt, wird das weiter nutzen, die Amerikaner dann zurück und ausgeschlossen bleiben. China hatte sich auch mal für Jahrhunderte abgeschlossen, dann hat Europa überholt! Die DDR hat es versucht – und ist gandios gescheitert (was gerne auch verklärt wird. Alle hatten offiziell eine Arbeit, aber mussten 16 Jahre auf ein Auto warten. Es gab keine Südfrüchte, kein….).

Zunächst würde auch bei einer solchen Abschottungsstrategie per chinesische Mauer (auch gegen China) und verstärkter Eigenproduktion alles teurer für das Land und somit die Konsumenten. Arbeitsplätze im Export gehen verloren, werden nur vielleicht durch mehr Eigenproduktion ausgeglichen. Insgesamt wird alles für die Bevölkerung teurer, was importiert wird. Und die Eigenproduktion ist ja auch teurer! Und die Innovationsrate sinkt, der Wohlstand sinkt.

Es entsteht keine Aufbruchstimmung in den Staaten, eher Unsicherheit, Zurückhaltung der Investoren. Misstrauen gegen Amerika. Und in Amerika: Bespitzelung und Anfeindungen eingesessener „illegaler“ Immigranten. Ein Klima von Verfolgung und Vorsicht.

Im Ergebnis: Daumen runter.

Nachtrag 14.12.16

Ich habe jetzt erst erfahren, dass T. in einer Firma (Carrier in Indianapolis) 1.000 industrielle Arbeitsplätze „gerettet“ hat. Mit dem Hinweis/der Drohung, dass solche Produktionsverlagerungen (in diesem Fall nach Monterrey in Mexiko) zukünftig bestraft werden. Wobei Indianapolis nur ca. 4 % Arbeitslosigkeit hat.

Immerhin. Das hört sich zunächst mal gut an. – Aber leider gibt es auch Gefahren bei Staatseingriffen in die Wirtschaft. In Indien wollten die Engländer seinerzeit einer Schlangenplage Herr werden. Sie setzten eine Prämie für tote Schlagen aus. Die Folge: Die Inder züchteten Schlangen um die Prämie zu bekommen. Es gab dadurch mehr Schlangen statt weniger. 

Also muss man für das ganze Bild auch die Nebenwirkungen bedenken. Mögliche Verluste an Innovationskraft, an Wettbewerbsfähigkeit, an Eigeninitiative. Braucht Amerika wie ein Entwicklungsland Schutzmauern für eine aufstrebende Industrie? Mehr dazu in den nächsten Artikeln, auch darüber was man für die „Verlierer“ der Globalisierung wirklich tun kann und auch sollte.

Weitere geplante Artikel, denn T. hat doch noch mehr Felder, wo er eine Kurskorrektur machen will für Make America Great.

–       T. und die Macht in den USA

–       T. und die Weltpolitik

–       T. und moralische Werte – wichtiger denn je

 

Great Wall of China at Sunrise

Great Wall of China at Sunrise

Weltrettung Kompakt

In einer Zeit mit vielen Veränderungen und teils bedrückenden Ereignissen, beschleicht uns zunehmend das Gefühl, die ganze Welt sei nicht in Ordnung…

Ausgangslage

Flüchtlingsströme und Terror machen die Veränderungen des Planeten für uns alle zum konkreten Erlebnis. Während Bedrohung und Chaos unser Bewusstsein für die S24_9FelderMatrixpositiven Trends auf der Welt überdeckt, durchdringt die Wirtschaft längst alle Bereiche unserer Gesellschaft, wie Freizeit, Sport, Kunst, Bildung und Arbeitsplätze mit durchaus mutmachenden Ansätzen.

Die Roman-Trilogie „Rettung der Welt“ (bisher erschienen Band 1) soll hier durch ein kompaktes Buch der Sachproblematik ergänzt werden. Zunächst wird darin gezeigt, wie verschieden sich in den vergangenen nur 200 Jahren die Länder der Kontinente Eurpa, Asien und Afrika von der praktisch gleichen materiellen Ausgangssituation her entwickelt haben. Bei gleichzeitiger Erkenntnis, dass eine Angleichung der Länder untereinander  heute bereits im Gange ist. Und parallel dazu in den vergangenen 20 Jahren über eine Milliarde Menschen der bittersten Armut entkommen sind.

Neun Felder beschreiben, unter was die Menschen auf dem ganzen Planeten aktuell immer noch leiden.

In allen Bereichen wird es wenig nutzen, nur im System des Kapitalismus etwas zu ändern. Auch Gedanken an die Abschaffung von Religionen sind genauso müßig, wie die Abschaffung des Geldes. Dem Argument, dass das kapitalistische System die Menschheit so weit getrieben hat, dass sie Spielball der Wirtschaft geworden ist, steht entgegen, dass die Wirtschaft aus Bedürfnisbefriedigung heraus entstanden ist. In einer Welt der materiellen Knappheit, die bis heute allerdings weniger für die 1 Mrd. Menschen in den Industrieländern gilt, sondern immer noch mehr für die 6 Mrd. Menschen in den Entwicklungsländern.

Wege zur Weltrettung

Aus diesen Ursachen und Wirkungen heraus leitet das Buch Wege zur Weltrettung ab. Dabei geht es um Armutsbeseitigung und neue Formen der Bildung bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung. Faktoren, die Millionen bis Milliarden Menschen dort einbeziehen, wo an den menschlichen Ursachen zu arbeiten sein wird. Konkreten Vorschläge zur Vorgehensweise im Fall Griechenland, bei den Flüchtlingsströmen und der Jugendarbeitslosigkeit folgen Ausführungen über die Rolle der Sozialsysteme sowie eine to-do-Liste mit Forderungen an den Leser als Individuum, an die Politik, an die Wirtschaft und an die ganze Gesellschaft.

WR-Senario mBDen Wegen zur Weltrettung, wie der Steigerung von Entwicklungshilfen nach Jeffrey D. Sachs, deren bedarfsorientierter Ausrichtung eines William Easterly und den Mikrokrediten des Mohammed Yunus stehen viele prominente Milliardäre zur Seite, die mit Stiftungen, Giving Pledge Aktion und Sozialunternehmen bereits an der Rettung der Welt arbeiten. Dazu kommen automatisch wirkende Faktoren, wie Umweltschutz bei steigendem Wohlstand, stabileres Bevölkerungswachstum und stärkere Frauenrechte. Mehr Bildung, mehr Demokratie und eine Steigerung der dezentralen Energieversorgung wirken ergänzend – wenn auch immer noch ausschließlich dort, wo wirtschaftliche Problemfelder nur in geringerem Maß vorhanden sind.

Im Kontrast dazu sehen wir eine hohe Zahl an schwachen Staaten in denen wirtschaftliche Stagnation, geografische und klimatische Bedingungen sowie kulturelle Schranken und schlechte Regierungsführung die Armutsfalle zuschnappen lassen. Menschliche Schwächen und Verführbarkeit gepaart mit Korruption und organisiertem Verbrechen tun in diesem Teufelskreis ihr Übriges.

Wer hat moralische Autorität?

Die Frage, wer in der Welt noch eine moralische Autorität ausübt, führt schließlich zu den Gemengelagen der aktuellen Kriegsgeschehnisse im Nahen Osten, bestehend aus wirtschaftlichen, religiösen und egozentrischen Machtansprüchen unterschiedlichster Zielsetzungen. Welche Rolle können hier die tausende von Hilfsorganisationen spielen, die großteils aus privater Initiative gegründet wurden:

  • Für humanitäre Zwecke
  • Für Nothilfe und Katastrophen
  • Für medizinische Zwecke
  • Für Kinderhilfe
  • Für den Schutz von Frauen
  • Für Entwicklung
  • Und viele andere mehr

Können diese weltweiten Hilfsorganisationen zusammenfinden und etwas in Gang bringen? Denn alle Ideen sollten menschlich und politisch machbar sein. Es müssen die Akteure dafür gewonnen und die Ressourcen eingeworben werden. Es nützt nichts, den Traum zu verfolgen, dass die Reichen ihr Vermögen mit den Armen teilen oder die Rüstungsausgaben dem Sozialbudget zugeschlagen werden. Schon die Mathematik mit einer einfachen Division durch 7.000.000.000 zeigt, dass damit kaum etwas gewonnen wird. Auch der Wegfall von Zinsen (was wir derzeit in den Industriestaaten schon praktizieren) wird da keine Verbesserung bewirken. Nicht nur einzelne Personen müssen mitwirken, sondern ganze Mehrheiten dafür gewonnen werden. Die Politik hat das Vertrauen vieler Menschen verloren und kann global kaum noch konstruktiv wirken, wenn wir nicht handlungsfähige übernationale Institutionen errichten wollen – was sicher kommen wird, aber sicher noch das ganze Jahrhundert dauern wird.

Die Vision der Weltrettung

„Die Weltbevölkerung entwickelt sich zu einer gegenseitig abhängigen Gemeinschaft, deren Lebensqualität nur durch mehr Kooperation gesteigert werden kann. Die Knappheiten an Energie, Rohstoffen, Trinkwasser, sauberer Luft, Gesundheit und elementarer Bildung lassen sich nur überwinden, wenn immaterielle Ressourcen entdeckt und produktiv genutzt werden. Das ist die Geschichte der Zukunft“, so der Inhalt des 6. Kondratieff.

Anhand von Visionen, Beispielen und konkreten Lösungswegen zeigt das Buch auf, wie es gelingen könnte, aus unserem Planeten einen Platz zu machen, der allen Menschen Glück und Wohlstand bietet. Bisher ist das nur in Romanform geschildert. Bildung und Arbeitsplätze durch Investitionen stehen dabei im Vordergrund.

Nach der Chaos-Theorie befinden wir uns in einer Übergangsphase zu einen höheren Niveau. Das Chaos verunsichert uns zunehmend und wir sind uns nicht bewusst, dass ein höheres Niveau der Menschlichkeit uns erwartet. Dabei zeigt die – deutlich sinkende – Gewaltkurve von Steve Pinker (Weltproblemfeld Sicherheit&Frieden – in Relation zur Weltbevölkerung) deutlich auf, welche Strecke Weges wir in den vergangenen Jahrhunderten auf dem Planeten schon gegangen sind. Einerseits dadurch, das die Gewalt heute im Denken aller Menschen durchaus verpönt ist (noch vor wenigen Jahrhunderten aber als normal angesehen war) und zugleich über Familien, Clan, Stamm, Nation hinaus heute sogar internationale Institutionen zur Befriedung geschaffen wurden (und diese Entwicklung wird weltweit ganz sicher weitergehen, auch wenn der Anteil von Nachbarschaftsstreitigkeiten vor Gericht sich dabei erhöht). Durch die ständige Reizüberflutung der Medien haben wir nur den Eindruck, dass alles schlimmer wird und übersehen die vielfältigen positiven Faktoren! Und diese sind äußerst bemerkenswert. Hier der Link zum Video.

Dem will das neue Sachbuch auf 120 Seiten entgegenwirken. Es ist also wirklich kompakt trotz komplexen Sachverhalts. Vielleicht wissen Sie einen Verlag, der sich dafür eignen und interessieren würde. Vielen Dank.

Posting2 Arundhati 23.2.14

Weltrettung und Reichtumskonzentration

1 Armut Hunger Herkulesaufgabe

1 Armut Hunger Herkulesaufgabe

Die Reichtumskonzentration, die die neue Oxfam-Studie aufzeigt, spricht stark unsere menschlichen Neidkomplexe an. Aber die Frage muss doch gestellt werden, ob diese einen Verursacher der 9 obigen Weltprobleme darstellt, die mit der Armut (in der Mitte) beginnen. Und mit einer einfachen mathematischen Rechnung relativiert sich die Reichtumskonzentration stark!

Kern der Reichtumskonzentration

2015 besaßen lt. Oxfam. 62 Einzelpersonen (davon 53 Männer) genauso viel wie die ärmere Hälfte der

oxfam-grafik-sozialeungleichheit-2015

oxfam-grafik-sozialeungleichheit-2015

Weltbevölkerung, das heißt rund 3,6 Milliarden Menschen. Der Trend ist eindeutig: 2010 besaßen noch 388 Individuen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen genommen, 2014 waren es 80 Personen.

Die Oxfam-Studie wird natürlich in den Medien und der Öffentlichkeit oft zitiert. Denn irgendwie verstößt diese Reichtumskonzentration gegen unsere „Gerechtigkeitsempfinden“, gegen die soziale Ader in den meisten Menschen. Das Problem berührt uns. Konzentration, die in der Natur und in der menschlichen Gesellschaft stark verbreitet ist (Pareto-Prinzip: Stärken, Umsatz, seltene Erden, Rohstoffe, Einkommen, Vermögen, Musik – bis zu den Erfolgen von

6 Demokratie Humanismus Herkulesaufgabe

6 Demokratie Humanismus Herkulesaufgabe

Popsängern – wahrscheinlich verkaufen nur wenige Pop-Kings/Queens so viele Platten wie die Hälfte der übrigen Sänger) ist uns suspekt. Da Vermögenskonzentration auch einhergeht mit wirtschaftlicher Macht, hat sie sicher auch Einfluss auf die Politik, die Partikularinteressen evtl. begünstigen könnte. (Problemfeld Demokratie)

Aber wenn das weltweite Hauptproblem mehr die Armut ist, kann die Reichtumskonzentration da der Verursacher sein? Die Gebrüder ALDI sind reich geworden, weil die Lebensmittel für die breite Masse verbilligt haben mit ihrem konsequent durchgehaltenen Discout-Prinzip. Marc Zuckerberg mit Facebook ist reich geworden, weil er die Idee mit dem sozialen Netzwerk hatte. Usw.

Umverteilung als scheinbare Lösung

Eine einfache Rechnung wird Sie überraschen: Die in der Oxfam-Studie erwähnten 62 Personen haben zusammen ein Vermögen von 1.76 Billionen US-Dollar (diese Zahl ist etwas versteckt im Bericht). Dividiert man nun dieses Vermögen durch die Anzahl der Menschen der halben Weltbevölkerung von ca. 3,6 Milliarden …. Erhält man einen Betrag von knapp 500 $. Und das ist wohlgemerkt „Vermögen“, welches nicht konsumiert werden kann (Firmenanteile, Immobilien). Angenommen eine Bar-Rendite von 5 % ist davon jährlich ausschüttbar , so sind das jährlich 25 $, also pro Monat ganze 2 $.

Diese Division durch die Weltbevölkerung von über 7 Milliarden Menschen muss man immer machen, wenn man sich durch Umverteilung einen Fortschritt erhofft. Solche Milchmädchen-Rechnungen schwirren herum. Gerade die bekannten Zahlen zur Reichtums-Konzentration, die Thomas Piketty in seinem Bestseller zusammengestellt hat, zeigen die mathematischen Mythen auf: Es klingt nach einer unglaublichen Verzerrung, wenn wenige Promille der Bevölkerung über ein hohes Einkommen und hohes Vermögen verfügen. Aber bei der Division durch die Bevölkerungszahl relativiert sich das alles ungemein!

Und wie soll das auch organisiert werden? Erhalten dann die Armen, die speziell in einigen Ländern geballt leben, eine monatliche Überweisung und bestellen sich im Internet Lebensmittel und Autos und Häuser mit Klimaanlage? Die Bevölkerung in den Industriestaaten erarbeiten diese Güter und schicken Sie nach Afrika, Asien, Südamerika?

Kann das überhaut gut gehen? So möchte ich gleich hier schon formulieren: Die Weltrettung muss so aussehen, dass jedes Land seinen eigenen Wohlstand selbst erarbeitet!

Lösung über das soziale Empfinden der Superreichen

Und: Würden die Superreichen das mitmachen? Normalerweise mögen Alfa-Tiere, die solche ein Vermögen aufgebaut haben, keinen Zwang. Und wie wir aus dem Beispiel der Insolvenz der Lehmann Brothers-Bank (wo keine kleinen Sparer beteiligt waren) in der letzten Finanzkrise gelernt haben: diese wurde dadurch verschlimmert, weil Reiche Verluste erlitten und nicht mehr mit dem Geld um sich warfen und mit Investitionen knauserten – schon gab es weltweit Millionen Arbeitslose mehr.

Gerne verweise ich jetzt schon auf die Website der Superreichen, die sich im Rahmen der Giving-Pledge-Aktion verpflichtet haben, über die Hälfte Ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke zu stiften.

Fortschritte in der weltweiten Armutsbekämpfung – durch Investitionen

Trotz der Fortschreitenden Reichstumskonzentration gibt es Fortschritte im Abbau der weltweiten Armut. Hier die Grafik dazu.

infografik-der-rueckgang-der Armut, FAZ 28.9.15

infografik-der-rueckgang-der Armut, FAZ 28.9.15

Die FAZ hat hierzu einen ausführlichen Artikel veröffentlicht.

Der stärkste Faktor dabei war die Teilnahme am Welthandel, wo natürlich immer eine produktive Wertschöpfung steht: Leistungen und Produktion. Also Arbeitsplätze. Letztere werden vom Mittelstand und von großen Firmen geschaffen. Die Entwicklungshilfe kann dabei noch nicht einmal das Faktor hervorgehoben werden.

Und wie kommen die Arbeitsplätze zustande: oft durch Direktinvestitionen von außerhalb, also von den gierigen Westfirmen, die in armen Ländern aufgrund der niedrigen Lohnkosten Produktionen aufziehen. Auf jeden Fall kaum durch die vielen Milliarden der weltweiten Entwicklungshilfe. Beginnend mit der Textilindustrie. Trotz aller Probleme, z.B. mit eingestürzten Textilfabriken in Bangladesch.

Ausblick

Diese Facette der Globalisierung hat natürlich noch Nebeneffekte. Einerseits hilft sie beim Aufholprozess der Länder, die in den 200 Jahren der Industrialisierung zurückgeblieben oder einfach nur spät gestartet sind. Andererseits verstärkt sie zunächst auch die Spreizung der Vermögens- und Einkommensverhältnisse innerhalb der Länder. Womit wir wieder bei der anfänglichen Thematik sind.

Dies werde ich in weiteren Blog-Artikeln näher ausführen.

Es ist nicht einfach, da den Überblick zu behalten. Was ist wirklich wichtig: TTIP bekämpfen? Höhere Erbschaftssteuern? Eine weltweite Finanzbehörde und Bekämpfung der Steuerflucht? Verstärkte Bildung für mehr Chancengerechtigkeit, auch in den Industrieländern?

1 Armut Hunger Herkulesaufgabe

1 Armut Hunger Herkulesaufgabe